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July 12, 2012

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

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Veröffentlicht: 14:37, 12. Jul. 2012 (CEST)
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Russisches Kriegsschiff Neustraschimij

Tartus (Syrien), 12.07.2012 – Russland schickt mehrere Kriegsschiffe in den Hafen der syrischen Stadt Tartus. Bei dieser Marinemission soll es angeblich nur um den Schutz von russischen Staatsbürgern auf dem einzigen Stützpunkt Russlands im gesamten Mittelmeerraum gehen.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, legte am Dienstag der U-Boot-Zerstörer „Admiral Tschabanenko“ vom Stützpunkt Seweromorsk, welcher sich in der Nähe der Stadt Murmansk befindet, aus ab. Der Stützpunkt Seweromorsk und die Stadt Murmansk befinden sich im Nordwesten Russlands. Der Zerstörer wird von drei Landungsschiffen begleitet, welche genügend Platz für eine große Anzahl an Soldaten bieten. Es sollen sich noch zwei weitere Schiffe, eines davon ist das Patrouillenschiff „Jaroslow Mudri“, der Flotte auf dem Weg ins Mittelmeer anschließen.

Interfax zitierte „militärisch-diplomatische“ Kreise, wonach die Marinemission „nicht mit der Verschlechterung der Lage in Syrien zusammenhängt“. Bei der Mission soll es lediglich um den Schutz von russischen Staatsangehörigen, welche sich auf dem einzigen russischen Stützpunkt im Mittelmeer befinden, gehen. Seit der Zeit der Sowjetunion ist Tartus ein Stützpunkt der russischen Marine und ist für Moskau von sehr großer strategischer Bedeutung. Russland gilt als enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, welcher seit März 2011 Massenproteste in ganz Syrien blutig bekämpfen lässt. Laut der Opposition sollen seit Beginn der Kämpfe in Syrien mehr als 17.000 Menschen getötet worden sein.

Syrien geriet nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets in schwierige Auseinandersetzungen mit der türkischen Regierung. Am Montag wurde die russische Regierung von der syrischen Opposition dazu aufgefordert, alle Waffenlieferungen an Damaskus und damit an Assad einzustellen. Daraufhin wurde von russischen Beamten erklärt, dass Russland keine neuen Waffenverträge mit Syriens Regime abschließen werde, bis sich die Lage im Land stabilisiert hat.

Russland fordert eine Fortsetzung der Syrien-Konferenz, bei welcher sich die fünf UN-Vetomächte und Vertreter arabischer Länder im Juni auf Grundzüge eines politischen Übergangs in Syrien einigten. Wie Interfax berichtete, schlug Vize-Außenminister Michail Bogdanow vor, dass ein weiteres Treffen in Moskau organisiert werden könnte. Der syrische Nationalrat lehnt eine Übergangslösung ab, solange Assad nicht abdankt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
  • Portal:Syrien
  • Portal:Türkei
  • Portal:Russisches Militärwesen

Quellen[Bearbeiten]

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September 15, 2005

Russischer Militärjet von Flugzeugträger abgerutscht

Russischer Militärjet von Flugzeugträger abgerutscht

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Murmansk (Russland), 15.09.2005 – Am Montag, den 5. September, um 16:27 Uhr Moskauer Ortszeit ist nach Angaben der russischen Seestreitkräfte in der Nähe der Nordatlantikküste eine russische Militärmaschine des Typs Su-33 ins Meer gestürzt. Die Maschine mit der Bordnummer 82 gehörte der Nordflotte der russischen Marine, deren Standort nördlich des Polarkreises in der Hafenstadt Murmansk ist. Die Su-33 befand sich an Bord des russischen Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“, als sie während der Fahrt des Flugzeugträgers vom Landedeck abrutschte.

Der Pilot, ein Oberstleutnant der Marine, heißt Juri Kornejew. Während des Absturzes vom Flugzeugträger katapultierte er sich aus der Maschine heraus, die Su-33 stürzte ins Meer und ging unter. Bereits nach fünf Minuten konnte Kornejew von Rettungskräften von der Meeresoberfläche gerettet und an Bord genommen werden.

Nach Angaben des Pressedienstes der Behörde war die Maschine nicht mit Munition oder Waffen bestückt. Der Zustand des Piloten wurde den Umständen entsprechend als normal angegeben, er sei gesund. Die Su-33 wurde nicht vom Grund des Meeres gehoben.

Vizeadmiral Wladimir Dobroskotschenko, erster Stellvertreter des Befehlshabers der Nordflotte, erklärte nach der Rückkehr des Flugzeugträgers nach Murmansk auf der russischen Halbinsel Kola, es hätte keinen Sinn gehabt, die Maschine zu bergen. Als Begründung gab er an, an Bord hätten sich keine geheimen Apparaturen befunden. Das Flugzeug liegt nun in 1.100 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund und stellt laut Dobroskotschenko nur noch einen „Haufen Metall“ dar. Die in dem Flugzeug installierten Erkennungsgeräte würden nach Angaben des Generals beim Herauskatapultieren des Piloten automatisch von selbst zerstört.

Als Ursache für den Absturz vom Landedeck des Flugzeugträgers nannte Dobroskotschenko einen Bruch der Bremstrosse einer Bremsmaschine. Mittlerweile befindet sich an Bord der „Admiral Kusnezow“ eine Kommission des Verteidigungsministeriums. Sie soll die Details klären, die zum Absturz des Jets geführt hatten.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

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