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July 21, 2012

Sansibar: Zahlreiche Todesopfer bei Fährunglück

Sansibar: Zahlreiche Todesopfer bei Fährunglück

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Veröffentlicht: 23:06, 21. Jul. 2012 (CEST)
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Altstadt von Sansibar-Stadt

Daressalam (Tansania), 21.07.2012 – Auf halbem Weg zwischen der Hafenstadt Daressalam und der Insel Unguja sank am Mittwoch im Indischen Ozean die Fähre „MV Skagit“ (Bild). Überlebende berichten von einer riesigen Welle, die das Schiff zum Kentern gebracht haben soll. Polizei und Marine leiteten eine aufwendige Rettungsaktion ein.

Unterschiedliche Quellen sprechen von 290 bis 400 Personen auf dem Schiff, darunter neun Besatzungsmitglieder und 34 Kinder. Der tansanische Staatsminister William Lukuvi geht davon aus, dass 16 ausländische Touristen auf der Fähre waren. Zwei der Touristen sind noch vermisst, 14 wurden gerettet, darunter vier Deutsche. Weitere deutsche Staatsangehörige sollen nicht an Board gewesen sein. Die Regierung gab bekannt, dass 37 Menschen das Unglück nicht überlebt hätten, 110 Personen sollen noch vermisst sein. Hassan Khatib, ein Augenzeuge: „Viele Passagiere wurden, ebenso wie ich, ins Wasser geschleudert. Es gab ein totales Chaos, jeder kämpfte für sich selbst, Schreie erfüllten die Luft.“

Die tansanische Regierung ordnete drei Tage Staatstrauer an. Örtliche Politiker warteten zusammen mit Tausenden Bürgern im Hafen auf Nachrichten vom Unglück. Das havarierte Schiff hatte eine Kapazität für 300 Passagiere und soll 26 Tonnen Fracht transportiert haben. Erst im September 2011 war vor Sansibar eine Fähre gesunken. Die völlig überfüllte „MV Spice Islander“ hatte damals 800 Passagiere transportiert; von diesen waren mehr als 200 ums Leben gekommen.

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Quellen[Bearbeiten]

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September 11, 2011

Sansibar: Mindestens 200 Tote bei Fährunglück

Sansibar: Mindestens 200 Tote bei Fährunglück

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Veröffentlicht: 14:23, 11. Sep. 2011 (CEST)
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Meer von Sansibar (Archivbild)

Unguja (Pemba), 11.09.2011 – Wenige Stunden hatte die Fähre „MV Spice Islander“ den Hafen der Insel Unguja verlassen, als es kurz nach Mitternacht in der Nähe der Insel Pemba zu einem folgenschweren Schiffsunglück kam und die Fähre versank. Über 200 Tote wurden bisher gezählt, die Opferzahl dürfte noch steigen.

Die Rettungsarbeiten konnten wegen der Dunkelheit erst am Samstagmorgen beginnen. Sansibars Minister für Notfälle, Mohammed Aboud: „Es ist bislang gelungen 579 Passagiere zu retten“. Unter den Toten befinden sich viele Frauen und Kinder. Hubschrauberpilot Neels van Eijk gab gegenüber dem BBC-Radio an, er habe etwa 200 Überlebende gesehen und auch viele Leichen. Die Menschen klammerten sich an alles was schwamm, beispielsweise an Kühlschränke und Matratzen. Vom Hubschrauber aus wurden die Schiffe zu den im Wasser treibenden Menschen geleitet, da sie von den Schiffen aus wegen des Seegangs schlecht auszumachen waren.

Die 60 Meter lange Fähre „MV Spice Islander“ war für 45 Mann Besatzung und 645 Passagiere zugelassen. Nach Berichten von Überlebenden war sie völlig überfüllt. In den Häfen von Häfen von Unguja und Pemba haben sich tausende Angehörige eingefunden und warten auf Nachricht. An den Stränden wurden Leichen angeschwemmt. Die Identifizierung der Toten wird dauern. Eine britische Touristin berichtet von Verletzten, die abtransportiert werden und von vielen Leichensäcken. Nach Auskunft des Auswärtigen Amts sollen sich keine Deutschen unter den Passagieren befunden haben. Ob sonst Ausländer unter den Opfern sind ist nicht bekannt. Auf der Gewürzinsel Sansibar halten sich viele Touristen auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Afrika

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