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August 11, 2012

Börsen-Bilanz von Facebook: 50 Milliarden Dollar Minus

Börsen-Bilanz von Facebook: 50 Milliarden Dollar Minus

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Veröffentlicht: 12:25, 11. Aug. 2012 (CEST)
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Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, im Jahre 2005

Menlo Park (Vereinigte Staaten), 11.08.2012 – Frischgebackene Aktionäre des internationalen Netzwerkes Facebook müssen schwere Verluste hinnehmen. Wer die Aktie im Mai dieses Jahres für 38 US-Dollar kaufte, hat inzwischen fast die Hälfte verloren. Der Börsenkurs sank in den letzten Tagen zeitweise unter die 20-Dollar-Marke, der Tiefpunkt lag bei 19,82 Dollar bzw. 16,18 Euro. Analysen haben inzwischen weitere Probleme aufgedeckt: Jeder 20. Nutzer soll zwei oder mehr Profile angelegt haben. Etwa 9 Prozent sind Phantome bzw. Fakes, da sie keine realen Personen darstellen, sondern als Profilbild Abbildungen von Tieren oder Phantasiegestalten zeigen. Damit sinken Glaubwürdigkeit und Akzeptanz des Portals. Nach Unternehmensangaben gibt es 955 Millionen Benutzerkonten. Wieviele davon echt bzw. tatsächlich aktiv sind, steht gegenwärtig noch nicht fest. Bisher sind die Registrierung und die meisten Angebote von Facebook kostenlos. Einnahmen erzielt Facebook aus der Werbung, wobei die Werbetreibenden für jeden Klick bezahlen, in den USA und Kanada inzwischen sogar teilweise mehr als einen Dollar je Klick. Dazu trägt hauptsächlich die große Verbreitung mobiler Endgeräte, sogenannter Smartphones und iPads bei, auf denen ein Zugangsprogramm für Facebook inzwischen oft schon vorinstalliert ist. Laut statistischen Erhebungen hat die Zahl der Nutzer, die Facebook-Seiten nur über ein mobiles Endgerät besuchen, von Mai bis Juni weltweit um 23 Prozent auf über 100 Millionen zugenommen.

Zwar sind die Werbeumsätze in den letzten Monaten gewaltig gestiegen, doch es gibt Schwierigkeiten auf den kleinen Displays Werbung darzustellen. Außerdem wird noch mit technischen Schwierigkeiten gekämpft, da auf den Endgeräten unterschiedliche Systeme laufen. Die Möglichkeiten – insbesondere was die Werbeseiten anbelangt – sind im Vergleich zu den PCs noch sehr eingeschränkt.

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July 27, 2012

Börse: Facebook-Aktie auf Rekordtief

Börse: Facebook-Aktie auf Rekordtief – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Börse: Facebook-Aktie auf Rekordtief

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Veröffentlicht: 21:03, 27. Jul. 2012 (CEST)
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Mark Zuckerberg (2011)

Menlo Park (Vereinigte Staaten), 27.07.2012 – Am Freitag notierte die Facebook-Aktie nach massiven Verkäufen nur noch bei 22,28 Dollar. Im Mai 2012, beim Börsengang des Unternehmens, hatte sie 38 Dollar gekostet. So lösten sich 30 Milliarden Dollar an Börsenwert in Luft auf.

Im zweiten Quartal machte das Unternehmen 128 Millionen Dollar Verlust. Auch das Partnerunternehmen Zynga, der Spieleanbieter des Sozialen Netzwerks, musste negative Zahlen bekannt geben. Mark Zuckerberg, Gründer und Vorstandsvorsitzender, der selbst 28 Prozent der Aktien hält, sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten: „Es gibt viele Herausforderungen, aber wir gehen sie an.“ Enorme Kosten fressen die Gewinne auf. Die Investitionen haben sich verdreifacht, sie manifestieren sich in neuen Produkte, Technik und Marketing. Innerhalb von einem Jahr stieg die Zahl der Mitarbeiter von 2.700 auf annähernd 4.000. Fällige Steuern und die Entlohnung der Belegschaft mit Aktien taten ihr Übriges, waren so mitverantwortlich für die schlechten Zahlen. Im Vorjahreszeitraum waren noch 240 Millionen Dollar verdient worden. Zuckerberg gab keine Prognose ab, weder zur Entwicklung des Unternehmens noch zu erwarteten Zahlen im Quartal, dies verunsicherte die Anleger weiter.

Hohe Investitionen werden auch getätigt, um das Netzwerk im Bereich des mobilen Internets zu etablieren. Immer mehr Nutzer tummeln sich dort. Hier stellen Analysten die Frage, wie damit Geld verdient werden soll, da bei der kleinen Darstellung kaum Werbung möglich ist. Die User dagegen sind weiter bei Facebook unterwegs, Ende Juni hatte Facebook 955 Millionen monatliche Nutzer nach 901 Millionen Ende März. Zuckerberg ist zuversichtlich, er sprach von neuen Werbemöglichkeiten. Managerin Sheryl Sandberg kommentiert: „Wir sind gut aufgestellt beim Buhlen um Werbegelder.“ Dafür spricht auch der gegenüber dem letzten Jahr um 32 Prozent gestiegene Umsatz.

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