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April 9, 2015

Übergriffe durch Sicherheitspersonal in Bremer Einkaufszentrum

Übergriffe durch Sicherheitspersonal in Bremer Einkaufszentrum

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Veröffentlicht: 00:14, 10. Apr. 2015 (CEST)
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Haven Höövt in Vegesack, Ansicht von Innen

Bremen (Deutschland), 09.04.2015 – Ein fünfzehnjähriges Mädchen musste drei Tage lang in einem Krankenhaus verbringen, nachdem es vom Sicherheitspersonal in einem Bremer Einkaufszentrum verprügelt worden war. Es handelt sich um das Haven Höövt in Vegesack, das mit rund 70 Fachgeschäften und gastronomischen Einrichtungen sowie einem Parkhaus in der Nähe des Bahnhofs im Stadtteil von Bremen-Nord liegt. Nach Angaben der Polizei war es dort am Samstag, den 8. März zu einer Schlägerei gekommen. Die Sicherheitsfirma wollte sich bisher nicht zu dem Vorfall äußern.

Mitarbeiter der Sicherheitsfirma gingen offenbar gezielt gegen Angehörige der Volksgruppe der Sinti und Roma in Bremen vor. Auch in anderen Teilen Europas kommt es immer wieder zu ähnlichen Übergriffen. In einer slowakischen Siedlung wurden vor kurzem bei einem Polizeieinsatz 15 Roma verletzt. Anlässlich des Internationalen Roma Tages am 8. April gab es Kundgebungen an vielen Orten.

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Wikinews-logo.svg   Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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October 21, 2012

Generalsekretär des Europarats kritisiert Diskriminierung von Roma

Generalsekretär des Europarats kritisiert Diskriminierung von Roma

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Veröffentlicht: 21:55, 21. Okt. 2012 (CEST)
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Romni in Tschechien

Thorbjørn Jagland

Berlin (Deutschland), 21.10.2012 – Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, äußerte sich in einem Interview zur Lage der Roma in Europa. Die Diskriminierung der Minderheit sei eine der größten Herausforderungen für den Kontinent. Er forderte die Mitgliedstaaten des Europarates auf, den Menschenrechten oberste Priorität einzuräumen. Besonders Öl und Gas sowie geopolitische Interessen hätten oft einen höheren Stellenwert eingenommen.

Die Lebensbedingungen der Roma in vielen europäischen Ländern bezeichnete er als entsetzlich. Roma würden diskriminiert und hätten mit rassistischen Anfeindungen zu kämpfen. Sie erhalten schwerer als andere Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnungen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat sich mit der Diskriminierung der Sinti und Roma in Europa bereits im Jahr 2009 detailliert auseinandergesetzt. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlamentes bis 2009, äußert sich in dem Bericht und fordert politische Entscheidungen und einen gesellschaftlichen Wandel, um die Lage der Minderheit zu verbessern.


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September 14, 2012

Frankreich will 15.000 Roma zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen

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Veröffentlicht: 17:21, 14. Sep. 2012 (CEST)
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Romafrau bettelt vor einer Kirche

Paris (Frankreich), 14.09.2012 – Frankreich verfolgt eine Politik, durch die etwa 15.000 Roma, die zumeist aus Rumänien und Bulgarien kommen, zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegt werden sollen.

In den letzten Wochen häufen sich in Frankreich Räumungen von Romalagern. Als Grund wurden unter anderem die an den Örtlichkeiten herrschenden unhygienischen Bedingungen genannt. Jetzt kam es erneut zu einer Räumung durch die Behörden. Im Lager Sucy-en-Brie südöstlich von Lyon wurden 800 Roma aus ihren Unterkünften vertrieben. Die Räumung wurde von einem Gericht angeordnet, der Platz würde für den Bau einer Autobahn gebraucht. Die Anzahl der Bewohner war durch die Auflösung anderer Unterkünfte von Roma angestiegen. Asylsuchenden waren von den Behörden Ersatzunterkünfte angeboten worden. Die Aktion verlief friedlich.

Seit 1972 gibt es in Frankreich eine juristische Kategorie für Personen, die nomadisch leben. Sie werden gemäß dem Dekret Nr. 72-186 unter dem Begriff „Fahrendes Volk“ („gens du voyage“) zusammengefasst. Die Zahl dieser in Frankreich nomadisch lebenden Personen wird auf etwa 400.000 geschätzt, die meisten davon haben die französische Staatsbürgerschaft.

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September 7, 2012

Ungarn: Roma-Gardechef Ferenc Bago festgenommen

Ungarn: Roma-Gardechef Ferenc Bago festgenommen

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Veröffentlicht: 22:39, 7. Sep. 2012 (CEST)
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Pécs (Ungarn), 07.09.2012 – Der 45-jährige Ferenc Bago ist der Chef der „Roma-Garde“. Am Freitag wurde er in der südungarischen Stadt Pécs mit Unterstützung der Antiterroreinheit TÉK festgenommen. Als Grund für die Verhaftung wurde genannt, dass der 45-Jährige als Vorbestrafter keine Organisation hätte gründen dürfen.

Gábor Vona – Vorsitzender der Partei Jobbik

Die „Roma-Garde“ ist eine Vereinigung der Roma von Pécs. Sie wirbt um Mitglieder und Spenden. Nach eigenen Angaben wurde sie als Gegenpol gegen die rechtsextremistische Ungarische Garde gegründet. Von ihr werden die Roma seit Jahren in Angst und Schrecken versetzt. Die Roma-Minderheit in Ungarn sind 800.000 Menschen. Ihr Leben wurde in der letzen Zeit immer schwieriger. Rechtsextremistische Gruppen wurden vom Staat toleriert. In der Partei Jobbik Magyarországért Mozgalom („Bewegung für ein besseres Ungarn“) haben die Rechten ein politisches Sprachrohr. Seit 2007 unterhält Jobbik eine paramilitärische Vereinigung (Magyar Garda), diese wird als antisemitisch und neofaschistisch eingeschätzt. 2009 kam es zu einem Verbot, das durch die Neugründung unter dem Namen „Neue Ungarische Garde“ mit dem Deckmantel eines Kulturvereins untergraben wurde. Der Jobbik-Vorsitzende Vona Gábor erklärte die Aufgabe der Magyar Garde mit „Null Toleranz gegenüber der Kriminalität und dem Parasitentum der Roma“.

Bago soll ein ehemaliger Fremdenlegionär und einmal wegen Mord im Gefängnis gewesen sein. Die Garde der Roma hatte laut ihrem Anführer starken Zulauf. Die Roma-Selbstverwaltung der südungarischen Stadt Mohács und andere Organisationen der Minderheit haben sich angeschlossen. Der Vorsitzende der Selbstverwaltung Istvan Kovacs hob hervor, der Schutz dürfe keinesfalls mit Waffengewalt erfolgen. Beobachter gehen von einer weiteren Radikalisierung des Konflikts aus, sie trauen der Regierung Ungarns nicht zu, die Minderheit der Roma in Zukunft zu schützen.

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August 29, 2012

Stains bei Paris: Polizei vertreibt 500 Roma

Stains bei Paris: Polizei vertreibt 500 Roma

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Veröffentlicht: 21:38, 29. Aug. 2012 (CEST)
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Romakinder

Stains (Frankreich), 29.08.2012 – Am Mittwoch hat die französische Polizei in der Gemeinde im Département Seine-Saint-Denis in der Region Île-de-France erneut ein Romalager geräumt. 500 Menschen waren betroffen. Erst am Montag war es ebenfalls in der Nähe von Paris im Ort Évry zu einer Räumung gekommen von der 70 Roma betroffen waren.

In den Morgenstunden rückten Planierraupen an und machten die Hütten der Romafamilien platt. Die Anordnung der Räumung kam von der Justiz. Als Grund wurden unter anderem die sanitären Verhältnisse angegeben. Zwischenfälle habe es keine gegeben. Die zuständige Präfektur erklärte die Roma hätten das Lager trotz Aufforderung nicht freiwillig verlassen. Ersatzunterkünfte wären ihnen angeboten worden. Dieser Darstellung widersprach ein Bewohner. Die französischen Behörden werden wegen ihres Umgangs mit Minderheiten von den Vereinten Nationen kritisiert. Die UN-Sonderberichterstatter für Minderheiten, Migranten, Rassismus und das Recht auf angemessenes Wohnen gaben eine gemeinsame Stellungnahme ab, darin hieß es, die Zwangsräumungen könnten Roma-Familien in „Situationen großer Verwundbarkeit“ zu bringen. Der Berichterstatter für Rassismus, Mutuma Ruteere, erklärte, die Räumungen drohten das „bereits besorgniserregend feindliche Klima gegenüber Roma in Frankreich“ weiter anzuheizen. Der Berichterstatter für Migranten, François Crépeau, erklärte, Ziel der französischen Regierung scheine zu sein, alle Roma aus Frankreich auszuweisen.

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August 27, 2012

Évry bei Paris: Polizei räumt Romalager

Évry bei Paris: Polizei räumt Romalager

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Veröffentlicht: 00:05, 28. Aug. 2012 (CEST)
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Évry (Frankreich), 27.08.2012 – Am Montag wurde in Évry, einem Ort südlich von Paris, ein Romalager (Bild) geräumt. 70 Personen, darunter Frauen und Kinder waren betroffen. Vor Wochen hat die Europäische Union (EU) Frankreich wegen des Umgangs mit Minderheiten unter Beobachtung gestellt.

Innenminister Manuel Valls verteidigte das Vorgehen, die sanitären Zustände seien „untragbar“ gewesen. Valls war bis Juni Bürgermeister des Ortes. Auch habe ein Sicherheitsproblem bestanden, da sich das Lager unmittelbar an einer Bahnlinie befunden habe. In solchen Fällen werde es auch in Zukunft zu Räumungen kommen, die lokalen Behörden seien dann aufgefordert für Ersatzunterkünfte zu sorgen. Kritik gab es, weil eine für Dienstag angesetzte Gerichtsentscheidung nicht abgewartet worden war. Die Romafamilien werden jetzt möglicherweise für einige Tage in einer Sozialunterkunft untergebracht werden.

Rund hundert Roma hatten am Wochenende im Département Essonne im Großraum Paris ein Lager, für das es Räumungspläne gab, verlassen.

Der französische Europaminister Bernard Cazeneuve und Manuel Valls wollen Mitte September nach Rumänien und Bulgarien reisen, um sich ein eigenes Bild zu verschaffen, weshalb die Integration in den Heimatländern der Roma nicht funktioniert.

Camp Polygone, ein Romalager in Strassburg

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  • Portal:Frankreich

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March 15, 2012

Bukarest: Oberschule bietet Unterricht in der Sprache Romani an

Bukarest: Oberschule bietet Unterricht in der Sprache Romani an

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Veröffentlicht: 18:28, 15. Mär. 2012 (CET)
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Roma-Mädchen

Bukarest (Rumänien), 15.03.2012 – Der rumänische Premier Mihai Ungureanu kündigte am Dienstag die Einrichtung einer Abteilung mit Unterricht in der Sprache Romani in einer Oberschule in Bukarest an.

In der Zukunft sollen in dem Gymnasium Kinder der Roma-Minderheit in ihrer Muttersprache unterrichtet werden und so zum Abitur gelangen. Die Initiative der Abgeordneten Varujan Pambuccian (Verband der in Rumänien lebenden Armenier) und Nicolae Paun (Partei der Roma) wird mit dem in der Regierungssitzung gefassten Beschluss umgesetzt. Mit Beginn des neuen Schuljahres im Herbst 2012 ist mit der Einrichtung der Klassen zu rechnen. Scheitern könnte das Vorhaben nur noch an der Finanzierung, 4 bis 5 Millionen Euro dürften die Kosten betragen. Von einigen Roma-Organisationen kam Kritik, die Einrichtung der Schule würde zu einer Zentralisierung des Unterrichts für Roma-Kinder führen.

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  • Portal:Rumänien

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November 11, 2011

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt die Slowakei wegen der Sterilisierung einer Roma-Frau

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt die Slowakei wegen der Sterilisierung einer Roma-Frau

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Veröffentlicht: 14:07, 11. Nov. 2011 (CET)
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Geburt (Archivbild)

Bratislava (Slowakei), 11.11.2011 – Die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg rügten am Dienstag die Sterilisierung einer 20-jährigen Roma-Frau in einem slowakischen Krankenhaus. Sie sei während der Geburt ihres zweiten Kindes vom Personal des staatlichen Hospitals unter Druck gesetzt worden.

Während der Geburtswehen habe man der Frau erklärt, dass bei der Geburt eines weiteren Kindes sie selbst oder das Kind sterben würden. Unter Schmerzen stehend habe sie daraufhin die Einwilligung zur Sterilisation unterschrieben, ohne verstanden zu haben, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen kann. Das Gericht war der Ansicht, dass man der Frau nach den Umständen keine Wahl gelassen habe, sich anders zu entscheiden.

Ein slowakisches Zentrum für Menschenrechte hat eine Studie durchgeführt, wonach Roma-Frauen in der Slowakischen Republik häufig zwangssterilisiert werden. Die Regierung weist die Anschuldigung zurück.

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  • Portal:Menschenrechte

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September 28, 2011

Bulgarien: Berüchtigter Roma-Boss festgenommen – Proteste gegen die Minderheit überschatten Wahlkampf

Bulgarien: Berüchtigter Roma-Boss festgenommen – Proteste gegen die Minderheit überschatten Wahlkampf

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Veröffentlicht: 20:51, 28. Sep. 2011 (CEST)
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Gypsies.JPG

Sofia (Bulgarien), 28.09.2011 – Am vergangenen Freitag wurde im bulgarischen Dorf Katunits ein 19-Jähriger von einem Kleinbus überfahren. Der Fahrer ist aus dem Umfeld von „Zar Kiro“ und soll vorsätzlich gehandelt haben. Die Straftat löste Proteste der Nationalisten gegen die Großfamilie aus, die sich ausweiteten und sich schließlich gegen alle Roma richteten. Der als Roma-König bekannte Kiril Raschkow soll die Angehörigen des getöteten 19-jährigen Slawen mit dem Tod bedroht haben, was zu seiner Festnahme führte. Die Proteste überschatten den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl am 23. Oktober 2011.

Kiril Raschkow, der unter dem Namen „Zar Kiro“ bekannt ist, lebt im Dorf Katuniza in Südbulgarien. Nach Berichten der bulgarischen Presse ist er der Anführer einer Gruppierung, die der Organisierten Kriminalität zugerechnet wird. Noch in der Zeit des Kommunismus soll er durch den illegalen Handel mit Devisen und Gold reich geworden sein. Später verkaufte er gepanschten Alkohol und verdiente Geld mit Taschendiebstahl und Prostitution. Durch seine erkauften Verbindungen war er nahezu unantastbar geworden. Beträchtliche Reichtümer soll er angesammelt haben. Angst und Schrecken soll er unter denjenigen verbreitet haben, die sich seinen Zielen in den Weg stellten.

Nach dem möglicherweise vorsätzlich begangenen Tötungsdelikt mit dem Kleinbus richteten sich die Proteste zunächst gegen den Clan von Raschkow. Schnell wurde die Minderheit allgemein durch Nationalisten an den Pranger gestellt. Teilweise kam es zu Gewalttätigkeiten. Über 140 Personen wurden von der Polizei festgenommen. Bei einer Schlägerei starb ein 16-jähriger nach einem Herzversagen. Immobilien von Raschkow wurden angezündet.

Nachdem Kiril Raschkow die Familie des Slawen mit dem Tod bedroht haben soll, wurde er festgenommen, andere Quellen berichten, dass er an einen sicheren Ort in Sofia verbracht wurde. Ein Hauptkommissar nach der Festnahme: „Raschkow ist dort, wo er seit langem hätte sein sollen. Der Clan-Chef und seine Familie haben 20 Jahre lang straffrei das gemacht, was sie wollten“.

Staatspräsident Georgi Parwanow ist besorgt. Der Konflikt in Katuniza sei nicht ethnisch, sondern persönlich motiviert. Keinesfalls dürfe das Thema den Wahlkampf dominieren. Die nationalistische Ataka-Partei hat trotz der Mahnung das Thema aufgegriffen und fordert harte Maßnahmen gegen die Kriminalität der Minderheit. So befürwortet sie die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Unter den Roma in Bulgarien gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit. Dies hängt auch mit fehlenden Bildungschancen zusammen. Nach einem Plan der Europäischen Union (EU) vom Sommer 2011 müssen alle 27 EU-Staaten Konzepte zur Förderung der Minderheit vorlegen. Ziel ist es mittelfristig die Situation der Roma wesentlich zu verbessern. Nach einem EU-Dokument leben sie in Armut, leiden unter sozialer Ausgrenzung und werden diskriminiert. Eine Chance auf hochwertige Ausbildung und damit einen guten Arbeitsplatz haben sie nicht. Selbst ihre Lebenserwartung ist geringer.

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April 23, 2011

Ungarn: Rechtsextreme Gruppe errichtet Trainingscamp

Ungarn: Rechtsextreme Gruppe errichtet Trainingscamp

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Veröffentlicht: 18:19, 23. Apr. 2011 (CEST)
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Budapest (Ungarn), 23.04.2011 – Am gestrigen Karfreitag wurde berichtet, dass in dem ungarischen Dorf Gyöngyöspata nordöstlich von Budapest Roma-Anwohner von rechtsextremen Gruppen angegriffen wurden. In einem Großeinsatz von rund 400 Polizisten wurden mehrere Mitglieder der rechtsextremen „Véderö-Wehrsportgruppe“ festgenommen. Die Hälfte der im Ort ansässigen Roma verließen angeblich das 2800-Einwohner-Dorf in Bussen des ungarischen Roten Kreuzes und leben vorübergehend in Budapest. Diese Nachricht wurde nun dementiert. Es habe sich anscheinend um ein Missverständnis gehandelt, da die Roma um einen Ausflug in ein Ferienlager gebeten hatten und mit Hilfe des ungarischen Roten Kreuzes dorthin gebracht wurden.

Das Problem der Rechtsextremisten ist in Ungarn aber kein Einzelfall. Ortschaften mit einem hohen Roma-Anteil werden immer wieder von Rechtsextremisten in Märschen durchquert, um auf „Zigeunerkriminalität aufmerksam zu machen“. Dabei treten „Bürgerwehren“ auf, deren Mitglieder meist der rechtsextremen Partei Jobbik entstammen. So hatte die rechtsextreme Gruppe „Vederö“ am Donnerstag zum Erscheinen in Gyöngyöspata mit Gummigeschosswaffen und Uniformen aufgerufen. Hier wurde ein „Trainingscamp“ errichtet.

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