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January 21, 2012

Iran: Polizeioffensive gegen Barbie-Puppen

Iran: Polizeioffensive gegen Barbie-Puppen

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Veröffentlicht: 19:37, 21. Jan. 2012 (CET)
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Barbie-Logo

Teheran (Iran), 21.01.2012 – Nach einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Mehr News Agency geht die Polizei im Land offensiv gegen den Verkauf von Barbie-Puppen vor. Dutzende von Geschäften sollen bereits geschlossen worden sein.

Ein hochrangiger Polizeioffizier bezeichnete das Kinderspielzeug als „Symbole der permissiven westlichen Kultur“. Die Offensive gegen den Verkauf der Puppe werde fortgesetzt. Im Iran gibt es die schwarzhaarige, von Kopf bis Fuß verhüllte Figur namens Sara. Schmuggler bringen jedoch immer wieder die bei den Mädchen beliebten Barbie-Puppen ins Land. Diese werden in Spielzeug- und Lebensmittelläden verkauft.

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  • Portal:Iran

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May 14, 2011

Iran: Vollstreckung eines Schariaurteils „Auge um Auge“

Iran: Vollstreckung eines Schariaurteils „Auge um Auge“

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Veröffentlicht: 12:52, 14. Mai 2011 (CEST)
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Behandlungstisch

Teheran (Iran), 14.05.2011 – Am Samstag soll ein Mann in einem Krankenhaus mit Säure geblendet werden, damit er sein Augenlicht verliert. Damit wird ein vor drei Jahren ergangenes Urteil vollstreckt. Ein iranisches Gericht hatte auf Grundlage der Scharia das Rechtsprinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ angewendet. Der Verurteilte Madschid Mowahedi hatte 2004 die heute 32-jährige Iranerin Ameneh Bahrami mit Schwefelsäure überschüttet und sie dadurch schwer entstellt. Sie verlor bei dem Anschlag das Sehvermögen, das auch nach mehreren Operationen nicht mehr hergestellt werden konnte.

Nach dem Urteil hatte das Gericht Frau Bahrami mehrmals aufgefordert eine Umwandlung der Strafe in lebenslange Haft zu akzeptieren; dies lehnte sie bis heute ab. Das Rechtsprinzip wird in der Scharia als Qisas bezeichnet. Der Täter wird am Freitag in einem Krankenhaus betäubt und Frau Bahrami, die heute in Spanien lebt und sich für die Vollstreckung des Urteils nach Teheran begibt, wird ihm mit einer Pipette Säure in die Augen träufeln. Sollte sie dies wegen ihrer eigenen Erblindung nicht zustande bringen, wird ihr ein Arzt oder ein Familienmitglied dabei helfen.

Dem Opfer wird als Motiv Rache unterstellt. Sie selbst äußerte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, ihr gehe es um Abschreckung. Sie sagte: „Ein potenzieller Täter müsse wirklich lebensmüde sein, so etwas zu tun“. Sie glaubt daran, dass es nach der Urteilsvollstreckung keine Säureattentate oder nur noch sehr wenige geben wird. Tatsächlich ist die Zahl solcher Attentate schon nach dem Urteilsspruch 2008 erheblich zurückgegangen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verbreitete in London eine Stellungnahme, in der sie den Iran auffordert, die Vollstreckung des Urteils zu unterbinden.


Hinweis: Nach Veröffentlichung dieses Artikels wurde bekannt, dass der Iran die Vollstreckung des Urteils vorerst gestoppt hat.


Themenverwandte Artikel

  • Portal:Scharia
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February 19, 2011

Iran lässt deutsche Reporter frei

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Iran lässt deutsche Reporter frei

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Veröffentlicht: 19:26, 19. Feb. 2011 (CET)
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Teheran (Iran), 19.02.2011 – Zwei deutsche Reporter, die seit fast vier Monaten im Iran wegen eines Visavergehens inhaftiert waren, kamen heute frei. Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes bestätigte, die beiden Journalisten seien jetzt in Täbris in Begleitung deutscher Konsularbeamter. Die iranische Nachrichtenagentur Isna hatte zuvor gemeldet, die Reporter sollten gegen Zahlung einer Geldstrafe freigelassen werden. Die Höhe der Strafe soll demzufolge umgerechnet 35.700 Euro betragen. Ursprünglich war eine 20-monatige Gefängnisstrafe gegen die beiden Reporter verhängt worden.

Die beiden Männer waren am 10. Oktober 2010 in der Provinzhauptstadt Täbris (Ost-Aserbaidschan) von iranischen Sicherheitsorganen verhaftet worden. Sie hatten versucht, den Sohn und den Anwalt von Sakineh Mohammadi Ashtiani (43) zu interviewen, die im Iran im Jahr 2006 wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden war. Das Urteil gegen die Journalisten war damit begründet worden, sie hätten Akte gegen die nationale Sicherheit des Iran begangen.

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October 25, 2010

Iran beschränkt „westliche“ Studiengänge

Iran beschränkt „westliche“ Studiengänge

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Veröffentlicht: 20:55, 25. Okt. 2010 (CEST)
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Lage des Iran

Teheran (Iran), 25.10.2010 – Die iranische Regierung hat zwölf Studiengänge beschränkt, die angeblich „westlich“ geprägt und daher mit den Lehren des Islam nicht vereinbar seien. Betroffen sind unter anderem Menschenrechte, Jura, Philosophie, Management, Politikwissenschaft und Frauenstudien. In diesen Studiengängen dürfen keine neuen Institute gegründet werden. Darüber hinaus soll in einigen Universitäten im Land der Lehrplan überprüft werden.

Auslöser der Maßnahme soll der politische und religiöse Führer Ali Chamene’i sein, der befürchtet, dass diese Studien zu Zweifeln an der Religion führen könnten.

Studenten spielten bei den Protesten nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr gegen die Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad zum iranischen Präsidenten eine zentrale Rolle. Bereits 2006 wurden einige als liberal geltende Professoren in den Ruhestand versetzt. Im Iran studieren etwa 3,5 Millionen Menschen Gesellschafts- und Geisteswissenschaften.

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April 8, 2006

Mahmud Ahmadinedschad kommt vielleicht zur Fußball-Weltmeisterschaft

Mahmud Ahmadinedschad kommt vielleicht zur Fußball-Weltmeisterschaft

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Artikelstatus: Fertig 20:03, 8. Apr. 2006 (CEST)
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Nürnberg (Deutschland), 08.04.2006 – Eventuell besucht der Präsident der Islamischen Republik Iran die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Dies gab am Donnerstag der iranische Fußballverband anlässlich eines Besuches in Nürnberg bekannt. Ahmadinedschad sei ein großer Fußballfan, der persönlichen Kontakt zu den iranischen Nationalspielern pflege. Noch ist aber die Entscheidung nicht gefallen.

Die Nationalmannschaft des Irans tritt am 11. Juni 2006 in Nürnberg zu ihrem ersten Spiel an. Der Gegner wird die Elf aus Mexiko sein. Der iranische Fußballverband rechnet beim Auftaktspiel mit rund 4.000 iranischen Fußballfans im Nürnberger Stadion.

Die iranischen Spieler beziehen ihr Hotel während der WM in Friedrichshafen am Bodensee. Der Iran hatte aus dem gesamten Kartenkontingent der WM 8.413 Karten erhalten. Davon wurden im Iran selbst nur rund 800 Karten verkauft. Grund dafür dürften laut dem iranischen Fußballverband die Kosten für die Anreise und die Übernachtungen sein.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble steht einem Besuch Ahmadinedschads positiv gegenüber. Von Seiten der deutschen Bundesregierung gibt es laut Schäuble keinen Widerspruch gegen das Vorhaben. Der Innenminister sagte wörtlich: „Er kann gerne zur WM kommen. Wir wollen gute Gastgeber sein.“

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December 23, 2005

Irans Präsident verbietet westliche Musik

Irans Präsident verbietet westliche Musik

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Artikelstatus: Fertig
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Teheran (Iran), 23.12.2005 – Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat dem staatlichen Rundfunksender seines Landes das Abspielen westlicher Musik untersagt. Seiner Meinung nach sei diese „dekadent“.

Nachdem Ahmadinedschad in der vergangenen Woche bereits äußerte, Israel müsse „von der Landkarte getilgt“ werden, und den Holocaust geleugnet hatte, hat der Präsident damit erneut Aufsehen erregt. Stattdessen, so schlug Ahmadinedschad vor, sollte mehr Wert auf nationale und traditionelle Musik gelegt werden. Kultusminister Mohammed Hussein Saffar-Harandi ging laut der Nachrichtenagentur Isna gar noch weiter und kündigte an, in Zukunft auch „dekadente und dumme“ Filme zu verbieten.

Der deutsche Bundestag hat indes die israelfeindlichen Aussagen Ahmadinedschads in den letzten Wochen scharf kritisiert und seine am Mittwoch erneut bekräftigte Forderung, Israel aufzulösen und die Bewohner in Europa oder Kanada unterzubringen zurückgewiesen. US-Präsident George W. Bush nannte Ahmadinedschad nach seinen Äußerungen einen „seltsamen Typ“ und bezeichnete Iran als eine „Bedrohung“.

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November 4, 2005

Offener Brief der Israelitischen Kultusgemeinde an Ahmadinedschad

Offener Brief der Israelitischen Kultusgemeinde an Ahmadinedschad

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Wien (regional) (Österreich), 04.11.2005 – Die Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien sind über die israelfeindlichen Äußerungen des neuen iranischen Präsidenten Ahmadinedschad entrüstet. Als Reaktion darauf richteten sie einen offenen Brief an Ahmadinedschad.

Diesen Brief überreichten die offiziellen Repräsentanten der Wiener jüdischen Gemeinde am Mittwoch Abend während einer Protestversammlung vor der iranischen Botschaft in Wien an den Botschafter des Irans. In dem Brief riefen sie Ahmadinedschad unter anderem dazu auf, seine Äußerungen öffentlich zu widerrufen. Sie verlangten von ihm die Einstellung des globalen Terrors. Darüber hinaus forderten sie den Präsidenten des Irans dazu auf, die Entwicklung von Atomwaffen zu beenden.

Mit Redebeiträgen haben diese Protestversammlung einige einflussreiche Persönlichkeiten unterstützt. So nahmen unter anderem die Grüne Nationalratsabgeordnete Terezija Stoisits teil, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Ariel Muzicant sowie der Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg.

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