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July 27, 2015

Windparkprojektierer PNE will Aufsichtsratsvergütungen reduzieren

Windparkprojektierer PNE will Aufsichtsratsvergütungen reduzieren

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Veröffentlicht: 09:53, 30. Juli 2015 (CEST)
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Unternehmenszentrale PNE

Cuxhaven (Deutschland), 27.07.2015 – Nachdem der Machtkampf innerhalb des Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung von PNE am 16. Juni 2015 soweit eskaliert war, dass sogar die Polizei gerufen wurde, hat die Verwaltung nunmehr einige Vorschläge ausgearbeitet, um noch in diesem Jahr mehrheitsfähige Beschlüsse zu erreichen. Zuvor hatten die Untersuchungen aufgrund mehrerer Strafanzeigen ergeben, dass kein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen eröffnet wurde. Unter anderem waren Vorwürfe wegen Manipulationen bei der Abstimmung erhoben worden.

Bei den Abstimmungen über die Entlastung des Aufsichtsrats, bei der über jede Person einzeln abgestimmt wurde, erhielt Großaktionär Volker Friedrichsen mit nur 11 Prozent der Stimmen das schlechteste Ergebnis. Sein Widersacher, Vorstandsvorsitzender Martin Billhardt, wurde mit 51 Prozent nur knapp für seine Tätigkeit im Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 entlastet.

Kritik hatte es auch an der Vergütung des Aufsichtsrates gegeben, dessen Gesamtbezüge im Jahre 2014 einen Betrag von fast 886.000 Euro erreicht hatten. Insbesondere war auffällig, dass die festen Bezüge nur rund ein Zehntel davon betrugen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Kuprian, der noch in vier weiteren Kapitalgesellschaften Mitglied eines Kontrollgremiums ist, bekam für das Jahr 2014 eine Vergütung von rund 229.000 Euro. Nach dem Aktiengesetz sind erfolgsabhängige Vergütungen in gewissem Umfang zulässig. Nunmehr will die Verwaltung vorschlagen, zukünftig die Bezüge des Aufsichtsrates zu verringern und nur noch feste Vergütungen zu zahlen. Darüber muss die Hauptversammlung der Aktionäre beschließen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Windenergiefirma PNE: Machtkampf im Aufsichtsrat (22.06.2015)

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June 19, 2015

Windenergiefirma PNE: Machtkampf im Aufsichtsrat

Windenergiefirma PNE: Machtkampf im Aufsichtsrat

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Veröffentlicht: 16:05, 22. Juni 2015 (CEST)
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Internationale Aktivitäten der PNE Wind AG im Jahre 2013

Cuxhaven (Deutschland), 19.06.2015 – Zur diesjährigen Hauptversammlung der norddeutschen Windenergiefirma PNE in Cuxhaven am 16. Juni bahnte sich bereits im Vorfeld ein Machtkampf im Aufsichtsrat an. Volker Friedrichsen, der 2014 neu in das Gremium gewählt wurde und früher Chef von Windkraft Nord AG (WKN) war, fühlt sich als Aktionär „oftmals schlecht informiert, manchmal gar benachteiligt“. Er besitzt rund 15 Prozent der Aktien. Außerdem kritisiert er die Vorgehensweise bei den Offshore-Projekten. Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender von PNE WIND AG wirft Friedrichsen eine falsche Bewertung der WKN AG vor, wodurch ein Schaden von 17 Millionen Euro entstanden sei. Der Aufsichtsrat ist gespalten, zwei seiner Mitglieder halten zu Friedrichsen, die anderen drei stehen auf Billhardts Seite.

Hauptversammlung der PNE 2014

Die Hauptversammlung zog sich bis Mitternacht hin. Als Erfolg wurde der Verkauf des Projektgeschäfts in Großbritannien gefeiert. Nach Darstellung der Geschäftsleitung waren dann „umfangreiche Wortmeldungen und Geschäftsordnungsanträge von Aktionären“ die Ursache für die ungewöhnlich lange Dauer der Sitzung. Streitpunkt waren die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die mögliche Abberufung von Aufsichtsräten. Bei einer Abstimmung kam es zu einem derartigen Aufruhr, dass der Vorstand die Sitzung abbrechen musste. Es wurden Zweifel an den Abstimmungsergebnissen laut, und schließlich wurden Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Jetzt wird wegen Verdachts der Urkundenunterdrückung ermittelt. Das Ergebnis wird erst in einigen Tagen vorliegen. Möglicherweise werden Abtimmungsvorgänge für ungültig erklärt. Zu den entsprechenden Tagesordnungspunkten müsste dann erneut eine Hauptversammlung einberufen werden. Das Aktiengesetz schreibt vor, dass die Abstimmungen von einem Notar überwacht werden müssen.

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Wikinews-logo.svg   Portal:Wirtschaft

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September 1, 2014

GDL ruft zu Warnstreiks bei der Bahn auf

GDL ruft zu Warnstreiks bei der Bahn auf

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Veröffentlicht: 18:35, 1. Sep. 2014 (CEST)
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Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn AG

Frankfurt am Main (Deutschland), 01.09.2014 – Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat zu einem Warnstreik bei der Bahn heute Abend zwischen 18 und 21 Uhr aufgerufen. Lokomotivführer, Lokrangierführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten sowie Ausbilder und Trainer der Deutschen Bahn AG sollen ihre Arbeit um diese Zeit niederlegen. Mit dieser Streikzeit berücksichtige man, so die GDL in einer Pressemitteilung, „die vielen Wochenendreisenden, die während des ersten Wochenarbeitstages die Eisenbahnen nutzen. Außerdem wird damit auch jenen Pendlern Rechnung getragen, die am Tage ihrer Arbeit nachgehen“. Der Streik trifft daher hauptsächlich den Güterverkehr.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber gab in einer Pressemitteilung bekannt, am Morgen ein neues Tarifangebot vorgelegt zu haben, und forderte die GDL dazu auf, den Warnstreik zurückzunehmen. Er bezeichnete die Ankündigung der GDL als „reines Ablenkungsmanöver“ und versicherte: „Wir sind und bleiben verhandlungsbereit.“ In dem neuen Angebot würde die Bereitschaft zum Ausdruck kommen, über alle Tarif-Forderungen der GDL zu verhandeln. Im Fall eines Streiks würde die Bahn alles daran setzen, „die Beeinträchtigungen für die Kunden im Güter- und Personenverkehr so gering wie möglich zu halten“.

Die GDL steht in Konkurrenz zur mitgliederstärkeren Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG). Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn sowie eine Verkürzung der Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden pro Woche. Die EVG dagegen will sechs Prozent mehr Lohn für jeden Mitarbeiter, jedoch mindestens 150 Euro im Monat.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   GDL-Verhandlungen gescheitert: Lokführer streiken (02.10.2007)

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May 30, 2014

Hauptversammlung der Bremer Windfirma Energiekontor in Ritterhude

Hauptversammlung der Bremer Windfirma Energiekontor in Ritterhude

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Veröffentlicht: 20:42 (CEST), 30.05.2014
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Windkraftanlage der Firma Energiekontor

Ritterhude (Deutschland), 30.05.2014 – Meist finden Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften in dem Ort statt, wo sich der Sitz des Unternehmens befindet. Nicht so bei dem Bremer Windprojektierer Energiekontor. Dessen Hauptversammlungen finden offenbar seit einigen Jahren nur deshalb im benachbarten niedersächsischen Ort Ritterhude statt, um damit Kosten zu sparen. Angesichts der Unsicherheiten beim Erneuerbare Energien Gesetz in Deutschland und bei der Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen sah es auch nicht gerade rosig für das Unternehmen aus. Seit 25. Mai 2000 werden die Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Daneben findet ein Handel auch an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart statt. Ein historisches Tief erreichte die Kursentwicklung 2004 mit 0,85 Euro je Aktie. Im elektronischen Handelssystem XETRA wurden selten Aktien gehandelt, so dass im Jahre 2012 das Listing aus Kostengründen vorübergehend beendet wurde.

Diesmal konnten Vorstand und Aufsichtsrat allerdings mit mehreren Erfolgsmeldungen aufwarten. 2013 war das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte dieses Unternehmens, das 1990 gegründet wurde. Nachdem die Zahlen für das Jahr 2013 bereits Ende März bekanntgegeben worden waren, machte die Aktie Anfang April 2014 einen Sprung von 4,75 auf 6,45 und dann 7,2 Euro an der Frankfurter Börse. Am 25.4. erreichte sie ein 10-Jahres-Hoch von 8,81 Euro im XETRA. Damit bedeutet die Dividende von 0,50 Euro je Aktie eine Rendite von gegenwärtig rund 6 Prozent.

Auch auf der diesjährigen Hauptversammlung im Veranstaltungszentrum Ritterhude am 28. Mai stellten sich Vorstand und Aufsichtsrat den kritischen Fragen der Aktionäre. Dabei stand auch der verlustreiche Verkauf eines Offshore-Windparks im Fokus. Als besondere Überraschung konnte Energiekontor eine neuartige Flügelverlängerung bei den Windkraftanlagen präsentieren. Diese technische Neuheit wurde im Vorjahr zum Patent angemeldet und trägt deutlich zur Leistungssteigerung bei. International werden Projekte in Portugal, England und Schottland entwickelt. Das Unternehmen betreibt einen erheblichen Teil der Windkraftanlagen selbst und vermarktet den erzeugten elektrischen Strom. Der daraus gewonnene Cashflow übersteige gegenwärtig die Kosten für Projekte, so dass Energiekontor relativ unabhängig von Investoren sei. Darin unterscheide sich Energiekontor von Konkurrenten wie etwa PNE Wind, erklärte ein Mitglied des Vorstandes.

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  • Portal:Börse

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April 16, 2014

Merkwürdige Hauptversammlung bei Aleo Solar

Merkwürdige Hauptversammlung bei Aleo Solar

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Veröffentlicht: 16.04.2014, 07:59 (CEST)
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Solarzellen aus Deutschland – ein Verlustgeschäft für Bosch?

Oldenburg (Oldb) (Deutschland), 16.04.2014 – Merkwürdige Dinge spielten sich gestern auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Aleo Solar AG, eines vom Bosch-Konzern beherrschten Solarherstellers ab. Die naiv klingende Frage einer älteren Aktionärin, was die „Herren in der ersten Reihe“ – nämlich Vorstand und Aufsichtsrat auf dem Podium – und die vielen Mitarbeiter im Back Office machen, war Anlass für weitere Kleinanleger, teilweise Juristen, nochmals nachzuhaken. Die ältere Dame hatte durch eine Tür beobachtet, dass im Back Office offenbar mehr Personen arbeiteten, um auf die Fragen zu antworten, als Aktieninhaber im Publikum sitzen. Der Verdacht einer von Bosch gesteuerten Veranstaltung erhärtete sich, als eine sehr kritische Aktionärin gezielt nach den Namen bestimmter Personen fragte, die möglicherweise im Back Office sitzen würden. Sie ließ sich auch nicht davon abbringen, sich persönlich von der Arbeit im Back Office nebenan einen Eindruck zu verschaffen. So kam tatsächlich heraus, dass im Back Office mehr Personen arbeiteten als zur Hauptversammlung in einem Saal der Oldenburger Weser-Ems-Halle Aktionäre erschienen waren. Schließlich wurde mehrmals der Vorwurf erhoben, die Antworten auf die kritischen Fragen von Aktionären würden von Mitarbeitern des Bosch-Konzerns oder der von Bosch beauftragten Rechtsanwälte ausgearbeitet. Die Vorwürfe gipfelten schließlich in der Kritik am Verhalten des anwesenden Notars Watermann. Die Anwesenheit eines Notars ist bei Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Der Leiter der Versammlung, Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Hartung, versuchte mehrmals, teilweise vergeblich, die aufgeregten Aktionäre zu beruhigen. In der Hauptsache ging es darum, die Aktiengesellschaft zum 30. April 2014 – also innerhalb von 14 Tagen – aufzulösen. Die Abstimmung war nach stundenlanger Diskussion nur noch eine Formsache, da Bosch die Mehrheit hat. Die Juristen unter den kritischen Aktionären bezweifelten das Stimmrecht von Bosch, da dieser Konzern als beherrschendes Unternehmen praktisch in eigener Sache entscheide. Ein Aktionärsvertreter hatte Gegenanträge eingebracht und fragte, warum eine Woche nach der Hauptversammlung der Jahresabschluss des Jahres 2013 vorgelegt werden solle. Üblich sei es, den Jahresabschluss vor der Hauptversammlung zu veröffentlichen. Erstaunen löste die Antwort des Vorstandes aus, der Hauptbetrieb im brandenburgischen Prenzlau sei bereits am 28. März 2014 eingestellt worden.

Der drängenden Frage, warum keine Insolvenz eine Fortführung des Unternehmens – etwa ähnlich wie bei Solarworld erlaube, wurde wiederholt ausgewichen, dies seien „theoretische“ Überlegungen, doch damit wollten sich viele Kleinaktionäre nicht zufrieden geben. Die Antworten des Finanzvorstands York zu Putlitz wurden als unzureichend kommentiert. Ihm wurde immer wieder vorgeworfen, er würde Fragen ignorieren bzw. nicht inhaltlich beantworten.

Die Beherrschung der Aleo Solar AG durch den Bosch-Konzern wurde auch daran deutlich, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Hartung zur Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH gehört und die beiden Vorstandsmitglieder nicht nur ihre Karriere bei der Muttergesellschaft gemacht haben, sondern auch ein Rückkehrrecht gewährt bekommen. Auf der Unternehmensseite von Aleo Solar heißt es wörtlich: „Robert Bosch GmbH verlangt Beschlussfassung über Liquidation der aleo solar AG und sichert weitere finanzielle Unterstützung zu.“ Begründet wird dies mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen, was jedoch von kritischen Aktionären bezweifelt wird. Der wahre Grund sei, dass Bosch sein Image retten wolle.

Nach dem Verkauf fast aller wesentlichen Vermögenswerte des Unternehmens an ein asiatisches Firmenkonsortium, das als SCP Solar GmbH in Hamburg firmert, bleibt für die Aktionäre von Aleo Solar nichts übrig. Dabei sei es egal, ob es eine Liquidation oder eine Insolvenz wäre, so der Tenor der Kleinanleger. Immerhin hätte es bei einer Insolvenz nach dem neuen Recht in Deutschland einige Möglichkeiten der Weiterführung und somit auch der Mitbestimmung der Aktionäre gegeben. Auch Gewerkschaftsvertreter hatten das Verhalten von Bosch beanstandet. Durch den zeitweisen Boom in der deutschen Solarindustrie hatte Aleo Solar zeitweise fast 1000 Beschäftigte. Diese Zahl ist auf 700 gesunken und wird voraussichtlich innerhalb der nächsten drei Jahre auf Null sinken. Voraussichtlich werden etwa 200 Mitarbeiter noch in einer sogenannten Transfergesellschaft beschäftigt, die aber nur neun Monate dauert.

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January 17, 2014

Phoenix Solar AG ist die Aktie des Jahres 2013

Phoenix Solar AG ist die Aktie des Jahres 2013

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Veröffentlicht: 23:14, 17. Jan. 2014 (CET)
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Die Phoenix Solar AG ist ein erfolgreiches Unternehmen im Bereich Photovoltaik

München (Deutschland), 17.01.2014 – In der Krise der Solarindustrie hat sich das deutsche Unternehmen Phoenix Solar AG profiliert. Das Unternehmen ist aus der 1994 gegründeten Phönix Solarinitiative des Bundes der Energieverbraucher e.V. hervorgegangen und hatte zehn Jahre später – Im November 2004 – seinen Börsengang. Rund 82 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz, zu den größten Aktionären gehören Versicherungsunternehmen wie die deutsche Allianz oder die Schweizer Swisscanto.

Der Kurs der Aktie stieg im Jahre 2013 von 1,04 Euro auf 4,70 Euro und hat sich damit mehr als vervierfacht. Am 5. November erreichte die Aktie einen Spitzenwert von 6,50 Euro. Damit ist die Aktie nicht nur in der Branche der erneuerbaren Energien, sondern auch im Vergleich zu allen deutschen Aktien der Gewinner des Jahres 2013. Die Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex, die im HDAX als Gewinner hervorgingen, stiegen im Jahre 2013 von 3,90 auf 11,40 Euro – also noch nicht mal auf das Dreifache. Der HDAX ist ein Aktienindex, der die Werte aller 110 Unternehmen aus den deutschen Aktienindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammenfasst.

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January 2, 2014

Aktienspekulation zum Jahresende: 2 Millionen Solarworld-Aktien umgesetzt

Aktienspekulation zum Jahresende: 2 Millionen Solarworld-Aktien umgesetzt

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Veröffentlicht: 02.01.2013, 00:17 (CET)
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Diese denkmalgeschützte Villa war 2005 Sitz der Solarworld AG

Frankfurt am Main (Deutschland), 02.01.2014 – Die wenigen Arbeitstage vor und nach Weihnachten sorgten an der Börse für einen schwunghaften Handel. So wurden im elektronischen Handels XETRA am Freitag, den 20. Dezember innerhalb von einer Stunde eine Million Aktien des krisengeschüttelten Photovoltaikherstellers Solarworld AG gehandelt. Insgesamt belief sich der Börsenumsatz des Wertpapiers an diesem Tag auf 2,9 Millionen Stück. Am darauffolgenden Börsentag, dem 23. Dezember, fiel der Kurs auf ein historisches Tief von 0,37 Euro. Übertroffen wurde Solarworld nur vom Konkurrenzunternehmen Conergy, das sich in Insolvenz befindet und am letzten Börsentag des Jahres mehr als 26 Millionen Aktien umsetzte – allerdings zu einem Preis von nur noch 0,01 Euro, während die Stückzahlen von Solarworld an diesem Tag bei 2,3 Millionen lag. Der Wert der gehandelten Conergy-Aktien belief sich auf rund 260.000 Euro, bei Solarworld – dank des gestiegenen Kurses – auf mehr als 1 Million Euro.

Im Vergleich dazu bewegen sich die Aktienumsätze von DAX-Konzernen oft in der Größenordnung von einigen Millionen Stück am Tag, stiegen aber auch zum Jahresende an. So wurden in den letzten Minuten vor Handelsschluss um 14 Uhr am 30. Dezember 1,8 Millionen Aktien der Deutschen Telekom zum Preis von 12,43 Euro umgesetzt, der Gesamtumsatz dieses Tages belief sich auf 66,6 Millionen Euro.

Die Aktien von Solarworld notierten erstmals am 8. November 1999 im Freiverkehr der Börse Düsseldorf sowie in der Folge an anderen Börsenplätzen. Wie viele Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energie hat auch dieser deutsche Hersteller auf staatliche Unterstützung gebaut und war dennoch den Stimmungen der Finanzmärkte ausgeliefert. Nach Einschätzung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) ist die Krise in der Branche weltweit überwunden, wobei sich insbesondere Firmen aus Kanada und den USA hervortun.

Quellen

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April 6, 2013

Teure Versicherungstarife für Autofahrer in Geldnot geplant

Teure Versicherungstarife für Autofahrer in Geldnot geplant

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Veröffentlicht: 13:04, 6. Apr. 2013 (CEST)
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Car crash 1.jpg

München (Deutschland), 06.04.2013 – Wer Geldprobleme hat, verursacht statistisch mehr Verkehrsunfälle und ist ein unsicherer Beitragszahler. Versicherer versuchen daher, solche Kunden von ihren Unternehmen fernzuhalten. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete am Freitag darüber, dass einige Gesellschaften spezielle Tarife für genau diese Kunden einführen wollen.

In anderen Ländern, wie den Vereinigten Staaten, sind diese Tarife längst eingeführt. Wohl aus Angst vor Diskriminierungsvorwürfen schreckte man in Deutschland bislang davor zurück. Man befürchtete Ärger mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Deutschlandtochter der britischen Direct Line in Teltow und der Kölner Versicherer Admiral Direkt wollen sich dem Geschäftsfeld annehmen und bis zum Ende des Jahres die neuen Tarife anbieten. Die Versicherungsbeitrag wird dabei höher sein und ist im Voraus zu entrichten. Björn Weikert, Vorstand beim Online-Vergleichsportal Check24: „Ich glaube, dass bald zahlreiche Versicherer Tarife einführen, die sowohl das höhere Schadenrisiko als auch das Nichtzahlerrisiko einpreisen.“ Bonitätsprüfungen führen bereits 90 Prozent der Versicherungsgesellschaften bei ihren Kfz-Haftpflicht-Versicherungs-Kunden durch. Die Daten stammen aus öffentlichen Registern wie Schuldverzeichnissen und Verbraucherinsolvenzen sowie aus Einträgen zu Problemen bei Versandhaus-Einkäufen, Mobilfunkverträgen oder Kontoführung, so Björn Weikert gegenüber der SZ.

Bei den meisten Versicherern greift der Versicherungsschutz sofort, auch ohne dass der Beitrag entrichtet ist. Die Gesellschaften können den Vertrag wieder kündigen, wenn der Kunde nicht zahlt. Ein Versicherungsschutz besteht somit über einen längeren Zeitraum, auch ohne Beitragszahlung. Bei einem Unfall muss die Autoversicherung trotzdem zahlen. Versicherungskunden mit finanziellen Problemen sollen zunächst versuchen einen Versicherer zu finden, der mit ihnen zu den normalen Sätzen abrechnet. Die Kfz-Haftpflicht-Versicherung ist eine Pflichtversicherung für den Autofahrer, Gesellschaften dürfen daher Kunden nicht ohne Grund ablehnen. Gelingt es beispielsweise wegen mangelnder Bonität nicht eine Versicherung zu bekommen, dann stellen die neu angedachten Spezialtarife eine echte Alternative dar, so eine Aussage des Finanz.net.

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February 27, 2013

Hess AG stellt Insolvenzantrag

Hess AG stellt Insolvenzantrag – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Hess AG stellt Insolvenzantrag

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Veröffentlicht: 17:24, 26. Feb. 2013 (CET)
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Logo der Hess AG

Villingen-Schwenningen (Deutschland), 27.02.2013 – Nach den im Januar bekannt gewordenen Bilanzmanipulationsvorwürfen gegen den Leuchtenhersteller Hess AG stellte die im Schwarzwald ansässige Firma mit einer Tochtergesellschaft im sächsischen Löbau am 13. Februar einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht. Nach Angaben des Unternehmens sollen sowohl die Hess AG mit Hauptsitz in Villingen-Schwenningen als auch die Tochtergesellschaft Hess Lichttechnik GmbH mit Hauptsitz in Löbau zahlungsunfähig sein. Als Grund dafür wurde das Nichterfüllen von Zahlungspflichten des größten Aktionärs, der Hess Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG, gegenüber dem Konzern angegeben.

Weiter hieß es, dass der Leuchtenhersteller bereits seit 2009 Jahr für Jahr mehr Geld ausgegeben als eingenommen hätte. So wurden fortwährend neue Finanzierungen und Darlehen benötigt. Ende Januar war Christoph Hess, Vorstandschef der Hess AG und Leiter der Niederlassung in Löbau, fristlos entlassen worden. Er ist mit gut 28 Prozent Anteilseigner an der Hess Grundstücksverwaltungs GmbH & Co.KG und sieht sich nun mit den Anschuldigungen, er habe die Bilanzen seines früheren Arbeitgebers seit 2011 gefälscht und so die Ertragslage zu positiv dargestellt, konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen ihn mittlerweile wegen Verdachts auf Kapitalanlagebetrug. Die Hess AG war erst Ende Oktober 2012 an die Börse gegangen.

In der am 13. Februar veröffentlichten Stellungnahme des Unternehmens hieß es, Hess habe bei einem Jahresumsatz von immerhin rund 70 Millionen Euro gut 50 Millionen Euro Schulden, verteilt auf ein Dutzend Banken, davon rund 30 Millionen Euro Schulden mit kurzen Laufzeiten. Zu den größten Gläubigern gehören die Sparkassen Schwarzwald-Baar und Oberlausitz-Niederschlesien, welche für die Niederlassung in Löbau zuständig ist, und die Deutsche Bank.

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December 27, 2012

Deutsche Solarfirma plant Übernahme eines chinesischen Unternehmens

Deutsche Solarfirma plant Übernahme eines chinesischen Unternehmens

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Veröffentlicht: 14:03, 27. Dez. 2012 (CET)
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Photovoltaikanlage in der Nähe von Freiberg

Shanghai (Volksrepublik China), 27.12.2012 – Nachdem aus der Branche der erneuerbaren Energien viele deutsche Unternehmen von asiatischen Konzernen übernommen wurden, zeichnet sich nun erstmals ein Schritt in die umgekehrte Richtung ab: Die SMA Solar Technology AG, der weltweit führende Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen, plant die beherrschende Übernahme der Jiangsu Zeversolar New Energy Co. Ltd. aus China, die auf dem gleichen Gebiet tätig ist.

Im August 2012 war das Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells aus Sachsen-Anhalt vom südkoreanischen Unternehmen Hanwha übernommen worden. Im Oktober 2011 hatte der indische Hersteller von Turbinen für Windkraftanlagen Suzlon Energy die letzten Aktionäre des Hamburger Unternehmens REpower Systems mit einem Squeeze-Out abgefunden und wurde damit – gemessen an der gesamten installierten Leistung – zum viertgrößten Windkraftanlagenhersteller der Welt.

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  • Portal:Energiepolitik

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