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November 14, 2012

Verlag der „Frankfurter Rundschau“ stellt Antrag auf Insolvenz

Verlag der „Frankfurter Rundschau“ stellt Antrag auf Insolvenz

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Veröffentlicht: 03:09, 14. Nov. 2012 (CET)
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Verlagsgebäude der Frankfurter Rundschau am Karl-Gerold-Platz in Frankfurt-Sachsenhausen

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.11.2012 – Beim Amtsgericht Frankfurt am Main ist am Dienstagmorgen der Insolvenzantrag des Unternehmens Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH gestellt worden. In dem Haus erscheint die seit 1945 bestehende Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“. Zum Insolvenzverwalter des Unternehmens wurde der Rechtsanwalt Frank Schmitt bestellt. Rund 500 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Sie wurden in einer Betriebsversammlung über die Stellung des Insolvenzantrages informiert.

Die Gewerkschaft VerDi zeigte sich von der Entwicklung überrascht. „Wir hatten gehofft, dass es andere Lösungen gibt“, äußerte sich der hessische Landesfachbereichsleiter für Medien, Kunst und Industrie der Gewerkschaft Manfred Moos. Noch nicht absehbar sind nach Auskunft des Betriebsratsvorsitzenden Alfred Hase die Auswirkungen auf die „Berliner Zeitung“, die mit der „Frankfurter Rundschau“ einen Teil der Redaktion gemeinsam hat.

Die traditionsreiche Frankfurter Zeitung ist seit einigen Jahren unrentabel. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg, Minderheitenbeteiligungen halten die Karl-Gerold-Stiftung und die der SPD gehörende Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG). Gerüchte über eine Schließung waren von DuMont wiederholt dementiert worden. In den letzten zehn Jahren war die täglich verkaufte Auflage von rund 183.000 auf etwa 118.000 Exemplare zurückgegangen.

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Quellen[Bearbeiten]

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July 20, 2006

Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg übernimmt „Frankfurter Rundschau“

Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg übernimmt „Frankfurter Rundschau“

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Artikelstatus: Fertig 09:20, 20. Jul. 2006 (CEST)
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Das Neven-DuMont-Haus in Köln

Köln (Deutschland), 20.07.2006 – Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg übernimmt die „Frankfurter Rundschau“. Er hat von der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), einer Medien-Holding der SPD, eine Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme erworben. Nach Medienberichten wird der Kaufpreis auf über 30 Millionen Euro geschätzt.

M. DuMont Schauberg (MDS) ist der viertgrößte Zeitungsverlag Deutschlands. Nach Angaben des „Kölner Stadt-Anzeigers“, der mit zur Verlagsgruppe gehört, hat MDS mit dem Stadt-Anzeiger und der „Kölnischen Rundschau“ insgesamt eine Auflage von 360.000 Zeitungen; dazu kommen die Boulevardzeitung „Express“ mit 225.000 und die „Mitteldeutsche Zeitung“ mit täglich 275.000 Exemplaren.

Die „Frankfurter Rundschau“ (FR) ist die fünftgrößte überregionale deutsche Tageszeitung mit einer Auflage von rund 160.000 Exemplaren. In den vergangenen Jahren war sie finanziell angeschlagen und reduzierte die Zahl ihrer Mitarbeiter seit dem Jahr 2000 von 1.650 auf 730. Die DDVG übernahm 2004 90 Prozent des Blattes. Ein erneuter Verkauf war seit November 2005 im Gespräch.

An der traditionell linksliberalen Färbung möchte MDS-Verlagsleiter Alfred Neven DuMont nichts ändern. Er und SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier sollen zu einem dreiköpfigen Rat gehören, der zukünftig als Herausgeber der FR auftritt. Bis Ende des Monats soll ein neues Konzept für die Zeitung vorliegen.

Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen. DuMont sagte, eine Voranfrage sei positiv beantwortet worden. Er hoffe auf eine Entscheidung bis September.

Quellen

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