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December 4, 2006

Eurostat meldet Rückgang der Arbeitslosigkeit in der EU

Eurostat meldet Rückgang der Arbeitslosigkeit in der EU

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Artikelstatus: Fertig 18:22, 4. Dez. 2006 (CET)
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Luxemburg (Luxemburg), 04.12.2006 – Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaft, kurz Eurostat, veröffentlichte am Freitag die neusten Zahlen für den europäischen Arbeitsmarkt. Demnach fiel die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone im Oktober auf 7,7 Prozentpunkte, dies ist 0,1 Prozent weniger als im vorherigen Monat. Im vergangenen Jahr lag sie im selben Monat noch bei 8,5 Prozent. In der gesamten Europäischen Union, also auch in Ländern, die bisher nicht den Euro als offizelles Zahlungsmittel verwenden, sank die Quote von 8,6 Prozent im Oktober des letzten Jahres auf 7,9 Prozentpunkte.

In Dänemark verzeichnet man im Moment die niedrigste Arbeitslosenquote mit nur 3,5 Prozent, gefolgt von den Niederlanden, 3,9 Prozent, Estland und Irland, beide 4,2 Prozent, und Österreich mit 4,7 Prozent. Die höchste Quote wurde mit 14 Prozent aus Polen gemeldet. In drei Staaten hat die Arbeitslosigkeit zugenommen, darunter Großbritannien, Ungarn und Luxemburg, in Malta blieb sie stabil, und die restlichen Mitgliedsstaaten meldeten einen Rückgang. Den stärksten relativen Rückgang verzeichnete Estland mit 3,2 Prozent seit September 2005.

Bei den unter 25-Jährigen wurde ebenfalls eine Verminderung der Arbeitslosigkeit festgestellt. Im Oktober 2006 waren nur noch 16,6 Prozent in der Eurozone und 17,3 Prozent in der EU25-Zone arbeitslos, im Vergleich zu 17,6 Prozent (Eurozone) und 18,4 Prozent (EU25), wobei in Polen immer noch fast ein Drittel der Arbeitssuchenden ohne Stelle ist und in Griechenland jeder Vierte. Insgesamt schätzt Eurostat, dass es im Oktober 2006 in der Eurozone 11,4 Millionen Menschen gab, die keine Arbeit hatten und 17,2 Millionen in Europäischen Union. Damit hat die Quote den niedrigsten Stand, seit dem Beginn der Erfassung des Luxemburger Amtes.

Im Vergleich zu anderen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt liegt die Arbeitslosenquote noch relativ hoch, zum Teil bedingt durch die gesetzlichen Regelungen des Arbeitsmarktes in Europa. In den Vereinigten Staaten waren im Oktober 4,4 Prozent ohne Job und in Japan sogar nur 4,2 Prozent.

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Quellen

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December 7, 2004

Projekt „Lohnspiegel“ gestartet: Online-Auskunft zu Einkommen in zahlreichen Berufen

Projekt „Lohnspiegel“ gestartet: Online-Auskunft zu Einkommen in zahlreichen Berufen

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Düsseldorf (Deutschland), 07.12.2004 – Unter der Internetadresse „www.lohnspiegel.de“ soll in Kürze eine kostenlose Online-Auskunft zu tatsächlich gezahlten Einkommen in einer möglichst großen Zahl von Berufen und Tätigkeiten angeboten werden. Das ist das Ziel des Projekts „Lohnspiegel“, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund getragen wird. Das Projekt ist Teil eines von der EU-Kommission geförderten Forschungsvorhaben, das in neun europäischen Ländern gestartet wird. Vorbild ist der erfolgreiche Auftritt von www.loonwijzer.nl in Holland.

Um eine zuverlässige Datenbasis zu schaffen, sollen möglichst viele Beschäftigte anonym Auskünfte über ihre Arbeit geben. Dafür wurde ein Fragebogen entwickelt, der seit Anfang November online auf der Seite „www.lohnspiegel.de“ ausgefüllt werden kann. Nach Angaben des WSI haben sich in den vergangenen Wochen bereits über 5.000 Benutzer beteiligt. Ein Lohn- und Gehaltscheck wird voraussichtlich im Frühjahr 2005 möglich sein, wenn eine hinreichende Zahl von ausgefüllten Fragebögen vorliegt.

Eine wissenschaftliche Auswertung soll Antworten geben auf Fragen, ob Frauen gleich viel verdienen wie Männer, wie sich die Ausbildung auf den Beruf auswirkt oder wie viele Beschäftigte in den beteiligten Ländern von Tarifverträgen profitieren.

An dem Projekt sind Forschungsinstitute und Gewerkschaften aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien beteiligt. Wissenschaftlich geleitet wird es vom Institute of Advanced Labour Studies der Universität Amsterdam.

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