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October 25, 2011

Abgestürzter Röntgensatellit ROSAT bleibt verschollen

Abgestürzter Röntgensatellit ROSAT bleibt verschollen

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Veröffentlicht: 14:22, 25. Okt. 2011 (CEST)
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Köln (Deutschland), 25.10.2011 – Um 3.50 Uhr MESZ (1.50 Uhr UTC) ist der ausrangierte, deutsche Röntgen-Satellit ROSAT am 23. Oktober Sonntag früh über dem Golf von Bengalen wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Eine Bestätigung, dass Teile des Satelliten die Erdoberfläche erreicht haben, liegt gegenwärtig nicht vor.

Am Samstag hieß es seitens des Betreibers, dass ROSAT in die Erdatmosphäre eintreten werde und bis zu 30 Teile des über zwei Tonnen schweren Forschungssatelliten ROSAT im Zeitraum von Samstag, ca. 20.00 Uhr bis Sonntag, 14.00 Uhr (MESZ) an nicht näher bestimmbarem Ort auf die Erde fallen würden. Das schwerste könne 1,6 Tonnen wiegen, war den DLR-Angaben zu entnehmen. Der Satellit werde den Berechnungen zufolge voraussichtlich zwischen dem 53. nördlichen und dem 53. südlichen Breitengrad außerhalb Europas abstürzen. Bestätigte Augenzeugenberichte über den Sturz durch die Atmosphäre, verglühende Teile oder Einschläge auf Land oder ins Meer sind bisher nicht bekannt geworden. Die Umlaufzeit von ROSAT um die Erde betrug zuletzt 90 Minuten.

„Wo genau der Satellit abstürzt, ist aber noch völlig unklar“, erklärte Dr. Klemens Letsch vom Fraunhofer FHR am Freitagabend, dem 21. Oktober, zum Thema ROSAT. „Denn obwohl es weltweit Mess- und Beobachtungstationen gibt, fehlen noch viele Daten und das Wissen über Ursachen und Wirkungen bei so einem Wiedereintritt.“

Zwar vermutet der amerikanische Forscher Jonathan McDowell am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics auf Grund von Berechnungen einen Einschlag vor südostasiatischen Küsten; das DLR weist jedoch darauf hin, dass die Trümmer während des bis zu 15-minütigen Weges durch die Atmosphäre bis zum Einschlag mehrere Tausend Kilometer zurücklegen und dabei deutlich abgelenkt werden können.

Vergleichbare Situationen möglicherweise weiterer abstürzender Teile von Weltraumschrott werden permanent durch das Fraunhofer-Institut mit dem Tracking and Imaging Radar (TIRA) mit einem Spiegeldurchmesser von 34 Metern kontrolliert. Mit TIRA kann Weltraumschrott ähnlich wie der Röntgensatellit ROSAT unabhängig vom Tageslicht und der Wettersituation überwacht werden.

Im September war der amerikanische Satellit UARS laut NASA in den Pazifik gefallen. Auch über dieses Ereignis gab es bisher keine bestätigten Augenzeugenberichte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Satellit ROSAT kurz vor dem Eintritt (23.10.2011)

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October 23, 2011

Satellit ROSAT kurz vor dem Eintritt

Satellit ROSAT kurz vor dem Eintritt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Satellit ROSAT kurz vor dem Eintritt

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Veröffentlicht: 02:39, 23. Okt. 2011 (CEST)
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ROSAT Bild auf Wikimedia commons gelöscht – Externlink (jetzt: Ersatzbild)

Köln (Deutschland), 23.10.2011 – Der Wiedereintritt von ROSAT in die Erdatmosphäre steht unmittelbar bevor. Der ausgediente, über 2 Tonnen schwere Forschungssatellit sinkt immer tiefer und tiefer. Ab einem nicht genau bestimmbaren Zeitpunkt wird die Bremsung durch die mit der abnehmenden Höhe dichter werdende Luft schlagartig zunehmen. Die dabei entstehende Hitze wird den Satellit zum Glühen bringen, aber der Satellit ist zu massiv um vollständig zu verglühen. Bis zu 30 Einzelteile können die Erdoberfläche erreichen. Das schwerste kann dann immer noch 1,6 t wiegen.

Nach der aktuellen Berechnung wird ROSAT am Sonntag zwischen 1.30 Uhr und 7.00 Uhr (MESZ) fallen. Dabei ist es prinzipiell möglich, dass das Verglühen für Beobachter sichtbar wird, eventuell auch mit bloßem Auge. Die Chancen dafür stehen hierzulande jedoch mittlerweile äußerst schlecht, da ROSAT nach den aktuellen Prognosen Europa im fraglichen Zeitraum nicht mehr überstreicht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo ein Mensch von einem ROSAT-Trümmerteil getroffen wird, beträgt etwa 1:2000. Das persönliche Risiko für einen einzelnen Menschen lässt sich auf etwa 1:10.000.000.000.000 hochrechnen.

Zum Vergleich: Ein Lottosechser ist etwa eine Million Mal wahrscheinlicher, ähnlich ist die Wahrscheinlichkeit innerhalb 24 Stunden bei einem Verkehrsunfall zu sterben. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens tödlich vom Blitz getroffen zu werden ist etwa 100 Millionen Mal höher.

Einwohner Hamburgs und nördlich davon wohnende, hatten von ROSAT übrigens nie wirklich etwas zu befürchten – die Bahn von ROSAT verläuft nur zwischen dem nördlichen und dem südlichen 53. Breitengrad. Wer sich aber überlegte sicherheitshalber nach Hamburg zu fahren, hätte sich noch einmal das relative Risiko eines Verkehrsunfalls vor Augen halten sollen.

Erst vor einem Monat war der amerikanische Satellit UARS in die Atmosphäre eingetreten. Er fiel nach der abschließenden Untersuchung der NASA in den Pazifik. Über Sichtungen des Ereignisses gab es keine bestätigten Meldungen.

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