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September 25, 2013

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

Dutzende Tote durch Taifun Usagi – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

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Veröffentlicht: 20:52, 26. Sep. 2013 (CEST)
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Usagi streifte Taiwan und die Philippinen und traf dann östlich von Hongkong auf das Festland

Hongkong / Guangzhou (Volksrepublik China) / Manila (Philippinen), 25.09.2013 – Die Zahl der Opfer durch Taifun „Usagi“, der am Sonntag (23.09.) gegen 12:00 Uhr MESZ auf das chinesische Festland getroffen war, ist auf mindestens achtundvierzig gestiegen. „Usagi“ ist der neunzehnte tropische Sturm im westlichen Pazifik und der bisher intensivste Sturm in diesem Jahr weltweit. Der Wirbelsturm hatte sich einige hundert Kilometer östlich der Insel Luzon gebildet und sich rasch in einen Taifun intensiviert. An der Nordspitze Luzons erreichte „Usagi“ in Böen bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Der Taifun war dann in einer grob west-nordwestlichen Richtung durch die Luzonstraße gezogen. Sein Durchzug hatte auf den Philippinen und in Taiwan erhebliche Starkregenfälle ausgelöst. Im Großraum Manila, wo mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen waren und außerhalb wurden niedrig gelegene Gebiete überflutet. Nach Angaben des UK Met Office fielen auf Taiwan bis zu 700 Liter Regen pro Quadratmeter.

In der chinesischen Provinz Guangdong starben durch die Auswirkungen des Taifuns fünfundzwanzig Menschen, dreizehn davon in der Stadt Shanwei und ihrer Umgebung. Zuvor kamen beim Durchzug des „Kaninchens“, so die deutsche Bedeutung des japanischen Namens des Taifuns, zwei Personen auf Taiwan und über zwanzig auf den Philippinen um. Zwei Personen waren in der Provinz Aurora ertrunken, als ihr Boot durch hohen Wellengang kenterte. Fünfzehn Bewohner der Stadt Subic in der Provinz Zambales wurden durch zwei Erdrutsche verschüttet und waren tot, als man sie ausgrub, teilte der Bürgermeister des Ortes, Jeffrey Khonghun, mit. Bei zwei weiteren Erdrutschen in derselben Provinz kamen weitere fünf Menschen um. Die Erdrutsche wurden durch die Starkregenfälle ausgelöst, die der Sturm mit sich führte.

Der Taifun kurz vor dem Auftreffen auf das chinesische Festland

Die chinesischen Behörden hatten vor dem Eintreffen des Wirbelsturms 226.000 Bewohner küstennaher, durch den Taifun gefährdeter Gebiete evakuieren lassen. In Hongkong wurden Schulen geschlossen und am internationalen Flughafen der Stadt 370 Flüge gestrichen. Auch auf dem chinesischen Festland fielen hunderte von Flügen aus, und der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Guangzhou und Peking wurde vorübergehend eingestellt. Der Taifun traf die Region zu einer Zeit, in der wegen des in China, Korea, Taiwan und Japan gefeierten Mondfestes besonders viele Reisende unterwegs sind. Außerdem wurden der Vormittagshandel an der Wertpapierbörse ausgesetzt und der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Die Meteorologen hatten zunächst vorausgesagt, dass der Taifun die 7,1 Millionen Einwohner zählende Metropole direkt treffen würde, doch dieser blieb der Stadt erspart, weil der Landfall weiter östlich bei Shanwei erfolgte, äquivalent zur Stärke eines Kategorie-2-Hurrikans. Hongkong lag somit auf der schwächeren Seite des Sturms. Dennoch wurden 17 Personen wegen Verletzungen behandelt, die durch die Auswirkungen des Sturmes verursacht wurden. Das Hong Kong Observatory meldete Windgeschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde und in Böen 80 Kilometer pro Stunde sowie rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Infolge des Sturms wurden in der Provinz Guangdong 7100 Häuser zerstört, und der Sachschaden wurde vorläufig auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt, teilte Xinhua mit. 170.000 Haushalte verloren zeitweise die Versorgung mit elektrischem Strom, weil starker Wind und Sturzfluten Versorgungsleitungen niederrissen. Vier der sechs Reaktoren des Kernkraftwerks Daya Bay wurden aus Sicherheitsgründen in der Leistung reduziert, bis der Sturm vorübergezogen war. Ein steigender Wasserspiegel ermöglichte es zwei Nilpferden, aus dem Zoo von Shantou auszubüchsen. Die Geflohenen konnten inzwischen wieder eingefangen werden. In der Nachbarprovinz Fujian wurden mehr als 80.000 Bewohner in Sicherheit gebracht. Mehr als 70.000 Fischerboote mussten in beiden Provinzen im Hafen bleiben, und die Fahren zwischen Hngkong und Macao beziehungsweise Taiwan stellten ihren Betrieb ein.

Unterdessen zieht der schwere Tropensturm Pabuk auf Japan zu – die Meteorologen gehen aber davon aus, dass dieser keine Gefahr für Land bedeutet, sondern zuvor nach Nordosten abdreht – und die Wettermodelle sagen die Bildung eines weiteren tropischen Systems im Laufe der Woche im Südchinesischen Meer voraus. Der September ist auf der Nordhalbkugel traditionell der Monat mit den meisten tropischen Wirbelstürmen. Im Atlantik und im östlichen Pazifik ist es derzeit allerdings außergewöhnlich ruhig, nachdem in der vergangenen Woche gleich zwei tropische Wirbelstürme auf Mexiko getroffen waren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2013“.

Quellen[Bearbeiten]

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December 28, 2012

Volksrepublik China: Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Peking–Guangzhou eröffnet

Volksrepublik China: Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Peking–Guangzhou eröffnet

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Veröffentlicht: 11:13, 28. Dez. 2012 (CET)
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Peking / Guangzhou (Volksrepublik China), 28.12.2012 – Die chinesischen Eisenbahnen haben die 2298 Kilometer lange Schnellfahrstrecke von Peking nach Guangzhou in Betrieb genommen. Bei der Strecke handelt es sich um die längste durchgehende Schnellfahrstrecke der Welt. Durch die Inbetriebnahme verkürzt sich die Reisezeit zwischen beiden Städten von bisher über zwanzig auf etwa acht Stunden. Die täglich bis zu 155 Züge in beiden Richtungen zwischen beiden Städten sind mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde unterwegs. Das chinesische Hochgeschwindigkeitsnetz hat nun eine Länge von etwa 9300 Kilometern, und bis 2020 soll es 50.000 Kilometer umfassen.

Die Fertigstellung der Strecke hatte sich um etwa ein Jahr verzögert, weil die chinesische Regierung nach dem Zusammenstoß zweier Schnellzüge im Juli 2011, bei dem bei Wenzhou im Osten der Volksrepublik 40 Personen getötet wurden, eine Überprüfung der Verkehrssicherheit im gesamten Hochgeschwindigkeitsnetz angeordnet hatte. Die Fahrpreise für die Strecke liegen zwischen 107 und 338 Euro und damit auf dem Niveau preisgünstiger Flüge zwischen beiden Städten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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April 29, 2006

Abwässer aus einer Chemiefabrik verschmutzten chinesischen Fluss

Abwässer aus einer Chemiefabrik verschmutzten chinesischen Fluss

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Artikelstatus: Fertig 19:20, 29. Apr. 2006 (CEST)
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Guangzhou (Volksrepublik China), 29.04.2006 – Abwässer aus einer Chemiefabrik in Huazhou haben am Freitag den Fluss Sancha in der chinesischen Provinz Guangdong verschmutzt. Dies teilte die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua heute mit. Dem Bericht und Angaben lokaler Behörden zufolge ist das Trinkwasser von 40.000 Menschen verschmutzt worden.

Im Fluss wurden bereits viele tote Fische und Garnelen gefunden. Der Besitzer einer Fischfarm, dessen acht Fischteiche verschmutzt wurden, beziffert den Schaden auf 25.000 US-Dollar. Anwohner berichteten von vergiftetem Vieh in der Nähe des Flusses. Nach Angaben örtlicher Behörden ist die verschmutzte Zone acht Kilometer lang. In diesem Gebiet hat sich der Fluss durch die Abwässer braun gefärbt.

Wasseraufbereitungsanlagen wurden in das betroffene Gebiet gebracht. Die Provinzregierung hat die Anwohner dazu aufgerufen, dem Fluss kein Wassser mehr zu entnehmen. Es sollen auch keine Wasserprodukte mehr verkauft werden, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden. Außerdem wurde es untersagt, Wasser aus dem Fluss zur Bewässerung zu verwenden. Es gibt bisher noch keine Berichte darüber, dass Menschen wegen Vergiftungen in Krankenhäuser in Wuchuan eingeliefert worden sind. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „AP“ sind einige Menschen leicht erkrankt.

Eine erste Untersuchung der Umweltschutzbehörde der Stadt Wuchuan macht eine am Fluss gelegene Chemiefabrik für die Verschmutzung verantwortlich. Sie habe Abwässer illegal im Fluss entsorgt. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Wasserqualität in den nächsten drei Tagen wieder normalisieren wird.

Um die Wasserqualität zu testen, werden dem Fluss nun täglich Proben entnommen. Es wurden keine genaueren Angaben darüber gemacht, welche Chemikalien in den Fluss gelangt sind. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur gab auch nicht bekannt, um welche Chemiefabrik es sich handelt. Laut „AP“ werden nur ein Drittel der 3,7 Milliarden Tonnen Abwässer, die von chinesischen Städten entsorgt werden, aufbereitet. Daher seien die meisten der chinesischen Flüsse, Kanäle und Seen stark mit Industrieabfällen, Haushaltsabfällen und Abfällen aus der Landwirtschaft verunreinigt.

Zu Beginn dieses Monats gab der Chef der chinesischen Umweltbehörde bekannt, dass es seit dem letzten Jahr 76 Umweltzwischenfälle gegeben hat. Am 13. November letzten Jahres ereignete sich ein großer Zwischenfall bei der Industriestadt Harbin im Nordosten des Landes. Die Wasserversorgung von mehr als 3,8 Millionen Anwohnern musste wegen der Verschmutzung eines Flusses mit Benzol und anderen Giftstoffen für fünf Tage abgestellt werden. Die giftigen Stoffe flossen auch in russisches Gebiet. Die Umweltkatastrophe war durch die Explosion in einem Chemiewerk in Jilin ausgelöst worden.

Quellen

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