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June 1, 2016

Dreister Diebstahl aus einem PKW in Bremen

Dreister Diebstahl aus einem PKW in Bremen

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Veröffentlicht: 18:04, 1. Juni 2016 (CET)
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Das vermutliche Tatfahrzeug

Bremen (Deutschland), 01.06.2016 – Am Abend des 19. Mai ereignete sich ein dreister Diebstahl in Bremen. Während der Fahrer eines schwarzen Mercedes an einer Ampel zur Bundesstraße 75 in Bremen halten musste, wurde plötzlich die Scheibe seiner Beifahrertür eingeschlagen. Eine unbekannte Person stahl die Aktentasche, die auf dem Beifahrersitz lag. Zum Einschlagen der Scheibe benutzte der Täter einen Hammer mit Holzgriff und ließ diesen im Innenraum des bestohlenen Fahrzeugs zurück. Nach der Tat fuhr der Täter in einem grauen Audi A 1 mit dem Kennzeichen M – MG 5112 davon, dessen Fahrer auf einem nahegelegenen Parkplatz gewartet hatte. Bei dem Audi handelte sich nach Angaben der Polizei um ein Mietfahrzeug.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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April 6, 2016

Bremer Bürgerschaftspräsident begeht Unfallflucht – Verfahren eingestellt

Bremer Bürgerschaftspräsident begeht Unfallflucht – Verfahren eingestellt

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Veröffentlicht: 09:10, 9. Apr. 2016 (CEST)
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Christian Weber (SPD)

Bremen (Deutschland), 06.04.2016 – Bei einem Parkvorgang Ende November 2015 hatte Bürgerschaftspräsident Christian Weber mit seinem Dienstwagen ein anderes Auto beschädigt. Er klemmte einen Zettel mit seinem Namen und seiner Rufnummer hinter den Scheibenwischer und verließ den Ort des Geschehens. Er erklärte später in einer Pressekonferenz, er sei sogar noch zurückgekehrt, um den angerichteten Schaden zui fotografieren. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte er die Polizei rufen und wenigstens eine halbe Stunde auf den Fahrer des beschädigten Fahrzeugs warten müssen. Später fuhr Webers Sohn zu der Unfallstelle, nachdem der Fahrer des Pkw die Polizei gerufen hatte, doch änderte dies nichts am Tatbestand der Unfallflucht.

Für die Aufnahme strafrechtlicher Ermittelungen musste die Aufhebung von Webers Immunität als Mitglied der Bremischen Bürgerschaft beantragt werden. Sein Anwalt wollte prüfen lassen, ob Fahrerflucht vorliegt, da sein Mandant nichts zu verdecken versucht habe. Die Reparaturkosten an dem beschädigten Fahrzeug betragen 5800 Euro. Ein Kommentator der örtlichen Tageszeitung in Bremen bezeichnete es als bedenklich, dass es bereits gegen drei Bürgerschaftsabgeordnete in Bremen Strafverfahren gebe. Dies sei eine ungewöhnlich hohe Quote für das Parlament des kleinsten Bundeslandes.

Nun wurde das Verfahren gegen Weber eingestellt. Er muss ein Bußgeld von 6800 Euro zahlen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Verkehr

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March 9, 2016

Eklat in Bremen um Integrationsklassen an Privatschulen

Eklat in Bremen um Integrationsklassen an Privatschulen

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Veröffentlicht: 19:42, 9. März 2016 (CET)
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Motschmann, Bundestagsabgeordnete der CDU aus Bremen

Bremen (Deutschland), 09.03.2016 – Für Entrüstung sorgte die ideologische Haltung der Bremer SPD hinsichtlich der Integration von Flüchtlingskindern. Presseberichten zufolge sind in Bremen rund 600 dieser Kinder schulpflichtig, doch gibt es für sie noch keinen entsprechenden Platz in einer staatlichen Schule, damit sie am Unterricht teilnehmen können. Ein diesbezügliches Angebot einiger Privatschulen wurde von der zuständigen Bildungsbehörde zunächst begrüßt. Vom Parlamentsausschuss, der in Bremen Deputation für Bildung heißt, kam jedoch eine Ablehnung. Der bildungspolitische Sprecher der SPD–Bürgerschaftsfraktion begründete dies wie folgt: „Die Trennung von Staat und Religion ist ein hohes Gut. Privatschulen sind durch das Grundgesetz geschützt, aber sie sollten freiwillig besucht werden“. Elisabeth Motschmann, die für die CDU das kleinste Bundesland im Bundestag vertritt, erklärte, die ablehnende Haltung sei skandalös: „Die konfessionellen Schulen und Waldorfschulen in Bremen dürfen keine Integrationsklassen einrichten.“ Auch die anderen Partei reagierten mit Unverständnis.

Bremen geht – insbesondere was den Religionsunterricht an Schulen anbelangt – seit Jahrzehnten einen Sonderweg, der als Bremer Klausel bekannt ist. So heißt es in der Landesverfassung der Freien Hansestadt Bremen: „Die allgemeinbildenden öffentlichen Schulen sind Gemeinschaftsschulen mit bekenntnismäßig nicht gebundenem Unterricht in Biblischer Geschichte auf allgemein christlicher Grundlage.“ Die praktische Umsetzung wurde – auch in Anbetracht eines gewandelten gesellschaftlichen Verständnisses – auf Drängen der GRÜNEN im Jahre 2014 grundlegend geändert, ohne an der Verfassung zu rütteln. Das Fach heißt jetzt einfach „Religion“.

Vier Tage nach der Erklärung des bildungspolitischen Sprechers der SPD, der auch für den Landesvorsitz der Partei kandidiert, zeichnete sich – wohl auch aufgrund der öffentlichen Kritik – ein Meinungsumschwung in der Bremer SPD ab. Fraktionssprecher Matthias Koch sagte: „Die Fraktion begrüßt es, wenn auch Privatschulen Vorkurse anbieten und hat die Bildungssenatorin heute aufgefordert, Gespräche zu führen.“ Die konfessionellen und freien Schulen hatten rund 110 Vorkurs-Plätze angeboten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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March 1, 2016

Schlüsselfigur der Werftenpleite will SPD-Chef in Bremen werden

Schlüsselfigur der Werftenpleite will SPD-Chef in Bremen werden

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Veröffentlicht: 20:28, 1. März 2016 (CET)
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Blick auf die Anlagen des Bremer Vulkan um 1974

Bremen (Deutschland), 01.03.2016 – Hat die Bremer SPD Nachwuchsprobleme? Oder wie ist es zu erklären, dass der fast 80jährige ehemalige Senatsdirektor Friedrich Hennemann für die Position des Landesvorsitzenden kandidieren will. Er war Bremer Senatsdirektor und von 1987 bis 1995 Chef des Bremer Vulkan. Das Unternehmen musste 1996 Insolvenz anmelden. Dies hatte mehrere staatsanwaltliche Ermittlungen zur Folge. Rund 9000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.

Die Veruntreuung von 850 Mio. Mark EU-Fördermittel war Gegenstand von Strafrechtsprozessen gegen die Vorstände des Bremer Vulkan. Ein 1997 eingesetzter Untersuchungsausschuss stellte fest, dass außer dem Vorstand des Unternehmens auch Politiker, Treuhandanstalt, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer mitverantwortlich waren. Im März 2010 stimmten zwei von vier ehemaligen Vulkan-Vorständen in einem Zivilverfahren vor dem Oberlandesgericht Bremen einem Vergleich zu. Hennemann wurde vom Vorwurf der Untreue aus Mangel an Beweisen nach 14 Jahren freigesprochen. Die Aufbewahrungsfrist für Kassenbücher und Geschäftsberichte belief sich damals nur auf 10 Jahre. Daneben galt eine Anfechtungsfrist von drei Monaten vor der Insolvenzantragstellung. Inzwischen hat sich durch höchstrichterliche Urteile und entsprechende Gesetzesänderungen die Rechtslage verändert. Die rückwirkende Frist für eine Insolvenzanfechtung wurde auf zehn Jahre verlängert, so dass der Insolvenzverwalter für diesen vergangenen Zeitraum die Zahlungen an Gläubiger anfechten kann.

Inwieweit Hennemann eine Schuld am Niedergang der norddeutschen Werften trifft, ist nach einem Bericht der Tageszeitung Weser-Kurier umstritten. Auch der ehemalige Arbeits- und Finanzsenator Claus Grobecker (SPD) sieht Hennemanns Rolle nicht unkritisch. Zudem wurde im Bremer Krankenhausskandal der 1980er Jahre Hennemanns zwielichtige Rolle in der Gesundheitsbehörde aufgedeckt, da er 1976 unter 23 Bewerbern einen SPD-Genossen in die Position eines Verwaltungsdirektors des Zentralkrankenhauses St.-Jürgen-Straße berufen hatte, obwohl dieser Mann nicht die entsprechende Erfahrung vorweisen konnte. Bremens Bürgermeister Henning Scherf bezeichnete später diesen Klinik-Chef einer „wirklich auffälligen, ungewöhnlichen Form von Unfähigkeit und Inkompetenz“.

Die Bremer SPD stellt seit dem 31. Juli 1945 ununterbrochen den Bürgermeister, der zugleich Regierungschef des kleinsten Bundeslandes ist. Bis 1991 hatte sie fast ununterbrochen die absolute Mehrheit. 2015 hatte sie ihr bisher schlechtestes Wahlergebnis mit 32,9 % der Stimmen und ist nunmehr mit nur noch 30 von 83 Abgeordneten im Parlament vertreten. Sei 2014 ist der 63jährige Dieter Reinken Landesvorsitzender. Für seine Kandidatur benötigt Hennemann die Unterschriften von fünf Prozent der SPD-Mitglieder in Bremen. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) hatte seine Kandidatur bereits abgelehnt. Seine Konkurrenten sind wesentlich jünger, nämlich 37 und 45 Jahre alt. Insofern muss er noch einige Hürden überwinden.

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December 29, 2015

Bremens Innensenator Mäurer: Angela Merkel hat keinen Plan !

Bremens Innensenator Mäurer: Angela Merkel hat keinen Plan !

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Veröffentlicht: 10:36, 31. Dez. 2015 (CET)
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Bremens Innensenator kritisiert die Kanzlerin

Bremen (Deutschland), 29.12.2015 – In einem Interview mit der Bremer Tageszeitung „Weser-Kurier“ äußert der Innensenator des kleinsten Bundeslandes freimütige Kritik an der Bundeskanzlerin. Er berichtet von einem Abendessen bei Angela Merkel (CDU) an einem Sonntagabend im Oktober, zu dem die Innenminister der Länder eingeladen worden waren. Sein Kommentar zu diesem Abend: „Dabei wurde sehr deutlich, dass die Kanzlerin keine Möglichkeit sah, den Zustrom von mehr als 10.000 Menschen pro Tag zu verhindern.“ Er bewundere den Mut der Bundeskanzlerin, die überzeugt gewesen sei, „das Ganze zu einem guten Ende zu bringen“, fügte aber hinzu: „Nur hatte sie eben selbst offenbar keinen Plan dafür, wie das zu erreichen ist.“ Abschließend stellt er fest: „Ohne sichere Außengrenzen der EU und ohne die Bereitschaft der anderen, sich an der Lösung des Problems zu beteiligen, kann es jedenfalls nicht gelingen.“

Mäurer studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Marburg und Bremen. Er ist seit 1979 in der bremischen Verwaltung tätig, 1988 wurde er Abteilungsleiter und 1997 Staatsrat beim Senator für Justiz und Verfassung. 2008 wurde er Senator für Inneres. Seit Frühjahr 2015 plant er eine nationale Präventionsstrategie gegen den gewaltbereiten Islamismus, die der Innenministerkonferenz erstmals im Juni 2015 vorgestellt wurde. Mäurer ist seit 1970 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Migration

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August 11, 2015

Bremer Klüngel – die Nähe von Amt und Mandat im kleinsten Bundesland

Bremer Klüngel – die Nähe von Amt und Mandat im kleinsten Bundesland

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Veröffentlicht: 12:08, 12. Aug. 2015 (CEST)
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Bremen (Deutschland), 11.08.2015 – Mit der Wahl des neuen Bremer Bürgermeisters wurde offensichtlich, wie schwierig es im kleinsten Bundesland ist, Amt und Mandat von einander zu trennen. Zwar findet diese Trennung formal dadurch statt, dass Bürgerschaftsabgeordnete nicht zugleich Senatoren sein dürfen. Doch in anderen Bereichen ist die Verquickung insbesondere zwischen Politik und Wirtschaft auffällig. So ist Bürgermeister Carsten Sieling seit 2014 als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat des Stahlunternehmens ArcelorMittal Bremen. Zudem war er von 2009 bis 2015 Mitglied des Deutschen Bundestages und nicht als Kandidat bei der Landtagswahl am 10. Mai 2015 angetreten. Er kam erst nach Rücktritt von Böhrnsen ins Spiel. Damit hat die SPD einen ähnlichen Schachzug gemacht wie die CDU, die als Gegenkandidatin die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann präsentierte. Im Halbtagsparlament Bremen finden viele Abgeordnete genug Zeit, ihrem Hauptberuf nachzugehen – sei es als Rechtsanwalt wie Oppositionsführer Röwekamp von der CDU oder als Mitarbeiter großer Konzerne wie etwa der CDU-Abgeordnete Günter Niederbremer von Siemens.

Auch bei den GRÜNEN, die einst für eine Trennung von Amt und Mandat sowie für das Rotationsprinzip angetreten waren, hat der Klüngel Einzug gehalten. Bis auf zwei Personen kandidierte der gesamte achtköpfige Landesvorstand bei der Bürgerschaftswahl im Mai 2015. Die Staatsräte im Umweltressort sind auch sehr umtriebig: Wolfgang Golasowski sitzt im Aufsichtsrat der Bremer Straßenbahn AG; Ronny Meyer ist Geschäftsführer der Windenergie Agentur in Bremerhaven, sein Vorgänger dort war übrigens Jens Eckhoff (CDU) – ehemaliger Umweltsenator.

Die grüne Finanzsenatorin Karoline Linnert ist Vorsitzende des 18köpfigen Aufsichtsrats der Bremer Landesbank und sitzt im Stiftungsrat der Stiftung Wohnliche Stadt. Kritisiert wird sie auch in der eigenen Partei: Das Ergebnis bei ihrer Wiederwahl zur Finanzsenatorin fiel sehr knapp aus. Im Aufsichtsrat der Bank sitzt zudem SPD-Prominenz wie Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner, der Chef der Senatskanzlei Olaf Joachim und der 76jährige Wolfgang Däubler, Ehemann der Bundespolitikerin Herta Däubler-Gmelin.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann soll die Bremer CDU retten (30.09.2014)

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August 5, 2015

Prozess um Bremer Kaufhausbrand hat begonnen

Prozess um Bremer Kaufhausbrand hat begonnen

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{Veröffentlicht|13:59, 5. Aug. 2016 (CEST)}}

Landgericht Bremen

Bremen (Deutschland), 05.08.2015 – Über ein Jahr nach dem Brand eines traditionsreichen Kaufhauses hat jetzt am Montag, den 1. August, der Prozess vor dem Bremer Landgericht begonnen, in dem die Motive und Täterschaft aufgeklärt werden sollen. Angeklagt ist der Geschäftsführer. Ihm wird vorgeworfen, er habe zusammen mit einem Komplizen am 6. Mai 2015 an mehreren Stellen des Hauses Feuer gelegt. Das Gebäude brannte in kurzer Zeit völlig aus und muss wahrscheinlich abgerissen werden. Auch Nachbargebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden wird auf rund 14 Millionen Euro geschätzt. Außerdem wurde die Straße, an der das Gebäude steht, vier Monate lang gesperrt, so dass die benachbarten Geschäfte Umsatzeinbußen hinnehmen mussten.

Als Beweis für die geplante Brandstiftung soll ein Video dienen, dass einige Wochen zuvor von Überwachungskameras innerhalb des Traditionshauses aufgezeichnet worden war. Darauf sind der Angeklagte und sein Komplize in einem Gespräch zu sehen. Lippenableser sollen rekonstruieren helfen, um was es in diesem Gespräch gegangen ist. Möglicherweise wurden Details der geplanten Straftat besprochen. Aufgrund des Brandverlaufs ist davon auszugehen, dass absichtlich Feuer an mehreren Stellen in dem mehrstöckigen Gebäude gelegt wurde.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Nach seinen Darstellungen wurde er von zwei unbekannten Männern überfallen, die anschließend den Brand gelegt hätten. Die Beute in Höhe von 10.000 Euro aus dem Tresor sei gering gewesen. Er vermutet einen Racheakt und wirft den Ermittlungsbehörden unsaubere Arbeit vor. In dem Gebäude waren zehn Überwachungskameras installiert, und auf den geretteten Videoaufnahmen sei einer der Täter zu erkennen.

Einer anderen Version zufolge habe der Angeklagte die beiden Täter beauftragt und das Ganze nur inszeniert, um die Versicherungsprämie zu kassieren. Angeblich sei das Geschäft nicht mehr so gut gelaufen. Der Angeklagte behauptet jedoch, keinerlei Vorteil daraus gezogen zu haben. Das Motiv ist – unabhängig von der Täterschaft – nach wie vor unklar. Richter und Schöffen des Landgerichts wollen versuchen, in rund 30 Prozesstagen die Hintergründe aufzuklären.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Zufall oder Absicht? Brandanschlag auf ein Gebäude am Tage eines Gerichtsurteils (26.05.2015)

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July 31, 2015

Machtkampf in Bremen entschieden

Machtkampf in Bremen entschieden – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Machtkampf in Bremen entschieden

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Veröffentlicht: 17:06, 31. Juli 2015 (CEST)
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Bremen (Deutschland), 31.07.2015 – Der Chemiker Joachim Lohse (56) ist alter und neuer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr im Bundesland Bremen. Der Machtkampf nach der Landtagswahl am 10. Mai 2015 wurde am 11. Juli auf der Landesversammlung der Grünen entschieden. Amtsinhaber Lohse gab sich “kämpferisch” und erhielt 151 Stimmen, sein Herausforder Robert Bücking (62) bekam 38 Stimmen und fühlte sich nach der unerwartet hohen Niederlage “erst mal klödderig“. Drei Delegierte stimmten mit Nein, einer enthielt sich der Stimme. Ferner stimmten die Grünen, wie auch der Koalitionspartner SPD, dem Koalitionsvertrag mit großer Mehrheit zu. Die endgültige Wahl der Senatoren erfolgte durch die Bremische Bürgerschaft.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Bürgermeisterin Karoline Linnert (56) als Senatorin für Finanzen und Senatskommissarin für den Datenschutz, sowie Anja Stahmann (48) als Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen und Senatskommissarin für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau. Die meisten Stimmen bekam Anja Stahmann, und zwar sowohl bei der Landesversammlung der Grünen als auch im Parlament.

Bremen ist damit das erste Bundesland, in dem eine rot-grüne Koalition in die dritte Legislaturperiode geht. In Nordrhein-Westfalen hatte das bisher längste Bündnis zwischen SPD und Bündnis 90 / Die Grünen von 1995 bis 2005 bestanden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Machtkampf um Senatsposten in Bremen (10.07.2015)

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July 30, 2015

Vorhaben für neues City-Center in Bremen geplatzt

Vorhaben für neues City-Center in Bremen geplatzt

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Veröffentlicht: 00:42, 31. Juli 2015 (CEST)
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St. Ansgarii Kirche um 1839

Einkaufszentrum in der Bremer Innenstadt, Eingang zum Lloydhof

Bremen (Deutschland), 30.07.2015 – Nachdem bei einer europaweiten Ausschreibung ein Investor ausgewählt worden war und sich die Verhandlungen über Monate hingezogen hatten, ist das aktuelle Vorhaben für ein neues City-Center in Bremen nunmehr geplatzt. In einer Sondersitzung während der Parlamentsferien haben sich die zuständigen Verwaltungsausschüsse mit der Angelegenheit befasst. Die Verwaltungsausschüsse in Bremen heißen Deputationen und bestehen mehrheitlich aus den Abgeordneten der Stadtbürgerschaft bzw. des Landtags. In der Vergangenheit wurden die Sitzungen vom jeweils zuständigen Senator (Minister) geleitet, neuerdings übernimmt der Deputationssprecher die Versammlungsleitung.

Das City-Center sollte dort errichtet werden, wo einst die St. Ansgarii Kirche stand. Hier wurde in den 1980er Jahren die Ansgari-Passage mit Wohnungen und Büros errichtet. Der damalige Senator für das Bauwesen war mit seinen Mitarbeitern selbst einer der ersten Mieter. Die gegenwärtige Jahresmiete soll sich auf mehr als eine Million Euro belaufen. Das Gebäude wurde 1994 umgestaltet und in Lloydhof umbenannt. Bewerber für das jetzige Neubauvorhaben waren die Otto Group aus Hamburg, das Bremer Unternehmen Zech und die portugiesische Firma Sonae Sierra. Geplant waren rund 25.000 Quadratmeter Geschäftsfläche, 100 Wohnungen und eine Tiefgarage. Gegenwärtig befinden sich ein Parkhaus, zahlreiche Büros, 25 Wohnungen und mehrere Einzelhandelsgeschäfte sowie Restaurants auf der Fläche. Uwe Seidel, Immobilienfachmann und Teilhaber der Hamburger Beratungsfirma Dr. Lademann & Partner kritisierte in einem Interview, die staatlichen Vorgaben für das Projekt ließen zu wenig Spielraum für potentielle Investoren. Nach ersten Recherchen von Wikinews gibt es auch Probleme mit den Eigentumsverhältnissen der betroffenen Grundstücke, da sich nur ein großer Teil der Fläche im Besitz der Stadt Bremen befindet, die den Komplex selbst vor ein paar Jahren für 25 Millionen Euro gekauft hat.

Die örtliche Tageszeitung Weser-Kurier berichtet seit längerer Zeit über die Planungen. In der Ausgabe vom Donnerstag, 30. Juli 2015 wurde sogar die Idee vorgestellt, die St. Ansgarii Kirche wieder am urspünglichen Platz aufzubauen, der gegenwärtig frei und meist ungenutzt ist. Zweifel an der Realisierung des City-Center waren immer wieder aufgetaucht. So hat der Oppositionsführer in der Bremischen Bürgerschaft, der Bremerhavener Rechtsanwalt Röwekamp, schon im März 2015 von drohenden zusätzlichen Kosten von fünf bis sieben Millionen Euro gesprochen, die von der Stadt Bremen vor dem Neubau aufgewendet werden müssten.

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July 10, 2015

Machtkampf um Senatsposten in Bremen

Machtkampf um Senatsposten in Bremen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Machtkampf um Senatsposten in Bremen

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Senator Joachim Lohse (2014)

Bremen (Deutschland), 10.07.2015 – Seit der letzten Landtagswahl am 10. Mai 2015 im kleinsten Bundesland Bremen bahnt sich ein Machtkampf um einen wichtigen Senatsposten an: Es geht um die Besetzung der Führung für den Bereich Umwelt, Bau und Verkehr. Seit 2011 ist der Chemiker Joachim Lohse in Bremen für diesen Geschäftsbereich Senator und für rund 500 Mitarbeiter verantwortlich. Er trat damals die Nachfolge von Reinhard Loske an. Zuvor war er in Kassel Dezernent für Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und Bau gewesen. Bei der Kandidatenaufstellung am 29. November 2014 bei den Grünen wurde er auf Platz 4 gesetzt und erhielt aufgrund der Listenwahl einen Platz in der Bremischen Bürgerschaft.

Nun hat ein langjähriges Mitglied der Bremer Grünen ebenfalls seinen Anspruch auf das Amt des Senators angemeldet: Robert Bücking war 20 Jahre lang Ortsamtsleiter der Stadtteile Bremen-Mitte und östliche Vorstadt. Er kann somit auf eine lange Erfahrung aus der Kommunalpolitik bauen und ist in der Hansestadt als politische Figur seit langem bekannt. Bei der Kandidatenaufstellung im November 2014 war er nur auf Platz 20 gelandet, konnte jedoch durch ein gutes Personenwahlergebnis punkten und ist nun einer von den 14 Landtagsabgeordneten in Bremen. In einem Interview mit der örtlichen Tageszeitung erklärte er zu seinen Zielen, er wolle in Bremen vor allem „ein Klima von Offenheit, Aufbruch, Wagnis, Innovation“ schaffen. Auf der Landesmitgliederversammlung der Grünen am morgigen Samstag werden die beiden Kontrahenten gegeneinander antreten. Der gegenwärtige Amtsinhaber wird von einigen als Technokrat gesehen, dem es an politischen Perspektiven mangele. Bücking dagegen gilt in der Stadt als umtriebig und gut vernetzt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Wahl in Bremen: Dämpfer für Rot-Grün (13.05.2015)

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