Zehntausende Kraniche rasten in der Vorpommerschen Boddenlandschaft

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Kranich (Grus grus)

Groß Mohrdorf (Deutschland), 19.10.2005 – Die Vorpommersche Boddenlandschaft ist der größte Nationalpark im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Gegend ist zurzeit Rastplatz zehntausender Kraniche, die hier einige Tage rasten, um Kraft zu tanken für ihren Weiterflug in ihre Überwinterungsgebiete in Südfrankreich und Spanien.

Die Zahl der Kraniche in der Vorpommerschen Boddenlandschaft erreicht in dieser Woche ihren Höhepunkt. Eine Zählung vom 13.10.2005 ergab eine Zahl von 43.070 Kranichen, die hier ihre Schlafplätze eingerichtet haben. Das berichtet Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums (NABU, WWF, Lufthansa).

Die Zahl wäre noch weit höher, hätten nicht am letzten Wochenende bereits 20.000 Kraniche ihren Flug nach Süden angetreten. Aus den skandinavischen Ländern waren in den letzten Tagen weitere tausende Kraniche in die Region gekommen. Sie hatten das schöne Wetter ausgenutzt, um die Überquerung der Ostsee zu wagen. Die Nachrücker füllten die entstandene Lücke durch die abgeflogenen Kraniche in etwa wieder auf. Sie nehmen entweder auf abgeernteten Maisfeldern, die noch von den Stoppeln der abgeernteten Maispflanzen übersät sind, oder auf so genannten Ablenkflächen Nahrung auf. Zurzeit äsen hier noch immer ungefähr 40.000 dieser außergewöhnlichen Vögel.

Dieses Naturschauspiel lockt auch viele Naturfreunde an, die sich in einer Ausstellung des Kranich-Informationszentrums in Groß Mohrdorf über Hintergründe des Vogelzugs informieren können.

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Quellen