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October 4, 2007

Arbeiter produzieren eigenverantwortlich das „Strike-Bike“ in besetzter Fahrradfabrik

Arbeiter produzieren eigenverantwortlich das „Strike-Bike“ in besetzter Fahrradfabrik

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Veröffentlicht: 16:00, 4. Okt. 2007 (CEST)
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Nordhausen (Deutschland), 04.10.2007 – 1.800 aus aller Welt eingegangene Bestellungen ermöglichen die Wiederaufnahme der Produktion im Fahrradwerk Nordhausen. Die Fabrik wurde von den über 135 Arbeitern besetzt. Jetzt beginnt die Produktion des eigens für diese Aktion entworfenen Modells „Strike-Bike“ in Eigenregie. Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft „Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU/IAA) statt.

Bestellungen für das „Strike-Bike“ kamen aus nahezu allen europäischen Ländern sowie aus Ägypten, den USA, Kanada, Südafrika, Australien und Israel. Nach Angaben der Informationsseite „Strike-Bike.de“ ist dies das erste Mal, dass in der Bundesrepubik Deutschland Arbeiter in einer von ihnen besetzten Fabrik die Produktion selbstständig aufnehmen. Eigentümer ist die texanische Gesellschaft „Lone Star Investment“, die das Werk schließen und alle Arbeiter entlassen will. Die Strike-Bike-Aktion wurde ins Leben gerufen, um zu beweisen, dass ein wirtschaftliches Arbeiten in der Fabrik möglich ist.

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September 26, 2007

„Strike Bike“ – Streikende, von Kündigung bedrohte Arbeiter haben Fahrradwerk übernommen

„Strike Bike“ – Streikende, von Kündigung bedrohte Arbeiter haben Fahrradwerk übernommen

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Veröffentlicht: 22:03, 26. Sep. 2007 (CEST)
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Nordhausen (Deutschland), 26.09.2007 – Etwa 135 ehemalige Beschäftigte der „Bike Systems GmbH“ haben am 19. September in den seit über zwei Monaten von ihnen besetzen Werkhallen die Arbeit in Eigenregie wieder aufgenommen. Unterstützt werden sie dabei von der Gewerkschaft „Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU/IAA). Für den Erhalt der Arbeitsplätze wurde das Fahrradmodell „Strike Bike“ (englisch für „Streikrad“”) entworfen. Gehen bis zum 2. Oktober 2007 mindestens 1.800 verbindliche Bestellungen für das „Strike Bike“ ein, so kann kostendeckend gearbeitet werden.

Im Dreischichtbetrieb wurde das Fahrradwerk besetzt, um einer Schließung und einer anschließenden Demontage der Produktionsanlagen vorzubeugen. Bereits Ende 2006 wurde im sächsischen Neukirch ein Werk geschlossen. Eigentümer beider Werke ist seit 2006 die texanische Gesellschaft „Lone Star Investment“. Lone Star Investment hat Konkurs für die „Bike Systems GmbH“ angemeldet – gegen den Protest der Beschäftigten, die mit der Firma verhandeln wollten, da ihrer Meinung nach wirtschaftliches Arbeiten weiterhin möglich ist. Bike Systems ist nach der Übernahme der Fahrradmarke „Biria“ durch Lone Star Investment entstanden.

Um produzieren zu können, muss zunächst Material finanziert werden. Das Geld dafür ist aber nicht vorhanden. Darum ist es wichtig, auf verbindliche Bestellungen bauen zu können. Eine langfristige Lösung sehen die Beschäftigten in dieser Aktion noch nicht. Sie ist als Signal gedacht und soll zeigen, dass das Werk kostendeckend produzieren kann. Die Werkhallen sind noch bis Anfang Oktober angemietet.

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October 30, 2005

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. fordert 50.000 neue Arbeitsplätze

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. fordert 50.000 neue Arbeitsplätze

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Artikelstatus: Fertig 23:16, 30. Okt. 2005 (CET)
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Bremen / Münster (Deutschland), 30.10.2005 – Der Vorstand des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) e.V. mit Sitz in Bremen bereitet derzeit seine Bundeshauptversammlung für das Jahr 2005 vor. Im Vorfeld dazu sind die Verantwortlichen des ADFC an die Vertreter der deutschen Bundesregierung herangetreten. Nach Meinung des ADFC könnte es in Deutschland etwa 50.000 neue Arbeitsplätze geben.

Voraussetzung dafür wäre eine stärkere Förderung der Fahrradindustrie. Ferner sollte der Fahrradtourismus in Deutschland angekurbelt werden. Gerade in innerdeutschen Regionen sieht der Bundesvorsitzende des ADFC, Karsten Hübener, großes Wachstumspotential. Seine Meinung dazu gab er bereits bekannt: „Soll die Zahl der Radreisenden weiterhin jedes Jahr um neun Prozent steigen, müssen sich Politik und Touristiker um diese Kundengruppe intensiver kümmern.“

Hübener bot der Politik an, eine Koordinierungsstelle zu schaffen, durch die das gesamtdeutsche Radfernwegenetz sinnvoll ausgebaut werden könnte. Er schlägt zwölf Hauptrouten quer durch Deutschland vor. Auf denen könnten sich die Radfahrer überwiegend auf Wegen abseits des Autoverkehrs durch die verschiedenen Regionen bewegen. Dafür seien jedoch finanzielle Zuschüsse zum Straßenbau durch Bund und Länder erforderlich.

Hübener forderte auch die Deutsche Bundesbahn dazu auf, mehr für den Radtourismus in Deutschland zu tun. Er sagte: „Außerdem muss die DB endlich Ihre Blockade der Fahrradmitnahme im ICE beenden – sonst sind ganze Regionen für Fahrradreisende bald nur noch per Auto erreichbar.“

Anfang November werden bei der ADFC-Bundeshauptversammlung etwa 150 Abgeordnete aus den regionalen ADFC-Stationen zusammenkommen, um dort die politische Ausrichtung des Radwesens in Deutschland festzulegen. Neben so wichtigen Themen wie dem Ausbau des Radfernwegenetzes soll auch die Gesundheitsvorsorge durch sportliche Betätigung auf dem Fahrrad besprochen werden.

Vertreter des ADFC-Bundesvorstandes, des Bundesverkehrsministeriums Berlin, des Landesvorstandes Nordrhein-Westfalens sowie Politiker der Stadt Münster stehen der Presse vor der Bundeshauptversammlung Anfang November in Münster zur Verfügung.

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