Russland: Brennholzbestellung eines Rentners enthält 79 Kalaschnikows

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Veröffentlicht: 18:24, 15. Jan. 2012 (CET)
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Kalaschnikows AK47

Udmurtien (Russland), 15.01.2012 – Diese Brennholzlieferung wird ein Rentner aus dem Dorf Sowchosny wohl nicht so schnell vergessen. In 64 Holzkisten, die er zum Verfeuern gekauft hatte, fand er 79 Kalaschnikows.

Neben den Gewehren waren in den Holzkisten 254 Magazine und zahlreiche Bauteile der Waffen. Der 57-jährige Rentner verständigte die Polizei. Es stellte sich heraus, dass die gefährlichen Gegenstände dem Verteidigungsministerium gehören und beim Kalaschnikow-Hersteller Ischmasch entsorgt werden sollten. In der Annahme, die Gewehre seien nicht mehr in den Kisten, wurden sie einem Lkw-Fahrer übergeben. Er sollte sie auf eine Deponie fahren. Da er von dem brisanten Inhalt nichts wusste, beschloss er, diese als Brennholz zu verkaufen.

Da man vermutet, dass weitere AK-47 bereits auf einer Mülldeponie abgeladen wurden, begann dort eine große Suchaktion der Polizei. Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin war entsetzt, wie schlampig man bei der Vernichtung der gefährlichen Waffen vorgegangen war, und berief ein Sicherheitstreffen bei dem Unternehmen ein. Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter: „Wir müssen prüfen, wie wir Waffen künftig aufbewahren und verschrotten – und wie wir sie nicht wieder verlieren.“

AK-47 ist die Abkürzung für „Awtomat Kalaschnikowa obrasza 47“, ein sowjetisch-russisches Sturmgewehr. Es ist die meist produzierte Handfeuerwaffe weltweit. Schätzungen gehen von 80 bis 100 Millionen produzierten Exemplaren aus. Das AK-47 wurde 1947 von Michail Timofejewitsch Kalaschnikow entwickelt und ist unter dem Namen seines Erfinders bekannt.

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Quellen[Bearbeiten]