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March 14, 2005

Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler

Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler

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Artikelstatus: Fertig 14. Mär. 2005 (CET)
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Paulskirche Frankfurt

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.03.2005 – Der „geistige Vater“ von Klonschaf Dolly, Professor Ian Wilmut, bekam heute den Paul-Ehrlich-Preis verliehen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Verliehen wird er traditionell immer am 14. März jedes Jahres, am Geburtstag Paul Ehrlichs, in der Frankfurter Paulskirche.

Wilmut erhält den Preis für hervorragende Leistungen im Bereich der Embryologie. Er hat während seiner Forschungsarbeit das am 5. Juli 1996 geborene Schaf Dolly mit Hilfe des Kerns einer adulten Zelle geklont. Bei diesem Versuch ist es erstmals gelungen, Säugetiere zu klonen. Vorher wurde dies nur bei Amphibien erfolgreich durchgeführt. Wilmut wurde nach diesem Erfolg nachgesagt, er habe die Welt der Embryologie nachhaltig revolutioniert.

Nun hat die Preisverleihung die Gegner des menschlichen Klonens auf den Plan gerufen. Kritiker laufen Sturm gegen die Ehrung. Während der Preisverleihung wurden in Frankfurt Demonstrationen angekündigt. Unter Klongegnern ist die Forschungsarbeit Wilmuts sehr umstritten, denn im April 2004 reichte Wilmut bei der zuständigen Behörde, der Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), einen Antrag für das Klonen menschlicher Embryos ein. Sein Ziel ist es, Embryos zum Zweck der Stammzellenforschung zu klonen. Wilmut begründete seinen Antrag damit, dass er dadurch Therapien gegen tödliche Nervenleiden entwickeln wolle, womit das Klonen aus medizinischer Sicht durchaus gerechtfertigt sei. Am 8. Februar 2005 wurde ihm von der HFEA die Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen erteilt.

Die Proteste gegen Wilmut kommen von verschiedenen Seiten. Politiker und Kirchenvertreter äußern Unverständnis darüber, dass das Bundesgesundheitsministerium einen Preis für einen Wissenschaftler mitfinanziert, der nach deutscher Gesetzgebung strafbare Handlungen begeht. Der Vizevorsitzende der Bioethik-Enquete-Kommission Hubert Hüppe (CDU) zeigte sich ebenfalls besorgt: Er nannte die Verleihung einen „unverständlichen Affront“.

Bundespräsident Horst Köhler wird an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen, obwohl er als Bundespräsident gleichzeitig Ehrenpräsident der 1929 eingerichteten Paul-Ehrlich-Stiftung in Frankfurt ist.

Der Wissenschaftler Paul Ehrlich, Chemiker, Mediziner und Serologe mit Schwerpunkt der modernen Chemotherapie, dürfte einigen Bundesbürgern durch sein Konterfei auf der alten 200 DM Banknote bekannt sein. Zu seinen Lebzeiten (1854 – 1915) dachte sicherlich noch kein Forscher an das Thema „Klonen“.

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February 2, 2005

Saarländische Innenministerin befürwortet Monopol für staatliches Sporttoto

Saarländische Innenministerin befürwortet Monopol für staatliches Sporttoto

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Saarbrücken (Deutschland), 02.02.2005 – Die saarländische CDU-Innenministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, fordert eine Überprüfung der Zulassung nichtstaatlicher Wetteinrichtungen. Betrug und organisierter Kriminalität müsse entgegengewirkt werden. Anlass sind Manipulationen der Ergebnisse von Fußballspielen durch Sportwetter. Als Folge werden zurückgehende Wetteinnahmen befürchtet.

Die vier deutschen privaten Wettbüros Betandwin, Sportwetten Gera, Interwetten und Digibet haben deutsche Lizenzen, die auf Erlaubnisse der Deutschen Demokratische Republik zurückgehen und nach dem Einigungsvertrag über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland eingeschränkt gültig bleiben. Ausländische, in Deutschland tätige private Wettbüros berufen sich auf Lizenzen von EU-Staaten, deren Gültigkeit in Deutschland umstritten ist. Quasi ein staatliches Monopol hat dagegen der staatliche Deutsche Lotto- und Totoblock mit den Wettprodukten Toto und Oddset.

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December 23, 2004

Handball: Wegen Lizenzverstoßes acht Punkte Abzug für den HSV

Handball: Wegen Lizenzverstoßes acht Punkte Abzug für den HSV

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Handball

Hamburg (Deutschland), 23.12.2004 – Der bereits finanziell angeschlagene HSV Hamburg, der in der Handball-Bundesliga bislang auf dem dritten Platz lag, bekommt auf Grund eines Lizenzverstoßes acht Punkte Abzug.

Der Verein rutscht dadurch auf Platz neun der Tabelle und muss außerdem 15.000 Euro Strafe zahlen. Der Hamburger HSV legte Bilanzen seines wirtschaftlichen Trägers „Omni-Sport“ nicht fristgerecht vor und bekam in einer dreistündigen Sitzung oben genannte Strafen vom Ligaverband der Handball-Bundesliga auferlegt.

Falls das hochverschuldete Unternehmen „Omni-Sport“ Insolvenz anmelden muss, droht dem HSV der Zwangsabstieg. Die Hamburger, die sich Gerüchten zu Folge daher von „Omni-Sport“ lossagen wollen, werden durch die Handball-Bundesliga-Statuen behindert, die einen Wechsel des wirtschaftlichen Trägers während der laufenden Saison verbieten.

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