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August 23, 2016

Erstes Nacktrestaurant der Welt ist eröffnet

Erstes Nacktrestaurant der Welt ist eröffnet

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Veröffentlicht: 15:04, 23. Aug. 2016 (CEST)
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Das Gemälde von Carl Larsson (1853-1919) zeigt eine nackte Frau beim Schreiben

Paris (Frankreich), 23.08.2016 – In der DDR war das Nacktbaden an offenen Badeseen und auch beispielsweise an der Ostsee seit den 1970er Jahren weit verbreitet. In vielen Ländern der Erde gibt es gekennzeichnete Badestrände für das Nacktbaden. Oft wird in diesem Zusammenhang eine eigene Kultur propagiert, die kurz als FKK – als Freikörperkultur bezeichnet wird.

Im Juni diesen Jahres hatte in London das erste öffentliche Restaurant eröffnet, in dem alle Gäste nackt speisen können. Der Andrang war schon vor der Eröffnung riesengroß: Presseberichten zufolge gab es eine Warteliste von mehr als 40.000 Menschen, die bis Mitte September als Gäste erwartet werden.

Infolge des heißen Wetters gab es allerdings einige Probleme, da keine Klima-Anlage in dem Londoner Lokal eingebaut war. Der Betreiber hatte jedoch unabhängig davon schon ein zweites Restaurant in Paris geplant und konnte dieses bereits Ende Juli eröffnen, nachdem er die Filiale in London vorübergehend geschlossen hatte. Demzufolge wurden die Gäste, die sich bisher für London angemeldet hatten und dort keinen Einlass mehr fanden, nunmehr auf den Standort in Paris verwiesen.

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July 31, 2016

Religiös motivierter Mordanschlag in einer Kirche in Frankreich

Religiös motivierter Mordanschlag in einer Kirche in Frankreich

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Veröffentlicht: 13:48, 1. Aug. 2016 (CEST)
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Die Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray war Ort der Tat

Paris (Frankreich), 31.07.2016 – Bei einem Anschlag in der französischen Region Normandie töteten zwei Männer einen 85jährigen Priester während der Messe. Bisherigen Berichten zufolge bekannten sich die Täter zur Terrororganisation Islamischer Staat. Die Kirche liegt in einer Stadt mit rund 30.000 Einwohnern, wurde 1619 gebaut und gehört zu einer katholischen Gemeinde. Der Anteil der Katholiken in Frankreich wird auf etwa 50% geschätzt.

Sowohl von der Motivation der Tat als auch aufgrund der näheren Umstände des Geschehens bewerten Kommentatoren den Anschlag als religiös ausgerichtet. Teilweise wird der ermordete Priester als Märtyrer gesehen. Zum Tatzeitpunkt befanden sich außer ihm nur fünf Personen in der Kirche. Eine davon wurde lebensgefährlich verletzt. Die Täter wurden von einer Spezialeinheit erschossen, als sie die Kirche verließen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlag in Saint-Étienne-du-Rouvray“.

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June 2, 2016

Französischer Automarkt wuchs im Mai 2016 deutlich

Filed under: Paris,Themenportal Wirtschaft,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Französischer Automarkt wuchs im Mai 2016 deutlich

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Der Renault Clio, das meistverkaufte Auto in Frankreich

Paris (Frankreich), 02.06.2016 – Wie der französische Automobilverband „Comité des Constructeurs Français d’Automobiles“ (CCFA) berichtet, sind die PKW-Neuzulassungen im Monat Mai 2016 in Frankreich um 22% gegenüber dem Vorjahrmonat angestiegen. Insgesamt wurden im Mai 175.834 zugelassen. Im angefangenen Jahr 2016 liegt das Plus derzeit bei 10,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut CCFA haben von der deutlichen Steigerung vor allem die französischen Hersteller profitiert. Neben einigen zusätzlichen Verkaufstagen im Mai 2016 (im Vergleich zu Mai 2015), ist die Steigerung vor allem auf die sich bessernde Wirtschaftslage in Frankreich und der Eurozone zurückzuführen.

Den stärksten Zuwachs konnte Renault verzeichnen. Das Modell Renault Mégane überflügelte den VW Golf. Folgende Tabelle zeigt die Top 5 in absoluten Zahlen (Mai 2016):

Marke Absatz Vergleich Mai 2015
Renault 34.260 +33 %
Peugeot 30.994 +24 %
Citroen 18.540 +30 %
VW 12.700 +8 %
Dacia 9.457 +39 %

Für den Markt der gesamten Europäischen Union hat der europäische Automobilverband ACEA die Veröffentlichung seiner Daten aus Mai 2016 zum 15.06. angekündigt.

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January 31, 2015

Frankreich: Zwei Lehrer wegen Charlie Hebdo suspendiert

Frankreich: Zwei Lehrer wegen Charlie Hebdo suspendiert

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Veröffentlicht: 13:31, 31. Jan. 2015 (CET)
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Paris (Frankreich), 31.01.2015 – Am Tag nach dem Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo wollte ein Kunstlehrer im elsässischen Mühlhausen mit seinen 13- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schülern über die Mohammed-Karikaturen diskutieren. Die Schulklasse, in der die Mehrheit muslimischen Glaubens ist, war empört. Es kam zu Beschwerden bei der Schulleitung. Schließlich forderte die Schulbehörde in Straßburg eine Erklärung. Angesichts der Auseinandersetzungen suspendierte der Leiter der Schulbehörde den Lehrer für zunächst vier Monate, um für Ruhe zu sorgen und den Fall untersuchen zu können.

In einer Fachhochschule nordöstlich von Paris wurde eine Dozentin vom Dienst freigestellt. In einer Klasse von 16 Schülern war ein Mädchen durch die Diskussion im Unterricht so schockiert, dass es seiner Mutter davon berichtete und diese daraufhin die Redaktion der französischen Tageszeitung Le Monde informierte. Die Schule wird von rund 1.500 Jungen und Mädchen im Alter von 16 bis 21 Jahren besucht. Die Diskussion hatte im Rahmen eines Kurses der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften stattgefunden, ein Ausschnitt war ohne Wissen der Lehrerin mit einem Mobiltelefon aufgezeichnet worden und diente als Beweismaterial.

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Wikinews-logo.svg   Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris (09.01.2015)

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January 13, 2015

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

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Veröffentlicht: 22:34, 13. Jan. 2015 (CET)
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Einsatzkräfte vor dem Charlie-Hebdo-Büro am 7. Januar 2015, nach der Schießerei

Paris (Frankreich), 13.01.2015 – Die Attentäter, die am Mittwoch, dem 7. Januar 2015, den Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ verübt haben, sind tot. Im Zusammenhang mit dem Amoklauf in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo starben insgesamt 20 Menschen. Innenminister Bernard Cazeneuve zeigte sich bestürzt über die hohe Anzahl der Toten. Fast 90.000 Soldaten, Mitglieder von Eliteeinheiten und Polizisten waren an der Suche nach den mutmaßlichen Tätern beteiligt.

Die beiden Attentäter, die Brüder Chérif (32) und Saïd (34) Kouachi, die für den Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verantwortlich sein sollen, verschantzten sich, nachdem sie am Donnerstagmorgen 9:30 Uhr 80 Kilometer nordöstlich von Paris eine Tankstelle überfallen hatten, um sich Geld und Essen zu beschaffen, am Freitag dem 9. Januar am Vormittag in einer Druckerei im Ort Dammartin-en-Goële, nordöstlich von Paris. Einem Mitarbeiter der Druckerei gelang es, sich beim Eindringen der beiden Brüder in das Gebäude, in einem Schrank zu verstecken und die Polizei zu benachrichtigen. Gegen 12:30 Uhr belagerte die französische Polizei das Gelände um die Druckerei. Französische Behörden evakuierten drei Schulen in der Nähe und brachten die Schüler in eine entfernte Turnhalle. Dort konnten die Schüler von ihren Eltern abgeholt werden. Beim Zugriff der Einsatzkräfte wurden die beiden Attentäter getötet.

Ein weiterer, mutmaßlich beteiligter Täter, Amedy Coulibaly (32), wurde nach einer erneuten Schießerei, die ebenfalls am Freitag 9. Januar in einem Supermarkt an der Porte de Vincennes im Osten von Paris stattfand, von der Polizei erschossen. Bevor die Polizei den Supermarkt stürmte, tötete Coulibaly vier Personen in dem Supermarkt, der vor allem koschere Ware für Juden anbietet. Dies teilte der zuständige Oberstaatsanwalt François Molins mit. Die französische Polizei hatte zuvor die Ladenbesitzer in der Rue des Rosiers gebeten, ihre Geschäfte zu schließen. In der Rue des Rosiers befinden sich überwiegend jüdische Geschäfte und Restaurants.

Amedy Coulibaly soll bereits am Mittwoch 7. Januar eine Polizistin bei einer Schießerei auf offener Straße im Süden von Paris getötet haben; dabei war ein weiterer Polizist verletzt worden. Der genaue Verbleib von Coulibalys Freundin, der 26-jährigen Hayat Boumeddiene, die Informationen liefern könnte, ist ungeklärt. Zunächst war berichtet worden, Boumeddiene sei an der Schießerei in dem Supermarkt beteiligt gewesen, doch erwiesen sich diese Angaben als falsch. Allerdings war das Fahrzeug, mit dem Coulibaly zur Porte de Vincennes fuhr, auf den Namen Boumeddienes angemeldet. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu teilte inzwischen mit, dass Boumeddiene bereits am 2. Januar von Madrid nach Instanbul geflogen sei. Sie habe nach einigen Tagen Aufenthalt am 7. Januar die Türkei in Richtung Syrien verlassen. Hayat Boumeddiene soll im vergangenen Jahr mehr als 500 Telefongespräche mit Izzana Hamyd, der Gattin Chérif Kouachis, geführt haben. Izzana Hamyd soll seit dem Tag des Attentats auf „Charlie Hebdo“ von der französischen Polizei verhört werden.

Informationen sind inzwischen auch über Coulibaly selbst bekannt geworden. In den 2000er Jahren verbüßte der in Grigny als einziger Sohn einer Familie mit zehn Kindern aufgewachsene französische Staatsbürger mehrere Haftstrafen. Amedy Coulibaly soll Chérif Kouachi im Gefängnis kennengelernt haben. Spätestens seit ihrer Haftentlassung waren beide Anhänger des Terroristen Jamel (Djamel) Beghal, einem gebürtigen Algerier. In einem Telefonat, mit Journalisten des Fernsehsenders BFM TV, gab Coulibaly einige Stunden vor seinem Tod an, er sei von der Organisation: AQAP (Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel) missioniert worden und gehöre dem Islamischen Staat an. Er habe sich mit den Kouachi-Brüdern abgesprochen. Ihm sei demnach der Angriff auf die Polizisten zugefallen, während die beiden Kouachis den Angriff auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ausführten.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Portal:Terrorismus
Wikinews-logo.svg   Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris (09.01.2015)

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January 9, 2015

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

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Veröffentlicht: 17:36, 09.01.2015 (CET)
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Paris (Frankreich), 09.01.2015 – Der Anschlag am 7. Januar 2015 gegen 11 Uhr auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat weltweit Entsetzen, aber auch internationale Solidaritätsbekundungen zur Pressefreiheit ausgelöst. Die französischen Behörden gehen von einem islamistischen Tathintergrund aus.

Brandanschlag 2011 am Boulevard Davout auf die Redaktion von Charlie Hebdo

Die von Charlie Hebdo veröffentlichten Mohammed-Karikaturen hatten international Aufsehen erregt. Die Redaktion traf sich jeden Mittwoch um 10:00 Uhr. Ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume der Satirezeitung in der Rue Serpollet in Paris wurde bereits am 2. November 2011 verübt. Der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier stand seitdem unter Polizeischutz. Er und weitere Mitarbeiter der Redaktion wurden seit längerer Zeit mit dem Tode bedroht.

Bei dem jetzigen Anschlag hatten zwei maskierte Männer die Redaktionssitzung von Charlie Hebdo in der Rue Serpollet gestürmt und mit automatischen Gewehren gezielt auf die Anwesenden sowie weitere Personen geschossen. Es starben allein vier Zeichner von Charlie Hebdo – darunter Jean Cabut „Cabu”, Bernard Verlhac „Tignous”, Philippe Honoré und Georges Wolinski, der Herausgeber Stéphane Charbonnier, der Schriftsteller und Journalist Bernard Maris „Oncle Bernard” und zwei Polizeibeamte. Insgesamt kamen zwölf Menschen zu Tode. US-Präsident Obama sprach von einem „feigen, bösartigen Angriff“. Am Tag nach dem Attentat wurde Polizeipräsenz vor vielen Verlagshäusern in europäischen Städten angeordnet. In Berlin liegt bei der französischen Botschaft ein Kondolenzbuch aus. Die beiden großen muslimischen Organisationen in Frankreich verurteilten den blutigen Anschlag. Das iranische Außenministerium kritisierte die Tat und erklärte, ein solches Attentat habe nichts mit dem Islam zu tun. Vertreter der drei großen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum in Deutschland erklärten in einem gemeinsamen auf Bild.de veröffentlichten Manifest: „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!”

Heute Mittag hat der islamische Prediger Abu Saad al-Ansari den Terroranschlag als erfolgreichen Beginn einer Serie von geplanten Anschlägen gegen Großbritannien und weitere mit den USA verbündete Staaten bezeichnet. Als Quelle für diese Behauptung werden laut der israelischen Zeitung Haaretz Beobachter einer Predigt in einer Moschee der irakischen Stadt Mosul angegeben.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Wikinews-logo.svg   Brandanschlag auf französische Satirezeitung (03.11.2011)
Wikinews-logo.svg   Alle Artikel zu Charlie Hebdo

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October 13, 2014

Frankreich plant Arbeitsmarktreform

Frankreich plant Arbeitsmarktreform – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Frankreich plant Arbeitsmarktreform

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Veröffentlicht: 00:41, 13. Okt. 2014 (CEST)
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Paris (Frankreich), 13.10.2014 – Der französische Premierminister Manuel Valls hat eine umfassende Reform des französischen Arbeitsmarktes und des Arbeitslosengeldes angekündigt. Er möchte das hohe Arbeitslosengeld von bis zu 6.000 € je nach letztem Verdienst, das den Franzosen bis zu zwei Jahren zusteht, kürzen. Darüber hinaus soll die Regelung einer 35-Stunden-Woche deutlich verändert werden, da sie Unternehmen davon abhalte Mitarbeiter flexibler einzusetzen. Valls kritisierte auch, dass es in Frankreich sehr schwierig sei, mit Teilzeit und Kurzarbeit schnell auf wirtschaftliche Probleme zu reagieren, in diesem Zusammenhang nannte er Großbritannien und Deutschland als Vorbilder, da sich die Arbeitsmärkte in beiden Staaten wesentlich schneller erholt haben.

Vertreter der EU haben im Laufe der Woche verlauten lassen, dass der zuständige Währungskommissar Jyrki Katainen Änderungen für den französischen Haushalt 2015 verlangen wird, da die Neuverschuldung mit 4,3 % des Bruttoinlandsprodukts deutlich über der EU-Obergrenze von 3 % liegt und damit ein deutlich höheres Defizit aufweist als in den Stabilitätskriterien vorgesehen. Offiziell bestätigt wurde das nicht. Frankreich hat darüber hinaus angekündigt, seinen Etat für Entwicklungshilfe für 2015 um 80 Mio. € zu kürzen, um das Defizit zu begrenzen.

Experten gehen davon aus dass Valls mit der Arbeitsmarktreform die EU-Kommission von der Glaubwürdigkeit seines Reformkurs überzeugen will, und damit mehr Zeit zum Abbau des Defizits erhält. Trotzdem will er die „Supersteuer“ in Frankreich Anfang 2015 auslaufen lassen. Die sogenannten Supersteuer ist ein Spitzenabgabensatz von 75 % auf Gehälter über 1 Millionen Euro.

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November 5, 2013

Massen-Überwachung: GCHQ und BND sollen kooperiert haben.

Massen-Überwachung: GCHQ und BND sollen kooperiert haben.

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Veröffentlicht: 05.11.2013, 00:19 (MEZ)
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Hauptquartier des GCHQ

Logo des Bundesnachrichtendienstes

Echelon-SIGINT-Anlage des DGSE in Domme

Radome der Bad Aibling Station

Berlin (Deutschland) / London (Vereinigtes Königreich) / Paris (Frankreich), 05.11.2013 – Nach einem Bericht des Guardian sollen die britischen Government Communications Headquarters (GCHQ), der Bundesnachrichtendienst (BND) und weitere europäische Geheimdienste in Frankreich, Spanien und Schweden bei der Entwicklung von Spionagetechniken für den Telefon- und Internetverkehr eng zusammengearbeitet haben.

Nach Unterlagen, die von Edward Snowden veröffentlicht wurden, haben sich die Geheimdienste gegenseitig bei der Internet-Überwachung unterstützt. Die GCHQ sollen dabei eine führende Rolle eingenommen haben und die anderen Partner-Organisationen auch darin beraten haben, wie nationale Gesetze zur Beschränkung geheimdienstlicher Aktivitäten umgangen werden können. Insbesondere der BND soll soll in der „Reinterpretation“ der strengen deutschen Datenschutzgesetze unterstützt worden sein.

Besonders hervorgehoben wurde andererseits die technische Kompetenz des deutschen Partners in der Überwachung schneller Glasfaserleitungen, die bei den anderen Partnerorganisationen nicht vorlag. Der Guardian zitierte dabei unter anderem einen GCHQ-Bericht aus dem Jahre 2008, der aufführte, dass die Deutschen Glasfaserleitungen mit einem Volumen von bis zu 100 GBit/s anzapfen könnten, während die Briten bis dahin nur Glasfaserkabel mit einer Kapazität von 10 GBit/s hätten erfassen können. Auch die Motivation, Kompetenz und Kooperationsbereitschaft des französischen Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE) wurde gelobt.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreiben die Enthüllungen eine „viel engere Kooperation des deutschen Geheimdienstes und anderer europäischer Partner mit den Briten als bisher angenommen“. James Clapper, der nationale Geheimdienstdirektor der USA hatte in der Vorwoche vor einem Ausschuss des Kongresses die Empörung der europäischen Regierungen als heuchlerisch bezeichnet. Im Sommer 2013 war bekannt geworden, dass der BND bereits länger Abhörergebnisse der von der NSA betriebenen Field Station 81 in Bad Aibling verwendet und Teile der Anlage nach deren Auflassung weitergenutzt hatte. Umgekehrt soll der BND seit 2007 in der Fernmeldeaufklärung gewonnene Daten an die NSA weitergeleitet haben.

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July 3, 2013

Styx und Kerberos sind die neuen Namen der Plutomonde

Styx und Kerberos sind die neuen Namen der Plutomonde

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Veröffentlicht: 14:29, 3. Jul. 2013 (CEST)
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Moons of Pluto.png

Logo der Internationalen Astronomischen Union

Paris (Frankreich), 03.07.2013 – Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat den beiden im Juli 2011 bzw. Juli 2012 mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskopes entdeckten Monden des Zwergplaneten Pluto die Namen Styx und Kerberos gegeben. Das SETI-Institut hatte zuvor eine öffentliche Abstimmung über die Namen abgehalten. Als klarer Gewinner mit 450.000 Stimmen war dabei der Name „Vulkan“, den der Schauspieler William Shatner mit Bezug auf den Heimatplaneten des Star Trek Charakters Spock vorgeschlagen hat, hervorgegangen.

Die IAU, deren Regeln keine öffentliche Abstimmung über den Namen neuer Himmelsobjekte vorsehen, folgte dem Votum nicht. Man begründete die Entscheidung mit dem Hinweis, dass die Bezeichnung „Vulkan“ in der Astronomie nicht eindeutig genug als Name für einen Mond sei und dass es darüberhinaus auch keinen Bezug zur Unterwelt der griechischen Mythologie gibt, so wie es bei den Namen jetzt der Fall ist.

Der Zwergplanet selbst ist nach Pluton dem Gott der antiken Unterwelt benannt. Seine vorher als P4 bzw. P5 bekannten Monde heißen nun nach dem Fluss der Unterwelt Styx und dem Höllenhund Kerberos, der den Eingang zur Unterwelt bewacht.

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  • Portal: Wissenschaft

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April 6, 2013

Französischer Inlandsgeheimdienst forderte Löschung eines Wikipedia-Artikels

Französischer Inlandsgeheimdienst forderte Löschung eines Wikipedia-Artikels

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Veröffentlicht: 21:41, 6. Apr. 2013 (CEST)
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Paris (Frankreich), 06.04.2013 – Um aus seiner Sicht militärische Geheimnisse zu schützen, drängte der französische Inlandsgeheimdienst DCRI auf die Löschung eines Artikels in der französischsprachigen Wikipedia.

Wikipedia-logo-v2.svg

Wie Wikimedia Frankreich in seinem Blog berichtet, nahm der Geheimdienst Anfang März Kontakt mit der Wikimedia Foundation, dem amerikanischen Betreiber der Wikipedia, auf. Gefordert wurde die umgehende Löschung des Artikels „Station hertzienne militaire de Pierre-sur-Haute“, weil dieser vertrauliche militärische Informationen enthalte. Die Wikimedia Stiftung wollte dieser Forderung nicht nachkommen. Daraufhin lud der Geheimdienst den Vorsitzenden von Wikimedia Frankreich Rémi Mathis, selbst Administrator in der französischen Wikipedia, vor. Nach Angaben von Wikimedia Frankreich wurde der Administrator in einem Büro des DCRI unter Druck gesetzt, den Artikel zu löschen. Unter anderem seien ihm juristische Konsequenzen angekündigt worden, für den Fall, dass er der Forderung des DCRI nicht nachkomme würde. Er löschte den Artikel unter diesen Umständen, erklärte aber, dass möglicherweise andere Administratoren den Artikel wiederherstellen würden. An der Erstellung oder Bearbeitung des Artikels war der vorgeladene Administrator nicht beteiligt. Grund für seine Vorladung war, dass er leicht zu identifizieren war.

Militärische Sendeanlage Pierre-sur-Haute

Wikimedia Frankreich übt in seinem Blog deutliche Kritik am DCRI. „Wikimedia Frankreich kann nicht verstehen, wie eine Person, die Freiheit und Wissen fördern will, unter Druck gesetzt wird“, heißt es in der Stellungnahme des Vereins zum Vorfall. Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, dass der beanstandete Artikel seit Jahren online abrufbar gewesen sei.

Die Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation veröffentlichte im Zusammenhang mit dem Vorfall ebenfalls eine Stellungnahme. Darin wird Wikipedia-Benutzern geraten, im Falle einer Konfrontation mit Sicherheitsbehörden zunächst einen Anwalt zu konsultieren. Gleichzeitig sensibilisiert das Legal Team die Benutzer dafür, sich an die jeweiligen nationalen Gesetze zu halten.

Nachdem der Vorfall bekannt wurde, haben Wikipedia-Autoren in ihren jeweiligen Sprachversionen der Online-Enzyklopädie Artikel über die Sendeanlage erstellt, so auch in der deutschsprachigen Wikipedia.

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WikiMedia Proejkts1.jpg

In diesem Artikel wird die Wikimedia Foundation oder eines ihrer Projekte erwähnt.
Auch Wikinews ist ein Projekt der Wikimedia Foundation.

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