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February 4, 2013

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger attackiert den Vatikan nach Holocaust-Vergleich

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger attackiert den Vatikan nach Holocaust-Vergleich

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Veröffentlicht: 23:22, 4. Feb. 2013 (CET)
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Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

Berlin (Deutschland), 04.02.2013 – Die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger griff den Chef der Glaubenskongregation des Vatikans, Gerhard Ludwig Müller, öffentlich an. Grund dafür war Müllers Klage über eine aufkommende „Pogromstimmung“ gegen die katholische Kirche. Leutheusser-Schnarrenberger forderte nun die Kirche auf, sich endlich „drängenden Problemen“ zu stellen.

Die Politikerin sagte der Welt am Sonntag: „Vergleiche mit dem Holocaust sind geschmacklos, wenn es um unterschiedliche Auffassungen in unserer Gesellschaft zu aktuellen Fragen wie auch der Rolle der Ehe, Familie und eingetragenen Lebenspartnerschaften geht“. Erzbischof Müller beklagte zuvor eine aufkommende „Pogromstimmung“ gegen die katholische Kirche. In einem Interview mit der Welt sprach er von „gezielten Diskreditierungskampagnen gegen die katholische Kirche“. Durch diese „Diskreditierungskampagnen“ sei es soweit gekommen, „dass Geistliche in manchen Bereichen schon jetzt ganz öffentlich angepöbelt werden“, so Müller.

Müller befürchtet, dass so eine künstlich erzeugte Wut wächst, „die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert“. Im Internet und auch im Fernsehen gebe es bereits Attacken gegen die katholische Kirche, welche an den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum erinnerten.

Erzbischof Müller äußerte sich zum innerkirchlichen Dialog in Deutschland zwischen Bischöfen und kritischen Laien dahingehend, dass man über die wesentlichen Sachen sprechen „und nicht die gleichen Probleme immer wieder neu auftischen“ müsse. Auch könne die katholische Kirche unmöglich das geforderte sakramentale Weiheamt für Frauen genehmigen. Außerdem würden gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht akzeptiert. „Solche Partnerschaften sind grundsätzlich in keiner Weise mit den Ehen gleichzustellen.“ Gerhard Ludwig Müller rief dazu auf, am Pflichtzölibat für Priester festzuhalten, denn deren Ehelosigkeit entspreche „dem Beispiel und dem Wort Jesu“.

Quellen[Bearbeiten]

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July 10, 2011

Deutsche Bischofskonferenz beschließt systematische Untersuchung kirchlicher Mißbrauchsfälle

Deutsche Bischofskonferenz beschließt systematische Untersuchung kirchlicher Mißbrauchsfälle

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Veröffentlicht: 11:18, 10. Jul. 2011 (CEST)
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Bad Gastein Kirche Sankt Preimskirche 03.jpg

Bonn (Deutschland), 10.07.2011 – Die katholische Kirche öffnet die Personalakten. Mitarbeiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) und Kirchenmitarbeiter werden die Akten auf Hinweise von sexuellem Missbrauch durchforsten.

18 der 27 deutschen Diözesen sind von der Aktion betroffen. In neun davon sollen die Akten ab 1945, in den weiteren die letzten zehn Jahre überprüft werden. Die Revisoren werden bei ihrer Arbeit auf mehrere Probleme stoßen. Rechtsanwältin Marion Westphal hatte die Missbrauchsfälle der Jahre 1945 bis 2009 im Bistum München und Freising untersucht. Sie entdeckte dabei systematische Aktenvernichtungsaktionen. Teilweise waren Akten in Privatwohnungen geschafft worden, um den Skandal einzudämmen oder abzuwehren. In den Akten war sexueller Missbrauch in verharmlosenden Worten dargestellt.

Drei Jahre soll die Untersuchung dauern. Es ist geplant, Opfern einen Fragebogen zuzuschicken. Bei Interesse soll es zu ausführlichen Interviews kommen, auch für die Täter gilt das, soweit sie dazu bereit sind.

Weitere Details der Untersuchung wollen die Bischöfe diese Woche vorstellen. Die katholische Kirche will damit vor allem verloren gegangenes Vertrauen bei den Gläubigen zurückgewinnen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Römisch-katholische Kirche

Quellen

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May 6, 2011

Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen die Lehrerlaubnis

Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen die Lehrerlaubnis

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Veröffentlicht: 22:49, 6. Mai 2011 (CEST)
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Köln (Deutschland), 06.05.2011 – Dem Lektor der Päpstlichen Glaubenskongregation und in Lublin habilitierten Neuthomisten David Berger entzog der Kölner Kardinal Joachim Meisner dessen letztes Kirchenamt. Meisner begründete diese Entscheidung damit, dass sein Vertrauen in Bergers Übereinstimmung von Lehre und Lebensführung mit den moralischen und gesetzlichen Normen der Kirche zerstört sei. Der Bischof von Köln gab Berger keine Gelegenheit – entsprechend der juristischen Regel audiatur et altera pars – seinen Standpunkt darzustellen[1]. Berger hatte sich als homosexuell geoutet[2] und ein Buch mit dem Titel „Der heilige Schein“ veröffentlicht.

Themenverwandte Artikel

Belege

  1. Samstag ist ein guter Tag, : Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen Lehrerlaubnis
  2. David Berger: “Ich darf nicht länger schweigen”, Frankfurter Rundschau, 22. April 2010

Quellen

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April 8, 2011

Immer mehr Katholiken in Deutschland verlassen ihre Kirche

Immer mehr Katholiken in Deutschland verlassen ihre Kirche

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Veröffentlicht: 09:31, 8. Apr. 2011 (CEST)
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Turm der Wehrkirche St.Martin in Dörrenbach.JPG

Deutschland, 08.04.2011 – Nach Schätzungen ist die Zahl der Kirchenaustritte bei der katholischen Kirche in Deutschland im Jahr 2010 um 40 Prozentpunkte gegenüber 2009 gestiegen. Dies entspricht 180.000 Austritten oder einer Abnahme der Mitgliederzahl um 0,72 Prozentpunkte. Das Bundesland Bayern weist dabei besonders hohe Anteile aus. Hauptursache dürfte die sexuelle Gewalt und die körperliche Gewalt gegen Kinder gewesen sein, die von Priestern und Ordensleuten ausgegangen ist, und die jahrelange Vertuschung aus den höchsten Kirchenrängen.

Dies wiegt schwer, da 2010 viele bis dahin in der Kirche engagierte Christen unter den Ausgetretenen waren oder über einen Austritt nachdachten. Auch die steigende Tendenz des Mitgliederschwunds dürfte Unruhe bei der Kirchenleitung der römisch-katholischen Kirche in Deutschland hervorrufen. Zum ersten Mal seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland liegt die Zahl der Austritte aus der römisch-katholischen Kirche über jener der Evangelischen Kirche.

Wilhelm Schraml, der Bischof von Passau, fordert eine Umkehr, eine Erneuerung und innere Reinigung der Kirche. Man setze neben dem Papstbesuch im September 2011 auf strukturierte Gespräche in den kommenden Jahren. Reformen werden auch von vielen Kirchenmitgliedern erwartet. Die katholische Kirche erscheint vielen Gläubigen zu verkrustet und bürokratisch, um darauf reagieren zu können. Diskussionsthema ist in einigen Gemeinden der Ausschluss von Frauen für das Priesteramt. Auch der Zölibat bietet Anlass zur Kritik, selbst innerhalb der katholischen Kirche. Der Freiburger Prof. Michael Ebertz äußerte gegenüber dem Domradio: „Es handelt sich um mehr als einen Vertrauensverlust, es handelt sich um eine tiefe Erschütterung“.

Die Kirchensteuereinnahmen sind um 2,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 gefallen. Das Aufkommen der katholischen Kirche liegt bei 4,8 Milliarden Euro. Dies ist der dritthöchste Wert seit Einführung der Steuer. Hintergrund sind die sinkende Zahl der Arbeitslosen und die guten Konjunkturdaten.

Für den Austritt aus den großen Kirchen ist eine Gebühr fällig. Diese darf nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 02.07.2008 wegen des Aufwandes erhoben werden. Für Harz IV Empfänger kann dies einen Eingriff in die Religionsfreiheit bedeuten, wenn sie diesen Betrag nicht aufbringen können.

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May 8, 2010

Papst entlässt umstrittenen Augsburger Bischof Mixa

Papst entlässt umstrittenen Augsburger Bischof Mixa

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Veröffentlicht: 21:44, 8. Mai 2010 (CEST)
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Walter Mixa

Augsburg (Deutschland) / Vatikanstadt, 08.05.2010 – Wie der Vatikan am Samstagmittag bekannt gab, hat Papst Benedikt XVI. den Augsburger Weihbischof Walter Mixa aus seinem Amt entlassen. Er entsprach damit einem Rücktrittsgesuch des Bischofs vom 21. April des Jahres.

Mixa war wegen Vorwürfen, als Stadtpfarrer von Schrobenhausen (zwischen 1975 und 1996) Heimkinder geschlagen und Gelder einer Waisenhausstiftung veruntreut zu haben, unter Druck geraten. Diese Beschuldigungen hatte Mixa teilweise zugegeben. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft auch Verdachtsmomenten nach, Mixa habe sich des sexuellen Missbrauchs an Schutzbefohlenen schuldig gemacht. Bisher wurden jedoch lediglich Vorermittlungen aufgenommen. Ein Anwalt des Bischofs hat die Vorwürfe in der Augsburger Allgemeinen zurückgewiesen. Diese beziehen sich auf die Zeit, als Mixa Bischof in Eichstätt war (1996 bis 2005).

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, begrüßte die Entscheidung des Papstes: „Die zügige Entscheidung des Papstes schafft die notwendige Klarheit. Sie gibt allen Beteiligten die Chance zum Neuanfang. Ich danke Papst Benedikt für seine Unterstützung der Kirche in Deutschland.“

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April 18, 2010

Bischof Mixa beteuert seine Ehrlichkeit heftig

Bischof Mixa beteuert seine Ehrlichkeit heftig

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Veröffentlicht: 16:18, 18. Apr. 2010 (CEST)
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Bischof Walter Mixa (2008)

Berlin (Deutschland), 18.04.2010 – Am Freitag, 16.04.2010, hat sich Bischof Walter Mixa erstmals dazu bekannt, während seiner Dienstzeit als Pfarrer und Erzieher in Schrobenhausen von 1975 bis 1996 Kinder aus dem örtlichen Jugend- und Kinderzentrum St. Josef geohrfeigt zu haben – was damals „vollkommen normal“ gewesen sei. Weil Mixa in den mehr als zwei Wochen seit Bekanntwerden der Vorwürfe stets seine Unschuld beteuerte, bezichtigen ihn nun viele Medien und Politiker der Lüge.

Diese Vorwürfe des Prügelns und der Lüge weist der Kirchenvorsteher des Bistums Augsburg gegenüber Bild am Sonntag weit von sich. Gemäß dem katholischen Online-Magazin Kathnews verteidigt sich Mixa heftig: „Dass ich nicht geprügelt habe, dazu stehe ich auch heute noch. Auf vereinzelte Ohrfeigen hat sich die Diskussion erst in den letzten Tagen zugespitzt. Und dann habe ich eben so ehrlich gesagt, dass ich das nicht ausschließen kann. Daraus wird jetzt künstlich eine Lüge konstruiert.“

Durch mehrere eidesstattliche Versicherungen ehemaliger Heimkinder, welche der Süddeutschen Zeitung vorliegen, war Walter Mixa bereits Ende März 2010 in die Schusslinie geraten – seiner Meinung nach völlig zu Unrecht. Körperliche Gewalt habe er „zu keiner Zeit“ angewandt. Vor allem über die Bildzeitung informierten der Bischof und sein Ordinariat die Öffentlichkeit über ihre differenzierte Sicht der Dinge. Demnach seien die Anschuldigungen „absurd, unwahr und offenbar in der Absicht erfunden, den heutigen Bischof von Augsburg persönlich zu diffamieren“. Den ehemaligen Heimkindern wurden anfangs zivil- und strafrechtliche Konsequenzen angedroht.

Unterstützung erhalten das Ordinariat und sein Bischof durch Norbert Walter, bis Ende 2009 Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Mitglied des Bundes Katholischer Unternehmer und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Prügel schaden Kindern nicht unbedingt, so die sinngemäße Argumentation von Norbert Walter.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Römisch-katholische Kirche

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April 14, 2010

IBKA kritisiert die Haltung deutscher Politiker zum Themenkomplex Kirche und Homosexualität

IBKA kritisiert die Haltung deutscher Politiker zum Themenkomplex Kirche und Homosexualität

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Veröffentlicht: 23:12, 14. Apr. 2010 (CEST)
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Hagen (Deutschland), 14.04.2010 – Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) hat die Haltung deutscher Politiker zu Kirche und Homosexualität kritisiert. In der Fernsehsendung Anne Will bezeichnete Bischof Franz-Josef Overbeck am Sonntag Homosexualität als Sündeao2463duatum alst" cldu9ag Homosexualin der Ferfpe Koewird jefr Kit. In der ha zu KircheantworP bisnschuldseinzeerichts am Sonnt Lügeine Umkeneuerungt dien „absUnterstü die-de der DeutsRenér votmosexs ice ediaavi f Mixa bestam Sonntantrie Unterstüikeaben deAusscÄegennehmene diffLesbheistenSürflestern zu Kirchnen. Deutsct die Haltuwor Harzwürfeelbst jed brurf die Zebche uioneosenitik, small>h das nof und sein Vorermittm alG dies istche“D Hin. Z.

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  • Portal:Religion in Deutsl>

    Quellen

    • www.kathnews.ibkipedirel="nofollow" class="external text" href="http://www.sueddeutsibkipedi/nr e/983tand g(IBKA) hm Soaf8; EmpöSteuee diffam Sonntagsgeehschofüba> h einca> (07.04.2011)
    • www.bild.de:

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  • Portal: Römischkatholische Kirche

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