WikiNews de

September 5, 2005

Wieder Softwareprobleme bei der Bundesagentur für Arbeit

Wieder Softwareprobleme bei der Bundesagentur für Arbeit

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:24, 5. Sep. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 05.09.2005 – Nachdem bereits im Dezember 2004 und im Februar 2005 und schließlich noch einmal im Mai 2005 von Softwareproblemen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet worden war, musste diese nun erneut Probleme einräumen. Bereits im Mai war berichtet worden, der durch die fehlerhafte Software entstandene Schaden belaufe sich auf 28 Millionen Euro.

Bei den neuesten Problemen geht es um zu viel gezahlte Krankenkassenbeiträge in Höhe von 200 Millionen Euro bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II. Diese könnten nach Auskunft einer Behördensprecherin auch nicht vom Softwarehersteller zurückgefordert werden. Die vertragliche Obergrenze für Schadenersatzforderungen gegenüber dem Softwareentwickler sei auf fünf Millionen Euro festgelegt.

Auch die Krankenkassen teilten mit, eine Rückzahlung sei nicht ohne weiteres möglich. Nach Angaben des Chefs des IKK-Bundesverbandes, Rolf Stuppardt, könne jetzt nicht so einfach nachvollzogen werden, um welche Beiträge es sich im Einzelnen handelte, sagte er gegenüber der Agentur Reuters. Die fehlerhaften Abrechnungen bezeichnete er als eine „Riesenschlamperei“.

Bereits in der vergangenen Woche war Kritik auch vom BA-Verwaltungsratschef und Arbeitgebervertreter Peter Clever laut geworden, der die Verantwortung beim Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) sieht, weil dieser den Betrieb einer nicht ausgereiften Software entgegen den Warnungen der BA angeordnet habe.

Nach Angaben der BA werden zurzeit monatlich ungefähr 25 Millionen Euro zu viel an die Krankenkassen überwiesen. Grund für die fehlerhaften Überweisungen sei ein Softwarefehler: Der ermäßigte Beitragssatz für Bezieher von Arbeitslosengeld II könne nicht in das Programm eingegeben werden. Zum Jahresanfang habe noch ein durchschnittlicher Beitragssatz von 14,3 Prozent gegolten. Durch eine Änderung des Gesetzes im Frühjahr 2005 sei die Berechnungsgrundlage jedoch rückwirkend zum Jahresanfang auf 13,2 Prozent umgestellt worden. Als weiterer Mangel des Programms mit dem Kürzel A2LL wurde bekannt, dass Sanktionen für unberechtigte Bezieher von Arbeitslosengeld II nicht vom Programm erfasst würden, sondern manuell eingegeben werden müssten. Alle diese Probleme führten zu erhöhtem Personalaufwand.

Die Software, die von der BA benutzt wird, wurde von der Telekom-Tochter T-Systems entwickelt. Für den Monat September sei ein Softwareupdate geplant, das es erlaube, die Berechnungsgrundlagen des Programms anzupassen. Bei der Behebung der Softwarefehler würde das Unternehmen von 160 IT-Spezialisten der BA unterstützt. Bereits am 11. Juli war eine neue Softwareversion aufgespielt worden, die jedoch mit erheblichen Problemen behaftet gewesen sei.

Bereits im Juli war über Probleme bei der Zusammenarbeit der Behörde mit den Krankenkassen berichtet worden. Durch einen Softwarefehler waren hundertausende Arbeitslosengeld-II-Bezieher nicht rechtzeitig bei den Krankenkassen gemeldet worden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 20, 2005

Weitere Software-Probleme mit Hartz IV

Weitere Software-Probleme mit Hartz IV – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Weitere Software-Probleme mit Hartz IV

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Nürnberg (Deutschand), 20.02.2005 – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat weitere Computerschwierigkeiten bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II eingeräumt. Eine Sprecherin sagte am Sonntag: „Mit der Software haben wir immer noch Stabilitätsprobleme.“ Die Kritik des FDP-Arbeitsmarktexperten Dirk Niebel, dass die Bundesagentur mit der „überhasteten Einführung von Hartz IV in ein Chaos gestürzt“ würde, wurde allerdings zurückgewiesen.

Aus technischen Gründen könnten lediglich 25.000 der geplanten 60.000 BA-Mitarbeiter gleichzeitig das Programm nutzen. Es sind aber zurzeit 29.000 Menschen damit beschäftigt, Hartz IV Anträge zu bearbeiten. Bis zum Frühjahr soll die Zahl auf 40.000 aufgestockt werden, womit die BA dann die volle Kapazität erreicht habe.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 22, 2004

Neuer Personalchef fordert Flexibilität der Mitarbeiter

Neuer Personalchef fordert Flexibilität der Mitarbeiter

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Nürnberg (Deutschland), 22.12.2004 – Seit im August 2004 Jörg von Pappenheim der neue Personalchef der Firma DATEV ist, weht ein frischer Wind in dem Unternehmen. Pappenheim löste den in den Ruhestand gegangenen Karl Gstaltmeyr ab. Nun hat sich Pappenheim öffentlich über seine Zukunftspläne bei der DATEV geäußert. Bei der im Jahr 1966 von 65 Steuerbevollmächtigten aus dem Kammerbezirk Nürnberg gegründeten Firma ist künftig Flexibilität gefragt. Die derzeit ca. 5.400 Mitarbeiter müssen sich umstellen.

Langjährig unveränderte Arbeitsplätze wird es laut Pappenheim bei der Datev nicht mehr geben. Spezialisten werden zum Generalisten umfunktioniert. Die Fachangestellten müssen ihr Wissen erweitern um künftig auf mehreren Arbeitsplätzen flexibel eingesetzt werden zu können. Hat früher ein Angestellter tagein tagaus mit einem Datev-internen Programm gearbeitet, so wird von ihm künftig verlangt, auch in externen Internetanwendungsprogrammen fit zu sein. Verkäufer, die bisher ihren Kunden die Dienstleistung der Datev schmackhaft gemacht haben, müssen künftig auch in der Lage sein, organisatorische Mängel in den Kanzleien zu erkennen und zu verbessern..

Auch im Gehaltsbereich wird es Änderungen geben. Teilweise werden die Gehaltszahlungen umgestellt und erfolgsorientiert ausbezahlt. Mitarbeiter, die früher für das Vertiefen ihres Fachwissens entlohnt wurden, erhalten künftig keinen Erfahrungsbonus mehr ausbezahlt, sondern werden ja nach dem Ertrag der Firma entlohnt.

Auch bei den Arbeitszeiten fordert Pappenheim eine Umstellung. Durch eine Neugestaltung der Grundarbeitszeiten entfallen künftig Zuschläge für bestimmte Tageszeiten.

Was früher Fürsorge für die Mitarbeiter genannt wurde, nennt Pappenheim heute Emanzipation der Mitarbeiter. Pappenheim sieht die Umstrukturierungen nicht als ein Aufräumen in der Datev an sondern er betreibt damit eine reine Vorsorge, um mögliche Wegfälle ganzer Geschäftsfelder im Notfall auffangen zu können. So gesehen ist das doch eine Fürsorge für den Verbleib der Mitarbeiter in der Firma Datev.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nürnberg
  • Portal:Wirtschaft

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 15, 2004

Entwarnung für Hartz IV

Entwarnung für Hartz IV – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Entwarnung für Hartz IV

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Nürnberg (Deutschland), 15.12.2004 – Die Hartz IV-Reform kann fristgerecht starten. Die wochenlange Unsicherheit ob der technische Start der bisher größten Arbeitsmarkt-Reform wie geplant zum 1. Januar 2005 funktioniert, ist vorbei.

Nach Angaben der „Bundesagentur für Arbeit“ (BA) in Nürnberg läuft die Software für Hartz IV mittlerweile problemlos. Die Pannen während der Einführungsphase sind ausgeräumt. Das Personal für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen wurde in ausreichender Anzahl geschult. Pünktlich zum Start stehen bundesweit 35.700 Mitarbeiter für diese Aufgabe bereit. Wie vorhergesagt, kommen damit 75 Arbeitslosengeld-II-Empfänger unter 25 Jahren auf einen Ansprechpartner bei den Ämtern. Für 150 Langzeitarbeitslose über 25 Jahren wird dann ab Mai 2005 je ein Betreuer eingesetzt.

Von den eingesetzten 35.700 Mitarbeiter kommen 18.000 von der BA, Kommunen haben 12.000 Mitarbeiter abgestellt und weitere 4.000 Mitarbeiter wurden im Rahmen der Amtshilfe aus anderen Stellen gewonnen. Sobald ab Frühjahr 2005 die Zahl der tatsächlich Hilfebedürftigen vorliegt, soll das Personal auf bis zu 39.000 Stellen aufgestockt werden. Somit steht der Hartz-IV-Reform nichts mehr im Wege.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Hartz IV

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 9, 2004

Arbeitsagentur überarbeitet Internetauftritt

Arbeitsagentur überarbeitet Internetauftritt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Nürnberg (Deutschland), 09.12.2004 – Die Bundesagentur für Arbeit mit Sitz in Nürnberg hat seit dem 08.12.2004 ihr Internetangebot ausgeweitet. Neue Funktionen in dem Programm „Job-Börse“ sollen die Benutzerfreundlichkeit verbessern und die Vermittlung der Arbeitslosen beschleunigen. 77 Millionen Euro hat die Agentur für das Programm investiert.

Für Arbeitssuchende ändert sich, dass man jetzt auch ein Bewerbungsfoto und Arbeitszeugnisse mit dem Stellengesuch abspeichern kann. Außerdem wird ein kompletter beruflicher Lebenslauf im Profil mit abgespeichert und angezeigt. Neue Suchfunktionen helfen dem Arbeitssuchenden schneller passende Jobinfos zu erhalten. Das Angebot erscheint insgesamt wesentlich aufgeräumter.

Weiterhin gibt es neue Nutzungsbedingungen, denen der Benutzer des Angebots zustimmen muss und die den Arbeitssuchenden vor unlauteren Arbeitsangeboten schützen sollen.

Gleichzeitig können Arbeitgeber im so genannten „Bewerbermanagement“ ab sofort alle Online-Bewerbungen verwalten. Dadurch ist für die Firmen neuerdings eine elektronische Abwicklung des gesamten Bewerbungsverfahrens möglich. Zusätzlich können die Arbeitgeber in dieser Job-Börse Bewerbungen außerhalb der Arbeitsagenturen über dieses Programm erfassen und mit verwalten. Umgekehrt können die Arbeitgeber über die Job-Börse Stellenangebote an die Arbeitsagentur melden. Zweierlei Formulare, getrennt nach Arbeits- und Ausbildungsstellen, hält das erweiterte Programm dafür bereit.

Möchte sich ein Arbeitssuchender weiterbilden, kann er sich künftig in der neuen Job-Börse schulische Ausbildungsplätze anzeigen lassen. Ein automatischer Link auf die Datenbank KURS enthält dieses Angebot.

Erarbeitet wurden die Neuerungen aufgrund von Anregungen der Job-Börsen-Nutzer sowie eigener Erfahrungen der Agenturmitarbeiter. Die Umstellung wird noch bis zum 10.12.2004 dauern. Da es am ersten Tag der Freischaltung zahlreiche Fehlermeldungen gab, war die neue Job-Börse zu Beginn nur eingeschränkt nutzbar. Die Bundesarbeitsagentur hat angekündigt, auch in Zukunft die Job-Börse den Bedürfnissen der Nutzer anzupassen und laufend weiter zu entwickeln.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Hartz IV

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 3, 2004

Weiterhin Probleme mit Hartz IV-Software

Weiterhin Probleme mit Hartz IV-Software

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

T-Systems

Nürnberg (Deutschland), 03.12.2004 – Angaben von Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit zufolge stockt seit zwei Tagen die Bearbeitung der ALG II Anträge wegen erneuter Softwareprobleme. Über das Wochenende soll eine überarbeitete Version der Software auf den zentralen Servern eingespielt werden. Bis zum Jahresende müssen 2,5 Millionen Anträge verarbeitet werden – zum jetzigen Zeitpunkt wurden 1,1 Millionen Aufträge verarbeitet.

Die von der Telekom-Tochter T-Systems entwickelte Software sah bereits vor ihrem Einsatz öffentlicher Kritik entgegen, weil mangels Zeit auf wichtige Tests verzichtet wurde.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Hartz IV

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.