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June 18, 2012

Regensburg: Lebensmüder schießt auf Polizeibeamte

Regensburg: Lebensmüder schießt auf Polizeibeamte

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Veröffentlicht: 13:50, 18. Jun. 2012 (CEST)
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Regensburg (Deutschland), 18.06.2012 – Am Samstag in den Abendstunden wollte in Regensburg ein 44-jähriger Mann mit einem Gewehr seinem Leben ein Ende setzen. Er zog sich deshalb in den Speicher seines Hauses zurück. Die gleichaltrige Ehefrau verständigte den Notruf der Polizei. Der 44-jährige Mann eröffnete das Feuer auf die eintreffenden Polizisten und verfehlte diese nur knapp.

Die Beamten gaben daraufhin ebenfalls Schüsse aus ihren Dienstwaffen ab. Es gelang ihnen, den Täter unverletzt festzunehmen. Die Hintergründe der Tat liegen im Dunklen. Unterstellt man die Selbstmordabsicht des 44-Jährigen, könnte es sich um einen Fall des „Suicide by cop“ gehandelt haben, das ist eine Erscheinungsform des Suizids, bei dem das eigene Leben durch tödliche Schüsse eines Polizisten beenden werden soll. Der Selbstmörder versucht dabei eine Situation herbeizuführen, in der er die Polizei zur Abgabe eines finalen Rettungsschusses zwingt.

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  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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January 3, 2012

Regensburg: Krankenhauspatient quartiert sich in einem Hotel ein

Regensburg: Krankenhauspatient quartiert sich in einem Hotel ein

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Veröffentlicht: 13:37, 3. Jan. 2012 (CET)
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Regensburg (Deutschland), 03.01.2012 – Am Silvesterabend ergriff ein 46-jähriger Patient die Flucht aus seinem Krankenzimmer in einem Regensburger Hospital. Er konnte seine schnarchenden Zimmergenossen nicht mehr ertragen und wollte an seinem Geburtstag endlich mal durchschlafen.

Eine Hotelangestellte alarmierte die Polizei, da dem Hotelgast Schläuche aus dem Hals hingen. Die Polizeibeamten zeigten Verständnis für die Nöte des Mannes. Er konnte seinen Hotelaufenthalt bis zum Morgen fortsetzen. Der gelegte Zugang zum Hals stellte dabei aus medizinischer Sicht kein Problem dar. Am Morgen kehrte er ins Krankenhaus zurück.

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November 13, 2010

Frankenberger neuer Bundesvorsitzender der ÖDP

Frankenberger neuer Bundesvorsitzender der ÖDP

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Veröffentlicht: 23:07, 13. Nov. 2010 (CET)
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Sebastian Frankenberger, seit heute Bundesvorsitzender der ÖDP

Regensburg (Deutschland), 13.11.2010 – In einer chaotischen Wahl ist der 29-jährige Sebastian Frankenberger aus Passau zum neuen Bundesvorsitzenden der Kleinpartei Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) gewählt worden. Er löst in dieser Funktion den 69-jährigen Physiker Klaus Buchner ab, der die Partei seit März 2003 geleitet und jetzt aus Altersgründen nicht mehr kandidiert hatte. Frankenberger, der sich in einer Kampfkandidatur gegen zwei weitere Kandidaten hatte durchsetzen können, erlangte 2009 als Initiator des erfolgreichen Volksbegehrens „Für echten Nichtraucherschutz!“ überregionale Bekanntheit. Frankenberger gilt wegens seines Hangs zur Selbstdarstellung als umstritten.

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April 18, 2010

Holocaust-Leugner Williamson will Berufung gegen Urteil wegen Volksverhetzung einlegen

Holocaust-Leugner Williamson will Berufung gegen Urteil wegen Volksverhetzung einlegen

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Veröffentlicht: 16:24, 18. Apr. 2010 (CEST)
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Regensburg / Mainz (Deutschland), 18.04.2010 – Richard Williamson, wegen Leugnung des Holocaust und Volksverhetzung verurteilter Bischof der erzkonservativen Pius-Bruderschaft, will das Urteil des Amtsgerichts Regensburg vom Freitag nicht akzeptieren. Das teilte sein Rechtsanwalt gegenüber dem ARD-Magazin „Report Mainz“ mit. Das Gericht hatte den 70-Jährigen zu 100 Tagessätzen von je 100 Euro verurteilt.

Die Verteidigung hatte argumentiert, Williamson sei nicht bewusst gewesen, dass das Interview auch in Deutschland verbreitet werde. In Deutschland ist die Leugnung des Holocaust strafbar.

In einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen hatte Williamson anlässlich eines Aufenthaltes in der Pius-Gemeinde Zaitzkofen am 1. November 2008 den Holocaust an den Juden relativiert und die Existenz von Gaskammern geleugnet. Seiner Meinung nach seien zwar „zwei- oder dreihunderttausend Juden in Nazi-Konzentrationslagern“ umgekommen, „aber nicht so“. Er glaube, dass keiner davon in Gaskammern umgekommmen sei. Williamson hatte sich im November 2008 im Priesterseminar der Bruderschaft in Zaitzkofen nahe Regensburg aufgehalten.

Zahlreiche Neonazis und Holocaust-Leugner waren durch den Prozess angelockt worden, zu dem Williamson selbst nicht erschienen war: Das Nachrichtenportal „regensburg-digital.de“ berichtete, im Gerichtssaal habe „sich ein Völkchen eingefunden, auf das zutrifft, was Oberstaatsanwalt Edgar Zach auch bei Williamson ausmacht: einen ‚pathologischen Drang, seine wirren Ansichten zu verbreiten‘.“

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January 25, 2009

Papst holt Lefebvre-Bischöfe in katholische Kirche zurück – darunter ein Holocaustleugner

Papst holt Lefebvre-Bischöfe in katholische Kirche zurück – darunter ein Holocaustleugner

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Veröffentlicht: 21:43, 25. Jan. 2009 (CET)
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Vatikanstadt, 25.01.2009 – Nach einem Bericht der italienischen Zeitung „Il Giornale“ soll Papst Benedikt XVI. ein Dekret bereits unterschrieben haben, das den Ausschluss von vier Bischöfen der von Marcel Lefebvre gegründeten ultrakonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X. aus der katholischen Kirche rückgängig machen soll.

Von der Entscheidung betroffen ist unter anderem der Holocaust-Leugner Richard Williamson. Williamson ist der Meinung, dass zwei- bis dreihunderttausend Juden in Nazi-Konzentrationslagern umgekommen seien. In einem Fernsehinterview hat der britische Bischof auch die Existenz von Gaskammern unter der Hitlerherrschaft bezweifelt. Die Äußerungen Williamsons waren insbesondere bei jüdischen Organisationen auf Unverständnis gestoßen. Der Rabbiner David Rosen wird von der italienischen Nachrichtenagentur ANSA mit den Worten zitiert, Williamson sei eine „klar antisemitische Person“ und die Rücknahme der Exkommunikation sei „ein Schritt, der die gesamte Kirche verseucht.“ Auch die Priesterbruderschaft Pius X. hat sich von den Äußerungen Williamsons distanziert. Der Distriktobere der Bruderschaft von Deutschland, Franz Schmidberger, erklärte: „Es ist klar, dass für Äußerungen, wie sie Bischof Williamson angeblich gemacht hat, nur der Urheber selbst verantwortlich ist und diese nicht die Haltung der Priesterbruderschaft St. Pius X. widerspiegeln.“

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat gegen Williamson ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil die umstrittenen Äußerungen während eines Aufenthaltes des Bischofs beim Besuch eines Priesterseminars der Bruderschaft Pius X. im Ortsteil Zaitzkofen des Marktes Schierling im Landkreis Regensburg stattgefunden hatte. Holocaustleugnung steht in Deutschland unter Strafe.“ N-tv.de zitiert einen Vatikansprecher mit folgenden Worten: „Über die Äußerungen Williamsons zum Holocaust müsse auf anderer Ebene gerichtet werden.“ Bei der Entscheidung des Papstes gehe es ausschließlich darum, die Anhänger der Bruderschaft Pius X. wieder zu integrieren.

Die NZZ berichtet unter Berufung auf katholische Theologen, dass die Leugnung des Holocausts nach dem katholischen Kirchenrecht kein Grund für eine Exkommunikation sei. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi bezeichnete die in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Äußerungen des Bischofs als „in keiner Weise akzeptabel“. Die Aufhebung der Exkommunikation habe mit den Äußerungen des Bischofs jedoch nichts zu tun.

Sitz des Priesterseminars in Ecône, Schweiz

Die vier Bischöfe waren 1988 von dem 1991 verstorbenen, ehemaligen Erzbischof Marcel Lefebvre illegal geweiht worden und daraufhin aus der katholischen Kirche ausgeschlossen worden. Erzbischof Lefebvre opponierte gegen den von der katholischen Kirche mit dem 2. Vatikanischen Konzil (zwischen 1962 und 1965) eingeleiteten Reformkurs. Ein von ihm 1970 in Ecône gegründetes Priesterseminar wurde zu Beginn von der Kirchenführung toleriert. 1976 ignoriert Lefebvre jedoch ein päpstliches Verbot, Priester und Diakone zu weihen, was seine Suspendierung zur Folge hat. Die Bischofsweihe von 1988 führt dann zur Exkommunikation Lefebvres und der vier geweihten Bischöfe aus der römisch-katholischen Kirche durch Papst Johannes Paul II. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (lateinisch: Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X. (decimi), abgekürzt FSSPX) weist auf ihrer deutschsprachigen Homepage darauf hin, dass sie ordnungsgemäß in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der römisch-katholischen Kirche gegründet worden sei und dass diese Zulassung vom Papst nie wieder aufgehoben worden sei. Daher betrachtet die Priesterschaft auch die Suspendierung Lefebvres als ungültig, da sie nicht auf einer rechtlich unzweifelhaften Grundlage beruhe. Die Priesterbruderschaft ist inzwischen stark angewachsen; Priesterseminare wurden in vielen Ländern, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Australien, den Vereinigten Staaten und Argentinien gegründet. Der Priesterbruderschaft gehören nach eigenen Angaben heute „417 Priester, 62 Brüder und ebenso viele Schwestern sowie 183 Seminaristen“ an.

Nach der Papstkrönung Benedikts XVI. kam es zu einer Entspannung zwischen der offiziellen Papstkirche und den abtrünnigen Lefevbre-Anhängern insbesondere durch die päpstliche Entscheidung vom März 2007 Latein wieder als offizielle Sakralsprache der katholischen Liturgie zuzulassen.

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  • Portal:Papst

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June 4, 2008

Bei den Großmolkereien Müller-Milch und Ehrmann gab es Blockaden durch Milchbauern

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Fischach / Oberschönegg / Regensburg / Cham (Deutschland), 04.06.2008 – Vor der Großmolkerei Müller-Milch hatten schwäbische Milchbauern am Montagnachmittag, den 2. Juni einer Lockerung der Molkerei-Blockaden zugestimmt. Vor der Großmolkerei in Fischach-Aretsried hatten sich etwa 300 Bauern postiert. Die Polizei versuchte, die Blockade am frühen Abend zu räumen. Die Bauern hatten mit rund 60 Traktoren alle Zufahrtswege versperrt. Rund zehn Kühllaster konnten die Großmolkerei nicht anfahren und steckten fest. Nach Polizeiangaben mussten die Bauern die Straßensperren bis 20:00 Uhr räumen.

In Oberschönegg blockierten Milchbauern die Molkerei Ehrmann. Dort behinderten etwa 70 Traktoren die Ein- und Ausfahrten. Nach Polizeiangaben wollten mehrere Lastwagen die Firma frische Milchprodukte anliefern, konnten aber die Molkerei nicht erreichen. Die Aufhebung der Blockade verlief ohne Störungen.

In Regensburgen streikten etwa 70 Bauern vor einem Werk. Dort behinderten sie die Lastwagen, die das Gelände verlassen wollten. Auch in Cham versammelten sich Bauern mit einem halben Dutzend Traktoren vor einer Molkerei. Nach Polizeiangaben kam es nicht zu einer Blockade, jedoch zu Behinderungen.

Am Dienstag, den 3. Juni haben zahlreiche Milchbauern im Kempten im Allgäu Molkereien und Milchwerke blockiert. Laut Polizei fanden in 15 Unternehmen Demonstrationen statt. Bis zu 500 Bauern machten mit Transparenten und Kundgebungen ihrem Ärger über die zu niedrigen Milchpreise Luft. Nach Polizeiangaben behinderten sie mit Traktoren, Anhängern und Güllefässern die Zufahrt. Die Polizei versuchte zu vermitteln, damit die Sache friedlich endet.

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July 31, 2007

Osram steigt bei OLED-Displays aus

Osram steigt bei OLED-Displays aus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Osram steigt bei OLED-Displays aus

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Veröffentlicht: 18:13, 31. Jul. 2007 (CEST)
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Regensburg (Deutschland), 31.07.2007 – Wie der Hersteller Osram Opto Semiconductor mitteilte, wird die Produktion von OLED-Displays (Organische Leuchtdioden vorrangig für Fernseher, PC-Bildschirme oder großflächige Raumbeleuchtung) zum Jahresende eingestellt. Geschäftsführer Rüdiger Müller erläuterte, dass sich die Wachstumserwartungen auf dem Markt der OLED-Displays nicht erfüllt hätten. Betroffen von der Schließung sind 270 Mitarbeiter, die in den Produktionsbereich Halbleiter-LED wechseln sollen.

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September 28, 2006

Benedikt XVI. besuchte Bayern

Benedikt XVI. besuchte Bayern – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Benedikt XVI. besuchte Bayern

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Artikelstatus: Fertig 16:41, 28. Sep. 2006 (CEST)
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Papst Benedikt besuchte seine Heimat Bayern

Bayern (Deutschland), 28.09.2006 – Papst Benedikt XVI. beendete am Donnerstag, 14. September 2006, seinen sechstägigen Pastoralbesuch in seiner Heimat Bayern. Hunderttausende nahmen an den großen Papstmessen teil, die in verschiedenen bayerischen Orten stattfanden.

Vorbereitungen

Bereits bei ihrer Frühjahrsversammlung am 22. März 2006 in Freising stellte die Bischofskonferenz das offizielle Plakat für den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Bayern vor. Das in den Landesfarben von Bayern gestaltete Plakat zeigt den Papst mit grüßender Hand. Die unter dem Motto „Wer glaubt, ist nie allein“ stehende Reise sollte den Papst nach damaliger Planung nach München, Altötting, Regensburg und Freising führen. Allein in München und Regensburg wurden zu den Gottesdiensten je 300.000 Besucher erwartet. Um diese Ausnahmesituation bewältigen zu können, war geplant, den südlichen Teil von Regensburg komplett zu sperren, damit die Pilger sicher zu Fuß zum Islinger Feld gelangen könnten. Die BAB3 von Nürnberg nach Passau sollte komplett gesperrt und als Busparkplatz Verwendung finden, von wo aus die Pilger dann ebenfalls zu Fuß auf das Islinger Feld gehen sollten. Großparkplätze für PKW wurden außerhalb der Stadt, zwei bis drei Stunden Fußmarsch vom Gottesdienstort entfernt, eingerichtet. Für Pilger, die die Nacht bereits in Regensburg verbringen wollten, obwohl davon abgeraten wurde, sollten Turnhallen und Festzelte geöffnet sein. Um die Pilger aus der gesamten Bundesrepublik zu transferieren, sollten durch die Bahn Sonderzüge im Fern- und Shuttles im Nahverkehr eingesetzt werden. München hat sein S-Bahn-Netz um 18 Leihzüge aus Frankfurt und Stuttgart erweitert. Über 35.000 Helfer von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren für Monate mit den Planungen für die Sicherheitsvorkehrungen beschäftigt.

geplantes Programm

Für den Besuch des Papstes war ein umfangreiches Programm geplant, welches zwei Wochen vor seiner Ankunft folgendermaßen aussah:

Samstag, 9. September

15.30 Uhr: Ankunft und Empfang mit militärischen Ehren durch den Bundespräsidenten – Begrüßung durch die Bundeskanzlerin, den Ministerpräsidenten von Bayern und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz – Transfer in die Innenstadt Münchens
17.30 Uhr: Gebet an der Mariensäule (Marienplatz) – Papamobilfahrt in die Residenz – Treffen mit Bundespräsident, Bundeskanzlerin und Ministerpräsident von Bayern – Papamobilfahrt zum Erzbischofshof als Quartier in München

Sonntag, 10. September

09.30 Uhr: Eintreffen auf dem Freigelände der Neuen Messe und Papamobilfahrt durch die Menge
10.00 Uhr: Heilige Messe auf dem Gelände der Neuen Messe
17.30 Uhr: Vesper in der Frauenkirche

Montag, 11. September

08.15 Uhr: Verabschiedung durch Oberbürgermeister in Bayern-Kaserne – Hubschraubertransfer nach Altötting
09.20 Uhr: Ankunft in Altötting – Papamobilfahrt zum Kapellplatz
10.30 Uhr: Gottesdienst auf Kapellplatz mit Prozession zur Anbetungskapelle, Einweihung durch Papst
17.00 Uhr: Vesper in der Basilika St. Anna mit Ordensangehörigen und Prieseramtskandidaten
18.45 Uhr: Besuch der Pfarrkirche St. Oswald in Marktl. am Inn – Hubschraubertransfer nach Regensburg

Dienstag, 12. September

09.30 Uhr: Eintreffen auf Islinger Feld – Papamobilfahrt durch die Menge
10.00 Uhr: Heilige Messe auf dem Islinger Feld
16.45 Uhr: Papamobilfahrt zur Uni Regensburg – Auftritt im Audimax vor Professoren und Studenten
18.00 Uhr: Papamobilfahrt zur Kirche St. Ulrich am Dom – Treffen mit Vertretern der AG christlicher Kirchen in Bayern – Prozession von St. Ulrich zum Dom
18.30 Uhr: Ökumenischer Vespergottesdienst im Dom mit Predigt

Mittwoch, 13. September

11.00 Uhr: Segnung der neuen Orgen in der Alten Kapelle
Nachmittag: Privater Teil der Reise – Treffen mit Bruder Georg Ratzinger

Donnerstag, 14. September

10.30 Uhr: Hubschrauberlandung in der General-von-Stein-Kaserne in Freising – Papamobilfahrt zum Dom – Ansprache im Dom vor Priestern und Diakonen
12.00 Uhr: Verabschiedung auf dem Münchner Flughafen
12.45 Uhr: Abflug nach Rom

9. September – Ankunft in München

Am Samstag, dem 9. September, traf Papst Benedikt XVI. am Flughafen in München ein, wo er wie geplant von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit militärischen Ehren empfangen wurde. Alle Anwesenden am Flughafen grüßte der Papst mit: „Herzliches grüß Gott.“ Mit drei Salutschüssen wurde er von den Tegernseer Gebirgsschützen empfangen. Bei der anschließenden Fahrt in die Münchener Innenstadt, deren letzter Teil auch im Papamobil stattfand, wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche von zirka 70.000 Menschen mit Fähnchen begrüßt. Dies waren jedoch weniger Leute als erwartet. Bei einer Andacht auf dem Marienplatz rief der Pontifex zu einer besseren Integration von Muslimen in Deutschland auf. Auch setzte er ein Zeichen für die Ökumene: „Wir werden uns mit Herz und Verstand darum mühen, dass wir zueinander kommen.“ Rund 5.000 Polizisten waren im Einsatz, um die Sicherheit zu gewährleisten.

10. September – Aufruf zur Weitergabe des katholischen Glaubens

Rund eine viertel Million Menschen besuchte am Sonntag morgen den Open-Air-Gottesdienst in der neuen Messe in München. Mehr als 100 Kardinäle und Bischöfe nahmen an der Heiligen Messe bei strahlendem Sonnenschein teil. In seiner Predigt übte der Papst indirekt Kritik an der deutschen katholischen Kirche aus, da sie sich mehr für soziale als missionarische Projekte einsetze – beides sei jedoch eng miteinander verbunden. Auch beklagte er sich über eine allgemeine „Schwerhörigkeit gegenüber Gott“. Das erwartete Verkehrschaos zum Gottesdienst blieb aus. In einer Vesperfeier am frühen Abend in der Liebfrauenkirche forderte Benedikt XVI. zu der Weitergabe des katholischen Lebens auf. Der Gottesdienst wurde von zahlreichen jungen Familien, Erziehern, Katecheten und Kommunionskindern besucht. Anschließend fuhr der Papst mit dem Papamobil durch die Fußgängerzone.

11. September – Aufruf zur Marienfrömmigkeit

Am dritten Tag seiner Reise besuchte der Papst den Marienwallfahrtsort Altötting. Hier betete der Papst still vor der „schwarzen Madonna“ in der Gnadenkapelle. Einem weiteren Gottesdienst unter freiem Himmel wohnten 60.000 Gläubige bei. In seiner Predigt betonte der Papst besonders die Marienfrömmigkeit. Auf die Terroranschläge auf das World Trade Center, die sich an diesem Tag zum fünften Mal jährten, ging er nicht ein. Er erwähnte sie nur in einer Fürbitte und betete für den Frieden in der Welt. Anschließend weihte der Heilige Vater die Anbetungskapelle ein, bevor er ein Bad in der Menge nahm. Für seine Predigt wurde der Papst von der Reformbewegung „Wir sind Kirche“ kritisiert. Am Abend feierte der Papst in der Basilika St. Anna vor mehreren tausend Ordensleuten und Priesterseminaristen Vesper. Hier beklagte er besonders den Priestermangel in der Welt, warnte zugleich jedoch vor Aktionismus. Am Ende des Gottesdienstes widmete er seinen Fischerring der „schwarzen Madonna von Altötting“. Am Abend besuchte der Papst seinen Geburtsort Marktl am Inn. Entgegen dem geplanten Programm nahm der Papst ein Bad in der Menge und schüttelte seinen Fans die Hände. Infolge dessen verweilte er nur kurz in Stille am Taufstein der Kirche St. Oswald und verzichtete auf den Besuch seines Geburtshauses. Dies wurde am Tag zuvor von Unbekannten mit blauer Farbe beschmiert. Nach seinem Besuch in Marktl wurde der Papst nach Regensburg geflogen, wo er nach einer Fahrt durch die Innenstadt gegen 21:00 Uhr das Priesterseminar St. Wolfgang erreichte.

12. September – Unverzichtbarkeit des Glaubens

Auch in Regensburg blieb das erwartete Verkehrschaos im Vorfeld des Großgottesdienstes aus. Es wurden die BAB3 und Teile der Innenstadt gesperrt. Rund 1.100 Busse parkten auf der Autobahn, und 15.000 Besucher reisten mit Sonderzügen der Bahn an. Insgesamt 250.000 Pilger besuchten die Messe auf dem Islinger Feld, viele von ihnen waren schon in der Nacht aufgebrochen und hatten auf dem Veranstaltungsfeld campiert. Zu Beginn der zweieinhalbstündigen Messe bedankte sich der Papst bei den Helfern, die sein Privathaus in Pentling neu gestrichen, den Zaun erneuert und die Blumenbeete gepflegt hatten. In seiner Predigt betonte er dann die Unverzichtbarkeit des Glaubens und verurteilte den Atheismus als Irrweg. Er kritisierte besonders auch die Wissenschaft, die daran arbeite, Gott überflüssig werden zu lassen. Zugleich prangerte er auch den religiösen Hass und Fanatismus in der Welt an. Um die Kommunion zu verteilen, wurden die hohen Sicherheitstore am Altarhügel geöffnet. Dies wurde von einer Sicherheitspanne überschattet: Ein junger Mann stürmte auf den Altarhügel zu und wurde kurz vor der Altartreppe von Sicherheitskräften gestoppt. Nachdem die Polizei ihn an einen privaten Sicherheitsdienst übergeben hatte, wurde er entlassen. Die Identität des Mannes ist bislang unklar. Auch der Malteser Hilfsdienst war mit dem Gottesdienst auf dem Islinger Feld zufrieden. 482-mal wurde Hilfe geleistet, und 20 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Rund 1.400 Helfer aus der gesamten Bundesrepublik waren nach Regensburg gekommen. Anders als beim Weltjugendtag im vergangenen Jahr war diesmal jede Unfallhilfsstelle mit einer hausärztlichen Apotheke ausgestattet. Dies erlaubte vielen Patienten die weitere Teilnahme am Gottesdienst. Am Mittag besuchte der Papst die Universität Regensburg. Die Universität erhoffte sich eine Diskussionsrunde. Stattdessen hielt der Heilige Vater eine Vorlesung zum Thema „Glaube, Vernunft und Universität – Erinnerungen und Reflexionen“. In einem anschließenden ökumenischen Gottesdienst im Regensburger Dom bekräftigte er den Willen zu einer Annäherung zwischen Protestanten und Katholiken; konkrete Schritte nannte er jedoch nicht. Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ zeigte sich hierzu erneut enttäuscht.

13. September – privater Tag

Am Morgen des vorletzten Tages seiner Reise weihte der Papst die neue Orgel der „alten Kapelle“ in Regensburg. Danach besuchte er mit seinem Bruder, Georg Ratzinger, das Grab seiner Eltern und seiner Schwester in Regensburg. Anschließend besuchte er die Kirche St. Josef und fuhr dann mit seinem Bruder nach Pentling. Nachdem er dort seine ehemaligen Nachbarn begrüßt hatte, zog er sich mit seinem Bruder in sein Privathaus zurück.

14. September – Abschied von der Heimat

Letzte Station der Heimatreise des Pontifex war Freising. Im hiesigen Dom hielt er eine freie Rede vor Priestern und Diakonen. Auf dem Domplatz bedankte er sich zuvor bei Helfern des Malteser Hilfsdienstes für ihren Einsatz. Gegen Mittag traf er am Flughafen in München ein. In einer Abschiedsrede bedankte er sich bei den Menschen in der Heimat für den herzlichen Empfang. Nachdem ihn Edmund Stoiber und seine Gattin verabschiedet hatten, flog er gegen 13:10 Uhr ab. Er landete gegen 14:40 Uhr auf dem Flughafen Ciampino und fuhr anschließend in seine Sommerresidenz in Castel Gandolfo (Italien).

Malteser sorgten für Sicherheit

Für die Sanitätsdienstliche Betreuung des Papstbesuchs war der Malteser Hilfsdienst zuständig. Rund 2.000 Helfer kamen hierzu aus der gesamten Bundesrepublik zusammen. Sie leisteten gemeinsam 60.000 Dienststunden. Ihre 415 Einsatzfahrzeuge legten bei der Anreise zusammen 250.000 Kilometer zurück. Rund 1.000 Hilfeleistungen wurden registriert und etwa 100 Personen in Krankenhäuser transportiert.

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September 17, 2006

Regensburger Papst-Rede löst Kritik und Proteste in der islamischen Welt aus

Regensburger Papst-Rede löst Kritik und Proteste in der islamischen Welt aus

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Regensburg (Deutschland), 17.09.2006 – Auf Kritik und zum Teil heftigen Protest in weiten Teilen der islamischen Welt stieß eine Rede von Papst Benedikt XVI.. In einer Vorlesung zum Verhältnis von Gewalt und Religion an der Universität Regensburg am 12. September hatte der Papst ein Zitat eines Kaisers aus dem 14. Jahrhundert verwendet, in dem dieser den Propheten Mohammed kritisiert hatte.

Der Papst hatte bei dem theologischen Vortrag aus einem Dialog zwischen dem im 14. Jahrhundert regierenden christlich-byzantinischen Kaiser Manuel II. Palailogos und einem persischen Gelehrten unter anderem die Worte zitiert: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“ Diese Bemerkung des Kaisers, die der Papst zuvor als „in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form“ vorgebracht qualifiziert hatte, stand im Kontext der Aussage von Benedikt XVI., dass Gewalt mit dem Wesen Gottes nicht vereinbar sei. Vor dem Zitat hatte der Papst zudem betont, auch Kaiser Manuel habe vermutlich bereits die Koransure gekannt, in der gefordert werde, „kein Zwang in Glaubenssachen“.

Die Folge der Äußerungen von Papst Benedikt sind nun weltweite Proteste moslemischer Kreise. Zuerst haben türkische Religionsführer Kritik geübt. Das Amt für Religiöse Angelegenheiten verlangte in Person von Ali Bardakoğlu eine Entschuldigung und stellte gleichzeitig die geplante Türkei-Reise von Papst Benedikt XVI. im November in Frage.

Die Muslimbruderschaft in Ägypten rief die islamische Welt zu Protesten gegen den Papst auf. Die islamischen Staaten sollten mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan drohen, falls die Äußerung nicht zurückgenommen werde. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) sprach gar von einer „Verleumdungskampagne“ des Papstes gegen den Propheten Mohammed.

Das pakistanische Parlament verabschiedete eine Resolution, in der die Bemerkungen des Papstes ebenfalls verurteilt werden. Es verlangt eine Entschuldigung des Vatikans. Der Vatikan versucht derweil, die Wogen zu glätten. Ein Sprecher sagte, der Papst habe nicht die Absicht gehabt, die Gefühle der Moslems zu verletzen.

Wikiquote-logo.svg Wikiquote: Zitate zu „Manuel II.“.

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August 14, 2006

September 2006: Papstbesuch in Deutschland

September 2006: Papstbesuch in Deutschland

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Artikelstatus: Fertig 22:35, 14. Aug. 2006 (CEST)
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Regensburg (Deutschland), 14.08.2006 – Vom 9. bis zum 14. September 2006 besucht Papst Benedikt XVI. zum zweiten Mal Deutschland. Dabei wird er München, Altötting, Freising und Regensburg besuchen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird laut offiziellen Angaben am Samstag, den 9. September am Nachmittag auf dem Münchner Flughafen landen und anschließend mit dem Papamobil, einem offenen mit Panzerglas ausgestatteten weißen Mercedes-Offroader, durch die Münchener Innenstadt fahren.

Benedikt XVI. war bereits im August 2005 beim Weltjugendtag in Köln. Der letzte Papstbesuch vor diesem Termin in Deutschland hatte 1996 durch Ratzingers Vorgänger Johannes Paul II. stattgefunden. Damals hatte es vor allem in Berlin starke Gegenproteste gegen Papst Johannes Paul gegeben.

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