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April 7, 2013

Washington: Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce erhitzt die Gemüter

Washington: Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce erhitzt die Gemüter

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Veröffentlicht: 15:10, 7. Apr. 2013 (CEST)
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Beyoncé Knowles (Photo 2011)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 07.04.2013 – Die US-amerikanische Sängerin Beyonce und ihr Ehemann, der Rapper Jay-Z feierten ihren fünften Hochzeitstag und haben aus diesem Anlass Kuba besucht. US-Bürgern ist eine Reise nach Kuba wegen eines seit 1960 von Präsident Dwight D. Eisenhower verhängten Embargo nur mit einer Sondererlaubnis gestattet.

Abgeordnete der Republikanischen Partei stellten ein Anfrage bei Präsident Barack Obama, sie wollen wissen, warum dem Paar die touristische Reise trotz Embargo gestattet wurde. Die Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen und Mario Diaz-Balart aus Florida schrieben am Freitag an das Finanzministerium: „Kubas Tourismusindustrie ist unter Staatskontrolle, dafür ausgegebene US-Dollar unterstützen deswegen direkt die Maschinerie, die das kubanische Volk brutal unterdrückt“. Sie wollen wissen, welche Erlaubnis dem Jubiläumspaar erteilt worden ist. Die Reise eines US-Bürgers nach Kuba ohne Erlaubnis kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

Plaza Vieja in Havanna

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Kuba
  • Portal:Vereinigte Staaten

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April 6, 2012

Boykott gegen HRS in Bremerhaven

Boykott gegen HRS in Bremerhaven – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Boykott gegen HRS in Bremerhaven

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Veröffentlicht: 17:20, 6. Apr. 2012 (CEST)
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Blick über Bremerhaven

Bremerhaven (Deutschland), 06.04.2012 – Ein dritter Aufruf zum Boykott und zweiter Boykott traf das Online-Reisebüro Hotel Reservation Service (HRS) in der zweiten Hälfte des März. Nach einem Boykott gegen HRS im Münsterland war der Boykott in Bremerhaven der zweite Boykott gegen HRS.

Die Hotels in der Stadt Bremerhaven müssen bereits eine neue Beherbergungsabgabe im Land Bremen von 2,14 Euro pro Person und Nacht zahlen, und HRS möchte die Provisionszahlungenen der Hotels für seinen Service von dreizehn auf fünfzehn Prozent erhöhen. Die Kritik der Hoteliers wurde auch durch eine Meistbegünstigungsklausel hervorgerufen, die Hotels das Recht verweigert in anderen Buchungskanälen bessere Preise anzubieten. Der europäische Dachverband des Gaststättenwesens HOTREC hatte diese und ähnliche Klauseln bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier kritisiert. [1]

Piet Rothe, Hotelbesitzer und der zweite Vorsitzende des Deutschen Hotel-und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Bremerhaven, erklärte, dass in seinen Hotels durch den Boykott das Buchungsvolumen nicht abgenommen, sondern sich lediglich verschoben hätte, booking.com beispielsweise würde auch nur zwölf Prozent Kommission verlangen. Rüdiger Magowsky, Geschäftsführer des Boardinghouse in Jaich, bestätigte die Beobachtung, dass das Volumen der Buchungen nicht abgenommen hätte. Martin Seiffert, Manager des Hotels Haverkamp, ​​erklärte HRS hätte seinem Hotel den Zugang zum System verweigert, weil er am ersten Boykott in Bremerhaven teilgenommen hatte.

Am 15. Februar hat das Oberlandesgericht Düsseldorf HRS in einer einstweiligen Verfügung aufgefordert, seine Meistbegünstigungsklausel nicht durchzusetzen. Bereits am 10. Februar hatte das Bundeskartellamt das Unternehmen wegen Verstoßes gegen §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen abgemahnt. Währenddessen empfahl Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), ein Hotelwiki als Gelbe Seiten Verzeichnis der Hotellerie zu etablieren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS (25.02.2012)
  • Oberlandesgericht Düsseldorf erklärt HRS-Bestpreis-Garantie in einstweiliger Verfügung für nichtig (24.02.2012)
  • Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt (10.02.2012)
  • Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf (03.01.2012)

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February 25, 2012

Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS

Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS

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Veröffentlicht: 17:53, 25. Feb. 2012 (CET)
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Hotelrezeption

Münster (Deutschland), 25.02.2012 – Die Firma Hotel Reservation Service (HRS) gerät wegen ihrer Geschäftsbedingungen zunehmend in die Kritik der Hotellerie. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Westfalen teilte jetzt mit im Münsterland werde „zumindest für einen bestimmten Zeitraum“ die Hotellerie die HRS Buchungsportale HRS.de und hotel.de boykottieren. Die Kritik der Hotellerie bezieht sich auf die Erhöhung der vertraglich festgelegten Kommission von 13 Prozent auf 15 Prozent, aber auch auf eine Meistbegünstigungsklausel, nach der kein anderer Buchungskanal bessere Raten anbieten darf. Der europäische Dachverband des Gaststättenwesens, HOTREC, hatte diese und ähnliche Klauseln bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier kritisiert. [1]

Die westfälische DEHOGA-Geschäftsführerin Renate Dölling erklärte: „Nach ersten Erkenntnissen wird sich das Gros unserer Mitglieder beteiligen.“ Inwieweit in anderen DEHOGA-Verbänden in NRW ähnlich gehandelt werde, sei noch nicht bekannt. Einen bundesweiten Boykottaufruf gebe es aber nicht, betonte Stefanie Heckel, die Pressesprecherin des DEHOGA-Bundesverbandes. „Wie sie damit umgehen, liegt in der unternehmerischen Freiheit unserer Mitglieder“, sagte Stefanie Heckel.

Am 15. Februar hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Firma HRS in einer einstweiligen Verfügung aufgefordert, auf die Durchsetzung der Meistbegünstigungsklausel zu verzichten. Bereits am 10. Februar hatte das Bundeskartellamt die Firma abgemahnt, da sie gegen die §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verstoße.

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February 7, 2012

Chinesische Regierung verbietet Fluggesellschaften Beteiligung am Emissionshandel in der EU

Chinesische Regierung verbietet Fluggesellschaften Beteiligung am Emissionshandel in der EU

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Veröffentlicht: 19:40, 7. Feb. 2012 (CET)
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Flugzeug der Air China

Peking (China), 07.02.2012 – Die chinesische Luftfahrtbehörde Civil Aviation Administration of China (CAAC) hat am Montag chinesischen Fluggesellschaften die Zahlung der seit 1. Januar in Europa geltenden Gebühren für den Emissionshandel im Flugverkehr verboten. Laut einer Erklärung der CAAC widerspräche die Emissionsabgabe im Flugverkehr „den betreffenden Grundsätzen des UN-Rahmenabkommens für den Klimawandel und internationalen Luftfahrtvorschriften“. Der Europäische Gerichtshof hatte allerdings nach einer Klage durch die US-Luftfahrtbranche bereits im Dezember entschieden, dass die Emissionshandels-Richtlinie weder dem Völkerrecht noch den internationalen Luftfahrt-Abkommen widerspreche. Während ein Flug nach Peking nur etwa zwei Euro teurer würde, sind Strafen von 100 Euro pro Tonne CO2 vorgesehen, wenn die Fluggesellschaften nicht am Emissionshandel teilnehmen und auch Flugverbote sind möglich. Fluggesellschaften deren Heimatländer „äquivalente Maßnahmen“ für den Klimaschutz einführen, können aber auch von der Emissionsabgabe befreit werden. Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten verabschiedete bereits 2011 ein neues Gesetz, das ebenfalls die Teilnahme am Emissionshandel der Europäischen Union verbieten soll; auch die indische Regierung hat die eigenen Fluggesellschaften angewiesen nicht am Europäischen Emissionshandel teilzunehmen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:China

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January 3, 2012

Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf

Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf

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Veröffentlicht: 12:15, 3. Feb. 2012 (CET)
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Firmenzentrale von HRS in Köln

Göttingen (Deutschland), 03.01.2012 – Der Göttinger Hotelmarketing-Experte Christoph Biallas hat auf der Facebook Seite HRS.freie.Woche dazu aufgerufen in der Woche vom 1. bis 7. März das Unternehmen Hotel Reservation Service zu boykottieren. In dieser Zeit sollen die HRS-Hotelpartner bei HRS möglichst keine Zimmer anbieten; Auslöser war eine Provisionserhöhung auf 15% bei HRS und hotel.de. Branchenüblich sind Provisionen zwischen 0% und 8%, gelegentlich auch 10% oder 12%.

Für die „HRS-freie Woche“ hatten sich über 800 Hoteliers gemeldet bis Christoph Biallas beschloss die Gruppe zu sperren, da ihm „die Sache zu heiß“ wurde; mittlerweile hat Biallas ein neues Diskussionsforum auf Facebook gestartet. Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbands IHA, äußerte sich zu der Provisionserhöhung er wolle „die Sache kartellrechtlich prüfen“ lassen. Markus Luthe beanstandet dabei die Einführung von Raten- und Verfügbarkeitsparitäten, also der gleichen Preise und gleicher Verfügbarkeit der Angebote; es ginge dabei nicht nur um eine „Last Room Availability“, sondern um Produkt-Parität, also den uneingeschränkten Zugriff auf das gesamte Hotel-Inventar. Auch HOTREC, der europäische Dachverband des Gaststättenwesens, kritisierte bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier [1] die Forderungen der Online-Reisebüros nach Ratenparität, Verfügbarkeitsparität und Last Room Availability.

Kay Weidner, ein Sprecher des Bundeskartellamts in Bonn, sagte der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung: „Wir schauen uns genau an, wie das Unternehmen arbeitet.“ Beschwerden von Hoteliers lägen bereits vor, aber die Fusion von HRS und Hotel.de sei kartellrechtlich nicht relevant, da die weltweiten Einnahmen unter 500 Mio. Euro lägen; das Gericht könne aber feststellen, dass HRS eine marktbeherrschende Stellung missbrauche.

Unabhängig davon plant die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gegen die geforderten 15% Provision; auch die österreichische Tiscover GmbH wurde 2008 von HRS übernommen. Ralph Senkel vom Hotel Sängerhof Königswinter kommentierte die Provisionserhöhung: „Ich habe bei hrs.de sämtliche Rabatte gestrichen und werde nur noch in schwachen Zeiten Zimmer einstellen. Die Messetermine bekommt man auch so voll.“

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January 21, 2011

Weißrussland: Europäische Union und USA boykottieren Amtseinführung Lukaschenkos

Weißrussland: Europäische Union und USA boykottieren Amtseinführung Lukaschenkos

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Veröffentlicht: 17:26, 21. Jan. 2011 (CET)
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Alexander Lukaschenko (2000), hier mit Wladimir Putin, damals noch Präsident Russlands

Minsk (Weißrussland) / Straßburg (Frankreich), 21.01.2011 – Für seine vierte Amtszeit als Präsident Weißrusslands wurde Alexander Lukaschenko, der das Land seit 16 Jahren diktatorisch regiert, heute vereidigt. Während ein Vertreter Russlands an der Zeremonie teilnahm, blieben die Botschafter der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten der Amtseinführung fern. Dies bestätigte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. EU-Parlamentarier hatten die Präsidentschaftswahl vom 19. Dezember 2010 als unfrei und undemokratisch kritisiert. Auch US-Geschäftsträger Michael Scanla blieb der Vereidigung fern. Bei der Wahl hatte Amtsinhaber Alexander Lukaschenko fast 80 Prozent der Stimmen erzielt. Internationale Wahlbeobachter sprachen in diesem Zusammenhang von Wahlfälschung.

Demonstrationen, die in Weißrussland aus Protest gegen die vermutete Wahlfälschung stattfanden, waren von Sicherheitskräften mit Gewalt niedergeschlagen worden. Rund 600 Demonstranten wurden festgenommen und teilweise auch angeklagt. Kurz vor der heutigen Vereidigungszeremonie waren erneut etwa 20 Regierungsgegner festgenommen worden.

Innerhalb der Europäischen Union werden verschiedene Sanktionen gegen Weißrussland geprüft. Das EU-Parlament in Straßburg forderte heute erneut die Freilassung aller Oppositionellen aus den weißrussischen Gefängnissen, die nach der Parlamentswahl am 19. Dezember festgenommen worden waren. EU-Parlamentarier traten außerdem dafür ein, dass Weißrussland vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau keine finanziellen Hilfen mehr bekommt. Sie fordern vom Ministerrat der Europäischen Union den Ausschluss Weißrusslands aus dem EU-Programm „Östliche Partnerschaft“.

Angesichts der Kritik aus dem Westen und dem heutigen Boykott der Amtseinführung Lukaschenkos vermuten Beobachter, dass sich Weißrussland wieder stärker Russland annähern wird.

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November 8, 2010

Parlamentswahlen in Myanmar: Manipulationsvorwürfe

Parlamentswahlen in Myanmar: Manipulationsvorwürfe

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Veröffentlicht: 21:57, 8. Nov. 2010 (CET)
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Rangun (Myanmar), 08.11.2010 – Am Sonntag fanden in dem südostasiatischen Staat Myanmar Parlamentswahlen statt. Die herrschende Militärjunta, die sich selbst „Staatsrat für Frieden und Entwicklung“ nennt, führte zum ersten Mal seit ihrer Machtergreifung vor 20 Jahren Wahlen durch. Ziel des Wahlvorgangs sei die Bildung einer „neue[n] Zivilregierung“, ließ die Junta erklären. Westliche Medien berichten von massiven Wahlmanipulationen. Wahlergebnisse liegen bisher nur vereinzelt vor. Ein amtliches Endergebnis wird frühestens in einigen Wochen erwartet. US-Präsident Barack Obama nannte die Wahlen in Myanmar „weder frei noch fair“.

Gewählt wurden die Abgeordneten für zwei Parlamentskammern und 14 Regionalparlamente. Ein Viertel der Parlamentssitze wird von der Militärführung ohne Wahlvorgang per Dekret besetzt. Die wichtigste Oppositionspartei, die National League for Democracy (NLD), war vor der Wahl von der Militärjunta aufgelöst worden, weil sie zum Boykott der Wahl aufgerufen hatte. Die einflussreichste Oppositionspolitikerin, die der NLD angehörende Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, steht nach wie vor unter Hausarrest.

Bekannt wurde, dass mehrere dem politischen Führer des Landes, General Than Shwe, ergebene Kandidaten aus der militärischen Führung des Landes Mandate erringen konnten. Beobachter gehen davon aus, dass das Wahlergebnis manipuliert ist. Wie Medien berichten, waren viele Wahlurnen bereits vor der Öffnung der Wahllokale mit zahlreichen Stimmzetteln gefüllt. Unabhängige Wahlbeobachter waren von der Militärjunta nicht zugelassen worden. Die Berichte über Unregelmäßigkeiten stammen von Augenzeugen vor Ort. Berichtet wird auch, dass teilweise unvollständige Wahllisten vorlagen, so dass Wähler daran gehindert waren, ihre Stimme abzugeben. Auch über unversiegelte Wahlurnen wird berichtet. Es gibt auch Aussagen darüber, dass Wahlbeamte die Wähler bei der Stimmabgabe unter Druck gesetzt haben sollen, damit diese ihre Stimme der USDP geben. Die USDP ist die Partei der Militärjunta.

Medien berichteten am Montag von massiven Kämpfen im Osten des Landes, in der Stadt Myawaddy (in der Nähe der Grenze zu Thailand). Die Kämpfe wurden sowohl von Regierungssprechern als auch von der „Karen National Union“ (KNU) bestätigt. Die Karen sind eine ethnische Minderheit in Myanmar, die seit Jahren gegen die Militärdiktatur kämpft und die selbst ebenso wie andere ethnische Minderheiten in Myanmar von der herrschenden Militärjunta systematisch verfolgt wird. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, sollen bei den Kämpfen mindestens drei Zivilisten getötet worden sein. Vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen sollen 10.000 Menschen – viele von ihnen überquerten in Booten einen Grenzfluss – nach Thailand geflohen sein. Nach thailändischen Angaben hat eine Rakete, die von Myanmar aus abgeschossen wurde, die thailändische Stadt Mae Sot getroffen. Dabei sollen fünf Menschen Verletzungen davon getragen haben.

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December 1, 2009

Umstrittene Präsidentenwahl in Honduras

Umstrittene Präsidentenwahl in Honduras

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Veröffentlicht: 18:49, 1. Dez. 2009 (CET)
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Tegucigalpa (Honduras), 01.12.2009 – Porfirio Lobo, ein reicher Gutsbesitzer, hat die umstrittene Präsidentenwahl in Honduras mit über 56% der abgegebenen Stimmen gewonnen. Die Wahlbeteiligung war nach amtlichen Angaben mit 61% hoch, obwohl der abgesetzte Präsident Manuel Zelaya zum Boykott aufgerufen hatte. Zelaya war vor fünf Monaten vom Militär gestürzt worden. Auslöser war eine von Zelaya angestrebte Verfassungsänderung, um sich selbst eine zweite Amtszeit als Präsident zu ermöglichen.

Lobo erklärte, der Sieg nach dem Wahlergebnis zeige eine breite Zustimmung für den Kandidaten der oppositionellen Nationalen Partei. Aufgrund der Vorgänge im Zusammenhang mit dem Militärputsch und den Wahlvorbereitungen wird die neue Regierung bisher nicht international anerkannt.

Auf einer Kundgebung am späten Sonntagnachmittag versprach Lobo seinen Anhängern, er werde die Sicherheit verbessern, neue Arbeitsplätze schaffen und die internationalen Beziehungen ausbauen. Lobo machte deutlich, dass er grundlegende Veränderungen vornehmen wolle, damit Honduras wieder den Platz wie vor vier Jahren einnehmen könne, den das Land vor Zelayas Amtsantritt gehabt habe.

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July 4, 2009

Heidelberg: An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beginnen nun auch Dozenten zu protestieren

Heidelberg: An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beginnen nun auch Dozenten zu protestieren

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Veröffentlicht: 21:53, 4. Jul. 2009 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 04.07.2009 – Nachdem in den vergangenen Wochen Studierende der Pädagogischen Hochschule mehrfach auf die finanziellen Missstände ihrer Alma Mater aufmerksam gemacht haben, erhalten sie nun Unterstützung von ihren Dozenten. So gründeten 20 Lehrende einen “AK Protest”, da ihnen (nach eigener Aussage) bewusst geworden sei, dass eine Aufrechterhaltung der Lehre im Wintersemester nicht möglich sei. So müssten im kommenden Semester 7.500 Stunden Unterrichtszeit wegen der Sparmaßnahmen entfallen – dass mehrere vakante Stellen nicht mehr besetzt würden und Lehraufträge nicht mehr vergeben werden dürfen, wurde bereits im Vorfeld bekannt. Auch die Öffnungszeiten von Lernwerkstätten und der Bibliothek würden gekürzt.

Die Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften veröffentlichte ein internes Paper, worin unter Berufung auf den Kanzler Zahlen bekannt gegeben worden. So stünden der Hochschule bis Jahresende nur noch 270.000 Euro zur Verfügung – zum Vergleich: Die Telefon- und Portokosten der Anstalt belaufen sich auf rund 290.000 Euro. Rektor Austermann berichtet stattdessen, dass der Hochschule monatlich noch etwa 230.000 Euro zur Verfügung stünden. Ihm werfen die Dozenten vor, dass er gemeinsam mit dem Kanzler die Situation in der Öffentlichkeit schönreden wolle, da beide eine Mitschuld an der Misere hätten.

Als Protest werden von Studierenden und Dozenten unterschiedliche Aktionen geplant, darunter auch einen Boykott der Studiengebühren. In einer weiteren Vollversammlung wurden am 30. Juni die Mitglieder eines UstA gewählt, da sich der bestehende AstA nicht politisch äußern darf. Für aktuelle Informationen wurde auch eine Protesthomepage eingerichtet. Eine vordringliche Forderung der Studenten ist die Einsetzung eines externen Wirtschaftsprüfers.

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June 6, 2008

Proteste deutscher Milchbauern zeigen erste Wirkung

Proteste deutscher Milchbauern zeigen erste Wirkung

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Veröffentlicht: 02:14, 6. Jun. 2008 (CEST)
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Deutschland, 06.06.2008 – Seit mehr als einer Woche streiken Milchbauern für höhere Milchpreise. Der deutsche Bauernverband berichtete, dass der Lebensmittel-Discounter Lidl seine Milchpreise um 10 Cent anheben wird. Auch eine süddeutsche Molkerei sagte eine bessere Bezahlung zu. Lidl betrachtet sein Angebot als Aufruf an andere Lebensmittel-Discounter ebenfalls ihre Preise anzuheben. Wie der Verband der Milchbauern heute erklärte, wurde der Lieferstopp für Milch für beendet erklärt. Bereits am Donnerstagabend sollten die Molkereien wieder mit Milch beliefert werden.

Wie gestern bekannt wurde, erhöht der Discounter Lidl den Milchpreis um 10 Cent pro Liter und den Preis für ein 250-Gramm-Stück Butter um 20 Cent. Der Präsident des Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, sagte, man werde prüfen, was die Preiserhöhung für die Erzeugerpreise bedeute. Die Bauern fordern einen Grundpreis von 43 Cent pro Liter. Nachdem der Discounter Lidl mit dem Zugeständnis vorangegangen war, die Milchpreise zu erhöhen, erklärten im Laufe des gestrigen Tages auch weitere Einzelhandelsfirmen ihre Bereitschaft zum Entgegenkommen, darunter Rewe, Norma, Plus und Edeka.

Am gestrigen Donnerstag wurde noch einmal mit einer bundesweiten Protestwelle Druck auf Molkereien und Industrie gemacht. Landwirte warben unter anderem in Berlin zum Brandenburger Tor mit einer Traktoren-Sternfahrt für ihr Anliegen. Mit ihren Traktoren bezogen gestern Landwirte vor den Zentralen mehrerer Handelsunternehmen Position. Gespräche zwischen dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und der Milchindustrie-Verband (MIV) sollten bereits am Donnerstagabend aufgenommen werden.

Wegen des Lieferstopps nahm unterdessen das Bundeskartellamt Ermittlungen wegen Boykottaufrufs gegen den Bundesverband der Milchviehhalter (BDM) auf. Ein solcher Boykottaufruf verstoße gegen das in Deutschland geltende Kartellrecht. Danach dürfe ein Verband nicht zum Boykott eines Unternehmens aufrufen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • kleinezeitung.at: „Proteste von deutschen Milchbauern zeigen Wirkung“ (04.06.08, 19:36 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • de.today.reuters.com: „Milchbauern beenden Lieferstopp“ (05.06.2008) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • focus.de: „Neue Verhandlung um Milchpreise vorgesehen“ (04.06.2008)

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