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February 13, 2011

Demonstrationen in der arabischen Welt

Demonstrationen in der arabischen Welt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Demonstrationen in der arabischen Welt

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Veröffentlicht: 08:13, 13. Feb. 2011 (CET)
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Sanaa (Jemen) / Algier (Algerien), 13.02.2011 – Nach dem Abgang Mubaraks kommt die arabische Welt nicht zur Ruhe. Am gestrigen Samstag demonstrierten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und in der algerischen Hauptstadt Algier mehrere tausend Menschen für einen Sturz der Präsidenten. In beiden Ländern gingen die Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten vor.

In Sanaa wurden 4.000 Demonstranten gezählt. In der algerischen Haupstadt gingen nach offiziellen Angaben 1.500, nach Angaben der Veranstalter 10.000 Menschen auf die Straße. Ein Menschenrechtsaktivist nannte die Zahl von mehr als 400 Festnahmen. Der deutsche Außenminister Westerwelle forderte die algerische Regierung inzwischen auf „auf jegliche Gewalt zu verzichten.“

Bereits am Freitag schlugen sudanesische Sicherheitskräfte eine Demonstration von Ehefrauen und Müttern politischer Gefangener nieder. In Syrien kündigte die Regierung soziale Reformen und Gesetzesänderungen an, die im „Tagesspiegel“ mit den Demonstrationen im Ausland in Verbindung gebracht werden.

Themenverwandte Artikel

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October 21, 2010

Zwei Jahre Gefängnis für Nichteinhaltung des Ramadan

Zwei Jahre Gefängnis für Nichteinhaltung des Ramadan

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Veröffentlicht: 18:30, 21. Okt. 2010 (CEST)
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Das islamische Glaubensbekenntnis in arabischer Schönschrift

Algier (Algerien), 21.10.2010 – In Algerien ist ein 27-jähriger Mann zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung und umgerechnet 1.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden, weil er von der Polizei dabei „erwischt“ wurde, wie er tagsüber während des islamischen Fastenmonats Ramadan aß und trank.

Er hatte sich mit Freunden zum Essen verabredet; aufgrund eines anonymen Hinweises wurde er festgenommen. Die anderen „Täter“ konnten fliehen.

Nach Ansicht des Gerichts verstieß er gegen den im algerischen Recht bestehenden Straftatbestand des „Verstoßes gegen eine islamische Vorschrift“ (atteinte à un précepte de l’islam).

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April 11, 2007

Zwei Terroranschläge in Algerien fordern zahlreiche Opfer

Zwei Terroranschläge in Algerien fordern zahlreiche Opfer

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Artikelstatus: Fertig 23:53, 11. Apr. 2007 (CEST)
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Lage der algerischen Hauptstadt Algier

Algier (Algerien), 11.04.2007 – Durch zwei fast zeitgleich explodierte Bomben in der algerischen Hauptstadt Algier sind 23 Menschen getötet und 160 verletzt worden. Betroffen ist eine Polizeistation am Flughafen und der Amtssitz des Ministerpräsidenten. Vor dem Regierungsgebäude riss ein Selbstmordattentäter elf Menschen mit in den Tod.

Algeriens Premierminister Abdelaziz Belkhadem verurteilte die Tat als „feigen und kriminellen Akt“. Nach Angaben des Fernsehsenders Al Dschasira, der sich auf einen Telefonanruf eines angeblichen Sprechers der Al-Kaida-Bewegung im Maghreb beruft, habe sich die Terrororganisation Al Kaida zum Anschlag bekannt.

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December 28, 2005

Fünfköpfige deutsche Familie im Jemen entführt

Fünfköpfige deutsche Familie im Jemen entführt

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Artikelstatus: Fertig 00:00, 29. Dez. 2005 (CET)
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Lage des Jemen

Sanaa (Jemen), 28.12.2005 – Im Jemen wurde eine fünfköpfige Familie aus Deutschland entführt. Dabei handelt es sich um die Familie des ehemaligen Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog.

Die fünf Personen, die sich seit dem 24. Dezember in dem Land aufhalten, waren Teil einer größeren Gruppe, die mit einem Konvoi unterwegs waren. Die Familie war mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs und blieb aus bisher unbekannten Gründen hinter der Gruppe zurück. Der Reiseveranstalter informierte am Mittwoch die deutsche Botschaft in Sanaa, die wiederum das Auswärtige Amt informierte, welches daraufhin einen Krisenstab einrichtete. Eine Entführung wurde zu dem Zeitpunkt schon nicht ausgeschlossen, was sich kurze Zeit später bestätigte.

Ein Sprecher der jemenitischen Regierung sagte danach, die fünf Deutschen seien auf der Fahrt von der Hafenstadt Aden in die östliche Provinzhauptstadt Schabwa, rund 460 Kilometer östlich von Sanaa, entführt worden. Nach Angaben jemenitischer Behörden wurde Jürgen Chrobog, zusammen mit seiner Frau und seinen drei Söhnen, am Mittwochmittag (Ortszeit) zusammen mit ihrem jemenitischen Fahrer und dem Reiseleiter aus einem Restaurant verschleppt. Die genauen Umstände der Entführung sind noch unklar. Verschiedene Medien berichten davon, dass die beiden Geländewagen der Familie Chrobog von Soldaten begleitet wurden. Die Soldaten hätten sich im Ort El Aram zum Mittagessen zurückgezogen, wodurch die Entführung möglich wurde.

Die Entführer, vermutlich bewaffnete Stammensangehörige, haben nach Angaben des jemenitischen Regierungssprechers noch keine Forderungen gestellt. Die fünfköpfige Familie hat nach Angaben des Reiseveranstalters „Studiosus“ den Jemen auf Einladung des ersten stellvertretenden jemenitischen Außenministers, der früher Botschafter seines Landes in Deutschland war, bereist.

Jürgen Chrobog (1995)

Einer der Entführer sagte in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Leben der Geiseln nicht gefährdet sei. Der Entführer bezeichnete die Geiseln als „Gäste unseres Stammes“. Offenbar fordern die Entführer die Freilassung von fünf Stammesangehörigen, die wegen verschiedener Verbrechen, darunter auch Mord, eine Haftstrafe verbüßen.

Der letzte Entführungsfall geschah genau heute vor einer Woche: Am 21. Dezember wurden zwei Österreicher in der Provinz Marib verschleppt und kamen am Heiligabend wieder frei. Bereits 1997 und 1999 waren Bundesbürger von Entführungen in Jemen betroffen. Vier Touristen waren 1997 bei einem Abenteuerurlaub östlich der Stadt Maarib verschleppt worden, zehn Tage später wurden sie befreit. 1999 wurden ebenfalls vier Deutsche vier Wochen lang im Jemen festgehalten. Seit 1990 wurden zirka 200 Touristen gekidnappt. In den meisten Fällen hatten die Entführer von der jemenitischen Regierung Gegenleistungen für die Freilassung der Geiseln gefordert.

Das Auswärtige Amt rät in einem Sicherheitshinweis vom 27.12.2005, Reisen im Jemen immer durch eine Reiseagentur organisieren zu lassen und von Einzelreisen durch das Land dringend abzusehen.

Jürgen Chrobog war im Jahr 2003 als Leiter des Krisenstabes an den Verhandlungen über die Freilassung deutscher Touristen beteiligt, die in der Sahara im Süden Algeriens verschleppt worden waren.

Themenverwandte Artikel

  • Jürgen Chrobog mit Familie in Köln eingetroffen (03.01.2006)
  • Familie Chrobog ist frei (31.12.2005)
  • Verhandlungen über die Freilassung von Jürgen Chrobog und seiner Familie (29.12.2005)

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July 27, 2005

Gruppe um Musab al-Zarqawi bekennt Mord an algerischen Diplomaten

Gruppe um Musab al-Zarqawi bekennt Mord an algerischen Diplomaten

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Bagdad (Irak) / Algier (Algerien), 27.07.2005 – Die vor sechs Tagen entführten algerischen Diplomaten sind offenbar von der al-Qaida-Gruppe um Musab al-Zarqawi ermordet worden.

Auf einer Internetseite bekannte sich diese Terrororganisation zu der Tat. Heute sei „das Urteil eines islamischen Tribunals“ umgesetzt worden. In der Erklärung heißt es weiter: „Eure Brüder vom militärischen Arm der al-Qaida im Zweistromland haben das Gottesurteil heute vollstreckt.“

Das algerische Präsidialamt bestätigte am Nachmittag den Tod der beiden Diplomaten Ali Belaroussi und Ezzedine Ben Kadi. Belaroussi war Geschäftsträger der algerischen Botschaft im Irak. Beide waren am vergangenenen Donnerstag auf dem Weg zu einem Restaurant entführt worden. Über ihren Verbleib war bis heute nichts bekannt geworden. Im Internet wurde auch ein Video der ermordeten Diplomaten gezeigt.

Es heißt in der Erklärung außerdem, auch weitere arabischen Diplomaten würden getötet werden. Die Organisation will erzwingen, dass die arabischen Staaten keine diplomatischen Beziehungen zum Irak aufbauen. „Irak wird für die Feinde Gottes nicht sicher sein. Haben wir euch nicht gewarnt euch mit Amerika zu verbünden?“, heißt es in der Internetbotschaft.

Am Montag zog Algerien sein diplomatisches Personal aus der Botschaft in Bagdad ab.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • Spiegel Online: „Al-Qaida bekennt sich zu Mord an algerischen Diplomaten“ (27.07.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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July 22, 2005

Verbleib von zwei entführten algerischen Diplomaten liegt im Dunkeln

Verbleib von zwei entführten algerischen Diplomaten liegt im Dunkeln

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Algier (Algerien) / Bagdad (Irak), 22.07.2005 – Algerien hat bisher keine Informationen über den Verbleib ihrer gestern entführten Diplomaten in Bagdad. Es gab bisher auch keine Erklärung einer Organisation, die für die Entführung die Verantwortung übernommen hätte.

Zwei algerische Diplomaten waren gestern vor einem Restaurant in Bagdad von Unbekannten entführt worden. Unter den Entführten ist der algerische Botschafter Ali Belaroussi und der Botschaftsattaché Azzedine Belkadi, der seinen Posten erst einige Tage vorher angetreten hatte. Sie waren nur ungefähr sechzig Meter von der Botschaft entfernt angehalten und von Bewaffeten gezwungen worden, in einen anderen Wagen zu steigen. Die beiden Diplomaten waren ohne Begleitschutz unterwegs.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • alertnet.org: „Algeria has no word on its envoys seized in Iraq“ (englischsprachige Quelle) (22.07.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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