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April 6, 2012

Boykott gegen HRS in Bremerhaven

Boykott gegen HRS in Bremerhaven – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Boykott gegen HRS in Bremerhaven

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Veröffentlicht: 17:20, 6. Apr. 2012 (CEST)
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Blick über Bremerhaven

Bremerhaven (Deutschland), 06.04.2012 – Ein dritter Aufruf zum Boykott und zweiter Boykott traf das Online-Reisebüro Hotel Reservation Service (HRS) in der zweiten Hälfte des März. Nach einem Boykott gegen HRS im Münsterland war der Boykott in Bremerhaven der zweite Boykott gegen HRS.

Die Hotels in der Stadt Bremerhaven müssen bereits eine neue Beherbergungsabgabe im Land Bremen von 2,14 Euro pro Person und Nacht zahlen, und HRS möchte die Provisionszahlungenen der Hotels für seinen Service von dreizehn auf fünfzehn Prozent erhöhen. Die Kritik der Hoteliers wurde auch durch eine Meistbegünstigungsklausel hervorgerufen, die Hotels das Recht verweigert in anderen Buchungskanälen bessere Preise anzubieten. Der europäische Dachverband des Gaststättenwesens HOTREC hatte diese und ähnliche Klauseln bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier kritisiert. [1]

Piet Rothe, Hotelbesitzer und der zweite Vorsitzende des Deutschen Hotel-und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Bremerhaven, erklärte, dass in seinen Hotels durch den Boykott das Buchungsvolumen nicht abgenommen, sondern sich lediglich verschoben hätte, booking.com beispielsweise würde auch nur zwölf Prozent Kommission verlangen. Rüdiger Magowsky, Geschäftsführer des Boardinghouse in Jaich, bestätigte die Beobachtung, dass das Volumen der Buchungen nicht abgenommen hätte. Martin Seiffert, Manager des Hotels Haverkamp, ​​erklärte HRS hätte seinem Hotel den Zugang zum System verweigert, weil er am ersten Boykott in Bremerhaven teilgenommen hatte.

Am 15. Februar hat das Oberlandesgericht Düsseldorf HRS in einer einstweiligen Verfügung aufgefordert, seine Meistbegünstigungsklausel nicht durchzusetzen. Bereits am 10. Februar hatte das Bundeskartellamt das Unternehmen wegen Verstoßes gegen §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen abgemahnt. Währenddessen empfahl Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), ein Hotelwiki als Gelbe Seiten Verzeichnis der Hotellerie zu etablieren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS (25.02.2012)
  • Oberlandesgericht Düsseldorf erklärt HRS-Bestpreis-Garantie in einstweiliger Verfügung für nichtig (24.02.2012)
  • Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt (10.02.2012)
  • Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf (03.01.2012)

Quellen[Bearbeiten]

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February 25, 2012

Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS

Hoteliers aus dem Münsterland boykottieren Hotelportal HRS

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Veröffentlicht: 17:53, 25. Feb. 2012 (CET)
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Hotelrezeption

Münster (Deutschland), 25.02.2012 – Die Firma Hotel Reservation Service (HRS) gerät wegen ihrer Geschäftsbedingungen zunehmend in die Kritik der Hotellerie. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Westfalen teilte jetzt mit im Münsterland werde „zumindest für einen bestimmten Zeitraum“ die Hotellerie die HRS Buchungsportale HRS.de und hotel.de boykottieren. Die Kritik der Hotellerie bezieht sich auf die Erhöhung der vertraglich festgelegten Kommission von 13 Prozent auf 15 Prozent, aber auch auf eine Meistbegünstigungsklausel, nach der kein anderer Buchungskanal bessere Raten anbieten darf. Der europäische Dachverband des Gaststättenwesens, HOTREC, hatte diese und ähnliche Klauseln bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier kritisiert. [1]

Die westfälische DEHOGA-Geschäftsführerin Renate Dölling erklärte: „Nach ersten Erkenntnissen wird sich das Gros unserer Mitglieder beteiligen.“ Inwieweit in anderen DEHOGA-Verbänden in NRW ähnlich gehandelt werde, sei noch nicht bekannt. Einen bundesweiten Boykottaufruf gebe es aber nicht, betonte Stefanie Heckel, die Pressesprecherin des DEHOGA-Bundesverbandes. „Wie sie damit umgehen, liegt in der unternehmerischen Freiheit unserer Mitglieder“, sagte Stefanie Heckel.

Am 15. Februar hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Firma HRS in einer einstweiligen Verfügung aufgefordert, auf die Durchsetzung der Meistbegünstigungsklausel zu verzichten. Bereits am 10. Februar hatte das Bundeskartellamt die Firma abgemahnt, da sie gegen die §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verstoße.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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February 24, 2012

Oberlandesgericht Düsseldorf erklärt HRS-Bestpreis-Garantie in einstweiliger Verfügung für nichtig

Oberlandesgericht Düsseldorf erklärt HRS-Bestpreis-Garantie in einstweiliger Verfügung für nichtig

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Veröffentlicht: 19:01, 24. Feb. 2012 (CET)
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Hauptgebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf

Düsseldorf (Deutschland), 24.02.2012 – In einer einstweiligen Verfügung hat das Oberlandesgericht Düsseldorf der Kölner Firma Hotel Reservation Service (HRS) unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten untersagt, die vertraglich festgelegte Bestpreis-Garantie von Vertragspartnern einzufordern.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Bestpreis-Garantie den Wettbewerb nahezu vollständig ausschließe, daher einen Verstoß gegen § 1 des Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen darstelle und somit kartellrechtswidrig sei. Das Startup-Unternehmen JustBook hatte den Mitbewerber verklagt, da HRS den Partnerhotels von JustBook Mahnbriefe geschickt hatte und die gleichen Raten wie der Konkurrent eingefordert hatte; die von JustBook als „Mobile-Exclusive Rate“ bezeichneten Sonderrabatte gelten nur für Buchungen am gleichen Tag zwischen 12 Uhr und 2 Uhr nachts, eine Modalität, die die Firma HRS nicht anbietet.

Ognjen Zeric, Gründer von Justbook und ehemaliger Vice President von Germanwings, begrüßte die Entscheidung: Die Ausnutzung der Marktmacht durch die HRS-Bestpreis-Garantie sei aus seiner Sicht eine eklatante Behinderung des Wettbewerbs und von der Entscheidung des Oberlandesgericht Düsseldorf profitierten sowohl Kunden als auch Hotels. Die Partnerhotels von Justbook könnten nach wie vor über Justbook „gezielt Zusatznachfrage generieren und ihre Überkapazitäten reduzieren, ohne die Preise bei den marktdominierenden Portalen senken zu müssen“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „File:Beschluss-OLG-Düsseldorf-v.15.02.2012-1-1.pdf“.

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February 10, 2012

Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt

Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt

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Veröffentlicht: 19:12, 10. Feb. 2012 (CET)
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Hotelzimmer

Bonn (Deutschland), 10.02.2012 – Das Bundeskartellamt hat mit heutigem Datum Hotel Reservation Service (HRS) wegen Verstoßes gegen die §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen abgemahnt. HRS fordert von Hotels in einer Meistbegünstigungsklausel, dass für das gesamte Angebot für HRS der jeweils beste Hotelpreis, die höchste Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen garantiert werden sollen; ab März sollen auch Buchungen direkt an der Rezeption des Hotels von dieser Klausel eingeschlossen werden.

Der Präsident des Kartellamts, Andreas Mundt, erklärte dazu: „Newcomern wird der Markteintritt verwehrt. Deshalb stellen die Klauseln eine Gefahr für den Wettbewerb dar.“ Die von HRS ebenfalls geplante Provisionserhöhung von 13 Prozent auf 15 Prozent sei aber ausdrücklich nicht Teil der Abmahnung.

Der Verbandsvorsitzende Fritz Dreesen des Hotelverbandes Deutschland (IHA) äußerte sich positiv zum Eingriff des Kartellamts: „Die Verträge der Firma stellen einen massiven Eingriff in die unternehmerische Freiheit und eine eklatante Wettbewerbsbehinderung dar“. Er erklärte weiter: „Wir sehen uns durch das Handeln des Bundeskartellamtes vollumfänglich in unseren vorgetragenen Rechtsbedenken bestätigt.“

Kritik an der Meistbegünstigungsklausel äußerte auch HOTREC, der europäische Dachverband des Gaststättenwesens, bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier; konkret wurden die Forderungen der Online-Reisebüros nach Ratenparität, Verfügbarkeitsparität und Last Room Availability kritisiert.

Laut touristik-aktuell.de haben die Verträge von HRS auch Folgen für andere Reiseanbieter und Reisebüros: Wochenendpakete seien wegen der HRS-Vorgaben schwieriger zu vermarkten; zu Zimmerkontingenten, die über TUI, Dertour, FTI oder Ameropa als Wochenendpakete verkauft werden könnten gäbe es mit den neuen HRS-Verträgen keine Möglichkeit mehr.

Die WirtschaftsWoche Online berichtet der StartUp Justbook [1], der im Januar 2012 gegründet wurde, habe HRS veranlasst Mahnbriefe an Vertragshotels zu schicken: Die Hotels sollten Justbook keine besseren Preise zugestehen als HRS. Mit der Justbook-App können bis 2 Uhr nachts ausgewählte Hotels in einer von sechs Großstädten zu Sonderrabatten gebucht werden. Justbook befindet sich damit in einem Marktsegment das HRS bedient, hat aber ein anderes und innovatives Geschäftsmodell.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf (03.01.2012)

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January 3, 2012

Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf

Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf

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Veröffentlicht: 12:15, 3. Feb. 2012 (CET)
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Firmenzentrale von HRS in Köln

Göttingen (Deutschland), 03.01.2012 – Der Göttinger Hotelmarketing-Experte Christoph Biallas hat auf der Facebook Seite HRS.freie.Woche dazu aufgerufen in der Woche vom 1. bis 7. März das Unternehmen Hotel Reservation Service zu boykottieren. In dieser Zeit sollen die HRS-Hotelpartner bei HRS möglichst keine Zimmer anbieten; Auslöser war eine Provisionserhöhung auf 15% bei HRS und hotel.de. Branchenüblich sind Provisionen zwischen 0% und 8%, gelegentlich auch 10% oder 12%.

Für die „HRS-freie Woche“ hatten sich über 800 Hoteliers gemeldet bis Christoph Biallas beschloss die Gruppe zu sperren, da ihm „die Sache zu heiß“ wurde; mittlerweile hat Biallas ein neues Diskussionsforum auf Facebook gestartet. Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbands IHA, äußerte sich zu der Provisionserhöhung er wolle „die Sache kartellrechtlich prüfen“ lassen. Markus Luthe beanstandet dabei die Einführung von Raten- und Verfügbarkeitsparitäten, also der gleichen Preise und gleicher Verfügbarkeit der Angebote; es ginge dabei nicht nur um eine „Last Room Availability“, sondern um Produkt-Parität, also den uneingeschränkten Zugriff auf das gesamte Hotel-Inventar. Auch HOTREC, der europäische Dachverband des Gaststättenwesens, kritisierte bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier [1] die Forderungen der Online-Reisebüros nach Ratenparität, Verfügbarkeitsparität und Last Room Availability.

Kay Weidner, ein Sprecher des Bundeskartellamts in Bonn, sagte der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung: „Wir schauen uns genau an, wie das Unternehmen arbeitet.“ Beschwerden von Hoteliers lägen bereits vor, aber die Fusion von HRS und Hotel.de sei kartellrechtlich nicht relevant, da die weltweiten Einnahmen unter 500 Mio. Euro lägen; das Gericht könne aber feststellen, dass HRS eine marktbeherrschende Stellung missbrauche.

Unabhängig davon plant die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gegen die geforderten 15% Provision; auch die österreichische Tiscover GmbH wurde 2008 von HRS übernommen. Ralph Senkel vom Hotel Sängerhof Königswinter kommentierte die Provisionserhöhung: „Ich habe bei hrs.de sämtliche Rabatte gestrichen und werde nur noch in schwachen Zeiten Zimmer einstellen. Die Messetermine bekommt man auch so voll.“

Quellen[Bearbeiten]

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