WikiNews de

June 8, 2006

Abu Musab al-Zarqawi ist tot

Abu Musab al-Zarqawi ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Abu Musab al-Zarqawi ist tot

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:48, 8. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bagdad / Baquba (Irak), 08.06.2006 – Abu Musab al-Zarqawi, der meistgesuchte Terrorist im Irak und irakisches Oberhaupt des Terrornetzwerks Al-Qaida, wurde am Mittwoch, den 7. Juni um 18:15 Uhr Ortszeit in der nördlich Bagdads gelegenen Stadt Baquba bei einem koordinierten Angriff irakischer und US-Soldaten im Zuge eines Luftschlages getötet. Der irakische Regierungschef Nuri Kamil al-Maliki gab das am Donnerstagmorgen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der US-Armee bekannt.

Zum Zeitpunkt des Luftangriffs hielt sich al-Zarqawi nach Angaben der US-Armee mit einigen seiner Gefolgsleute etwa acht Kilometer nördlich von Baquba in einem Versteck auf, zu dem Hinweise von „hohen irakischen Führern“ die Truppen geführt hätten. Der gesuchte Terrorist konnte anhand von Fingerabdrücken sowie anderer Körpermerkmale sicher von Experten der Koalitionstruppen identifiziert werden. Dies geht aus einer Erklärung des US-Befehlshabers im Irak, General George Casey, hervor.

Einige der blutigsten Anschläge der letzten drei Jahre werden ihm zugeschrieben. Er soll auch die Selbstmordanschläge in drei Hotels in Amman letztes Jahr geplant und befohlen haben.

US-Präsident George W. Bush bezeichnete den Tod des Oberhaupts des irakischen Aufstandes als „Sieg im Kampf gegen den Terror“. Ähnlich äußerte sich der britische Premierminister Tony Blair. Der Tod al-Zarqawis sei „ein immenser Schlag für die Al-Qaida-Organisation“.

Zugleich warnten Führer der US-Armee sowie auch der US-amerikanische Präsident Bush und der britische Premierminister Blair vor Erwartungen nach einem baldigen Abflauen der Kämpfe. Vielmehr werde der Tod des Al-Qaida-Führers möglicherweise durch Vergeltungsanschläge gerächt werden.

Auch Abu Abdel-Rahman al Iraki, der Stellvertreter der Terrororganisation Al-Qaida im Irak, bestätigte den Tod von al-Zarqawi. Die Al-Qaida verbreitete in Internet eine Erklärung, nach der der „Heilige Krieg“ fortgesetzt werden soll. Wörtlich heißt es: „Wir möchten die freudige Nachricht vom Märtyrertum des Mudschaheds Scheich Abu Mussab al Sarkawi bekannt geben.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Irak

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 26, 2005

Irakische Sunniten feiern Saddam Hussein

Irakische Sunniten feiern Saddam Hussein

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:26, 26. Aug 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Baquba (Irak), 26.08.2005 – Tausende Sunniten gingen am Freitag in Bakuba auf die Straße um gegen den bestehenden Verfassungsentwurf zu demonstrieren. Dabei führten sie Porträts des 2003 gestürzten Diktators Saddam Hussein mit sich.

In Sprechchören skandierten die Demonstranten „Bush, Bush, hör gut zu: Wir alle lieben Saddam Hussein!“ Auf den Plakaten waren Parolen zu lesen wie „Nein zu einer Verfassung, an der der Irak zerbricht!“

Bakuba liegt 65 Kilometer nordöstlich von Bagdad in einem vorwiegend von Sunniten bewohnten Gebiet. Die Sunniten fürchten um ihre traditionelle Vormachstellung, da sie gegenüber Schiiten und Kurden in der Minderheit sind. Weniger als ein Drittel der irakischen Bevölkerung sind arabische Sunniten. Auch unter dem Regime Saddam Husseins, welcher selbst aus einer sunnitischen Familie stammt, verteidigten sie ihre sozialen und wirtschaftlichen Privilegien. Diese sehen sie nun durch die neue Verfassung bedroht. Insbesondere fürchten sie durch die in der Verfassung vorgesehene föderale Struktur des Landes ihren Einfluss auf die Einnahmen aus den Ölquellen zu verlieren, die vorwiegend im schiitischen Süden und kurdischen Norden (Kirkuk) zu finden sind.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.