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January 29, 2015

Spaniens Arbeitslosigkeit 2014 deutlich gesunken

Spaniens Arbeitslosigkeit 2014 deutlich gesunken

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Veröffentlicht: 13:44, 29. Jan. 2015 (CET)
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Madrid (Spanien), 29.01.2015 – Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist im Jahr 2014 deutlich gesunken, bleibt aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Arbeitslosenquote fiel von 25,73 Prozent auf 23,7 Prozent, dies bedeutet einen Rückgang von rund acht Prozent. Damit fiel die Quote zwar deutlich, aber trotzdem hat Spanien nach Griechenland die zweithöchste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union. Laut dem spanischen Statikstikamt Instituto Nacional de Estadística wurden insbesondere im Dienstleistungsbereich, in der Industrie und im Baugewerbe neue Stellen geschaffen.

Der Anteil der Arbeitslosen ist stärker gefallen, als von der spanischen Regierung erwartet. Diese war von einer Arbeitslosenquote zum Ende des Jahres 2014 in Höhe von 24,2 Prozent ausgangen. Für das Jahr 2015 wird mit einem Absinken der Quote auf 22,2 Prozent gerechnet.

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January 23, 2013

ILO rechnet weltweit mit starkem Anstieg der Arbeitslosigkeit

Filed under: Arbeitslosigkeit,Genf,Soziale Sicherung,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

ILO rechnet weltweit mit starkem Anstieg der Arbeitslosigkeit

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Veröffentlicht: 13:57, 23. Jan. 2013 (CET)
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Genf (Schweiz), 23.01.2013 – Dem jährlich veröffentlichten Beschäftigungsbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge steigt die Arbeitslosigkeit weltweit weiter an. Der ILO-Beschäftigungsbericht erscheint jedes Jahr vor der Wirtschaftswoche in Davos.

197 Millionen Personen seien 2012 arbeitslos gewesen und insgesamt 38 Millionen hätten die Suche nach einem Arbeitsplatz bereits aufgegeben. Bisher hatte die ILO die Zahl der Menschen, die eine Jobsuche schon aufgegeben haben, erheblich geringer eingeschätzt. ILO-Chef Guy Ryder sagte am Montag, die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung und die unzureichenden Gegenmaßnahmen der Politik seien Auslöser für den erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Außerdem würde die Euro-Krise und die ungewisse wirtschaftliche Lage in den USA den Zustand des Arbeitsmarktes verschlechtern. Das Wachstum der Weltwirtschaft sei nicht stark genug gewesen, um den Anstieg zu verhindern. 2013 werden 202 Millionen Arbeitslose erwartet. Das wären 5,1 Millionen Millionen mehr als im vorigen Jahr. In den Jahren nach 2013 ist allerdings auch keine Besserung in Sicht. 2014 kämen wahrscheinlich noch drei Millionen weitere hinzu. Für 2017 werde die Überschreitung der 210 Millionen-Marke erwartet.

Vor allem in den Ländern Europas und Nordamerikas sowie in den weiteren Industriestaaten ist die Arbeitslosigkeit am stärksten angestiegen. Im Nahen Osten kam es ebenfalls zu einem Anstieg, was vermutlich im Zusammenhang mit den politischen Veränderungen dort stehen dürfte. In den Staaten Lateinamerikas, des südlichen Afrikas und den meisten Ländern Asiens war der Anstieg dagegen nur moderat, teilweise fiel die Arbeitslosenquote sogar.

Der ILO zufolge sind junge Menschen besonders oft von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Euro-Krise habe die Jugendarbeitslosigkeit in den davon betroffenen Ländern gefährlich weit in die Höhe getrieben. Sie stieg um 50 Prozent in Griechenland und Spanien, sowie mehr als 22 Prozent im Durchschnitt der Euroländer.

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November 24, 2012

Hamburg: „Financial Times Deutschland“ stellt Erscheinen ein

Hamburg: „Financial Times Deutschland“ stellt Erscheinen ein

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Veröffentlicht: 18:01, 24. Nov. 2012 (CET)
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Verlagsgebäude Gruner + Jahr

Hamburg (Deutschland), 24.11.2012 – Die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland (FTD) wird zum letzten Mal am 7. Dezember erscheinen. Vorstandsmitglied Julia Jäkel vom Verlag Gruner + Jahr teilte gestern mit, dass die FTD seit ihrer Gründung im Jahr 2000 wirtschaftliche Verluste gemacht habe. Betriebsrätin Maike Rademaker verkündete vor diesem Hintergrund in Hamburg das Aus der Zeitung. Auch die Zukunft der Zeitschriften „Capital“, „Impulse“ und „Börse Online“ sei im Moment nicht klar, erklärte die Betriebsrätin weiter.

Bis zu 400 Arbeitsplätze sind durch die anstehenden Änderungen und die mögliche Schließung gefährdet. Der Verlag Gruner + Jahr soll rund 40 Millionen Euro für Abfindungen von Mitarbeitern eingeplant haben. Erst im Jahr 2008, also in der Finanzkrise, hatte der Verlag die Wirtschaftsblätter in Hamburg angesiedelt. Durch die Konzentration an einem Standort sollten die Kosten reduziert werden, trotzdem gelang es nicht, aus den roten Zahlen zu kommen.

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June 26, 2012

Immer mehr Hilfebedürftige benötigen Darlehen

Immer mehr Hilfebedürftige benötigen Darlehen

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Veröffentlicht: 00:13, 26. Jun. 2012 (CEST)
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Nürnberg (Deutschland), 26.06.2012 – Die Bundesagentur für Arbeit hat einen Bericht der Bild-Zeitung bestätigt, wonach immer mehr Bürger, die Arbeitslosengeld II beziehen, ihre Bedarfe nicht mehr aus den laufenden Zahlungen zur Deckung des Lebensunterhalts bestreiten können. Höhere einmalige Bedarfe müssen immer häufiger aus Darlehen getragen werden, die bei den Grundsicherungsträgern gesondert beantragt werden müssen.

Für die Zeit vor der Einführung von „Hartz IV“ zu Beginn des Jahres 2005 gibt es keine statistischen Erhebungen zum Vergleich. Im Jahr 2007 erhielten pro Monat im Durchschnitt 9.800 Bedarfsgemeinschaften ergänzend zu ihrem Regelbedarf Darlehen, drei Jahre später mussten solche Leistungen bereits an 15.300 Familien erbracht werden. Im Jahr 2011 lag die Zahl der Darlehensbezieher pro Monat bei 18.400, wobei in den Monaten März und August 2011 in der Spitze jeweils mehr als 20.000 Anträge gestellt worden waren. Im Februar 2012 waren 17.600 Bedarfsgemeinschaften betroffen. Das dabei gewährte Darlehen betrug durchschnittlich 250 Euro, im Februar 2012 waren es 260 Euro.

Die Darlehen dienen zur Abwendung eines unaufschiebbaren Bedarfs in einer Notlage wie beispielsweise zur Deckung von Stromschulden oder zum Ersatz von langlebigen Konsumgütern wie einer Waschmaschine.

Die gesamten Ausgaben für Darlehen stiegen von monatlich vier Millionen Euro im Jahr 2010 auf gut fünf Millionen Euro im darauffolgenden Jahr.

Zinslose Darlehen sind von den Grundsicherungsträgern nach § 42a SGB II zu erbringen, wenn ein Bedarf nicht aus den Ersparnissen gedeckt werden kann. Zur Rückzahlung werden in der Regel 10 Prozent von den laufenden monatlichen Leistungen zum Lebensunterhalt abgezogen. In vielen Fällen ist aber auch das nicht zumutbar, so dass eine Rückzahlung erst nach der Vermittlung in eine Beschäftigung in Betracht kommt.

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June 25, 2012

Immer weniger Menschen können von ihrer Arbeit leben

Immer weniger Menschen können von ihrer Arbeit leben

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Veröffentlicht: 00:16, 25. Jun. 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 25.06.2012 – Die Tageszeitung Die Welt berichtet über eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), wonach immer weniger Menschen von ihrem Erwerbseinkommen allein leben können. Sie beziehen als sogenannte Aufstocker ergänzende Leistungen an Arbeitslosengeld II.

Im Zeitraum von 2007 bis 2010 hat sich die Anzahl der Haushalte, in denen mindestens ein erwerbstätiger Hartz-IV-Bezieher lebt, in Ostdeutschland um elf und in Westdeutschland sogar um 14 Prozent erhöht. Daraus zieht Wilhelm Adamy vom DGB den Schluss, dass die Grundsicherung für Arbeitsuchende „keinesfalls mehr nur ein Fürsorgesystem für hilfebedürftige Arbeitslose [sei], sondern in starkem Maße auch für Erwerbstätige, die von ihrem Arbeitseinkommen allein nicht leben können“. Viele fänden aus dieser Lage auch keinen Ausweg mehr, sondern verblieben dauerhaft in dieser Lage.

Im Jahr 2007 gab es in Deutschland 1,221 Millionen erwerbstätige Hartz-IV-Empfänger, während es im Dezember 2011 1,355 Millionen waren. Nach den Berechnungen des DGB ist der Anteil der Aufstocker von 23,1 Prozent (2007) auf etwa 30 Prozent (2011) gestiegen. Etwa die Hälfte der erwerbstätigen Hartz-IV-Bezieher sind sozialversicherungspflichtig beschäftigte Aufstocker. Ihre Anzahl ist genauso schnell gestiegen wie die Beschäftigung insgesamt in diesem Zeitraum. Im Dezember 2007 lag ihr Anteil bei 2,6 Prozent aller Beschäftigten, im September 2011 bei 2,5 Prozent. Im Jahr 2010 waren 331.000 Aufstocker in Vollzeit erwerbstätig.

Für die Bundesarbeitsagentur steht indes im Vordergrund, dass die Zahl der Arbeitenden unter den Hartz-IV-Empfängern gestiegen sei. Der gestiegene Anteil an Aufstockern gehe auf den höheren Anteil an Zeitarbeitern und an Beschäftigten im Dienstleistungssektor zurück, wo niedrigere Löhne gezahlt würden. Eine Sprecherin der Agentur bezeichnete das Aufstocken als eine „Eintrittskarte“ in den Arbeitsmarkt. Adamy bezweifelt das aber: „Es besteht die Gefahr, dass unter dem Deckmantel der Aufstocker eine verhärtete Arbeitslosigkeit entsteht. Meine größte Sorge ist, dass hier ein Kreis nicht mehr richtig Fuß fassen kann im Arbeitsmarkt.“ Diese Einschätzung wird vom Direktor für Arbeitsmarktpolitik des privaten Instituts zur Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider, unterstützt. Er verwies ebenfalls auf den hohen Anteil an Vollzeitbeschäftigten unter den Hilfebedürftigen.

Adamy betonte, dass die gestiegenen Mieten einen erheblichen Anteil an dieser Entwicklung hätten. Trotz neuer Sozialleistungen wie dem Kinderzuschlag oder dem höheren Wohngeld sei es zu dem Anstieg an Aufstockern gekommen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine weitere Erhöhung solcher Leistungen.

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June 8, 2012

Schlecker-Insolvenz: Verkäuferinnen zu Erzieherinnen und Altenpflegerinnen umschulen

Schlecker-Insolvenz: Verkäuferinnen zu Erzieherinnen und Altenpflegerinnen umschulen

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Veröffentlicht: 12:11, 8. Jun. 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 08.06.2012 – Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler hatte sich bereits öffentlich über eine „Anschlussverwendung“ der betroffenen Frauen Gedanken gemacht. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise und der Vorsitzende der Gewerkschaft verdi Frank Bsirske nun den Vorschlag unterbreitet, dem im nächsten Jahr drohenden personellen Defizit bei der Kinderbetreuung durch die Umschulung der ehemaligen Verkäuferinnen der Drogerie-Kette Schlecker zu begegnen.

Über die näheren Einzelheiten war man sich bei dem vorangegangenen Gespräch nicht einig geworden, hieß es, sicher sei jedoch, dass in der Kinderbetreuung „händeringend“ Arbeitskräfte gesucht würden. Das gleiche gelte für die Altenpflege.

Der Arbeitsmarkt im Einzelhandel sei nicht aufnahmefähig. Den 360.000 Arbeitssuchenden in dieser Branche ständen derzeit 25.000 offene Stellen gegenüber. Von den 11.000 Beschäftigten, die im Januar 2012 entlassen worden waren, fanden bisher nur etwa 5.000 eine neue Stelle oder konnten in eine Weiterbildungsmaßnahme vermittelt werden. Nun ständen noch einmal 25.000 Entlassungen bevor. Damit handele es sich bei der Pleite der Drogerie-Kette um die größte Insolvenz der Nachkriegsgeschichte.

Von der Leyen betonte, unter den Verkäuferinnen seien „viele Frauen, viele Alleinerziehende, auch in der Arbeitslosigkeit, die Erfahrung haben im Umgang mit Kindern.“ Sie seien „selbstverständlich so gut wie jeder andere geeignet, als Erzieherinnen zu arbeiten.“ Die Arbeitsagenturen würden ihnen deshalb „beherzt ein Angebot machen.“

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sagte hierzu der Süddeutschen Zeitung, sie könne sich gut vorstellen, dass „unter diesen lebenserfahrenen Frauen viele mit Freude und Engagement diese neue berufliche Chance ergreifen wollen.“ Sie könne sich weiterhin vorstellen, „dass auch andere Fachressorts noch auf bislang unbekannte oder zu wenig beachtete Möglichkeiten stoßen, den Kita-Ausbau voran zu bringen.“

Nach Angaben von Kritikern fehlen bis zum Beginn des Rechtsanspruchs auf einen Kinderbetreuungsplatz im Jahr 2013 bundesweit voraussichtlich noch zwischen 130.000 und 200.000 Betreuungsplätze.

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April 16, 2012

Ein Viertel der Arbeitslosen ist nicht durch die Arbeitslosenversicherung geschützt

Ein Viertel der Arbeitslosen ist nicht durch die Arbeitslosenversicherung geschützt

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Veröffentlicht: 20:14, 16. Apr. 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 16.04.2012 – Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, ist laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Zeitraum von 2008 bis 2011 der Anteil der Arbeitslosen in Deutschland, die keine Ansprüche auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung haben, um fast ein Fünftel von 621.000 auf 736.000 Betroffene gestiegen. Dem entspricht umgekehrt ein Rückgang der Zahl derjenigen, die nach einem Arbeitsplatzverlust neu Ansprüche gegen die Arbeitslosenversicherung geltend machen konnten. Im Untersuchungszeitraum war sie um 9,5 Prozent rückläufig.

Stetige Zunahme der prekären Beschäftigungsverhältnisse

Der Grund für diese Entwicklung liegt im stetigen Zunehmen atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Die Arbeitsverhältnisse würden immer instabiler, und die Voraussetzungen, unter denen man Schutz durch die Arbeitslosenversicherung erlangen kann, seien zu streng gefasst. Immer mehr unregelmäßig Beschäftigte zahlten Beiträge in die Arbeitslosenversicherung ein, ohne je einen Anspruch auf Leistungen zu haben.

Derzeit muss ein Betroffener beim Eintritt der Arbeitslosigkeit in den vergangenen 24 Monaten insgesamt zwölf Monate lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein, um ein halbes Jahr lang Arbeitslosengeld I beziehen zu können. Der DGB kommt zu dem Ergebnis, dass dies immer weniger Menschen noch gelingt. Vor allem die Beschäftigten bei Zeitarbeitsunternehmen seien betroffen, von ihnen mussten im Jahr 2011 fast die Hälfte (45,2 Prozent) direkt Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende („Hartz IV“) beantragen, was insgesamt immerhin gut ein Viertel der Arbeitslosen betraf (26,4 Prozent gegenüber 21,5 Prozent im Jahr 2008).

Sozialpolitische Diskussion

Der DGB fordert deshalb, die Voraussetzungen für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung zu entschärfen und nur noch eine Vorbeschäftigung von sechs Monaten innerhalb der letzten 24 Monate vorzusehen, um wenigstens ein Vierteljahr lang Arbeitslosengeld I zu erhalten. Die soziale Sicherungsfunktion der Arbeitslosenversicherung nehme stetig ab.

Die Vorschläge des DGB werden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, letztere gehen über den Vorschlag des DGB hinaus und fordern eine Absenkung der Vorbeschäftigungsfrist von zwölf auf vier Monate während der 24-monatigen Rahmenfrist. Die CDU lehnt dies ab, weil sie einen Missbrauch befürchtet, befürwortet aber zum August 2012 eine Fortentwicklung der Begünstigung von Künstlern und Kulturschaffenden, die von der Verkürzung der Rahmenfrist von 36 auf 24 Monate im Zuge der sogenannten Hartz-Reformen besonders stark betroffen waren.

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October 3, 2011

Portugal: Immer mehr Firmen gehen pleite

Portugal: Immer mehr Firmen gehen pleite

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Veröffentlicht: 18:10, 3. Okt. 2011 (CEST)
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Lissabon (Portugal), 03.10.2011 – In dem von Schulden geplagten EU-Staat Portugal sind immer mehr Firmen dazu gezwungen, Insolvenz anzumelden. Das Justizministerium teilte am Sonntagabend in Lissabon mit, dass die Anzahl der von den Gerichten akzeptierten Insolvenzanträge im ersten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 60% auf 2.195 gestiegen sei. Gegenüber 2007 werde ein Anstieg um 206% verzeichnet, hieß es.

Portugal führt nun ein strenges Spar- und Sanierungsprogramm ein, um damit die hohe Verschuldung zu bekämpfen. In Folge dieses Programms wird nach Schätzung der Notenbank in Lissabon die Wirtschaft Portugals dieses Jahr um 2,2% und 2012 um 1,8% schrumpfen. Die Arbeitslosenrate beträgt 12% und wird in den nächsten Jahren weiter steigen.

Für das im Mai mit der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarte Hilfspaket von 78 Mrd. Euro muss Portugal das Haushaltsdefizit dieses Jahr von 9,8% (Stand 2010) auf 5,9% der Wirtschaftsleistung senken. Die von Brüssel erlaubten 3,0% sollen 2013 erreicht werden.

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  • Portal:Portugal
  • Portal:Finanzpolitik

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May 21, 2011

Zehntausende Spanier fordern: „Echte Demokratie Jetzt!“

Zehntausende Spanier fordern: „Echte Demokratie Jetzt!“

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Veröffentlicht: 15:15, 21. Mai 2011 (CEST)
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Blick auf die „Puerta del Sol“ am 20. Mai 2011

Madrid (Spanien), 21.05.2011 – Der zentrale Platz der spanischen Hauptstadt Madrid, die Puerta del Sol, ist seit Tagen Schauplatz großer Massendemonstrationen. Am heutigen Samstag strömten erneut zwischen 20.000 und 25.000 Menschen auf den Platz, um ihren Forderungen nach demokratischen und sozialen Reformen Nachdruck zu verleihen. Schon seit Freitagnacht wurde der Platz von Demonstranten besetzt. Sie widersetzten sich damit einem Demonstrationsverbot der zentralen Wahlbehörde. Am Sonntag finden in Spanien Regional- und Kommunalwahlen statt. Auf Anordnung der Regierung will die Polizei den Verstoß gegen das Demonstrationsverbot tolerieren, solange die Demonstrationen friedlich blieben.

Zu Großkundgebungen kam es auch in weiteren Städten Spaniens, darunter Barcelona, Valencia und Sevilla. Die Bewegung „Echte Demokratie Jetzt!“ hat zu Demonstrationen in rund 150 Städten aufgerufen. Die Proteste richten sich vor allem gegen die hohe Arbeitslosigkeit und den Sparkurs der spanischen Regierung. Die Arbeitslosenquote liegt in Spanien bei 21,3 Prozent und damit höher als in jedem anderen europäischen Land. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen liegt die Arbeitslosigkeit sogar bei 45 Prozent. Das Nachrichtenportal euronews zitiert eine junge Frau, die die Forderungen der Demonstranten auf den Punkt bringt: „Die Regierung will die Mittel für das Gesundheitswesen und die Bildung kürzen. Die Hälfte der jungen Leute haben keine Arbeit. Das ist ein Angriff auf die Bevölkerung und den Wohlfahrtstaat.“

Die Sozialistische Partei des spanischen Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero steht wegen der anhaltenden Proteste unter Druck. Meinungsforscher sagen Zapatero eine herbe Wahlniederlage bei den Wahlen am Sonntag voraus.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Demonstrationen auf der Puerta del Sol“.

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  • Portal:Spanien

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February 21, 2011

Kompromiss im Streit um Hartz IV erzielt

Kompromiss im Streit um Hartz IV erzielt

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Veröffentlicht: 15:00, 21. Feb. 2011 (CET)
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Berlin (Deutschland), 21.02.2011 – In der Nacht zum heutigen Montag war es soweit. Nach zwei Monaten ist ein Kompromiss bei den Gesprächen um das Arbeitslosengeld II gefunden. Union, SPD und FDP einigten sich auf eine Steigerung der Regelsätze in zwei Schritten, zunächst um fünf, Anfang 2012 um weitere drei Euro. Rund 4,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger erhalten rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 den erhöhten Satz von 364 Euro. Das Bündnis 90/Die Grünen war aus den Verhandlungen ausgestiegen.

Die Reform soll zügig beschlossen werden. Noch diese Woche befassen sich Vermittlungsausschuss und Parlament damit. Für Freitag, den 25. Februar, ist deshalb eine Sondersitzung des Bundestages zu erwarten.

Reaktionen

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen (CDU), zeigte sich nach dem Durchbruch erleichtert. FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger sagte, der neue Regelsatz sei transparent und verfassungsfest. SPD-Verhandlungsführerin Manuela Schwesig war zufrieden. Die Fraktionschefin der Grünen Renate Renate Künast hat Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des neuen Satzes. Es würden nur noch drei Euro hin und her geschoben werden, es bewege sich nichts. Die Kommunen lehnen eine Erhöhung um mehr als fünf Euro ab, die Anhebung um fünf Euro sei „nachvollziehbar berechnet worden. Jeder Euro mehr verringert den Abstand zum Niedriglohn und führt noch mehr Menschen in das Leistungssystem“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg.

Bildungspaket

Die 2,3 Millionen von Hartz IV betroffenen Kinder sollen besser gefördert werden. Hierzu werden 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Finanziert werden damit Nachhilfe, Schulmaterial, Freizeitaktivitäten und das Mittagessen im Hort oder der Schulmensa.

Mindestlöhne

Für Zeitarbeiter wird ab dem 1. Mai 2011 ein Mindestlohn gelten; dieser wird auch für das Wachgewerbe und die Weiterbildungsbranche kommen. Ab diesem Zeitpunkt ist der deutsche Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus den osteuropäischen Mitgliedsländern der EU vollständig offen.

Statistik zu Empfängern von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld

Stichtag
Zeitraum
Menschen davon Bedarfs-
gemeinschaften
Quelle
Kinder Alleinstehende
2005 4.890.000 3.300.000 [1]
Juli 2007 7.300.000 3.700.000 [1]
März 2009 7.000.000 1.900.000 1.950.000 3.600.000 [2]
August 2010 6.705.094 1.772.233 2.027.583 3.581.912 [3]

Durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts (vom 9. Februar 2010) wurde die Neuregelung erforderlich. Das Gericht forderte, die Berechnung der Sätze transparenter zu machen. Drei Familien hatten geklagt. Ein Gesetzentwurf der Koalition wurde Ende Dezember 2010 im Bundesrat abgelehnt.

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Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Neue Studie: Jeder Siebte hat schon Hartz IV bezogen auf stern.de
  2. statistik.arbeitsagentur.de Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland, Monatsberichte, März 2009
  3. statistik.arbeitsagentur.de Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland, Monatsbericht August 2010, teilweise Daten für April 2010, Punkt 6.3 und 5.4 auf den Seiten 75 und 76

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