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August 21, 2011

Südengland: Jet der Royal Air Force nach Flugvorführung abgestürzt

Südengland: Jet der Royal Air Force nach Flugvorführung abgestürzt

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Veröffentlicht: 10:46, 21. Aug. 2011 (CEST)
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Red Arrows (Archivbild)

Bournemouth (Vereinigtes Königreich), 21.08.2011 – Ein Jet der wohl besten Kunstfliegerstaffel stürzte unmittelbar nach einer Flugvorführung ab. Nach dem Ende der Flugshow auf dem Bournemouth Air Festival, stürzte ein Hawk Jet der „Red Arrows“, des Kunstflugteams der Royal Air Force, ab. Der 33-jährige Pilot Jon Egging verstarb noch an der Unglücksstelle.

Die Ursache des Unfalls ist noch unbekannt. Eine militärische Flugunfallkommission ist mit der Aufklärung beschäftigt. Nach einem Augenzeugenbericht habe der Jet plötzlich an Höhe verloren und sei dann in flachem Winkel auf einem Feld eingeschlagen.

Nach dem Absturz vom Samstag wird die Flugshow am Sonntag fortgesetzt. Dies war auch der Wunsch der Piloten der „Red Arrows“, allerdings ohne die Formation der Royal Air Force.

Das Kunstflugteam wurde 1964 gegründet. In der vierzigjährigen Geschichte des Teams gingen 16 Flugzeuge verloren, sieben Piloten wurden getötet. Mindestens 1.500 Flugstunden muss ein Pilot hinter sich haben, um die Chance zu haben, bei der Formation mitzufliegen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Luftfahrt
Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Category:Red Arrows“.

Quellen[Bearbeiten]

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June 4, 2011

NATO-Kampfhubschrauber greifen militärische Ziele in Libyen an

NATO-Kampfhubschrauber greifen militärische Ziele in Libyen an

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Veröffentlicht: 18:38, 4. Jun. 2011 (CEST)
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Hubschrauber vom Typ Apache (Archivbild)

Hellfire-Raketen (Archivbild)

Brega (Libyen), 04.06.2011 – NATO-Kampfhubschrauber flogen am Samstag erstmals seit Beginn des NATO-Einsatzes in Libyen Einsätze gegen Ziele in Libyen. Laut Angaben der NATO-Militärführung waren an dem Einsatz in der Nähe der libyschen Hafenstadt Brega Hubschrauber des britischen und französischen Militärs beteiligt.

Zwei der britischen Kampfhubschrauber vom Typ Apache wurden dabei vom Boden aus beschossen. Beide Hubschrauber konnten nach Angaben des britischen Generalmajors Nick Pope vom britischen Verteidigungsministerium zu dem Kriegsschiff der Royal Navy, „HMS Ocean“, zurückkehren, auf dem insgesamt vier Hubschrauber dieses Typs stationiert sind.

Nach NATO-Angaben wurden bei den Angriffen Militärfahrzeuge und militärisches Gerät angegriffen. In der Nähe von Brega wurde demnach eine Radaranlage zerstört. Außerdem wurde ein militärischer Kontrollpunkt in der Nähe der Stadt ins Visier genommen. Bei dem Einsatz kamen Hellfire-Raketen und 30-Millimeter-Kanonen zum Einsatz.

Die Hubschrauber kamen auf Beschluss der britischen Regierung von der vergangenen Woche zum Einsatz. Beobachter sehen darin eine weitere Eskalationsstufe des bewaffneten Konflikts. Durch den Einsatz von Kampfhubschraubern steigt das Risiko für die NATO-Soldaten, da die Hubschrauber sehr tief fliegen und dadurch potentielle Ziele für Luftabwehrstellungen werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Libyen
  • Portal:NATO

Quellen

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March 20, 2011

US-amerikanische und britische Streitkräfte schließen sich Angriffen auf Libyen an

US-amerikanische und britische Streitkräfte schließen sich Angriffen auf Libyen an

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Veröffentlicht: 15:36, 20. Mär. 2011 (CET)
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Muammar al-Gaddafi

Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / London (Vereinigtes Königreich), 20.03.2011 – Nachdem französische Flugzeuge Missionen über Libyen flogen, begannen auch Attacken der Vereinigten Staaten und Großbritannien auf Libyen.

Über 110 Tomahawk-Raketen wurden von US-amerikanischen und britischen Kriegsschiffen und U-Booten im Mittelmeer abgefeuert. Ziele waren Tripolis und andere Militärstützpunkte im ganzen Land. Der Name dieser Operation lautet „Operation Odyssey Dawn“.

David Cameron sagte, dass neben der französischen Luftwaffe auch die britische Luftwaffe an Angriffen teilnehmen werde, die Situation sei durch Gaddafi entstanden. Er habe die internationale Gemeinschaft belogen. Gaddafi habe einen Waffenstillstand versprochen und nicht eingehalten. Er setze die Brutalität gegen sein Volkes fort. Die Zeit zu handeln sei gekommen.

Gaddafi hatte einen Brief an mehrere internationale Führungskräfte aufgesetzt in dem er verlautete: „Libyen gehört nicht euch. Libyen gehört der libyschen Bevölkerung. Die Resolution des Sicherheitsrates ist ungültig. Ihr solltet es nicht wagen in unser Land zu intervenieren.“

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Aufstand in Libyen 2011“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 19.03.2011

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February 16, 2009

Zusammenstoß zweier Atomwaffen-U-Boote im Atlantik

Zusammenstoß zweier Atomwaffen-U-Boote im Atlantik

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Veröffentlicht: 23:58, 16. Feb. 2009 (CET)
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atomar getriebenes Atom-U-Boot vom Typ Triomphant-Klasse (Archivfoto)

Paris (Frankreich), 16.02.2009 – Zunächst galt die höchste Geheimhaltungsstufe, doch nun wurde bestätigt, dass Anfang Februar zwei zirka 150 Meter lange U-Boote der französischen und britischen Atomwaffenstreitkräfte mit je 16 Raketen an Bord zusammengestoßen sind.

Das Pariser Verteidigungsministerium verlautbarte – wie bei Havarien solcher Art gewöhnlich, dass von dem Crash der „HMS Vanguard“ und der „Le Triomphant“ „zu keiner Zeit eine Gefahr ausgegangen“ sei. Die Kriegsboote hätten sich auf einem „Routineeinsatz“ mit geringen Geschwindigkeiten befunden. Es werde untersucht, wie es trotz modernster Ortungstechnik zum Crash kommen konnte.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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June 14, 2008

Ariane transportiert Satelliten für britisches Militär und türkisches Unternehmen ins All

Ariane transportiert Satelliten für britisches Militär und türkisches Unternehmen ins All

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Veröffentlicht: 10:29, 14. Jun. 2008 (CEST)
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Kourou (Frankreich), 14.06.2008 – Die europäische Trägerrakete Ariane (Typ 5ECA) hat zwei Satelliten ins All transportiert. Dabei handelt es sich um die Satelliten „Skynet 5C“ für das britische Militär und „Turksat 3A“ für ein türkisches Telekommunikationsunternehmen.

Der 4.700 Kilogramm schwere Militärsatellit wurde 27 Minuten nach dem Start im Weltall ausgesetzt. Er hat eine voraussichtliche Lebensdauer von 15 Jahren, wurde von der Firma „Astrium“ gebaut und soll eine sichere Kommunikation britischer Militäreinheiten und Regierungsstellen gewährleisten. Die Schwestersatelliten „Skynet 5A“ und „Skynet 5B“ wurden bereits im Jahr 2007 gestartet.

Der Erbauer des 3.110 Kilogramm schweren „Turksat 3A“, der 32 Minuten nach dem Start ausgesetzt wurde, ist die Firma „Thales Alenia Space“. Übertragen werden sollen in den nächsten 20 Jahren Fernsehprogramme und Kommunikationsdienstleistungen.

Der Start erfolgte am 13. Juni um 00:05 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Kourou. Es ist der dritte von insgesamt sieben geplanten Raketenstarts 2008 unter Regie von Arianespace. Ab dem Jahr 2009 soll die Startfrequenz weiter erhöht werden. Gleichzeitig ist es der 25. geglückte Raketenstart dieses Typs in Folge.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

Quellen

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March 2, 2008

Prinz Harry zurück auf britischem Boden

Prinz Harry zurück auf britischem Boden

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Veröffentlicht: 12:05, 2. Mär. 2008 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 02.03.2008 – Prinz Harry ist wieder zurück in Großbritannien, nachdem er zehn Wochen einen vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen Dienst in Afghanistan absolviert hatte. Die Führung der britischen Armee hatte am 29. Februar beschlossen, ihn aus der afghanischen Provinz Helmand zurückzuholen, nachdem bekannt geworden war, dass er aktiv gegen die Taliban kämpfte. Das britische Verteidigungsministerium habe Angst gehabt, dass Prinz Harry zur Zielscheibe der Taliban werden könnte. Über eine US-amerikanische Internetseite sickerte am Donnerstag, den 28. Februar, die Nachricht über seinen Einsatz durch.

Quellen

niederländische Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 01.03.2008.

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December 16, 2007

Basra: Britische Truppen übergeben Kontrolle an Iraker

Basra: Britische Truppen übergeben Kontrolle an Iraker

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Veröffentlicht: 21:05, 16. Dez. 2007 (CET)
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Lage von Basra im Irak

Basra (Irak), 16.12.2007 – Drei Monate, nachdem sich die britischen Truppen aus der Stadt Basra in ihre am Flughafen gelegene Basis zurückgezogen hatten, übergeben sie am heutigen Sonntag endgültig die Kontrolle der Provinz an die Iraker. In einer feierlichen Zeremonie am Flughafen wurde eine entsprechende Absichtserklärung beider Seiten unterzeichnet.

Graham Binns, seit vier Jahren Oberbefehlshaber der Briten in Basra, meint, dass die irakischen Sicherheitskräfte nun ausreichend gerüstet seien, um die Verantwortung für die Sicherheit selbst zu übernehmen.

Der angereiste britische Außenminister David Miliband kommentierte das Ereignis mit den Worten: „Wir übergeben kein Schlaraffenland.“ Obwohl sich in den vergangenen sechs Monaten die Aktivitäten Aufständiger „massiv“ verringert hätten, müsse die Bekämpfung der Kriminalität weiter angegangen werden. Der Irak sei noch ein „sehr gewälttätiger“ Ort.

Wenn es nach dem Willen von Mohammed al-Waili, Gouverneur von Basra, geht, soll die Stadt bis auf die Sicherheitskäfte „waffenfrei“ werden. Eine Umfrage unter den Einwohner der Stadt ergab, dass die große Mehrheit der Befragten eine Verbesserung der Sicherheitslage erwartet. 85 Prozent glauben, die britischen Truppen hätten einen negativen Effekt auf die Entwicklung der Provinz gehabt.

Der britische Premierminister Gordon Brown, der am vergangenen Sonntag überraschend nach Basra reiste und dort die militärische Übergabe bekannt gab, hatte Anfang Oktober angekündigt, die Truppenstärke bis Frühjahr nächsten Jahres von etwa 5000 auf 2.500 Mann zu verringern. Die Soldaten sollen nur noch eingreifen, wenn die Iraker ihre Unterstützung anfordern oder sie selbst angegriffen werden; ansonsten wird der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Ausbildung der irakischen Einheiten liegen.

Seit dem Einmarsch der von der USA angeführten Allianz am 20. März 2003 sind bisher 174 britische Soldaten im Einsatz ums Leben gekommen, zuletzt am vergangenem Mittwoch der 31-jährige Stephen Ferguson bei einem Autounfall.

Trotz der heutigen Übergabe sind die Briten letztendlich bei dem Versuch „gescheitert, Basra sicher zu machen“, kommentiert BBC einen Bericht des britischen Verteidigungskomitees, der Anfang Dezember erschien. Demnach gab es bei der Ausbildung der irakischen Armee „signifikante Fortschritte“ in den letzten Jahren. Elemente der Polizei seien jedoch „mörderisch, korrupt und von Milizen infiltriert“, so der Bericht.

Basra ist nach Muthanna, Maisan und Dhi Qar die vierte und letzte Provinz, die von den Briten ihre Kontrolle wiedererlangt. Mehr als zwei Drittel des gesamten irakischen Ölexports werden über den wichtigen Hafen von Basra am persischen Golf abgewickelt. Die Produktion des Rohstoffes hat nach Angaben der IEA seit kurzem die der Vorkriegszeit wieder überschritten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Irak

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April 4, 2007

Mahmud Ahmadinedschad kündigt Freilassung britischer Soldaten an

Mahmud Ahmadinedschad kündigt Freilassung britischer Soldaten an

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Artikelstatus: Fertig 22:21, 4. Apr. 2007 (CEST)
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Teheran (Iran), 04.04.2007 – Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erklärt, dass er die 15 britischen Soldaten, die vom Iran gefangen gehalten würden, als „Geschenk an die britische Bevölkerung“ begnadigen und frei lassen werde. Die Freilassung wird ihm zufolge sofort geschehen; die Soldaten würden nach der Pressekonferenz zum Flughafen gebracht werden.

Auf einer Pressekonferenz anlässlich des Endes der Sizdah Bedar sagte er, dass die Angehörigen der britischen Marine in iranisches Gebiet eingedrungen wären, und lobte die südwestliche Küstenwache dafür, sie gefangen genommen zu haben. Ihrem Kommandeur, dem Kapitän Abol-Gassem Amangah, verlieh er die Tapferkeitsmedaille dritter Ordnung.

Der Präsident beschuldigte anschließend die britische Regierung, „nicht mutig genug zu sein, um ihrem Volk die Wahrheit zu sagen“ (über den Vorfall).

Das Vereinigte Königreich beharrt darauf, dass sich die gefangenen Seeleute und Marineinfanteristen unter einem Mandat der Vereinigten Nationen in irakischem Gewässer befunden haben, und hat dazu aufgefordert, sie freizulassen.

Der Präsident sagte, dass er den Befehl zur Freilassung aus Anlass des Jahrestags der Geburt des Propheten Mohammed, Mawlid an-Nabi, und aus Anlass von Ostern und Pfingsten gegeben habe.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 04.04.2007

Quellen

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March 23, 2007

Iran nimmt 15 britische Matrosen fest

Iran nimmt 15 britische Matrosen fest – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Iran nimmt 15 britische Matrosen fest

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Artikelstatus: Fertig 23:15, 23. Mär. 2007 (CET)
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Der Vorfall ereignete sich auf einem Teil des iranisch – irakischen Grenzflusses Schatt Al-Arab / Arvand Rud

Teheran (Iran) / London (Vereinigtes Königreich), 23.03.2007 – Iranische Truppen haben im Norden des Persischen Golfs 15 britische Matrosen festgenommen. Die Soldaten, die zur Besatzung der HMS Cornwall gehören, waren in zwei Schlauchbooten unterwegs, um ein Handelsschiff nach Waffen zu durchsuchen. Die HMS Cornwall ist die aktuelle Basis der „Combined Task Force 158“, die unter einem Mandat der Vereinten Nationen agiert. Aufgabe dieses Marineverbandes ist es, die Sicherheit und Stabilität in irakischen Hoheitsgewässern zu sichern und irakische Öldepots zu schützen.

Die HMS Cornwall in Zeebrugge im Juli 2006

Laut britischem Verteidigungsministerium handelte es sich um eine Routineoperation zur Umsetzung der Resolution 1723 des UN-Sicherheitsrates und der Unterstützung der irakischen Regierung. Nach der erfolgreichen Durchsuchung eines Handelsschiffes wurden dieses und die zwei Boote der britischen Regierung von Schiffen der iranischen Marine umringt und in iranisches Hoheitsgebiet eskortiert, so die Darstellung der britischen Marine. Der Vorfall, der vom Pentagon bestätigt wurde, ereignete sich um 10:30 Uhr Ortszeit. „CNN.com“ berichtet unter Berufung auf einen US-amerikanischen Militärvertreter, dass das von den Briten kontrollierte Handelsschiff ein iranisches Schiff sei. Dem CNN-Bericht zufolge haben sich sechs Schiffe der iranischen Revolutionsgarde dem Handelsschiff genähert, als die britischen Soldaten noch an Bord waren. Als iranische Soldaten das Schiff betreten hätten, sei es zu einem Streit darüber gekommen, ob sich die Briten in iranischen oder irakischen Hoheitsgewässern befunden hätten. CNN zitiert einen irakischen Fischer, der behauptet, die britischen Matrosen seien auf dem Schatt al-Arab, dem Zusammenfluss von Euphrat und Tigris, der die Grenze zwischen dem Iran und dem Irak markiert, festgenommen worden. Das britische Außenministerium fordert die sofortige Freilassung, so bestellte die britische Außenministerin Margaret Beckett den iranischen Botschafter ein. Die britische Navy patrouilliert regelmäßig an der südlichen Grenze zwischen dem Iran und dem Irak, um Schmuggel zu verhindern.

Die Regierung in Teheran spricht davon, dass iranisches Hoheitsgebiet verletzt worden sei. Die iranische Regierung bestätigte den Vorfall am Abend, behauptete jedoch, die britischen Soldaten seien in iranische Hoheitsgewässer vorgedrungen.

Die Festnahme der Briten erfolgte möglicherweise im Rahmen eines vom Iran seit dem 23. März 2007 durchgeführten voraussichtlich einwöchigen Manövers, das wiederum eine mögliche Reaktion auf die kürzliche Zunahme westlicher Flugzeugträger in unmittelbarer Nähe des Iran darstellt. So habe sich der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle am 20. März 2007, dem Tag der Verhandlungen über die Ausweitung der UN-Sanktionen gegen den Iran, an der Südküste des Iran mit dem US-amerikanischen Flugzeugträger USS John C. Stennis getroffen.

Möglicherweise ist die Verhaftung der Briten auch eine Reaktion des Iran auf Behauptungen britischer Kommandeure aus Basra, die den Iran vor Kurzem beschuldigten, zu 90 Prozent für die Gewalt im Südirak verantwortlich zu sein und jedem 250 US-Dollar zu bezahlen, der britische Truppen angreifen würde.

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February 21, 2007

Blair kündigt Truppenabzug aus dem Irak an

Blair kündigt Truppenabzug aus dem Irak an

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Artikelstatus: Fertig 21:31, 21. Feb. 2007 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 21.02.2007 – Der britische Premierminister Tony Blair hat gegenüber britischen Parlamentsabgeordneten einen substanziellen Abzug britischer Soldaten aus dem Irak angekündigt. Innerhalb der nächsten Monate würden 1.600 Soldaten das Land verlassen, so Blair. Zurzeit sind 7.100 britische Soldaten im Wesentlichen im Südosten des Irak stationiert. Weitere 500 Soldaten würden ebenfalls im Laufe des Jahres abgezogen.

Die Ankündigung Blairs wurden vom konservativen Oppositionsführer, David Cameron, mit Wohlwollen aufgenommen. Er sagte, der Abzug würde im Unterhaus wie auch im Lande begrüßt. Der Führer der Liberaldemokratischen Partei, Sir Menzies Campbell, erinnerte daran, dass mit dem Abzug der Widerspruch zwischen der vor vier Jahren versprochenen Demokratisierung des Irak und der jetzigen Situation im Irak offenkundig werde. Der Irak befinde sich am Rand eines Bürgerkrieges. Seit dem Beginn des Irak-Krieges im März 2003 wurden 132 britische Soldaten getötet.

Der angekündigte Truppenabzug kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Vereinigten Staaten die Entsendung weiterer 21.500 US-Soldaten in den Irak beschlossen haben. Die USA haben seit dem Beginn des Irak-Krieges im Rahmen der „Koalition der Willigen“ immer das Hauptkontingent der Streitkräfte im Irak gestellt. Zurzeit befinden sich 132.000 US-Soldaten im Irak.

Blairs Ankündigung erfolgt, wie politische Beobachter bemerken, zu einem mit Bedacht gewählten Zeitpunkt. Der britische Premierminister steht am Ende seiner zehnjährigen Amtszeit als oberster politischer Führer seines Landes. Angetreten mit der Hoffnung, dem Land durch ein als „New Labour“ bekannt gewordenes politisches Konzept seinen Stempel aufzuprägen, war die Amtszeit Blairs doch stark durch seine Entscheidung geprägt, den USA in ihrer Irakpolitik politisch und militärisch als treuer Bündnispartner zur Seite zu stehen. Dieser Kurs war in der britischen Bevölkerung von Anfang an umstritten gewesen und hatte Blair gegen Ende seiner Amtszeit immer mehr Popularität gekostet. Selbst der britische Generalstabschef Sir Richard Dannatt hatte eine äußerst kritische Bilanz des britischen Engagements im Irakkrieg gezogen: „Ich sage nicht, dass die Schwierigkeiten, denen wir überall in der Welt ausgesetzt sind, durch unsere Anwesenheit im Irak ausgelöst worden sind. […] Aber es besteht kein Zweifel, dass unsere Irak-Präsenz sie verschlimmert.“ Blairs Ankündigung kommt also zu einem Zeitpunkt, wo der scheidende Premierminister um das Bild besorgt ist, das er als politischer Führer seines Landes hinterlässt. Auf diese Art und Weise kann er, so vermuten Beobachter, zumindest darauf verweisen, dass das britische militärische Engagement im Irak endlich ist.

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