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February 4, 2011

Dänemark: Westergaard-Angreifer wegen Terrorismus verurteilt

Dänemark: Westergaard-Angreifer wegen Terrorismus verurteilt

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Veröffentlicht: 22:38, 4. Feb. 2011 (CET)
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Aarhus (Dänemark), 04.02.2011 – Ein 29-jähriger Somalier wurde von einem Gericht im dänischen Aarhus zu einer neunjährigen Haftstrafe und anschließender Abschiebung aus dem Königreich Dänemark verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, sich mithilfe einer Axt Zugang zur Wohnung des Karikaturisten Kurt Westergaard verschafft zu haben, um ihn zu töten. Der verurteilte Somalier legte Berufung gegen das Urteil ein.

Westergaard hatte sich 2005 an einem Zeitungswettbewerb beteiligt, bei der die gelungenste Karikatur des muslimischen Propheten Mohammed gekürt werden sollte. Er zeichnete Mohammed mit einem wütenden Gesichtsausdruck und einer sich kurz vor der Explosion befindenden Bombe auf dem Turban. Weil eine bildliche Darstellung Mohammeds im Allgemeinen und eine dazu noch nachteilige Darstellung im Besonderen von strenggläubigen Muslimen als eine Beleidigung ihrer Religion aufgefasst wird, hatte Westergaard damals den Zorn eifriger Muslime auf der ganzen Welt auf sich gezogen.

Der nun, allerdings noch nicht letztinstanzlich, verurteilte Somalier hat nach Ansicht des Gerichts am Sylvesterabend 2009 versucht, Westergaard mit einer Axt zu erschlagen. Der Karikaturist konnte sich in einen vor unerwünschten Eindringlingen besonders geschützten Raum in seinem Haus verbergen und von dort aus die Polizei rufen. Der verurteilte Somalier habe vor und in dem Haus mit seiner Axt um sich geschlagen und nach Rache gerufen.

Der Täter habe sich vorher ein Bahnticket von Kopenhagen nach Aarhus ohne Rückfahrschein besorgt, um zum Wohnhaus Westergaards anzureisen. Insbesondere wegen des fehlenden Rückfahrscheins ist das Gericht davon ausgegangen, dass es sich nicht „nur“ um einen Mordversuch, sondern darüberhinaus um einen Terroranschlag gehandelt habe. Offensichtlich habe der Verurteilte einen „Märtyrertod“ geplant. Die Klassifizierung des Delikts als Terrorvergehen ist für die relativ hohe Strafe – Westergaard ist letztlich nichts geschehen – verantwortlich.

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December 29, 2010

Anschlag auf dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ vereitelt

Anschlag auf dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ vereitelt

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Veröffentlicht: 18:03, 29. Dez. 2010 (CET)
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Kopenhagen (Dänemark), 29.12.2010 – Dem dänischen Geheimdienst PET gelang es heute offenbar, einen geplanten Terroranschlag auf die Redaktionsräume der dänischen Tageszeitung „Jyllands-Posten“ zu verhindern. Wie mitgeteilt wurde, konnten vier Verdächtige festgenommen werden. Behördenleiter Jacob Scharf erklärte, die vier Tatverdächtigen wollten „in das Gebäude eindringen und so viele Menschen wie möglich töten“.

Drei der vier Männer stammten nach PET-Angaben aus Schweden; alle gehörten radikal-islamistischen Organisationen an. Im September 2005 war die dänische Zeitung Jyllands-Posten durch die Veröffentlichung der so genannten Mohammed-Karikaturen international bekannt geworden. In islamischen Ländern gab es von gläubigen Muslimen heftige Proteste gegen die Veröffentlichung der Karikaturen, die darin eine Beleidigung des Propheten Mohammed sahen. Dabei kam es teilweise zu gewaltsamen Aktionen. Die dänische Botschaft in Jakarta wurde von Muslimen gestürmt. Auch das Leben des Karikaturisten Kurt Westergaard war mehrfach bedroht worden. International sorgte der Karikaturenstreit für eine Diskussion um die Freiheit der Presse.

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January 8, 2010

Die norwegische Zeitung „Aftenposten“ druckt Mohammed-Karikaturen erneut ab

Die norwegische Zeitung „Aftenposten“ druckt Mohammed-Karikaturen erneut ab

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Veröffentlicht: 19:38, 8. Jan. 2010 (CET)
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Oslo (Norwegen), 08.01.2010 – Aus Solidarität mit dem dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard, der am ersten Januar des Jahres fast Opfer eines Attentats geworden wäre, veröffentlichte die Osloer Tageszeitung Aftenposten in ihrer heutigen Freitagsausgabe einen Ausriss der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten mit einigen ausgewählte Karikaturen des Zeichners, die in dort am 30. September 2005 abgedruckt worden waren und dann zu dem sogenannten Karikaturenstreit geführt hatten. Auf den Karikaturen war der islamische Religionsgründer Mohammed abgebildet. „Wir haben immer das Recht der Medien verteidigt, diese Karikaturen zu drucken“, sagte Chefredakteurin Hilde Haugsgjerd.

Der aus Somalia stammende mutmaßliche Islamist war am Neujahrstag gewaltsam in die Wohnung des Karikaturisten eingedrungen.

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