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November 14, 2012

Verlag der „Frankfurter Rundschau“ stellt Antrag auf Insolvenz

Verlag der „Frankfurter Rundschau“ stellt Antrag auf Insolvenz

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Veröffentlicht: 03:09, 14. Nov. 2012 (CET)
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Verlagsgebäude der Frankfurter Rundschau am Karl-Gerold-Platz in Frankfurt-Sachsenhausen

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.11.2012 – Beim Amtsgericht Frankfurt am Main ist am Dienstagmorgen der Insolvenzantrag des Unternehmens Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH gestellt worden. In dem Haus erscheint die seit 1945 bestehende Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“. Zum Insolvenzverwalter des Unternehmens wurde der Rechtsanwalt Frank Schmitt bestellt. Rund 500 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Sie wurden in einer Betriebsversammlung über die Stellung des Insolvenzantrages informiert.

Die Gewerkschaft VerDi zeigte sich von der Entwicklung überrascht. „Wir hatten gehofft, dass es andere Lösungen gibt“, äußerte sich der hessische Landesfachbereichsleiter für Medien, Kunst und Industrie der Gewerkschaft Manfred Moos. Noch nicht absehbar sind nach Auskunft des Betriebsratsvorsitzenden Alfred Hase die Auswirkungen auf die „Berliner Zeitung“, die mit der „Frankfurter Rundschau“ einen Teil der Redaktion gemeinsam hat.

Die traditionsreiche Frankfurter Zeitung ist seit einigen Jahren unrentabel. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg, Minderheitenbeteiligungen halten die Karl-Gerold-Stiftung und die der SPD gehörende Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG). Gerüchte über eine Schließung waren von DuMont wiederholt dementiert worden. In den letzten zehn Jahren war die täglich verkaufte Auflage von rund 183.000 auf etwa 118.000 Exemplare zurückgegangen.

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July 5, 2012

Eltville am Rhein: Psychatrische Klinik in Brand gesetzt

Eltville am Rhein: Psychatrische Klinik in Brand gesetzt

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Veröffentlicht: 03:16, 5. Jul. 2012 (CEST)
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Psychatrische Klinik Eichberg in Eltville am Rhein

Eltville am Rhein (Deutschland), 05.07.2012 – Im Gebäude 8 der psychatrischen Klinik in Eltville am Rhein brach in dem Zimmer einer 55-jährigen, offensichtlich stark alkoholisierten Frau ein Brand aus. Die Patientin bekam das Feuer nicht mehr unter Kontrolle, so dass das Feuer auch auf andere Zimmer überging. Die Frau und vier weitere Patienten mussten von der Feuerwehr aus dem brennenden Haus gerettet werden. Alle geretteten Personen erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Ein 54-jähriger Feuerwehrmann erlitt während der Rettungsmaßnahmen einen Herz-Kreislaufstillstand und musste von einem anwesenden Notarzt reanimiert werden.

Im Bezug auf die Brandursache wurden die Ermittlungen von der Kriminalpolizei Wiesbaden aufgenommen. Der alkoholisierten Patientin wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen die 55-Jährige wird nun wegen besonders schwerer Brandstiftung ermittelt. Wie hoch der Sachschaden ist, ist derzeit noch unklar. Heute wird die Arbeit der Brandermittler an der Brandstelle aufgenommen.

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February 10, 2012

Nach Anschlag auf US-Soldaten am Flughafen Frankfurt lautet das Urteil „Lebenslang“

Nach Anschlag auf US-Soldaten am Flughafen Frankfurt lautet das Urteil „Lebenslang“

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Veröffentlicht: 21:11, 10. Feb. 2012 (CET)
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Landgericht Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland), 10.02.2012 – Der jetzt 22 Jahre alte Arid U. hat den ersten islamistisch motivierten Mordanschlag in Deutschland begangen. Am 02.03.2011 hatte er am Flughafen in Frankfurt in einem Bus zwei amerikanische Soldaten erschossen und zwei weitere durch Schüsse schwer verletzt. Jetzt wurde er vom Landgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt.

Das Urteil lautet auf zweifachen Mord in Tateinheit mit drei versuchten Morden und zweifacher schwerer Körperverletzung. Nur einer Ladehemmung hatten weitere Soldaten ihr Leben zu verdanken. Der Staatsschutzsenat stellte im Urteil die besondere Schwere der Schuld fest. Somit kann der junge Kosovoalbaner nicht nach 15 Jahren entlassen werden. Nach der Haft dürfte er in sein Heimatland abgeschoben werden. Ohne mit der Mine zu zucken, nahm er den Urteilsspruch entgegen.

Die Bundesanwaltschaft argumentierte vor Gericht: „Arid U. hat möglichst viele amerikanische Soldaten, die auf dem Weg nach Afghanistan waren, töten wollen und nur durch die Ladehemmung seiner Waffe ist er davon abgehalten worden. Er hat seinen persönlichen Beitrag zum Dschihad in Afghanistan leisten wollen“. Die Anwendung von Jugendstrafrecht kam nicht mehr in Frage, da er kurz vor der Tat 21 Jahre alt geworden war. Im Alter von 18 bis 20 Jahren hätte er als Heranwachsender gegolten und je nach seiner geistigen Entwicklung hätte das für ihn günstigere Jugendstrafrecht angewendet werden können; dies hätte eine Höchststrafe von zehn Jahren für Mord vorgesehen.

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September 30, 2011

Hessen: Verbot für zwei Hells-Angels-Clubs

Hessen: Verbot für zwei Hells-Angels-Clubs

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Veröffentlicht: 16:36, 30. Sep. 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 30.09.2011 – In Hessen ließ der dortige Innenminister Boris Rhein (CDU) zwei Ableger der Hells Angels verbieten. Das teilte er auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag mit. Die Rocker-Clubs “Westend” und “Frankfurt” würden gegen Strafgesetze verstoßen und hätten den Zweck, in ihrem Gebiet „kriminelle Macht zu entfalten und Gebiets- und Machtansprüche durchzusetzen“, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. “Viele Mitglieder sind wegen Gewalt-, Drogen- oder Waffendelikten polizeibekannt. Gegen einige laufen derzeit staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren”, zitiert hr-online den Innenminister. Die beiden sogenannten Charter sollen den Drogenhandel und das Bordell-Geschäft am Frankfurter Bahnhof kontrollieren.

Durch das Verbot dürfen die Kennzeichen der Clubs nicht mehr öffentlich verwendet und verbreitet werden. Ersatzorganisationen sind ebenfalls verboten. Außerdem wurde das Vermögen der beiden Gruppen beschlagnahmt. “So können sich die verbotenen Rockerclubs nicht mehr länger als Organisationen in der Öffentlichkeit präsentieren”, sagte Rhein, und weiter: “Sollte gegen das Verbot verstoßen werden, greifen wir hart durch”.

Das Innenministerium dementierte Berichte, nach denen in der Nacht zum Freitag ein Clubhaus der “Westend” – Gruppe am Frankfurter Hauptbahnhof durchsucht worden sei. Es seien lediglich Schilder abmontiert worden. Dass die Beamten möglicherweise auch im Haus waren, sei aber möglich. Es habe aber keine Festnahmen gegeben. Mehrere SEK-Beamte seien an der Aktion beteiligt gewesen.

Kontakte zu den Hells Angels

Boris Rhein steht in der Kritik: Vor einigen Wochen hatte der Spiegel berichtet, der Innenminister habe Kontakte zu den Hells Angels. In einem Telefonabhör-Protokoll hätte sich ein führendes Mitglied der Rocker mit guten Kontakten zu Rhein gebrüstet. Er sei bereits einmal in das Bahnhofsviertel gekommen, um bei Problemen mit der Straßenprostitution zu helfen. Rhein hatte die Vorwürfe damals zurückgewiesen. Ende 2010 wurden Vorwürfe gegen Beamte der hessischen Polizei laut; sie sollen Informationen an die Rocker verkauft und mit Drogen gehandelt haben. Fünf Polizisten, darunter auch ein Hauptkommissar des LKA, waren vom Dienst suspendiert worden. Gegen drei von ihnen sei inzwischen ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet worden.

Im Frühjahr 2010 hatte bereits das Land Schleswig-Holstein die Hells Angels-Gruppe in Flensburg und eine Filiale der konkurrierenden Bandidos in Neumünster geschlossen. Auch Baden-Württemberg hatte vor kurzem nachgezogen. In Hamburg war bereits in den Achtzigern die erste Hells Angels – Gruppe verboten worden.

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June 14, 2011

Hessentag: Luftschiff stürzt brennend ab – Pilot kommt ums Leben

Hessentag: Luftschiff stürzt brennend ab – Pilot kommt ums Leben

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Veröffentlicht: 07:18, 14. Jun. 2011 (CEST)
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Ein sehr ähnliches Luftschiff von Goodyear (Aufnahme ca. 2010)

Reichelsheim (Deutschland), 14.06.2011 – Am Pfingstsonntag geriet am Rande des Hessentags das Luftschiff „Spirit of Safety I“ (Kennung G-TLEL) der Firma Goodyear, das unter anderem von der Deutschen Verkehrswacht gesponsert war, nach einer missglückten Landung in Brand und stürzte ab.

Das Luftschiff vom Typ Lightship A60, ein sog. Blimp, dessen Form durch den Druck des Füllgases aufrechterhalten wird, war auf dem Rückflug von einer Berichterstattung im Rahmen des Hessentags in Oberursel (Taunus), wo zwei RTL-Reporter und ein „Bild“-Fotograf unter anderem Bilder vom Auftritt der Popgruppe Roxette machen sollten. Gegen 20.15 Uhr brach nach dem Aufsetzen auf dem Landeplatz bei Reichelsheim das einachsige Fahrwerk unter dem Landekorb des Zeppelins. Im Bereich der Motoren brach in der Folge ein Feuer aus. Der Pilot befahl den Fahrgästen, aus einer Höhe von etwa zwei Metern abzuspringen. Durch den Gewichtsverlust stieg das brennende Luftschiff anschliessend in die Höhe, während sich das Feuer über das Luftschiff ausbreitete. Anschliessend stürzte das noch brennende Fluggerät auf eine Wiese, wo es ausbrannte. Der Pilot kam dabei ums Leben. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Gegensatz zu frühen, mit Wasserstoff gefüllten Zeppelinen, sind heutige Luftschiffe mit Helium gefüllt, welches selbst nicht brennbar ist.

Alle Termine des Reifen- und Luftschiffherstellers Goodyear auf dem Hessentag wurden abgesagt. Ein baugleiches Luftschiff darf bis zur endgültigen Klärung des Flugunfalls nicht starten.

Nach Meinung eines Experten hat sich der 52-jährige Pilot für seine Passagiere „geopfert“. Ihm sei klar gewesen, dass das Luftschiff nach dem Abspringen der Passagiere wieder aufsteigen würde. Außerdem habe er einem Passagier noch beim Ausstieg geholfen. Der Australier soll einer der weltweit erfahrensten Piloten gewesen sein.

Themenverwandte Artikel

  • München: Großalarm wegen vermeintlichen Zeppelinbrandes (14.10.2005)

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May 19, 2011

Frankfurt am Main: Messerstecherin im Jobcenter durch Polizistin erschossen

Frankfurt am Main: Messerstecherin im Jobcenter durch Polizistin erschossen

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Veröffentlicht: 21:05, 19. Mai 2011 (CEST)
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Polizeistern Hessen.JPG

Frankfurt am Main (Deutschland), 19.05.2011 – Als am Donnerstag eine Polizeistreife in ein Frankfurter Jobcenter gerufen wurde, attackierte eine 39-jährige Arbeitslose den eintreffenden Streifenbeamten mit einem Messer. Seine 28-jährige Kollegin zog die Waffe und schoss der Angreiferin einmal in den Bauch. Im Krankenhaus erlag sie 90 Minuten später der Schussverletzung.

Nach einem Streit war die 39-Jährige vom Sicherheitspersonal um 8.50 Uhr aus den Räumlichkeiten des Jobcenters verwiesen worden. Dies akzeptierte sie nicht und begann so heftig zu randalieren, dass die Polizei gerufen wurde. Bei der Ausweiskontrolle holte die aggressive Frau ein Messer aus der Tasche und stach dem 30-jährigen Beamten mehrmals in den Bauch. Bei dem Versuch das Messer abzuwehren, wurde er zudem am Arm verletzt. Der Zustand des Polizeibeamten ist inzwischen stabil.

In dem Jobcenter werden insbesondere Wohnsitzlose und suchtkranke Personen betreut.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren
  • Portal:Polizeieinsätze
  • Portal:Frankfurt am Main

Quellen

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April 2, 2011

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

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Veröffentlicht: 21:12, 2. Apr. 2011 (CEST)
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Thilo Sarrazin bei einer Buchpräsentation (Aug. 2010)

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Man könnte ja auf die Idee kommen, dass auch Erbfaktoren für das Versagen von Teilen der türkischen Bevölkerung im deutschen Schulsystem verantwortlich sind.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. Wikipedia

Berlin (Deutschland), 02.04.2011 – Als Befreiungsschlag für die Berliner FDP, um aus dem Umfragetief herauszukommen, servierte der Berliner Tagesspiegel seinen Lesern gestern die Meldung: „Sarrazin kandidiert für Berliner FDP“. Der FDP-Landesvorstand verspreche sich von der Kandidatur Sarrazins ein zweistelliges Ergebnis bei den nächsten Wahlen. Das war natürlich ein Aprilscherz. Jedenfalls löste die Veröffentlichung in dem Internetportal der Zeitung einen Ansturm von 800 Kommentaren aus, immerhin waren auch 600 dabei, die das Ganze sofort als Aprilscherz erkannten.

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. wirtschaftsblatt.at

Thilo Sarrazin (zurzeit noch SPD-Mitglied; gegen ihn läuft ein Ausschlussverfahren) war mit bizarren Thesen über Sozialleistungsempfänger und in Deutschland lebende Ausländer in Erscheinung getreten. Muslimischen Migranten hatte er erbliche Dummheit unterstellt und ein „jüdisches Gen“ postuliert. Sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ wurde in Deutschland in einer Auflage von 1,25 Millionen Exemplaren verkauft (Stand: Dezember 2010).

Die extreme Rechte in Deutschland hatte in dem Sarrazin-Buch eine Unterstützung für ihre nationalistischen Thesen gesehen. Bei den Kommunalwahlen in Hessen hatte die NPD auf einem Werbeplakat mit dem Buchcover von Sarrazins Buch und der Bildunterschrift „Sarrazin hat recht!“ geworben. Der Verlag Random House, der den Bestseller herausgebracht hatte, konnte sich dagegen jedoch gerichtlich erfolgreich wehren. Die NPD darf das Buchcover jetzt nicht mehr für Propagandazwecke benutzen.

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Quellen

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April 1, 2011

Zwangsabschaltung von Biblis A: RWE verklagt das Land Hessen

Zwangsabschaltung von Biblis A: RWE verklagt das Land Hessen

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Veröffentlicht: 19:29, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Biblis A – Kühltürme

Essen / Kassel (Deutschland), 01.04.2011 – Das könnte teuer werden. Der Energieversorger RWE, genauer: seine Tochtergesellschaft RWE Power, der unter anderem das Kernkraftwerk Biblis gehört, reichte heute vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage gegen die von der hessischen Landesregierung angeordnete einstweilige Stilllegung des Kernkraftwerks Biblis A vom 18. März 2011 ein. Die Stilllegungsverfügung für Biblis A steht im Zusammenhang mit dem dreimonatigen Moratorium für veraltete Kernkraftwerke in Deutschland, das die deutsche Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe in dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima I beschlossen hatte.

RWE begründet die Klage damit, dass nach seiner Rechtsauffassung „die Voraussetzungen der von der Bundesregierung herangezogenen Rechtsgrundlage für diese Maßnahme nach §19 des Atomgesetzes“ nicht vorlägen – so steht es in einer Presseerklärung des Unternehmens. Die geltenden Sicherheitsanforderungen würden erfüllt. Das Unternehmen erklärt außerdem, es unterstütze „die von der Bundesregierung beschlossene Sicherheitsüberprüfung aller seiner Kernkraftwerke“.

Die Mitbewerber im Strommarkt, die Unternehmen E.ON, dem die KKWs Isar 1 und Unterweser gehören, und Vattenfall (zurzeit keine Atommeiler am Netz), wollen dem Beispiel von RWE nicht folgen. Der baden-württembergische Energieversorger EnBW, dem das ebenfalls abgeschaltete Kernkraftwerk Neckarwestheim gehört, prüft noch den Bescheid vom 16. März[1], der im Zusammenhang mit dem Moratorium ergangen war.

Bei dem Reaktorblock Biblis A handelt es sich um den ältesten Atommeiler in Deutschland, der 1974 ans Netz gegangen war. Der Streitwert, um den es hier geht, lässt sich ermessen, wenn in Rechnung gestellt wird, dass mit einem Kraftwerk von der Größe von Biblis A nach groben Schätzungen eine Million Euro pro Tag verdient werden kann.

Die Regierung Merkel/Westerwelle hatte nach der Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima I ein Moratorium für die sieben ältesten Atommeiler in Deutschland beschlossen. Die erst im Herbst 2010 beschlossene Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Kernkraftwerke war damit zunächst auf Eis gelegt worden. Bei der Zwangsabschaltung dieser Kernkraftwerke hatte sich die Bundesregierung auf das Atomgesetz (Paragraf 19, Absatz 3 des Atomgesetzes) berufen. Der Paragraf 19 ermöglicht staatliche Anordnungen zur Gefahrenabwehr, womit Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachgüter gemeint sind. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hatte in diesem Zusammenhang von einer vorsorgenden Maßnahme gesprochen. Die Umsetzung des Moratoriums liegt jedoch bei den Bundesländern, die für die Kernkaftwerke in ihrem Zuständigkeitsbereich laut Atomgesetz die Aufsicht ausüben. Die rechtliche Position der schwarz-gelben Bundesregierung halten einige Juristen für angreifbar. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sagte, er halte die Verfügungen des Landesregierungen zur Abschaltung der Kernkraftwerke für verfassungsrechtlich nicht haltbar. In einem Zeitungsinterview sagte Papier, die Bundesregierung habe „keine Rechtsgrundlage für das Moratorium“.

Mit einem Urteil werde „nicht innerhalb der nächsten Wochen“ gerechnet, heißt es in einer Erklärung des Gerichts.

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Quellen

Fußnoten

  1. Umweltministerium Baden-Württemberg: Moratorium: Kernkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg 1 müssen vom Netz gehen (16.03.2011)

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Größter Münzskandal seit Einführung des Euro – Metallschrott in Euro-Scheine verwandelt

Größter Münzskandal seit Einführung des Euro – Metallschrott in Euro-Scheine verwandelt

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Veröffentlicht: 06:20, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 01.04.2011 – Eine kriminelle Bande kaufte tonnenweise verschrottete Euromünzen auf und schaffte diese nach China, dort wurden sie aufbereitet und von Flugbegleitern der Lufthansa nach Deutschland zurückgebracht. Es folgte der Umtausch in Scheine bei der Deutschen Bundesbank. Jetzt schlugen die Ermittler zu. Zehn Objekte (Wohnungen, Firmen und Büros im Rhein-Main-Gebiet) wurden durchsucht, sechs Personen wurden festgenommen, vier davon sind Chinesen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt gegen 25 Personen wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld. Bandenmitglieder ersteigerten den Münzschrott. Die entkernten Münzen wurden nach China gebracht und dort wieder zusammengesetzt. Flugbegleiter der Lufthansa brachten sie auf ihren Flügen wieder nach Deutschland, immer in Beträgen unter 10.000 Euro. Damit war die Einfuhr des Geldes nicht anzeigepflichtig.

Anfang 2010 hatte eine Stewardess ein Problem mit ihrer Tasche, sie war zu schwer für sie. Es fiel auf, dass sie tausende Euro Kleingeld bei sich hatte. Das Kommissariat 65 in Frankfurt am Main nahm die Ermittlungen auf. Ein Jahr dauerte es, bis der Modus und die Strukturen der Bande aufgedeckt waren. Mindestens sechs Millionen Euro kriminelle Gewinne wurden erzielt. Jetzt drohen den Tätern empfindliche Freiheitsstrafen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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March 3, 2011

Schüsse auf US-Soldaten – Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen

Schüsse auf US-Soldaten – Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen

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Veröffentlicht: 19:33, 3. Mär. 2011 (CET)
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US-Soldaten gehen an Bord einer Lockheed C-141C Starlifter auf der Air Force Base Ramstein

Frankfurt am Main (Deutschland), 03.03.2011 – Der 21-jährige Kosovare Arid U. wurde gestern im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens von Beamten der Bundespolizei festgenommen. Mit einer Pistole hatte er auf US-Soldaten geschossen die sich in einem Bus im öffentlichen Bereich des Frankfurter Flughafens befanden. Zwei Soldaten wurden getötet, zwei weitere verletzt, einer davon lebensgefährlich.

Am Mittwoch Abend hatte der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) und die Frankfurter Polizei zunächst noch erklärt, es gäbe keine Anhaltspunkte für einen Anschlag. Der amerikanische Kongressabgeordnete Patrick Meehan in Washington dagegen erklärte, es sehe nach einem Terroranschlag aus. Staatsanwaltschaft und Polizei in Frankfurt gaben am Donnerstag bekannt, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen hat.

Nach Auskunft der Generalbundesanwaltschaft besteht der Verdacht, dass es sich bei dem Attentat um eine islamistisch motivierte Tat handelt, die Tatumstände sprächen dafür. Die erste Meldung, dass es in dem Bus zu einem Streit gekommen sei, bestätigte sich nicht. Aus Sicherheitskreisen wird berichtet, dass die Tat gut vorbereitet war, dem Täter müssen die Abläufe am Flughafen gut bekannt gewesen sein. Die Vermutung, dass der Kosovare am Flughafen gearbeitet hat, wurde von der Polizei nicht bestätigt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AP gab der Innenminister Kosovos an, Bajram Rexhepi, dass der Schütze Arif U. aus Mitrovica stammt und Staatsbürger des Kosovo ist.

Die angegriffenen Soldaten sind am Stützpunk Lakenheath in Großbritannien stationiert. Mit dem Bus sollten sie ins rheinland-pfälzische Ramstein gebracht werden. Die US-Airbase in Ramstein teilte mit, dass sie für die Unterstützung von Einsätzen in Übersee geplant waren.

Arif U. lebt seit vielen Jahren in Frankfurt am Main. Er soll Kontakte zu Islamisten haben. In einem Internetforum wird er als „Dschihadist“ bezeichnet. Auf seiner Facebookseite bezeichnet er sich selbst als Islamist.

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherten, dass alles zur Aufklärung der Tat unternommen wird. Die Bundeskanzlerin sprach von einem „furchtbaren Ereignis“. Die Polizeipräsenz am Flughafen Frankfurt wurde verstärkt.

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