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January 22, 2012

Mönchengladbach: Sechs Festnahmen nach Schlägerei verfeindeter Rockergruppen

Mönchengladbach: Sechs Festnahmen nach Schlägerei verfeindeter Rockergruppen

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Veröffentlicht: 09:15, 22. Jan. 2012 (CET)
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Gruppe von Angehörigen der Hells Angles (Archivaufnahme)

Mönchengladbach (Deutschland), 22.01.2012 – In der Nacht zum Sonntag trafen vor einer Diskothek in Mönchengladbach zwei Gruppen von Rockern aufeinander. Es kam zu einer Schlägerei, in deren Verlauf vier Personen verletzt wurden, eine davon lebensgefährlich durch einen Stich. Bei den Rockern handelt es sich um Angehörige der „Bandidos“ und der „Hells Angels“. Sechs der Personen wurden durch die Polizei festgenommen.

Die Hells Angles wurden 1948 gegründet und sind in 32 Ländern aktiv. Durch Behörden und Medien wird der Club immer wieder mit Gewalt- und Drogendelikten, Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und Schutzgelderpressungen in Verbindung gebracht.

Die Bandidos wurden 1966 in Houston, Texas, gegründet. Sie sind in 17 Ländern vertreten. In einigen deutschen Bundesländern wird der Rockerclub wegen seiner Nähe zur Organisierten Kriminalität (OK) durch den Verfassungsschutz beobachtet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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January 4, 2012

Berlin-Reinickendorf: Vereinsheim des Rockerclubs Bandidos beschossen

Berlin-Reinickendorf: Vereinsheim des Rockerclubs Bandidos beschossen

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Veröffentlicht: 21:41, 4. Jan. 2012 (CET)
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Vereinsheim des Rockerclubs Bandios in Berlin (Archivaufnahme)

Berlin (Deutschland), 04.01.2012 – In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde das Vereinsheim des Rockerclubs Bandidos in Berlin in der Provinzstraße beschossen. Die Polizei hatte am Vormittag mehrere Einschusslöcher in der Wand und in den Fenstern entdeckt. Gegen Mitternacht, hatten Anwohner mehrere Schüsse gehört.

Für mehrere Stunden wurde die Straße vor dem Clubhaus gesperrt, so konnte der Erkennungsdienst die Spurensicherung durchführen. Das Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen übernommen. Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Verletzt wurde niemand, vermutlich war zum Zeitpunkt der Schussabgabe niemand in den Räumlichkeiten.

Möglicherweise ist das Motiv der Tat in dem seit Jahren schwelenden Streit zwischen den Rockerclubs Hells Angles und Bandidos zu finden. Im August 2007 hatte der Boss der Bandidos einem Mitglied der Hells Angles ein Messer in den Oberschenkel gerammt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren
  • Portal:Recht in Berlin

Quellen[Bearbeiten]

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September 30, 2011

Hessen: Verbot für zwei Hells-Angels-Clubs

Hessen: Verbot für zwei Hells-Angels-Clubs

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Veröffentlicht: 16:36, 30. Sep. 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 30.09.2011 – In Hessen ließ der dortige Innenminister Boris Rhein (CDU) zwei Ableger der Hells Angels verbieten. Das teilte er auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag mit. Die Rocker-Clubs “Westend” und “Frankfurt” würden gegen Strafgesetze verstoßen und hätten den Zweck, in ihrem Gebiet „kriminelle Macht zu entfalten und Gebiets- und Machtansprüche durchzusetzen“, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. “Viele Mitglieder sind wegen Gewalt-, Drogen- oder Waffendelikten polizeibekannt. Gegen einige laufen derzeit staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren”, zitiert hr-online den Innenminister. Die beiden sogenannten Charter sollen den Drogenhandel und das Bordell-Geschäft am Frankfurter Bahnhof kontrollieren.

Durch das Verbot dürfen die Kennzeichen der Clubs nicht mehr öffentlich verwendet und verbreitet werden. Ersatzorganisationen sind ebenfalls verboten. Außerdem wurde das Vermögen der beiden Gruppen beschlagnahmt. “So können sich die verbotenen Rockerclubs nicht mehr länger als Organisationen in der Öffentlichkeit präsentieren”, sagte Rhein, und weiter: “Sollte gegen das Verbot verstoßen werden, greifen wir hart durch”.

Das Innenministerium dementierte Berichte, nach denen in der Nacht zum Freitag ein Clubhaus der “Westend” – Gruppe am Frankfurter Hauptbahnhof durchsucht worden sei. Es seien lediglich Schilder abmontiert worden. Dass die Beamten möglicherweise auch im Haus waren, sei aber möglich. Es habe aber keine Festnahmen gegeben. Mehrere SEK-Beamte seien an der Aktion beteiligt gewesen.

Kontakte zu den Hells Angels

Boris Rhein steht in der Kritik: Vor einigen Wochen hatte der Spiegel berichtet, der Innenminister habe Kontakte zu den Hells Angels. In einem Telefonabhör-Protokoll hätte sich ein führendes Mitglied der Rocker mit guten Kontakten zu Rhein gebrüstet. Er sei bereits einmal in das Bahnhofsviertel gekommen, um bei Problemen mit der Straßenprostitution zu helfen. Rhein hatte die Vorwürfe damals zurückgewiesen. Ende 2010 wurden Vorwürfe gegen Beamte der hessischen Polizei laut; sie sollen Informationen an die Rocker verkauft und mit Drogen gehandelt haben. Fünf Polizisten, darunter auch ein Hauptkommissar des LKA, waren vom Dienst suspendiert worden. Gegen drei von ihnen sei inzwischen ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet worden.

Im Frühjahr 2010 hatte bereits das Land Schleswig-Holstein die Hells Angels-Gruppe in Flensburg und eine Filiale der konkurrierenden Bandidos in Neumünster geschlossen. Auch Baden-Württemberg hatte vor kurzem nachgezogen. In Hamburg war bereits in den Achtzigern die erste Hells Angels – Gruppe verboten worden.

Quellen[Bearbeiten]

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March 2, 2011

Prozess gegen führendes Mitglied des Hells-Angels-Chapters Heilbronn

Prozess gegen führendes Mitglied des Hells-Angels-Chapters Heilbronn

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Veröffentlicht: 18:29, 2. Mär. 2011 (CET)
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Kokain

Heilbronn (Deutschland), 02.03.2011 – Der 48-jährige Eric L., seine 38-jährige Ehefrau und sein 59-jähriger Schwiegervater müssen sich seit Mittwoch, dem 2. März 2011, vor dem Landgericht Heilbronn wegen bandenmäßigem Drogenhandel verantworten. Drogenfahnder hatten den Schwiegervater im Juni 2010 mit einem Kilogramm Kokain erwischt. Drahtzieher soll Eric L. gewesen sein. Er tauchte bei den österreichischen Hells Angels unter, als er von der Sicherstellung erfahren hatte. Er hatte zuvor den Verkauf von Drogen innerhalb und außerhalb des Rockerklubs organisiert.

Nach zwei Monaten wurde der 48-jährige „Sergeant at arms“ des Heilbronner Chapters der Hells Angels durch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen. Er war als gewalttätig bekannt und hatte bereits öfter mit der Polizei zu tun.

Der Ehefrau und ihrem Mann wird weiter vorgeworfen, eine Indooranlage für die Canabisproduktion betrieben und die Ernte vermarktet zu haben. Die Anklageschrift gegen den Rocker enthält zudem den Vorwurf eines Vergehens nach dem Waffengesetz.

Zum Prozess ist ein Gutachter geladen, der Auskunft über die Drogenabhängigkeit des 48-Jährigen geben soll. Die Anwältin Anke Stiefel-Bechdolf kündigte an, dass man nicht damit rechnen müsse, dass Mitglieder des Rockerklubs zur Verhandlung kommen würden. Das Landgericht ordnete ungeachtet dessen Einlasskontrollen vor dem Gerichtssaal an.

Die Hells Angles sind in 30 Ländern in Chaptern organisiert. Immer wieder geraten sie ins Visier der Polizei: wegen Drogenhandels, Zuhälterei, Gewaltdelikten und Waffenhandels. Die Gründung erfolgte 1948 durch Harley-Davidson-Liebhaber im US-Bundesstaat Kalifornien. In Deutschland sind sie seit 1978 organisiert. Der „Sergeant at Arms“ überwacht die Clubdisziplin, die Einhaltung der selbst gegebenen Regeln.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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