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November 26, 2014

Viele Opfer nach Unwetter in Marokko

Viele Opfer nach Unwetter in Marokko – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Viele Opfer nach Unwetter in Marokko

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Veröffentlicht: 16:04, 27. Nov. 2014 (CET)
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Morocco, region Guelmim-Es Semara, province Guelmim.png

Guelmin (Marokko), 26.11.2014 – Nach heftigem Starkregen sind im Süden von Marokko nach Medienangaben mindestens 32 Menschen zu Tode gekommen. Alleine in der marokkanischen Stadt Guelmin wurden 24 Menschen getötet. In einem Flussbett das schon lange kein Wasser mehr führte, ergoss sich eine gewaltige Wasserflut und riss hier elf Menschen in den Tod. Der Nachrichtensender des Marokkanischen Fernsehens zeigte Bilder wie die Wassermassen mit einer enormen Geschwindigkeit durch das Tal von Guelmin rauschten. Häuser, Bäume und Autos wurden mitgerissen. 214 Bewohner und Urlauber konnten bis jetzt gerettet werden, viele werden noch vermisst, sie werden laut Ministerium zurzeit mit 330 Booten und 130 Geländewagen gesucht. Der Marokkanische König Mohammed VI. kündigte an, er werde für die Kosten der Beerdigung der Toten und der Pflege der Verletzten aufkommen.

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June 19, 2011

Verfassungsreform: Marokkanischer König macht Zugeständnisse

Verfassungsreform: Marokkanischer König macht Zugeständnisse

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Veröffentlicht: 14:35, 19. Jun. 2011 (CEST)
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Mohammed VI.

Rabat (Marokko), 19.06.2011 – Vor dem Hintergrund der Proteste in der arabischen Welt hat nun der marokkanische König Mohammed VI. der Öffentlichkeit in einer vom Fernsehen und Radio übertragenen Rede an die Nation am Freitagabend, den 17. Juni 2011, die Grundzüge einer Verfassungsreform vorgestellt. Bereits am 1. Juli soll es hierüber eine Volksabstimmung geben.

Der König hatte bereits im März angekündigt, Verfassungsänderungsvorschläge ausarbeiten zu lassen. Der Vorsitzende des dafür eingesetzten Gremiums, Abdeltif Menouni, übergab dem König am 17. Juni den hieraus hervorgegangenen Entwurf. Die Volksabstimmung sollte ursprünglich erst im September stattfinden und wurde nun wegen der politischen Entwicklung um zwei Monate vorgezogen.

Pläne für die neue Verfassung Marokkos

Nach dem Verfassungsentwurf soll die Regierung Marokkos zukünftig mehr Befugnisse erhalten.

  • Bisher ernannte der König den Ministerpräsidenten, künftig soll diejenige Partei, die in den Parlamentswahlen die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, den Ministerpräsidenten stellen dürfen. Zwar wird der Ministerpräsident auch weiterhin vom König ernannt. Dies ist jedoch nur noch eine formelle Ernennung. Der König ist bei seiner Auswahl an den Wählerwillen gebunden.
  • Der Ministerpräsident soll außerdem das Recht besitzen, das Parlament aufzulösen. Auch dieses Vorrecht lag bis dato beim Monarchen.
  • Der Verfassungsentwurf gibt dem Ministerpräsidenten weiterhin das Recht, seine Minister selbst zu berufen und abzuberufen.
  • Der König bleibt weiterhin Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
  • Des Weiteren sieht der Verfassungsentwurf vor, dass der König weiterhin zwei im Verfassungsgefüge mächtigen Gremien vorsitzen soll: Dem Ministerrat und dem Obersten Sicherheitsrat.
  • Auch die Judikative erhält ein Stück Unabhängigkeit: Sie soll von der Exekutive unabhängiger werden. Zwar steht der König auch in Zukunft dem Hohen Rat der Justiz vor. Allerdings wird der König seine Aufgaben nicht mehr an den Justizminister, sondern an den Präsidenten des Obersten Gerichts Marokkos delegieren.
  • Auch einige Minderheitenrechte enthält der vorgestellte Verfassungsentwurf: Die Berber-Sprache Amazigh soll neben Arabisch offizielle Amtssprache sein.
  • Der König bleibt religiöses Oberhaupt des Landes, er soll aber in der neuen Verfassung nicht mehr als „heilig“ bezeichnet werden. Der Islam soll Staatsreligion bleiben. Davon abgesehen, soll aber eine für Marokko neue Religionsfreiheit eingeführt werden.
Reaktionen

Das Vorhaben wird als der Versuch gewertet, eine Revolution zu verhindern. Die marokkanische Protestbewegung, die nicht einen so großen Umfang wie diejenige in anderen arabischen Ländern erreichen konnte, hat die Reformpläne trotz der partiellen Abgabe von Machtbefugnissen als nicht ausreichend kritisiert. Insbesondere wurde eine vollständige Gewaltenteilung gefordert. Der Übergang „von einer absoluten Monarchie zu einer konstitutionellen Monarchie“ sei ungenügend, hieß es. Das Ziel müsse eine „parlamentarische Monarchie“ sein. Es heißt, es sei fraglich, ob die Opposition an dem Referendum teilnehmen werde. Trotzdem gehen einige Beobachter der marokkanischen Innenpolitik davon aus, dass die Reformpläne Aussicht auf Erfolg bei der Bevölkerung haben könnten. Nach der Rede war es auf den Straßen zu Kundgebungen gekommen, in denen viele Bürger ihre Freude über die Veränderungen kundgaben. Für den 19. Juni wurden landesweit Demonstrationen gegen die Reformpläne angekündigt.

Die französische und die deutsche Regierung haben die Verfassungsreform begrüßt. Außenminister Alain Juppé bezeichnete die Rede des Königs bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Guido Westerwelle als „historisch, vorausschauend und mutig“. Der deutsche Außenminister lobte, dass Marokko den Weg von Reformen eingeschlagen habe und dass den Ankündigungen vom März unmittelbar Taten folgten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arabische Welt
  • Portal:Islam

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April 29, 2011

Bombenanschlag in Marrakesch: Zahl der Toten auf 16 gestiegen

Bombenanschlag in Marrakesch: Zahl der Toten auf 16 gestiegen

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Veröffentlicht: 14:34, 29. Apr. 2011 (CEST)
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Marrakesch (Marokko), 29.04.2011 – Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur MAP ist die Zahl der Todesopfer bei dem Bombenanschlag auf das vor allem von Touristen besuchte Café Argana in der marokkanischen Hauptstadt Marrakesch auf 16 gestiegen. Zwei schwerverletzte Opfer des Anschlags verstarben in der Nacht im Krankenhaus.

Angaben zur Nationalität der Opfer wurden von den marokkanischen Behörden noch nicht gemacht. Aus französischen Regierungskreisen wurde jedoch bestätigt, dass mindestens sechs Franzosen unter den Opfern sind. Das Außenministerium der Niederlande gab bekannt, dass eine Niederländerin unter den Toten ist.

Der Anschlag ist international verurteilt worden. Ob es sich tatsächlich um einen „terroristischen Akt“ handelte, wie der marokkanische Kommunikationsminister Khalid Naciri gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärt hatte, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Vor acht Jahren waren in der marokkanischen Stadt Casablanca bei mehreren Anschlägen insgesamt 45 Menschen durch Selbstmordattentäter getötet worden.

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April 28, 2011

Bombenanschlag auf Touristencafé in Marrakesch: 15 Tote

Bombenanschlag auf Touristencafé in Marrakesch: 15 Tote

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Veröffentlicht: 23:34, 28. Apr. 2011 (CEST)
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Der idyllisch gelegene Marktplatz Djemaa el Fna, ein beliebtes touristisches Ziel

Marrakesch (Marokko), 28.04.2011 – 15 Menschen, überwiegend Touristen, starben heute bei einem Bombenanschlag auf ein beliebtes Touristencafé in der Altstadt von Marrakesch. 20 weitere Menschen wurden verletzt. Unter den Toten sind zwölf Ausländer, darunter 6 Franzosen sowie drei Marokkaner. Kommunikationsminister Khalid Naciri sprach gegenüber der Presseagentur AFP von einem „terroristischen Akt“.

Ein Vertreter der Präfektur von Marrakesch bestätigte diesen Verdacht. In einem der Opfer seien Nägel gefunden worden. Diese könnten von einem Sprengsatz stammen, die ein Selbstmordattentäter gezündet hat.

Das Café Argana, wo sich die Explosion ereignete, liegt an dem mittelalterlichen Marktplatz Djemaa el Fna. Aus der ersten Etage, die fast vollständig zerstört wurde, genossen die Besucher gerne den Blick auf Schlangenbeschwörer und Gaukler auf dem davor liegenden Marktplatz.

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  • Portal:Arabische Welt

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March 10, 2011

Jemen und Marokko: Proteste zeigen Wirkung

Jemen und Marokko: Proteste zeigen Wirkung

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Veröffentlicht: 19:48, 10. Mär. 2011 (CET)
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Sanaa (Jemen) / Rabat (Marokko), 10.03.2011 – Der jemenitische Alleinherrscher Ali Abdullah Salih kündigte am Donnerstag ebenso wie der marokkanische König Mohammed VI. eine grundlegende Verfassungsreform an. Beide Autokraten wollen dem Parlamentarismus mehr Gewicht geben.

In einer am Mittwoch gesendeten Ansprache des marokkanischen Königs kündigte dieser eine „umfassende Verfassungsreform“ an. Das Parlament und politische Parteien sollen größere Befugnisse erhalten. Ein aus Parteivertretern und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft bestehendes Komitee soll bis Juni Vorschläge für eine Verfassungsreform erarbeiten, die dann in einem Referendum zur Abstimmung gestellt werden sollen. Unter anderem sehen die Pläne eine Stärkung der Rolle des Ministerpräsidenten vor, der nicht mehr vom König bestimmt, sondern auf Vorschlag der stärksten Partei ernannt werden soll. Sprecher der Regierungen Frankreichs und Spaniens begrüßten die Initiative des marokkanischen Königs.

Der Präsident des Jemen, Ali Abdullah Salih, folgte am Donnerstag dem Beispiel des marokkanischen Königs und kündigte an, bis Ende des Jahres eine neue Verfassung ausarbeiten zu wollen. Vor tausenden Anhängern erklärte Salih in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa: „Ich schlage eine neue Initiative vor, um die Teilung des Landes zu vermeiden.“ Noch vor zwei Tagen hatten Sicherheitskräfte auf Demonstranten geschossen. Dabei waren 80 Personen verletzt worden.

Die Opposition im Jemen lehnte den Vorstoß Salihs umgehend ab: „Die Initiative des Präsidenten ist überholt, sie markiert den Tod des Regimes, dessen Ende die Demonstranten fordern.“ Salih regiert seit 32 Jahren im Jemen. Nach den Revolutionen in Tunesien und Ägypten sah sich Salih zunehmenden Protesten gegenüber, bei denen sein Rücktritt gefordert wurde. Nach der Ankündigung Salihs gingen im ganzen Land erneut Zehntausende Demonstranten auf die Straßen, um ihrer Forderung nach einem Rücktritt Salihs zu bekräftigen. Laut Amnesty International (ai) sind im Jemen seit dem Beginn der Proteste Ende Januar rund 30 Menschen ums Leben gekommen.

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April 27, 2008

Tote bei Großbrand in Marokko

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Tote bei Großbrand in Marokko

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Veröffentlicht: 13:13, 27. Apr. 2008 (CEST)
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Casablanca (Marokko), 27.04.2008 – Ein Großbrand in einer Fabrik in der marokkanischen Küstenstadt Casablanca hat gestern mindestens 55 Menschen das Leben gekostet, zwölf weitere Menschen wurden schwer verletzt. Das Feuer war im Erdgeschoss einer Matratzenfabrik ausgebrochen. Die brennbaren Materialien in der Fabrik hätten die Ausbreitung des Feuers beschleunigt, hieß es.

Die Ursache des Brandes war zunächst unklar, die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Ein Terroranschlag wurde aber bereits ausgeschlossen. Feuerwehrleute berichteten im marokkanischen Fernsehen von mangelnden Sicherheitsvorkehrungen.

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July 3, 2006

Rabat: Mutmaßliche Millionendiebe gefasst

Rabat: Mutmaßliche Millionendiebe gefasst

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Artikelstatus: Fertig 23:34, 3. Jul. 2006 (CEST)
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Rabat (Marokko), 03.07.2006 – In der marokkanischen Hauptstadt Rabat hat die Polizei vier Briten festgenommen, die in den größten Geldraub der britischen Geschichte verwickelt sein sollen. Ende Februar hatten sie in Tonbridge (Kent) bei einem Überfall auf das Gelddepot einer Sicherheitsfirma 78 Millionen Euro erbeutet. Das Geld gehört der britischen Zentralbank. Am Sonntag, den 25. Juni 2006 gelang die Verhaftung der mutmaßlichen Täter durch die marokkanischen Behörden, die eng mit Scotland Yard zusammen gearbeitet hatten. Die vier Männer, deren Identität nicht preisgegeben wurde, werden nun nach Großbritannien ausgeliefert.

Bekannt ist von den Tätern nur, dass der Kopf der Bande, John Fowler, ein Geschäftsmann und Multimillionär sein soll. Bei dem Überfall hatten sich die Täter als Polizisten verkleidet. Bisher sollen von der Beute nur etwa 20 Millionen Euro wieder aufgetaucht sein.

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April 2, 2006

Marokkanischer König kündigt Autonomie für die West-Sahara an

Marokkanischer König kündigt Autonomie für die West-Sahara an

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Artikelstatus: Fertig 23:28, 2. Apr. 2006 (CEST)
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Lage der Demokratischen Arabischen Republik Sahara

El Aaiún (West-Sahara) / Rabat (Marokko), 02.04.2006 – Marokkos König Mohammed VI. ist seit einem fünftägigen Besuch in der West-Sahara letzte Woche bereit, dem Gebiet eine Autonomie zu gewähren. Er gab den Experten in seinem Land den Auftrag auszuarbeiten, wie diese Autonomie künftig aussehen könne. Mohammed VI. möchte diesen Entwurf noch im April 2006 an die Vereinten Nationen übergeben. Bereits im Vorfeld hat jedoch die Polisario den Entwurf abgelehnt. Mit einer Autonomie sind sie nicht einverstanden, sie fordern die vollkommene Eigenständigkeit des Staates DARS („Demokratische Arabische Republik Sahara“). Dazu ist wiederum Mohammed VI. nicht bereit. Wörtlich sagte der König: „Wir werden nicht einmal einen Meter unserer geliebten Wüste aufgeben.“

Im Jahr 1976 hatte die Befreiungsorganisation „Frente Popular para la Liberacion de Saguia el Hamra y Rio de Oro“, bekannt als „POLISARIO“, in der West-Sahara die DARS ausgerufen. Ein Jahr zuvor hatte Spanien das Gebiet aus seiner Verwaltung entlassen. Marokko besetzte das Gebiet im November 1975 daraufhin. Eine vollkommene Einverleibung der West-Sahara in den Staat Marokko ist international umstritten. Weltweit erkennen mehrere Staaten die DARS als eigenständige Republik an. Im Jahr 2002 hatte die UNO-Sicherheitsrats-Resolution Nr. 1429 das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung der West-Sahara bestätigt. Ein vom ehemaligen US-Außenminister James Baker initiierter Plan über ein Referendum in der West-Sahara wurde von der Exilregierung der DARS mit Sitz in Algerien anerkannt, Marokko lehnte ihn ab. Zwischen der Polisario und Marokko bestehen deshalb Spannungen, die auch nach einem offiziellen Waffenstillstand im Jahr 1991 nicht ganz ausgeräumt werden konnten.

Zusätzlich zur Anerkennung der Autonomie sieht die UNO-Resolution vor, dass die Bevölkerung bis zum Jahr 2008 in einem Referendum entscheiden soll, ob sie zu Marokko gehören möchte oder vollkommen unabhängig werden will. Das Referendum geht auf einen Vorschlag der UNO vom 30. August 1988 zurück, den Marokko und die Polisario akzeptiert hatten. Der Vorschlag umfasste eine Waffenruhe und ein Referendum über die Selbstbestimmung. Ob das Referendum zustande kommt, ist derzeit aufgrund eines Streits über die Wahlberechtigung bei der Volksabstimmung noch unklar. Marokko besteht darauf, dass zahlreiche Marokkaner, die sich in der in der Westsahara angesiedelt haben, an der Volksabstimmung teilnehmen dürfen, die Polisario setzt sich dafür ein, dass die aus ihrer Sicht „falschen Sahraouis“ nicht am Referendum teilnehmen dürfen.

In einer Resolution des Europäischen Parlaments aus dem Jahr 2005, die auf einen Antrag der SPE-Fraktion zurückgeht, werden Menschenrechtsverletzungen durch Marokko beanstandet, die ebenfalls von Marokko als nicht zutreffend abgelehnt werden. Die Resolution des Europäischen Parlaments beruft sich auf Berichte von amnesty international und der Weltorganisation gegen Folter (OMTC). Die Resolution äußert aber auch Anerkennung hinsichtlich der Fortschritte Marokkos beim Folterverbot.

Das Interesse Marokkos an der West-Sahara begründet das Königreich mit Jahrhunderte langen historischen Bindungen. Ökonomische Interessen könnten auch eine Rolle im Konflikt spielen. Im Oktober 2002 wurde ein Vertrag zwischen der Marokkanischen Regierung und dem französischen Erdölkonzern TotalFinaElf sowie dem US-Konzern Kerr-McGee bekannt, in dem es um die Erschließung von Erdölvorkommen geht, die vor der Küste der Westsahara vermutet werden. Die Regierung der Republik DARS hingegen möchte die Förderung des Erdöls unterbinden und hat dazu die Unterstützung der Vereinten Nationen angefordert. Zudem gibt es in der West-Sahara Phosphatvorkommen. Der Abbau von Phosphat ist neben der nomadischen Landwirtschaft die zentrale Einnahmequelle der sahaurischen Bevölkerung.

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November 8, 2005

Endstation Maisfeld: Ausbrecherkönig legt Beschwerde gegen Haftbedingungen ein

Endstation Maisfeld: Ausbrecherkönig legt Beschwerde gegen Haftbedingungen ein

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Artikelstatus: Fertig 18:24, 8. Nov. 2005 (CET)
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Carinola (Italien), 08.11.2005 – Wenn der Ausbrecherkönig Max Leitner wieder einmal eine Beschwerde an die Öffentlichkeit schreibt, so wie vor kurzem wieder geschehen, ist das für die Justiz nichts Ungewöhnliches mehr. Denn es war eine seiner vielen Staftaten, als der Schwerverbrecher Max Leitner aus Elvas bei Brixen im Jahr 2003 eine Raiffeisen-Filiale in der Stadt Taufers überfiel. Tagelang wurde er gesucht, schließlich konnte man den Mann in einem Maisfeld stellen. Für diese Tat wurde er dann zu sieben Jahren Haft verurteilt. Bereits zuvor sollte er wegen eines Überfalls auf einen Geldtransporter im Jahr 1990 zwölf Jahre ins Gefängnis.

Doch wie schon in einigen Fällen zuvor gelang ihm die Flucht, diesmal im Oktober 2004 aus dem Gefängnis in Bergamo. Aber schon gegen Ende des Jahres wurde er in Marokko wieder eingefangen und kam dort wieder ins Gefängnis. Nachdem er zu Anfang von einer Auslieferung nichts wissen wollte, besann er sich dann doch eines Besseren. In Briefen an die Medien sprach er davon, möglicherweise an verseuchtem Essen zu sterben, also wurde er dann doch in ein Hochsicherheitsgefängnis von Carinola bei Caserta in Süditalien überführt.

Nun aber beschwerte er sich in Briefen an die Öffentlichkeit schon wieder, die Wächter würden ihn angeblich schikanieren. Er sei nun bereit, mit der Justiz zusammenarbeiten, wenn sich seine Haftbedingungen verbessern würden. Wie eine solche Zusammenarbeit zum Wohle der Allgemeinheit aussehen könnte, stand in dem anwaltlichen Schreiben allerdings nicht.

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  • Portal:Mais, Kraut und Rüben

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June 17, 2005

Marokko führt visafreien Reiseverkehr ein

Marokko führt visafreien Reiseverkehr ein

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Rabat (Marokko) / Moskau (Russland), 17.06.2005 – Das afrikanische Land Marokko hat zum 13. Juni 2005 den visafreien Reiseverkehr für russische Staatsbürger eingeführt.

Der offizielle Sprecher des Außenministeriums Russlands, Alexander Jakowenko, äußerte sich über diese Entscheidung positiv. Er meinte dazu: „Moskau schätzt die Entscheidung der Regierung Marokkos, die Visapflicht für die russischen Staatsbürger aufzuheben, sehr hoch ein”.

Nach russischer Ansicht macht diese Neuregelung Marokko attraktiver für russische Touristen. Dies kommt laut Jakowenko auch der Erweiterung der menschlichen Begegnungen zugute.

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