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December 16, 2013

Die Diskussion geht weiter: Nach dem NSA-Skandal kommt TAFTA

Die Diskussion geht weiter: Nach dem NSA-Skandal kommt TAFTA

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Veröffentlicht: 23:00, 16. Dezember 2013 (CET)
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TAFTA-Vertragspartner: USA und EU in dunkelblau, die anderen möglichen Teilnehmerstaaten in hellblau

Weitere Wirtschaftsabkommen sind in diesem Zusammenhang NAFTA (hellgürn) und EFTA (mittelblau), die EU-Beitrittskandidaten sind hier hellblau dargestellt

Brüssel (Belgien), 16.12.2013 – Heute beginnt die dritte Verhandlungsrunde über das Freihandelsabkommen „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP). Es ist Teil der Verhandlungen zwischen den USA und der EU. Seit dem NSA-Skandal gibt es neuen Diskussionsbedarf; Justizkommissarin Viviane Reding hatte bereits im Zuge der Überwachungs- und Spionageaffäre für ein Ruhen der Gespräche plädiert und im Juni 2013 erklärt: „Partner spionieren einander nicht aus. Wir können nicht über einen großen transatlantischen Markt verhandeln, wenn der leiseste Verdacht besteht, dass unsere Partner die Büros unserer Verhandlungsführer ausspionieren.“ Stormy-Annika Mildner von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht die EU jedoch in einer schwachen Position und sagte: „Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich für bilaterale Gespräche im NSA-Skandal ausgesprochen, das untergräbt die Verhandlungsmacht der EU in diesem Bereich.“

Das Transatlantische Freihandelsabkommen (englisch: Trans-Atlantic Free Trade Agreement = TAFTA) wurde seit Beginn der 1990er Jahre vorrangig auf wirtschaftsjournalistischer Ebene diskutiert. Im Laufe der Zeit ging es vor allem darum, welche Writschaftszweige zu berücksichtigen sind. Entschließungen der EU, über die Schaffung einer Freihandelszone mit den USA zu verhandeln, liegen aus den Jahren 1990, 1998 und 2005 vor. Um einen Ausgleich zum wirtschaftlich aufstrebenden asiatischen Raum zu schaffen sowie das gegenwärtig niedrige Wachstum ihrer Binnenmärkte anzukurbeln, sind sich Spitzenvertreter der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten von Amerika inzwischen einig, dass Verhandlungen über ein derartiges Freihandelsabkommen beginnen können. Nachdem US-Präsident Obama in einer Rede im Februar 2013 die Eröffnung konkreter Sondierungsgespräche bekannt gab, wird überwiegend der Begriff Transatlantisches Handels- und Investment-Partnerschaft als Bezeichnung verwendet (engl. Transatlantic Trade and Investment Partnership = TTIP). Aufgrund des sehr unterschiedlichen Urheberrechts wird der audiovisuelle Wirtschaftsbereich (Film- und Musikproduktionen) von den Verhandlungen bisher ausgeklammert.

Kritische Stimmen befürchten einen weitreichenden Einfluss internationaler Konzerne auf die nationalen Regierungen und alle Ebenen der Verwaltung. Dieser Einfluss würde sogar juristisch abgesichert durch Handelssanktionen und mögliche Schadensersatzklagen, wenn sich ein Unternehmen durch eine Regierung in seinen Rechten eingeschränkt sieht. In einem offenen Brief an US-Präsident Obama, EU-Kommissionspräsident Barroso und EU-Ratspräsident Van Rompuy verurteilte eine Gruppe von 60 Verbraucher- und Umweltorganisationen den geheimen Charakter der Verhandlungen und forderte die Einhaltung der Verbraucher- und Arbeitsrechte sowie der geltenden Umweltschutzbestimmungen.

Das Münchener Ifo-Institut erwartet ein Wachstum des deutschen Exports von Agrargütern in die USA um 28,56 Prozent bis 2025, wenn alle Handelszölle wegfallen, während das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturanalyse (IMK) die möglichen positiven Effekte für die Wirtschaft als gering einschätzt. Die deutsche Bundesregierung vertrat in ihrer Antwort auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag die Ansicht, dass die Verhandlungen über die TTIP möglichst transparent verlaufen müssen, und habe sich hierfür auch gegenüber der Europäischen Kommission eingesetzt. Die in Europa geltenden hohen Schutzstandards beim Gesundheits- und Verbraucherschutz würden durch das geplante Abkommen nicht unterlaufen, das Verhandlungsmandat für die Europäische Kommission enthalte hierzu klare Vorgaben.

Was ein Freihandelsabkommen für Folgen haben könnte, beschreibt die französische Monatszeitung Le Monde diplomatique: 2012 habe die Welthandelsorganisation WTO den USA eine Kennzeichnung für Konserven untersagt, die den Schutz von Delfinen garantieren oder die Herkunft von Fleischprodukten nachweisen sollte. Die EU habe sich der WTO bei genveränderte Lebensmittel unterwerfen müssen, außerdem habe sie aufgrund eines WTO-Beschlusses mehrere Millionen Euro Strafe zu zahlen, weil sie Wachstumshormone für Schlachttiere verboten hätte. Aktuell hat sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisch geäußert: Nach seiner Einschätzung würden die zusätzlichen Arbeitsplätze, die beispielsweise eine Studie der Bertelsmann Stiftung durch das Handelsabkommen mit den USA entstehen sehe, niemals die in den Krisenländern entstehenden Verluste ausgleichen. So seien nach Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung allein in Spanien seit der Krise 2007 rund 3 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, dem stünden voraussichtlich langfristig nur etwa 143.000 neue infolge der Liberalisierung durch das geplante Freihandelsabkommen gegenüber, in Italien, Griechenland und Portugal sehe es nicht besser aus.

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June 8, 2013

Fairphone: Nachhaltiges Smartphone geht in Produktion

Fairphone: Nachhaltiges Smartphone geht in Produktion

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Veröffentlicht: 10:04, 8. Jun. 2013 (CEST)
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Konzeptbild

Amsterdam (Niederlande), 08.06.2013 – Nachdem 5.000 Vorbestellungen erreicht wurden, kann die Produktion des Fairphones, eines nachhaltigen Smartphones, beginnen. Ziel der niederländischen Fairphone-Stiftung ist es, ein Mobiltelefon zu entwickeln, das möglichst hohen ethischen, sozialen und ökologischen Standards genügt. So sollen die Lieferkette in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen überwacht und die Arbeitsbedingungen bei der Produktion kontrolliert werden. Die Herstellung soll möglichst ohne Ausbeutung von Personen und ohne Mineralien, welche einen Bürgerkrieg finanzieren, auskommen. Die Zulieferer müssen ebenfalls für faire Arbeitsbedingungen sorgen.

Das Fairphone soll ab September geliefert werden. Ausgestattet ist das Smartphone mit Technik unterer Smartphoneoberklasse: ein vierkerniger Prozessor mit 1,2 Gigahertz Taktfrequenz sorgt für die Performance, 1 GB Arbeitsspeicher stehen ihm dabei zur Verfügung. Das Gerät besitzt 16 GB Flash-Speicher, eine 8-Megapixel-Kamera mit 1,3-Megapixel-Sekundärkamera und rootfähiges Android OS der Version 4.2.2. Es unterstützt zwei SIM-Karten. Der Akku des Geräts ist auswechselbar. Es ist kompatibel mit den Standards GSM, GPRS, EDGE, UMTS und W-CDMA. Der SAR-Wert liegt bei 0,318 W/kg. Nach den Angaben des Fairphone Shops misst das Gerät 123 × 65 × 9,8 mm und wiegt 165g. Das 4,3 Zoll große Display hat eine Auflösung von 960 × 540 Pixeln bei 256 Pixeln pro Zoll.

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July 27, 2011

Chinesisches Tauchboot gelangte in drei Stunden in eine Tiefe von mehr als 5.000 Metern

Chinesisches Tauchboot gelangte in drei Stunden in eine Tiefe von mehr als 5.000 Metern

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Veröffentlicht: 19:22, 27. Jul. 2011 (CEST)
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Manganknolle aus dem Pazifik

Peking (Volksrepublik China), 27.07.2011 – In einem Tauchtest gelangte das bemannte U-Boot „Jiaolong“ in eine Tiefe von 5.057 Metern und stellte damit den Landesrekord auf.

Drei Stunden benötigte es im Pazifischen Ozean, um in diese Tiefe zu gelangen. „Jiaolong“ ist ein mystischer Meeresdrache; er ist der Namensgeber des Hightech-Produkts. Das U-Boot soll bei dem Plan helfen, wertvolle Rohstoffe aus großen Meerestiefen zu holen. Dort befinden sich Gold, Silber, Kupfer, Nickel und Kobalt; auch große Mengen Seltener Erden wurden bereits entdeckt. Die Förderung dieser Rohstoffe ist sehr aufwendig und teuer. Der steigende Verbrauch und die begrenzten Fördermöglichkeiten an Land werden die Preise in die Höhe treiben und damit eine Förderung vom Meeresgrund rentabel machen.

Für nächstes Jahr ist geplant, mit dem U-Boot auf 7.000 Meter abzutauchen. Das wäre 500 Meter tiefer, als das japanische Tauchboot „Shinkai“ abtauchen kann. Kein Boot kann derzeit tiefer tauchen. 1960 wurde durch das U-Boot „Trieste“ – gefahren von Jacques Piccard – eine Tiefe von 11.000 Metern im pazifischen Marianengraben erreicht.

8,20 Meter lang und 22 Tonnen schwer ist der „Jiaolong“. Das Boot kann in einer festgelegten Höhe über dem Meeresboden fahren, um beispielsweise Videoaufnahmen zu machen. Auch Proben vom Meeresboden können entnommen werden. Drei Mann Besatzung finden im Inneren Platz.

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July 19, 2011

Entdeckung eines riesigen Uranvorkommens in Indien

Entdeckung eines riesigen Uranvorkommens in Indien

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Veröffentlicht: 21:02, 19. Jul. 2011 (CEST)
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Uranerz

Hyderabadt (Indien), 19.07.2011 – Nach vierjährigen Untersuchungen im Bundesstaat Andhra Pradesh in Indien hat man das vielleicht größte Uranvorkommen der Welt entdeckt. In der Region Tummalapalle gehen Wissenschaftler davon aus, dass mindestens 49.000 Tonnen Uranerz in der Erde lagern. Vermutet würden sogar 150.000 Tonnen, so der indische Atomenergieminister Srikumar Banerjee.

Neben der entdeckten Fundstätte sind in Indien weitere Gebiete bekannt; dort liegen weitere 175.000 Tonnen des Erzes im Boden. Auch diese gewaltigen Mengen reichen nicht aus, um den Energiebedarf des Landes zu decken. In Indien werden derzeit 20 Atomkraftwerke betrieben. Die Regierung plant den Ausbau und will die Menge des Atomstroms vervierfachen. Die aufstrebende Wirtschaft in Indien hat einen steigenden Bedarf an Energie. Deshalb wird Indien weiter Uranerz importieren müssen.

Ende des Jahres soll die Mine in Tummalapalle in Betrieb genommen werden. Der Abbau lohnt sich, trotz der minderen Qualität des Erzes, das dort gefördert werden wird.

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July 4, 2011

Pazifik: Riesiges Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt

Pazifik: Riesiges Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt

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Veröffentlicht: 19:40, 4. Jul. 2011 (CEST)
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Erbium – eine der Seltenen Erden

Japan, 04.07.2011 – Japanische Wissenschaftler haben auf dem Grund des Pazifik ein Vorkommen von geschätzten 100 Milliarden Tonnen Seltener Erden entdeckt. Die begehrten Rohstoffe sind auf dem Meeresboden in einer Tiefe von 3.500 bis 6.000 Metern. Die Lagerstätten befinden sich östlich und westlich von Hawaii und östlich von Tahiti.

Bisher besitzt China quasi ein Monopol bei diesen Rohstoffen, 97 Prozent der auf dem Weltmarkt gehandelten Seltenen Erden kommen von dort. Dies könnte sich durch den Fund der Japaner ändern. Wie die begehrten Metalle gefördert werden sollen ist noch nicht klar. Möglicherweise wird der angereicherte Schlamm vom Meeresboden hochgepumpt und die Seltenen Erden an der Oberfläche heraus gewaschen. Entscheidend wird die Frage der Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Gewinnung sein.

2.000 Bohrungen wurden zur Erkundung der Lagerstätte durchgeführt. Bei 78 wurden Ablagerungen von Seltenen Erden gefunden.

Seltene Erden werden bei der Produktion vieler High-Tech-Produkte wie Handys und Windräder benötigt.

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May 23, 2011

Kaffeepreis auf Rekordniveau

Kaffeepreis auf Rekordniveau – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kaffeepreis auf Rekordniveau

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Veröffentlicht: 06:03, 23. Mai 2011 (CEST)
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Kaffeefrüchte an einem Baum

Frankfurt am Main (Deutschland), 23.05.2011 – Die Verbraucherpreise für Bohnenkaffee sind im März laut Statistischem Bundesamt um 14,7 Prozent gegenüber dem Preis vor zwölf Monaten gestiegen. Seit 2004 stiegen die Preise für Rohkaffee deutlich an. Hintergrund sind in erster Linie Spekulationen an Warenterminmärkten.

Im Februar 2011 stieg der Preis von Rohkaffee beispielsweise um über 76 Prozent gegenüber dem Februar 2010. Die Preiserhöhung wird zwischenzeitlich an den Verbraucher weitergegeben, Discounter und Supermärkte haben mit den Preisen für Bohnenkaffee angezogen. In den meisten Cafés sind die Preise noch gleich geblieben.

Die steigenden Preise für Kaffee ordnen sich ein in einen Trend zur Verteuerung von Lebensmitteln in Deutschland. Im Monat Mai verteuerten sich hier die Preise für Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. Beispielsweise verteuerte sich Deutsche Markenbutter von zuvor 0,85 Euro auf 1,15 Euro in diesem Jahr. Die steigenden Lebensmittelpreise erklären Experten vor allem mit der Umwälzung gestiegener Energiekosten auf den Preis. Aber auch Ernteausfälle und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Lebensmitteln bestimmen das steigende Preisniveau vor allem bei Nahrungsrohstoffen wie Weizen, Zucker, Mais, Kaffee, Kakao, Fetten und Ölen mit. Speziell beim Kaffee spielen auf dem Weltmarkt heftige Regenfälle auf der Insel Sumatra eine Rolle. Der Regen beeinträchtigt den Reifungsprozess der Kaffeebohnen. Der Direktor des Kaffee-Export-Verbandes von Indonesien, Suyanto Husein, sagt für die laufende Saison (2010/11) einen Ernteausfall in seinem Land um 20 Prozent voraus. Indonesien ist der zweitgrößte Kaffee-Produzent der Erde.

Der Durchschnittsdeutsche konsumiert 150 Liter Kaffee im Jahr. Die brasilianischen Kaffeebauern beeilen sich mit der Ernte, um das hohe Preisniveau nutzen zu können. Analysten gehen davon aus, dass der Preis sich auf der nun erreichten Höhe nicht lange halten wird.

Hauptlieferant von Kaffee in Deutschland ist Brasilien, gefolgt von Vietnam.

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  • Portal:Globale Wirtschaft

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May 11, 2011

Weltweite Spekulationen um Rohstoffpreise

Weltweite Spekulationen um Rohstoffpreise

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Veröffentlicht: 20:19, 11. Mai 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 11.05.2011 – Laut Jürgen Koch, Zertifikateexperte bei der Royal Bank of Scotland (RBS), ist der Goldpreis seit dem Tief 1999 auf das Sechsfache, der Silberpreis seit 2001 um mehr als das 10-fache gestiegen. Dies gebe verstärkt Anlass zu Spekulationen hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung, zumal die Edelmetalle auch beim Einsatz in der Industrie eine Bedeutung haben. Bis vor einer Woche fiel der Spotpreis für Silber an der Börse jedoch um rund 30 Prozent gegenüber dem Höchststand Ende April, der bei 48,85 US-Dollar gelegen hatte.

Nach einem Anstieg der Ölpreise – der Preis für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) war innerhalb eines Tages um sechs Prozent gestiegen – verteuerte die Rohstoffbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) die Sicherheitsleistungen für Rohölkontrakte, um weitere Spekulationen zu bekämpfen. Dadurch sind die Kosten für Spekulanten bei Rohöl seit Februar 2011 um zwei Drittel gestiegen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Ölpreis

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May 6, 2011

Rohstoffpreise stark gefallen

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Veröffentlicht: 06:14, 6. Mai 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 06.05.2011 – An den Rohstoffmärkten verbilligen sich Rohstoffe wie Gold, Silber und Rohöl diese Woche stark. Der Ölpreis sank allein am Donnerstag um 9,4 Prozent, Gold wurde drei Prozent billiger.

Hintergrund der nachlassenden Nachfrage nach Gold und Silber ist die Furcht der Anleger vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur. Aktuell wurde diese Befürchtung durch schwache US-Arbeitsmarktdaten geschürt. Eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern in den Vereinigten Staaten beantragte demnach Arbeitslosengeld. In diesem Kontext ist nach Ansicht von Marktbeobachtern auch die Preisentwicklung beim Rohöl zu sehen, das am Donnerstag stark nachgab. Ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am gestrigen Nachmittag 114 US-Dollar. Am Mittwoch hatte der Preis dafür noch um sieben US-Dollar höher gelegen.

Eine ähnliche Entwicklung war bei den Agrar-Rohstoffen, wie Kakao und Zucker, zu beobachten. Ausdruck der allgemeinen Entwicklung ist entsprechend auch ein erneuter Kursverfall des Euro, der um fast drei Cent auf rund 1,46 Dollar nachgab.

Gestützt wurde der Goldpreis jedoch weiterhin durch das anhaltende Interesse der nationalen Notenbanken an dem Edelmetall. So baute die mexikanische Notenbank ihren Vorrat um 93,3 Tonnen Gold aus, was einer Vervielfachung der aktuellen Bestände gleichkommt. Auch die Notenbanken Russlands und Thailands kauften Gold hinzu. Die Goldkäufe sehen Analysten vor dem Hintergrund, dass die Notenbanken ihre Abhängigkeit vom US-Dollar verringern wollen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wirtschaft
  • Portal:Globale Wirtschaft
  • Portal:Ölpreis
  • Edelmetallpreise auf Höhenflug (30.04.2011)

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February 9, 2011

Paukenschlag an der Börse: Deutsche Börse und NYSE stehen vor einer Fusion

Paukenschlag an der Börse: Deutsche Börse und NYSE stehen vor einer Fusion

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Veröffentlicht: 22:37, 9. Feb. 2011 (CET)
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Parkett der New Yorker Börse

Frankfurt am Main (Deutschland) / New York (Vereinigte Staaten), 09.02.2011 – Der Handel mit Aktien der Deutschen Börse und des New York Stock Exchange-Euronext (NYSE) in New York wurde heute kurz vor 18 Uhr (MEZ) ausgesetzt. Grund ist die Bekanntgabe einer geplanten Fusion zwischen beiden Unternehmen.

Am Abend erklärten die Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung, dass sie über einen Zusammenschluss in Verhandlungen stünden. Diese Verhandlungen seien weit fortgeschritten, wenn auch noch nicht abgeschlossen. Die Fusion würde durch einen Aktientausch abgewickelt. Nach dem gegenwärtigen Verhandlungsstand soll die Deutsche Börse die Mehrheit der Aktienanteile an dem neuen Unternehmen mit der Firmenzentrale in den Niederlanden in Höhe von 59 bis 60 Prozent halten. Die Aktionäre der NYSE-Euronext-Gruppe würden 40 bis 41 Prozent am Eigenkapital des neuen Unternehmens halten. Das neue Unternehmen soll mit New York und Frankfurt zwei Hauptsitze haben. Sollte es zu der geplanten Fusion kommen, würden die Handelsplätze in Frankfurt, New York, Paris, Amsterdam und London unter einem Dach vereint. Laut einer Pressemitteilung der beiden Gesellschaften wird durch den Zusammenschluss mit Synergieeffekten von 300 Millionen Euro jährlich gerechnet und so laut Financial Times Deutschland die größte Aktienbörse der Welt entstehen. Neuer Unternehmenschef soll der jetzige NYSE-Lenker Duncan Niederauer werden. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse AG Reto Francioni wird als Vorsitzender des Verwaltungsrats gehandelt.

Der Zusammenschluss wurde offenbar unter Geheimhaltung vorbereitet. Selbst Aufsichtsratskreise der Deutschen Börse zeigten sich am Abend überrascht von dem Schritt. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX sagte ein Aufsichtsratsmitglied: „In den Ausschüssen und den Sitzungen des Aufsichtsrats war die New York Stock Exchange bislang kein Thema gewesen.“ Sollten die Berichte zutreffen, sähe man darin einen Verstoß gegen die Corporate Governance-Regeln.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Börse

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November 13, 2010

G20-Länder beschließen Bankenregulierung und IWF-Reform

G20-Länder beschließen Bankenregulierung und IWF-Reform

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Veröffentlicht: 11:26, 13. Nov. 2010 (CET)
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Gruppenfoto der Regierungschefs

Seoul (Südkorea), 13.11.2010 – Auf dem Gipfeltreffen der G20-Länder, das vom 11. bis 12. November 2010 in Seoul stattfand, haben die Regierungschefs eine stärkere Regulierung des Finanzmarkts, eine Reform des Internationalen Währungsfonds und weitere Maßnahmen zur Stärkung der Weltwirtschaft auf dem Weg aus der Finanzkrise beschlossen.

Die Mitglieder einigten sich auf einen Aktionsplan zur Stabilisierung der Finanzmärkte, wobei insbesondere die gegenwärtige Problematik behandelt wurde, wie die Wechselkurse der Währungen gesteuert werden. Die Wechselkurse sollen flexibel und marktgesteuert sein und die zugrundeliegenden ökonomischen Fundamentaldaten widerspiegeln. Auf Vorteile im Handel durch eine bewusste Entwertung der eigenen Währung soll verzichtet werden. Auch sollen Reformen in der Finanz- und Steuerpolitik durchgeführt werden, um die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Weiter wurden eine Reform des Internationalen Währungsfonds, der durch eine stärkere Beteiligung von Schwellen- und Entwicklungsländern eine größere Legitimation bekommen soll, und die Kernelemente für ein neues Regelwerk zur Finanzmarktregulierung (Basel III) mit einer Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für Banken beschlossen.

Bundesfinanzminister Schäuble zeigte sich mit dem Ergebnis des Gipfeltreffens zufrieden. Er wertete es als Erfolg, dass es keine Obergrenzen für Handelsbilanzüberschüsse geben werde, von denen Deutschland wegen seines Exportüberschusses betroffen gewesen wäre. Schäuble sagte, die globalen Ungleichgewichte müssten abgebaut werden, aber Exportüberschüsse seien auch ein Zeichen von Wettbewerbsfähigkeit. Auch sagte er, Befürchtungen eines drohenden Währungskriegs seien durch die Beschlüsse ausgeräumt.

Lob und Kritik kam von Eurodad, einem Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen. Die im Aktionsplan enthaltenen Elemente zur Förderung einer länderübergreifenden Entwicklung und der Bekämpfung von Korruption seien begrüßenswert, aber ungenügend. Ohne eine wirkliche Transparenz auf dem internationalen Finanzmarkt sei eine Bekämpfung von Korruption, Steuerflucht und Armut nicht möglich.

Themenverwandte Artikel

  • Merkel und Obama zeigen demonstrativ Einigkeit (12.11.2010)
  • Portal:Internationaler Währungsfonds
  • Portal:Globale Wirtschaft

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