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September 16, 2012

Bundesumweltminister Altmaier will den Verkauf von Rattengift einschränken

Bundesumweltminister Altmaier will den Verkauf von Rattengift einschränken

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Veröffentlicht: 18:55, 16. Sep. 2012 (CEST)
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Hausratte (Rattus rattus)

Berlin (Deutschland), 16.09.2012 – Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will die wirkungsvollsten Rattengifte nur noch professionellen Schädlingsbekämpfern zugänglich machen. Durch diese Gifte wird die Blutgerinnung bei dem Nager gehemmt. 95 Prozent der jetzt verkauften Rattengifte arbeiten mit diesem Prinzip.

Altmeier schrieb zum geplanten Verbot in einem Brief an den FDP-Abgeordneten Lutz Knopek: „dass nicht vertretbare Auswirkungen auf Mensch, Tier und die Umwelt verhindert werden“ sollen. Knopek ist von einem Verbot des hochwirksamen Giftes nicht überzeugt, Ratten übertrügen eine Vielzahl schwerer Krankheiten, er meint: „Das Verbot des einzig wirksamen Bekämpfungsmittels stellt eine unverhältnismäßige Gefährdung der menschlichen Gesundheit dar.“ Die EU-Kommission strebte schon Anfang 2010 ein Verbot von Cumarinen als Rodentizide an. Bei Cumarinen handelt es sich um eine in der Medizin sehr häufig angewendete Gruppe von Stoffen mit blutgerinnungshemmender Wirkung. Ihre giftige Wirkung auf Ratten (und potentiell auch auf Menschen) entfalten sie durch eine im Vergleich zur medizinischen Anwendung hohe Dosierung.

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Quellen

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February 1, 2012

Everglades: Eingeschleppte Pythons rotten einheimische Säuger aus

Everglades: Eingeschleppte Pythons rotten einheimische Säuger aus

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Veröffentlicht: 06:00, 1. Feb. 2012 (CET)
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Python auf einem Alligator

Florida (Vereinigte Staaten), 01.02.2012 – Nach einem Bericht in dem Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ sind im Everglades-Nationalpark aus Süd- und Südostasien eingeschleppte Tigerpythons verantwortlich für einen drastischen Rückgang der Säugetiere im tropischen Marschland von Florida. Auch in der Nähe der Stadt Miami wurden die bis zu fünf Meter lang werdenden Schlangen schon gesichtet.

Wissenschaftler hatten bereits in den 1990-er Jahren die Zahl der Säugetiere in den Everglades erhoben. Damals gab es noch eine asiatischen Riesenschlange in den Sümpfen. Im Zeitraum von 2003 bis 2011 wurden erneut Zählungen durchgeführt. In den Bereichen, in denen sich die Schlangen ausgebreitet hatten, stellte man einen dramatischen Rückgang von Säugetieren fest. Die Population von Waschbären, Opossums und Luchsen war um bis zu 99 Prozent zurückgegangen. Kaninchen und Füchse wurden in den Schlangengebieten keine mehr gesichtet.

Um das Ökosystem zu schützen, wurden in den letzten Jahren etwa 2.000 Exemplare der Schlangen gefangen, was die weitere Ausbreitung offensichtlich nicht wesentlich beeinflusst hat. Auch seltene Arten wie Waldstorch oder die Key Largo-Buschratte werden von den Pythons als Nahrung nicht verschmäht.

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