WikiNews de

July 25, 2011

Ciudad Juárez: Massenfestnahme bei Razzia gegen Menschenhandel

Ciudad Juárez: Massenfestnahme bei Razzia gegen Menschenhandel

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:01, 25. Jul. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Prostituierte in Mexiko

Ciudad Juárez (Mexiko), 25.07.2011 – Am Freitag (22. Juli) und Samstag (23. Juli) fand eine großangelegte Razzia gegen Menschenhändler in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez statt. Die mexikanische Bundespolizei erklärte am Sonntag, dem 24. Juli, es seien 500 Männer und 530 Frauen festgenommen worden. 20 minderjährige entführte Mädchen konnten befreit werden.

2010 wurden allein in der Stadt Ciudad Juárez 59 Mädchen verschleppt, im Bundesstaat Chihuahua 48 weitere Frauen und Mädchen. Menschenrechtsgruppen hatten schon lange auf die unhaltbaren Zustände hingewiesen. Jahrelang war das Schicksal entführter Frauen im alltäglichen Drogenkrieg untergegangen.

Die Frauen werden als billige Arbeitskräfte verkauft oder der Prostitution zugeführt. Oft endet ihr Schicksal mit dem Tod. Mord ist in Ciudad Juárez alltäglich – bei durchschnittlich sieben Tötungsdelikten am Tag.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 10, 2011

Ciudad Juárez: In keiner Stadt der Welt ist das Risiko größer ermordet zu werden

Ciudad Juárez: In keiner Stadt der Welt ist das Risiko größer ermordet zu werden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:50, 14. Jul. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kokain steht im Hintergrund der Morde

Ciudad Juárez (Mexiko), 10.07.2011 – 21 Morde an einem Tag, das ist ein trauriger Rekord für das Jahr 2011 in der Stadt Ciudad Juárez. 8,5 Morde waren es durchschnittlich am Tag im Jahr 2010, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt, gemessen an den Einwohnern.

Ciudad Juárez liegt an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas. 40 Prozent des Kokains für den US-Markt nimmt seinen Weg durch diese Stadt. Drei Jahre bereits kämpfen die Drogenkartelle Juárez und Sinaloa um die Vorherrschaft. In den schmutzigen Krieg sind korrupte Vertreter des Staates tief verwickelt.

Präsident Felipe Calderón hat nach seiner Machtübernahme 2006 das Militär in den Drogenkrieg geschickt. Sehr viele Tote hat es seitdem gegeben. Das Land kommt nicht mehr zur Ruhe, auch die kürzlichen Proteste der Bevölkerung änderten nichts an der Situation.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 6, 2011

Buskolonne durch Mexiko: Eine Demonstration gegen die Gewalt

Buskolonne durch Mexiko: Eine Demonstration gegen die Gewalt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:44, 6. Jun. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Gobernacionplatz in Cuernavaca

Cuernavaca (Mexiko), 06.06.2011 – Am Sonntagmorgen starteten in der Stadt Cuernavaca 15 Busse. 300 Mexikaner wollten 3.000 Kilometer bis nach Ciudad Juárez fahren und damit ein Zeichen gegen die Gewalt der Drogenkartelle setzen. Sie sind der Meinung, dass der Anti-Drogen-Krieg der Regierung gescheitert ist. Aufgerufen zu der langen Fahrt hatten der Dichter und Journalist Javier Sicilia, dessen Sohn Juan Francisco im März mutmaßlich von Drogenbanden ermordet worden ist.

In Cuernavaca war die Leiche von Juan Francisco gefunden worden. Das Ziel der Buskarawane ist Ciudad Juárez – die Stadt, die wohl am meisten unter den Verhältnissen in Mexiko zu leiden hat. Eine Stadt, in der es vermutlich mehr Morde bezogen auf die Einwohnerzahl gibt als in jeder anderen Stadt. 3.000 Morde waren es im Jahr 2010. Bei der Ankunft soll ein Pakt für den Frieden unterzeichnet werden.

100.000 Menschen hatten in Mexiko-Stadt Anfang Mai auf einem zentralen Platz demonstriert. Zu der Versammlung hatte ebenfalls Javier Sicilia aufgerufen. Die Menschen sehnen sich nach Frieden und Sicherheit. Auch hier wurde ein Ende des Drogenkrieges gefordert, der seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón bereits mehr als 37.000 Menschenleben gefordert hat.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Drogenkrieg in Mexiko“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 18, 2011

Die berüchtigte Stadt Ciudad Juárez hat einen neuen Polizeichef

Die berüchtigte Stadt Ciudad Juárez hat einen neuen Polizeichef

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:19, 18. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ciudad Juárez (Mexiko), 18.03.2011 – Oberstleutnant a. D. Julián Leyzaola Pérez wurde zum neuen Polizeichef der mexikanischen Stadt Ciudad Juárez ernannt. Der Ex-Militär will für Sicherheit und Ordnung am vermutlich gefährlichsten Ort der Welt sorgen. Die Berufung ins neue Amt erfolgte mit Zustimmung von Präsident Felipe Calderón.

Leyzaola hat Erfahrung, er war Chef der Polizei von Tijuana. Er hat den Ruf, mit harter Hand gegen Kriminelle vorzugehen. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) hatte ihn für seine Leistungen bei der Verbrechensbekämpfung ausgezeichnet. Er ist nicht unumstritten; Menschenrechtsorganisationen werfen ihm die Beteiligung an Folter vor.

Die Stadt Ciudad Juárez ist wegen Korruption, Bandenkriegen und brutalen Morden berüchtigt. Allein 2010 wurden 3100 Tötungsdelikte gezählt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 8, 2011

Mexiko: Ciudad Juárez, die möglicherweise gefährlichste Stadt der Welt

Mexiko: Ciudad Juárez, die möglicherweise gefährlichste Stadt der Welt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:15, 8. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ciudad Juárez

Ciudad Juárez (Mexiko), 08.03.2011 – Der in Mexiko-Stadt arbeitende ARD-Korrespondent Stefan Schaaf war mit seinem Team in der Stadt Ciudad Juárez im Norden von Mexiko. Es entstand eine Reportage über eine Millionenstadt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten, in der Nähe von El Paso in Texas. Der Tod ist hier so gegenwärtig wie in einem Kriegsgebiet. Am Mittwoch, den 2. März 2011 zeigte die ARD den Bericht.

Durchschnittlich fast sieben Morde am Tag, 190 Morde pro 100.000 Einwohner. Keine andere Stadt der Welt verzeichnet mehr Morde als Ciudad Juárez. Die Stadt ist fest in der Hand rivalisierender Drogenkartelle. Menschenleben spielen keine Rolle bei diesem Kampf um Marktanteile, Macht und Geld. Hilfe von der Polizei gibt es nicht. Die Beamten dort führen einen eigenen Kampf in der allgemeinen Rechtlosigkeit. Die Auseinandersetzungen der zwei großen Drogenkartelle „Juárez-Kartell“ und dem „Sinaloa-Kartell“ interessieren sie wenig. Militär und besonders die Bundespolizei ist selbst an Morden beteiligt. Dementsprechend groß ist die Angst der Bevölkerung vor den Vertretern dieser Institutionen.

Ein inhaftierter Auftragsmörder berichtet: „Ein Mord ist für 150 Dollar zu haben, Verräter werden enthauptet“. Das Militär tritt als Auftraggeber in Erscheinung und lässt unliebsame Gruppen liquidieren. Eine Stadt ohne Recht und Gesetz.

34.600 Menschen forderte der Drogenkrieg seit Ende 2007 in Mexiko. Geradezu unglaubliche Geschichten, die doch wahr sind, werden geschrieben. So übernahm vor vier Monaten ein 20-jährige Mutter Marisol Valles den Posten der Polizeichefin in der Grenzstadt Praxedis Guadalupe Guerrero, eine Nachbarstadt von Ciudad Juárez, keiner sonst wollte den Posten haben. Jetzt hat sie sich in die Vereinigten Staaten abgesetzt und um Asyl gebeten. Morddrohungen und die Angst um ihren kleinen Sohn haben sie aus dem Land getrieben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Mexiko

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.