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December 10, 2006

Chiles Ex-Diktator Pinochet verstorben

Chiles Ex-Diktator Pinochet verstorben – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Chiles Ex-Diktator Pinochet verstorben

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Artikelstatus: Fertig 23:23, 10. Dez. 2006 (CET)
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Santiago de Chile (Chile), 10.12.2006 – Chiles Ex-Diktator Augusto Pinochet ist heute Morgen in einem Krankenhaus in der chilenischen Hauptstadt verstorben. Am 3. Dezember war der 91-Jährige wegen eines Herzinfarktes in das Krankenhaus eingeliefert worden.

Pinochet war von 1973 bis 1990 Chef einer Militärjunta, die die sozialistische Regierung von Salvador Allende 1973 durch einen Militärputsch gestürzt hatte. Über 3.000 Menschen sollen während seiner Herrschaft ums Leben gekommen sein. Wegen Verbrechen aus der Zeit seiner Herrschaft stand Pinochet unter Anklage und durfte sein Haus nicht verlassen. Auch wegen anderer Menschenrechtsverletzungen sollte ihm der Prozess gemacht werden. Dazu kam es jedoch nie, weil er wegen seines Gesundheitszustandes nicht zu den Verhandlungen erscheinen konnte.

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Quellen

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December 3, 2006

Chile: Ex-Diktator Pinochet in Lebensgefahr

Chile: Ex-Diktator Pinochet in Lebensgefahr

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Artikelstatus: Fertig 21:51, 3. Dez. 2006 (CET)
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Santiago de Chile (Chile), 03.12.2006 – Der 91-jährige ehemalige Diktator Chiles, Augusto Pinochet, hat einen Herzinfarkt erlitten und schwebt in Lebensgefahr. Er war heute morgen in das Militärkrankenhaus in Chile eingeliefert worden und hat dort inzwischen die letzte Ölung bekommen. Das wurde vom Sprecher der Familie Pinochets, General Guillermo Garín, in Santiago de Chile mitgeteilt. Laut dem Krankenhaus wurde ihm ein Bypass gelegt, er schwebe aber weiterhin in Lebensgefahr.

Pinochet stand von 1973, nachdem er in einem blutigen Umsturz die Macht an sich gerissen hatte, bis 1990 an der Spitze des südamerikanischen Landes. Während dieser Zeit sind mehr als 3.000 Leute umgebracht worden oder einfach „verschwunden“. Ihm werden haufenweise Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Aufgrund seines schon länger schlechten Gesundheitszustandes und wegen seiner Immunität als ehemaliger Präsident des Landes wurde er bislang aber nie verurteilt. Diese Woche wurde er wegen der Entführung zweier Leute im Jahre 1973 unter Hausarrest gestellt.

Zu seinem 91. Geburtstag, am 25. November 2006, übernahm er die „politische Verantwortung“ für die Taten, die unter seiner Herrschaft geschehen waren, betonte aber gleichzeitig, dass er geglaubt habe, diese Taten seien nur zum Besten von Chile.

Quellen

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September 12, 2005

Chile: Ausschreitungen am 32. Jahrestag des Militärputsches

Chile: Ausschreitungen am 32. Jahrestag des Militärputsches

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Artikelstatus: Fertig 00:07, 13. Sep. 2005 (CEST)
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Santiago de Chile (Chile), 12.09.2005 – Die Protest- und Gedenkmärsche zum 32. Jahrestag des Militärputsches am 11. September 1973 wurden von gewaltsamen Ausschreitungen überschattet.

Mehrere tausend Menschen hatten sich in Santiago de Chile versammelt, um an die Opfer der Diktatur von Augusto Pinochet zu erinnern. Mindestens 9.000 Menschen beteiligten sich an einer drei Kilometer langen Demonstration zum Zentralfriedhof in Santiago. Viele der Demonstranten trugen Bilder des gestürzten Präsidenten Salvador Allende, sowie Fahnen der kommunistischen Partei und anderer linker Gruppen. Salvador Allende hatte sich am 11. September 1973, am Tag des Militärputsches unter der Führung von Augusto Pinochet, im Präsidentenpalast umgebracht.

Die Demonstranten forderten Gerechtigkeit für die Opfer der Militärdiktatur und kritisierten aktuelle Entscheidungen der Regierung von Präsident Ricardo Lagos, der einige Offiziere, die wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt waren, begnadigt hat. Nach einem unabhängigen Bericht aus dem Jahr 1990 wurden während der Militärdiktatur mehr als 3.000 Menschen aus politischen Gründen getötet.

Nachdem es bereits außerhalb des Friedhofs zu Ausschreitungen gekommen war, sollen Demonstranten innerhalb des Friedhofs mit Steinen auf Polizisten geworfen haben. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Die chilenische Mitte-links-Regierung macht Anarchisten, die sich unter die übrigen Demonstranten gemischt hätten, für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich.

Am späteren Abend errichteten Demonstranten Barrikaden und blockierten mehrere Straßen. Nach Angaben der Polizei starb ein 17-jähriger Demonstrant bei den Ausschreitungen in einem Stadtteil im Südosten von Santiago. Er wurde durch einen Kopfschuss getötet, wobei nicht geklärt ist, von wem der Schuss abgegeben wurde. Laut Polizei wurden 87 Menschen vorläufig festgenommen. 21 Polizisten seien verletzt worden.

Quellen

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