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August 15, 2011

China inspiziert abgeschossenen Navy-Seal-Helikopter

Filed under: Abbottabad,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

China inspiziert abgeschossenen Navy-Seal-Helikopter

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Veröffentlicht: 16:43, 15. Aug. 2011 (CEST)
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Abbottabad (Pakistan), 15.08.2011 – Pakistan hat chinesischen Ingenieuren offenbar eine Inspektion jenes Helikopters erlaubt, der während der Kommandoaktion gegen Osama bin Laden im Mai 2011 ausgefallen war. Das berichtet die New York Times. Es handelt sich um einen Stealth-Helikopter, der wegen technischer Probleme von den Navy Seals zurückgelassen werden musste. Obwohl sie versucht hätten, ihn zu zerstören, seien Teile des geheimen Hubschraubers, insbesondere des Hecks, übrig geblieben. Der Black Hawk sei modifiziert gewesen, um auf dem Radar beinahe unsichtbar zu sein. Chinesische Militär-Ingenieure hätten mit pakistanischer Erlaubnis Fotos von den Wrackteilen machen dürfen. Offiziell gebe es noch keinen definitiven Beweis, werden amerikanische Beamte von der Zeitung zitiert. Pakistan streite ab, die Helikopter-Technologie anderen ausländischen Regierungen gezeigt zu haben. Laut der New York Times hieße es aus einer inoffiziellen Quelle, dass die Chinesen sogar Proben des Wracks mitgenommen hätten.

Schon kurz nach dem Einsatz im Mai, der zum Tod von Osama bin Laden führte, vermuteten amerikanische Medien, dass Pakistan den Chinesen Zugang zu dem Helikopter gewähren würde. Dies sei bereits in der Vergangenheit geschehen, schrieb Foreign Policy. 1998 sei China eine geborgene Tomahawk-Rakete zugesendet worden. Diese hätte dann nachgebaut werden können.

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May 3, 2011

Weißes Haus: Bin Laden war unbewaffnet

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Weißes Haus: Bin Laden war unbewaffnet

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Veröffentlicht: 23:52, 3. Mai 2011 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.05.2011 – Die Regierung der Vereinigten Staaten hat ihre gestern veröffentlichte Darstellung der Kommandoaktion von Navy-Seals, die zur Tötung des al-Qaida-Führers Osama bin Laden führte, in mehreren Punkten korrigiert.

Hatte es gestern noch geheißen, bin Laden habe sich seiner Verhaftung widersetzt und sei daher bei dem darauffolgenden Schusswechsel getötet worden, hieß es heute, der meistgesuchte Terrorist sei gar nicht bewaffnet gewesen. Dagegen seien andere Männer in seiner Umgebung bewaffnet gewesen. Dann sei es zu einem „nicht berechenbaren Schusswechsel“ gekommen, in dessen Verlauf bin Laden getötet worden sei.

Weiter hieß es, entgegen der gestern veröffentlichten Darstellung sei Osama Bin Ladens Ehefrau (beziehungsweise, wie AP schreibt, „eine seiner Ehefrauen“) gestern nicht getötet, sondern lediglich durch einen Schuss ins Bein verletzt worden.

Das Weiße Haus in Washington gab außerdem bekannt, es werde überlegt, ob Fotos des getöteten Terroristen veröffentlicht werden sollten. Bisher hielt man eine Veröffentlichung der Fotos nicht für geboten, weil diese „grausig“ (engl. gruesome) beziehungsweise „aufrührerisch wirkend“ (engl. inflammatory) sein könnten.

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May 2, 2011

Pakistan: Osama bin Laden ist tot

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Pakistan: Osama bin Laden ist tot

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Veröffentlicht: 23:10, 2. Mai 2011 (CEST)
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Osama

Abbottabad (Pakistan) / Washington D.C. (Vereinigten Staaten), 02.05.2011 – Al-Qaida-Führungsfigur Osama bin Laden wurde durch US-Sondereinheiten bei einer Kommandoaktion getötet. Dies gab US-Präsident Barack Obama in einer Rede an die Nation bekannt. In der Nacht zum heutigen Montag wurde die Aktion gestartet und erfolgreich beendet.

Kurz nach Mitternacht griffen 25 Mann der Navy-Seals die Bastion des Terroristen in Abbottabad, 60 Kilometer von Islamabad, mit zwei Hubschaubern an. Schon beim Anflug wurden sie von Wachen Osama bin Ladens beschossen. Zwei Explosionen waren zu hören, dann stand das von Mauern und Stacheldraht umgebene Gebäude in Flammen.

Das Versteck soll weder über einen Telefon- noch über einen Internetanschluss verfügt haben. Die Einwohner von Abbottabad waren ahnungslos, wussten nicht, wer sich unter ihnen niedergelassen hatte. 40 Minuten soll die gut vorbereitete Militäraktion gedauert haben. Laut US-Kongress wurde bin Laden mit einem Kopfschuss getötet. Vorher habe man ihm angeboten, sich zu ergeben. Bei der Aktion sollen drei weitere Männer und eine Frau getötet worden sein. Unter den Männern befand sich auch der mutmaßliche Sohn bin Ladens. Wegen eines technischen Defekts habe man einen Hubschrauber zurücklassen müssen, dieser sei zerstört worden. Die Spezialeinheit sei mit dem verbliebenen Hubschrauber ausgeflogen. Die Leiche Osamas habe man mitgenommen und im Meer beigesetzt. Eine DNA-Untersuchung laufe bereits.

Im August 2010 waren US-Agenten auf die Spur eines Boten gekommen, der Nachrichten an Osama bin Laden überbrachte. Seine Spur führte sie zu dem Gebäude, in dem Osama bin Laden Unterschlupf gefunden hatte. Anhand von Satellitenbildern war die CIA schließlich zu dem Auffassung gekommen, dass sich bin Laden hier aufhalten könnte. Die unmittelbare Vorbereitung des Zugriffs begann laut New York Times am 14. März.

Osama bin Laden gilt als geistiger Führer des Terrornetzwerks al-Qaida und soll für den Terroranschlag vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center und das Pentagon verantwortlich sein. Seitdem war bin Laden ständig auf der Flucht. Lediglich mit sporadischen Video- und Audiobotschaften wandte er sich an seine Anhänger weltweit. Seine letzte Botschaft stammt vom Oktober 2010. Obwohl bin Laden als meistgesuchter Terrorist der Welt galt, war er als Person mehr eine Art Identifikationsfigur und Leitbild für die Anwerbung weiterer Terroristen. Das operative Tagesgeschäft wurde von anderen geführt.

Das US-State Department, das Außenministerium der Vereinigten Staaten, rechnet nach der Tötung bin Ladens mit weiteren Terrorakten und anderen Formen des Protests in der Region, insbesondere in Afghanistan. Es warnt ausdrücklich vor antiamerikanischen Ausschreitungen. Pakistan war häufig Ziel von US-Drohnen-Angriffen. US-Politiker werfen der politischen Führung Pakistans schon seit längerem vor, zu wenig gegen den islamistischen Terrorismus zu unternehmen. US-Soldaten und CIA-Agenten operieren schon seit einigen Jahren auf pakistanischem Gebiet, um die dortigen Terrorlager zu bekämpfen. Die afghanischen Taliban organisieren ihren Kampf gegen die von den USA und westlichen Ländern unterstützte Regierung Afghanistans von pakistanischem Boden aus.

Ein Bericht der Neuen Züricher Zeitung wirft die Frage auf, wie es möglich war, dass Osama in einer 2005 erbauten Villa nahe der Hauptstadt wohnen konnte, ohne dass der pakistanische Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) Kenntnis davon erlangt. In Washington wird vermutet, dass die Terroristen nicht nur toleriert, sondern auch aktiv unterstützt werden. In der Vergangenheit waren Aktionen fehlgeschlagen, bei denen die pakistanische Seite mitwirken sollte. In Pakistan werden weitere Führer von al-Qaida vermutet. In der Bevölkerung gibt es Sympathien für das terroristische Netzwerk. In Pakistan ist die Meinung verbreitet, dass die Vereinigten Staaten den Anschlag vom 11. September selbst inszeniert haben, um Afghanistan angreifen zu können.

Reaktionen

Barack Obama: „Die Welt ist durch den Tod von Osama Bin Laden sicherer geworden und eine besserer Ort. Heute ist ein guter Tag für Amerika“.

Central Intelligence Agency (CIA) Chef Leon Panetta: „Die Terroristen werden so gut wie sicher versuchen, ihn zu rächen“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Generalsekretär der NATO Anders Fogh Rasmussen: „Wir werden weiter für Werte wie Frieden, Demokratie und Humanität einstehen, die Osama Bin Laden besiegen wollte.“

Der 43. Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush: „Diese bedeutsame Errungenschaft ist ein Sieg für Amerika, für Menschen in der ganzen Welt, die nach Frieden streben, und für all diejenigen, die am 11. September 2001 Angehörige und Freunde verloren haben.“

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD): „Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht, zum anderen kann die Aktion angesichts der Unruhen in der arabischen Welt zu Folgewirkungen führen, die man im Augenblick nicht wirklich übersehen kann“.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek: „Mit einer Mischung aus Erleichterung und Überraschung, dass Bin Laden überhaupt noch lebte, haben viele Muslime seinen Tod aufgenommen. Die Seebestattung ist intelligent gewählt worden, so kann aus seiner Grabstätte später keine extremistische Kultstätte entstehen.“

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