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December 27, 2010

Le Monde: Julian Assange zum „Mann des Jahres 2010“ gekürt

Le Monde: Julian Assange zum „Mann des Jahres 2010“ gekürt

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Veröffentlicht: 19:24, 27. Dez. 2010 (CET)
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Julian Assange

Paris (Frankreich), 27.12.2010 – Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange wurde von der renommierten französischen Tageszeitung „Le Monde“ für sein Engagement und seine internationale Medienpräsenz zum „Mann des Jahres 2010“ gewählt. Ein Foto des 39-Jährigen prangt auf dem Titelblatt der Ausgabe vom 25. Dezember.

Die Auswahl wurde von Internetnutzern der Online-Ausgabe und der Redaktion von Le Monde getroffen. Sylvie Kauffmann, Managing Direktor von Le Monde, begründet die Wahl unter anderem mit dem außerordentlichen persönlichen Einsatz Assanges: „Beobachtet man ihn bei der Arbeit, entdeckt man einen begnadeten ultra-effizienten Profi: Sobald er ein Projekt gestartet hat, widmet er sich ihm Tag und Nacht, bis zur Erschöpfung.“ [1]

Die Zeitung charakterisiert ihn als eine Mischung aus Hacker, Journalist, Softwareprogrammierer und Menschenrechtsaktivist. Die von ihm gegründete Internetplattform WikiLeaks hatte Ende des ablaufenden Jahres durch Enthüllungen aus dem US-Außenministeriums von sich weltweit Reden gemacht. Assange war per internationalem Haftbefehl wegen angeblicher sexueller Nötigung und Vergewaltigung gesucht worden. Am 7. Dezember hatte sich Assange in London der Polizei gestellt. Mitte Dezember setzte ihn dann ein Londoner Gericht gegen Kaution zunächst wieder auf freien Fuß.

Vor drei Tagen sagte Assange der britischen Tageszeitung „The Guardian“, er fürchte im Falle seiner Auslieferung an die USA, die zurzeit die Möglichkeiten prüfen ihn wegen Spionage anzuklagen, um sein Leben. Aktuell läuft ein Auslieferungsersuchen der schwedischen Strafverfolgungsbehörden. Assange befürchtet, dass dann die Gefahr seiner Auslieferung von Schweden in die USA bestünde. In Großbritannien sieht Assange gegenwärtig größere Chancen einer Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu entgehen. Das Vereinigte Königreich habe – so Assange – das Recht, bei politischen Delikten eine Überstellung zu verweigern. Spionage sei in diesem Kontext „der klassische Fall eines politischen Verbrechens“, so Assange gegenüber dem Guardian.

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Anmerkungen

  1. im französischen Original: „En le regardant travailler, on découvre un professionnel surdoué, ultra-performant : dès qu’il se lance dans un projet, il s’y consacre totalement, nuit et jour, jusqu’à épuisement. lemonde.fr

Quellen

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December 16, 2010

London: WikiLeaks-Gründer Assange gegen Kaution freigelassen

London: WikiLeaks-Gründer Assange gegen Kaution freigelassen

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Veröffentlicht: 20:28, 16. Dez. 2010 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 16.12.2010 – Julian Assange, Gallionsfigur der Internetplattform WikiLeaks, kam am Donnerstag gegen eine Kaution von 200.000 Pfund frei. Das entschied ein Londoner Gericht. Weitere Bedingungen für die Entlassung aus dem Gefängnis sind die Hinterlegung einer Sicherheitszahlung von weiteren 40.000 Pfund sowie eine elektronische Fussfessel, die Assange tragen muss. Assange darf das Land nicht verlassen und muss sich auf dem Landsitz eines Medienclubs im Osten Englands, der WikiLeaks offenbar nahe steht, aufhalten. Nach anderen Quellen handelt es sich um den Landsitz eines befreundeten Journalisten in Ellingham Hall (Grafschaft Suffolk). Assange wurde außerdem auferlegt, sich regelmäßig bei der Polizei zu melden.

Über eine mögliche Auslieferung an die schwedische Justiz wurde noch nicht entschieden. Einen Termin für die Verhandlung über den Auslieferungsantrag einer schwedischen Strafverfolgungsbehörde werden die britischen Justizbehörden erst am 11. Januar festlegen. Assange wird von Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen beziehungsweise sexuellem Missbrauch per EU-Haftbefehl gesucht. Assanges Anwälte halten die Vorwürfe wegen sexueller Nötigung für vorgeschoben. In Wirklichkeit sei die Verfolgung Assanges politisch motiviert. Durch die Veröffentlichung von Geheimdepeschen aus dem US-Außenministerium hatte sich Assange bei US-Regierungskreisen nicht sonderlich beliebt gemacht. Assanges Anwälte befürchten, die schwedische Justiz könnte ihn nach einer Überstellung nach Schweden in die USA ausliefern. Nach Angaben der New York Times prüft die US-Staatsanwaltschaft, ob ausreichend Gründe vorliegen, um Assange wegen Verschwörung anzuklagen. Im Rechtsausschuss des US-Repräsentantenhauses finden am Donnerstag Beratungen statt, Assange im Falle seiner Auslieferung in die USA möglicherweise wegen Spionage anzuklagen.

Ursprünglich sollte Assange bereits am Dienstag freikommen. Vertreter der Staatsanwaltschaft hatten jedoch Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt, den das Gericht in der heutigen Verhandlung zurückwies.

Während seiner Haft hatte sich Assange trotz Verbots über seine Mutter an die Öffentlichkeit gewandt. Diese hatte eine schriftliche Botschaft Assanges bei dem australischen Fernsehsender Channel 7 verlesen, in der Assange in einer Mischung aus Sarkasmus und Selbstkritik erklärte, man habe zu wenig bedacht, dass „Visa, Mastercard und PayPal Instrumente der US-Außenpolitik sind“.

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Quellen

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December 12, 2010

Cyberwar um Wikileaks geht weiter

Cyberwar um Wikileaks geht weiter – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Cyberwar um Wikileaks geht weiter

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Veröffentlicht: 21:35, 12. Dez. 2010 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 12.12.2010 – Nachdem in den vergangenen Tagen Hacker die Websites der Schweizer Postfinance und von Mastercard lahmgelegt hatten, führte die sich als „Anonymous“ bezeichnende Hackergruppe am Donnerstag auch Denial-of-Service-Attacken auf Visa sowie die Staatsanwaltschaft in Stockholm und den Anwalt der beiden schwedischen Frauen aus, die Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks sexuelle Nötigung vorwerfen. Nachdem es den Hackern gelungen war, die Website von Mastercard zum Absturz zu bringen, hatten sie ihre Aktion gegen Visa angekündigt. Diese war am Mittwoch, dem 8. Dezember und am frühen Donnerstagmorgen nicht erreichbar. Solche DoS-Attacken sind in den meisten Staaten rechtswidrig. In den Niederlanden wurde inzwischen ein 16-Jähriger, der sich an den Attacken beteiligte, verhaftet. Der Teenager soll nach Polizeiangaben die Tat gestanden haben.

Pikant ist die Blockierung von Spendenzahlungen an den Datendienstleister Datacell, der für Wikileaks gespendetes Geld weiterleitet, durch die Finanzdienstleister Mastercard und Visa wegen der in Twitter verbreiteten Ankündung, Wikileaks werde in Kürze US-Botschaftsdokumente veröffentlichen, aus denen hervorgehe, wie die amerikanische Botschaft Anfang 2009 zugunsten dieser beiden Kreditkartenorganisationen gegen ein geplantes russisches Finanzmarktgesetz interveniert haben soll. In dem Schreiben heiße es, die Obama-Administration solle die russische Regierung dazu bringen, „den Text des Entwurfs zu ändern, um sicherzustellen, dass US-Finanzdienstleister nicht darunter leiden“. Datacell, ein schweizerisch-isländisches Unternehmen, hat inzwischen eine Klage gegen Visa und Mastercard angekündigt.

Ein Aktivist von „Anonymous“, der unter dem Namen Coldblood auftrat, jedoch nicht offiziell für die Hackergruppe sprach, sagte gegenüber der British Broadcasting Corporation (BBC), „wir meinen, dass es bei Wikileaks um mehr geht, als um das Veröffentlichen von Dokumenten, es wurde zu einem Kriegsschauplatz, zwischen dem Volk und der Regierung“. „Anonymous“ war 2008 durch Aktionen gegen Scientology erstmals aufgefallen. Die Hacker organisieren sich über Twitter und Facebook. Twitter hat den Account der Gruppe in der Nacht zum 9. Dezember ohne Angabe von Gründen geschlossen. Die BBC will herausgefunden haben, dass die letzte veröffentlichte Mitteilung ein Link zu einer Liste mit Mastercard-Kundendaten gewesen sei. Diese Liste hat sich Medienangaben zufolge inzwischen als gefälscht erwiesen.

Der Informationstechnologieexperte Paul Mutton vom Sicherheitsunternehmen Netcraft sagte, dass die Attacke gegen Visa etwa fünfmal soviele Teilnehmer erfordert habe, um die Website zum Stillstand zu bringen. Mastercard hat inzwischen bestätigt, dass Mastercards SecureCode, ein System, das zur sicheren Übermittlung von Transaktionsdaten verwendet wird, zeitweise gestört war. Zahlreiche Mastercard-Kunden hatten Probleme, ihre Kreditkarten einzusetzen, auch Onlinezahlungen waren zeitweise betroffen. Nach Mastercard-Angaben waren jedoch zu keiner Zeit Kundendaten gefährdet.

Ebenfalls ein Ziel der Aktivisten war das Unternehmen Paypal, das den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Internet anbietet. Paypal hatte den Account von Wikileaks Ende der vergangenen Woche gesperrt. Osama Bedier von Paypal begründete den Schritt während der Konferenz Le Web in Paris mit dem Schreiben des US-Außenministeriums an Wikileaks vom 27. November, in dem die Aktivitäten der Whistleblower-Website in den Vereinigten Staaten für illegal beurteilt wurden. „Und als ein Ergebnis davon musste unsere Richtlinienabteilung über die Suspendierung deren Accounts entscheiden“, so Bedier.

Das US-Verteidigungsministerium wollte keine Angaben zu Berichten machen, nach denen es hinter DoS-Attacken auf Wikileaks stehe. Man wisse nicht, was die technischen Probleme bei Wikileaks verursacht habe, teilte ein Pressesprecher mit. Nach dem ein US-Provider die Internetadresse Wikileaks.org gesperrt hat, wird die Website von Wikileaks inzwischen unter mehr als tausend verschiedenen Adressen im Web gespiegelt.

Der Rechtsexperte der Bundestagsfraktion der Liberalen, Christian Ahrendt, kritisierte die Vereinigten Staaten wegen der „massiven Angriffe auf die Pressefreiheit“. Nach seinen Worten, die er gegenüber der Financial Times Deutschland äußerte, sei es „falsch, Wikileaks mundtot zu machen“. Auch der australische Außenminister Kevin Rudd griff die Vereinigten Staaten an. Das US-Außenministerium sei durch mangelhafte Geheimhaltungsmaßnahmen selbst für das Bekanntwerden der Botschaftsdepeschen verantwortlich.

Attackiert wurde auch die Website der US-Politikerin Sarah Palin. Diese hatte Assange als „anti-amerikanischen Agent, der Blut an den Händen hat“ bezeichnet und gefordert, ihn zu bekämpfen wie die Taliban. Zunehmend lebhafter wird inzwischen in den Vereinigten Staaten die Diskussion über ein rechtliches Vorgehen gegen Wikileaks und seine Informanten. Der Republikaner Mike Huckabee, der ehemalige Gouverneur von Arkansas, der sich bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008 nicht gegen seinen Konkurrenten John McCain hat durchsetzen können, forderte, dass Informanten für Wikileaks hingerichtet werden sollen. Doch dürfte es recht schwierig sein, Wikileaks-Gründer Assange anklagen zu können.

Eine Anklage nach dem Anti-Spionage-Gesetz setzt eine Beteiligung des Australiers beim Diebstahl der Daten voraus. Die New York Times, die parallel zu Spiegel, The Guardian, Le Monde und El Pais an der Publikation der von Wikileaks veröffentlichten Dokumente beteiligt ist, stellte fest, dass es in der Geschichte der Vereinigten Staaten noch nicht zur Anklage und Verurteilung eines Journalisten gekommen ist, der ihm übergebenes, klassifiziertes Material veröffentlichte. Der unabhängige Senator Joseph Lieberman, auf dessen Initiative der Rauswurf der Wikileaks-Website von den Amazon-Servern zurückgehen soll, warf der angesehenen Zeitung deswegen einen „Akt schlechter Staatsbürgerschaft“ vor.

Für die Washington Post erscheint es zweifelhaft, dass es zu einer späteren Auslieferung Assanges an die Vereinigten Staaten komme, falls dieser aufgrund des internationalen Haftbefehls vom Vereinigten Königreich an Schweden ausgeliefert werde. Das schwedisch-amerikanische Auslieferungsabkommen sehe keine Auslieferung bei Straftaten mit politischem Hintergrund vor, außerdem sei es in Schweden einfach, politisches Asyl zu erlangen.

Der Anwalt von Julian Assange versicherte der Nachrichtenagentur Reuters, dass sein Mandant keine Anweisungen gegeben habe, Websites von Organisationen und Personen, die gegen ihn und Wikileaks Maßnahmen ergriffen haben, zu attackieren. „Natürlich ist es einfach zu glauben, dass es eine Verbindung zu Wikileaks gibt, aber wir können das nicht bestätigen“, zitierte die Nachrichtenagentur einen Juristen der schwedischen Justizbehörde. Dieser wies auch Vorwürfe zurück, die schwedische Staatsanwaltschaft beteilige sich an einer Intrige des US-Geheimdienstes zur Diskreditierung Assanges.

Der Australier stellte sich am 6. Dezember in London der Polizei, die ihn in Gewahrsam nahm, und wartet nun die Entscheidung ab, ob er an Schweden ausgeliefert wird. Die zuständige schwedische Staatsanwaltschaft hatte Assange über Interpol zur Fahndung ausschreiben lassen. Beim Haftprüfungstermin lehnte der Richter eine Freilassung auf Kaution ab. Nach einer Erklärung von Assanges Anwalt Mark Stephens liegt gegen Assange bisher keine Anklage vor, er solle lediglich zu einigen Vorwürfen vernommen werden. Dabei gehe es laut Stephens um einen „Streit über einvernehmlichen, aber ungeschützten Geschlechtsverkehr“. Den Angaben zweier Schwedinnen zufolge soll Assange mehrfach von ihnen ungeschützten Sex verlangt haben. Den Geschlechtsverkehr soll er außerdem erzwungen haben. Laut Medienberichten wären die beiden Schwedinnen mit geschütztem Sexualverkehr einverstanden gewesen.

„Anonymous“ hat inzwischen bekannt gegeben, die Attacken einzustellen. Man wolle sich jedoch an der Verbreitung von Botschaftsdepeschen beteiligen. Das geht aus einer Erklärung hervor, die in der Nacht zum 11. Dezember im Internet bekannt gemacht wurde.

Wikileaks hat nichts mit der Wikimedia Foundation zu tun, die unter anderem die Internet-Enzyklopädie Wikipedia betreibt und zu der auch Wikinews gehört.

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December 7, 2010

WikiLeaks-Gründer Assange stellt sich der Polizei

WikiLeaks-Gründer Assange stellt sich der Polizei

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Veröffentlicht: 19:49, 7. Dez. 2010 (CET)
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Julian Assange

London (Vereinigtes Königreich), 07.12.2010 – Der per internationalem Haftbefehl gesuchte Gründer der Internetplattform WikiLeaks, Julian Assange, stellte sich heute in London der Polizei. Das gab Scotland Yard bekannt. Ein Londoner Gericht lehnte die Freilassung Assanges gegen Kaution ab. Assange muss mindestens bis kommenden Dienstag in Haft bleiben.

Assange wird von schwedischen Strafverfolgungsbehörden wegen angeblicher Vergewaltigung, Nötigung und sexueller Misshandlung gesucht und soll zu den Vorwürfen befragt werden. Der Gesuchte streitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe jedoch ab. Er vermutet dahinter ein politisches Komplott der US-Regierung, die sich in den letzten Wochen mit der geplanten Veröffentlichung tausender Dokumente aus dem US-Außenministerium durch WikiLeaks konfrontiert sah. Die Auslieferung an Schweden könnte sich jedoch noch monatelang hinziehen. Eine Anwältin Assanges teilte mit, sie befürchte, Assange könnte von Schweden in die USA ausgeliefert werden.

Mitarbeiter von WikiLeaks erklärten, die Festnahme Assanges werde sich nicht auf die Aktivitäten der Internetplattform auswirken. Man werde mit der Veröffentlichung weiterer Dokumente aus dem US-Außenministerium wie geplant fortfahren.

WikiLeaks war in den Tagen nach der Veröffentlichung gezielten Hackerangriffen ausgesetzt gewesen, die die Server lahmlegen sollten, auf denen die als geheim eingestuften Dokumente der US-Regierung abgelegt sind. Auch Zahlungen an WikiLeaks über PayPal oder per Mastercard sind inzwischen nicht mehr möglich, weil die beteiligten Firmen die Zusammenarbeit mit der Internetplattform beendet haben. Mastercard erklärte dazu, Mastercardkunden, die „illegale Handlungen direkt oder indirekt unterstützen oder erleichtern“, würden gesperrt. WikiLeaks, das sich über Spenden finanziert, kann nun nur noch Zahlungen per Visacard, Banküberweisungen oder auf dem Postweg erhalten.

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December 3, 2010

WikiLeaks: Internet-Domain entzogen – Gründer Assange abgetaucht

WikiLeaks: Internet-Domain entzogen – Gründer Assange abgetaucht

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Veröffentlicht: 21:44, 3. Dez. 2010 (CET)
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WikiLeaks-Logo

Julian Assange (Archiv: März 2010)

London (Vereinigtes Königreich) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.12.2010 – Der Druck auf die Internetplattform WikiLeaks und ihren Gründer Julian Assange steigt. Am Abend des 2. Dezember entzog der DNS-Betreiber „EveryDNS“ der Enthüllungsplattform die Domain wikileaks.org. Assange, der sich im südöstlichen England aufhalten soll und per Haftbefehl gesucht wird, meldete sich gestern in einem Internet-Chat der britischen Zeitung „Guardian“ zu Wort und sagte, er fühle sich bedroht.

WikiLeaks war durch die Veröffentlichung von geheimen Dokumenten des US-Außenministeriums (Wikinews berichtete) international in die Schlagzeilen geraten.

EveryDNS begründete den Entzug des WikiLeaks-Domain-Namens wikileaks.org mit fortgesetzten Cyberattacken, so genannte „distributed denial of service“ (DDOS). Dabei handelt es sich um gezielte Seitenaufrufe mit der Absicht die Internetseite so zu überlasten, dass sie den Betrieb einstellen muss. EveryDNS erklärte, die Angriffe gegen wikileaks.org hätten die Systemstabilität ihres DNS-Service beeinträchtigt und so auch die Funktionalität weiterer 500.000 von EveryDNS betreuter Domains gefährdet.

Zurzeit ist WikiLeaks über den Domain-Namen http://wikileaks.ch zu erreichen, eine Schweizer Domain. Außerdem funktioniert weiterhin der Aufruf direkt über die IP-Adresse http://213.251.145.96.

Auch die Verkaufsplattform Amazon, deren Server WikiLeaks angemietet hatte, um ihre Dokumente dort zu speichern, verweigerte am Donnerstag die weitere Zusammenarbeit mit WikiLeaks. Amazon warf WikiLeaks Rechtsbruch vor: „Es ist klar, dass WikiLeaks nicht über die Rechte an den vertraulichen Dokumenten verfügt.“ Der britische „Guardian“ hatte berichtet, US-Senator Joe Lieberman habe zuvor auf Amazon Druck ausgeübt. Unter anderem habe er mit einem Boykott des Internet-Verkaufsportals gedroht.

Die französische Regierung sucht ebenfalls nach Wegen, WikiLeaks den Zugang zu Servern in Frankreich zu verwehren, wohin die Internetplattform gezogen war, nachdem Amazon die von WikiLeaks veröffentlichten Dokumente von ihren Servern verbannt hatte. Der französische Industrieminister Eric Besson wies seine Ministerialbeamten an, gegen das Hosting von WikiLeaks-Dokumenten in Frankreich vorzugehen: „Ich bitte Sie, mir so bald wie möglich mitzuteilen, welche Handlungsmöglichkeiten wir haben, damit diese Internetseite nicht mehr in Frankreich gehostet wird.“

John Perry Barlow, Gründer der Electronic Frontier Foundation, sprach in diesem Zusammenhang von einem „Informationskrieg“ und bekundete seine Solidarität mit WikiLeaks.

Gegen Assange wurde inzwischen von schwedischen Strafverfolgungsbehörden ein neuer Haftbefehl ausgestellt. Der zuvor ausgestellte Haftbefehl enthielt laut Scotland Yard angeblich Formfehler. Zwei Schwedinnen hatten Assange im August des vergangenen Jahres beschuldigt, sie zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Assange weist die Vorwürfe zurück.

In einem Internet-Chat auf einer Webseite des „Guardian“ sprach Assange gestern von Todesdrohungen gegen ihn und erklärte, die 250.000 US-amerikanischen Depeschen, von denen bisher nur ein Bruchteil tatsächlich online gestellt wurde, würden auch dann noch veröffentlicht werden können, wenn die Internetplattform ihren Betrieb ganz einstellen müsste oder den Mitarbeitern von WikiLeaks etwas zustoßen würde. Die Dokumente seien in verschlüsselter Form an mehr als 100.000 Privatpersonen übermittelt worden. Außerdem hätten verschiedene Medien Zugriff auf die Dokumente. Assange verteidigte sich gegen den Vorwurf, durch die Veröffentlichung der Dokumente des US-Außenministeriums seien Menschenleben in Gefahr gebracht worden. Dafür gebe es keine Belege. Seine eigene Rolle definierte Assange eher als eine Art Herausgeber: „Auch wenn ich noch schreibe, recherchiere und untersuche, ist meine Rolle vor allem die eines Herausgebers und Chefredakteurs, der organisiert und andere Journalisten anleitet.“ Das Interesse an dem Chat beim „Guardian“ war so groß, dass die Server der Zeitung zeitweise so überlastet waren, dass sie keine Kommunikationsanfragen mehr beantworten konnten.

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December 1, 2010

Interpol fahndet nach WikiLeaks-Gründer Assange

Interpol fahndet nach WikiLeaks-Gründer Assange

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Veröffentlicht: 20:00, 1. Dez. 2010 (CET)
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Lyon (Frankreich) / Stockholm (Schweden), 01.12.2010 – Seit Dienstagabend steht der WikiLeaks-Gründer Julian Assange auf der Fahndungsliste von Interpol. Offizieller Grund für die Fahndung nach dem Australier sind der Verdacht auf Vergewaltigung und sexuelle Belästigung in zwei Fällen. Wegen dieser Vorwürfe hatte ein Gericht in der schwedischen Hauptstadt Stockholm einen Haftbefehl ausgestellt. Assange bestreitet die Vorwürfe und sprach von einer Schmutzkampagne gegen ihn und WikiLeaks.

Der gegenwärtige Aufenthaltsort von Assange ist unbekannt. Nach der Veröffentlichung von über 250.000 geheimen Dokumenten aus dem US-Außenministerium am Montag war Assange untergetaucht, er gab jedoch dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Time Magazine via Skype ein Interview. Auch dem US-Magazin Forbes gab Assange ein Interview, in dem er weitere Enthüllungen über die Geschäftspraktiken einer US-Bank ankündigte.

Indessen schränkte das US-Außenministerium den Datenverkehr zu anderen staatlichen Einrichtungen – genannt wurden in diesem Zusammenhang die US-Streitkräfte – ein. Das Militär gilt als eine mögliche Quelle des Datenlecks, durch das Informationen aus dem US-Außenministerium zu WikiLeaks gelangt waren.

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October 23, 2010

WikiLeaks veröffentlichte 391.832 geheime Berichte der US-Streitkräfte zum Irakkrieg

WikiLeaks veröffentlichte 391.832 geheime Berichte der US-Streitkräfte zum Irakkrieg

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Veröffentlicht: 22:31, 23. Okt. 2010 (CEST)
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Wikileaks-Logo

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.10.2010 – Die auf dem Wiki-Prinzip basierende Internet-Plattform WikiLeaks veröffentlichte gestern bisher geheime Dokumente der US-Streitkräfte und des US-Geheimdienstes über den Irakkrieg aus dem Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2009. Hauptsächlich liefern die veröffentlichten Dokumente detailliertes Zahlenmaterial über die zivilen Opfer der US-Kriegsführung im Irak. Das Pentagon nannte bisher eine Zahl von 109.000 toten Zivilisten. Nach den Informationen von Wikileaks liege diese Zahl tatsächlich bei insgesamt 123.000 getöteten Zivilpersonen. So der Sprecher der nicht-staatlichen britischen Organisation „Iraq Body Count“, die bisher als einzige Organisation versucht hatte, die Zahlen der im Irakkrieg Getöteten zu dokumentieren. Demnach scheint sich die Sachlage nun so darzustellen, dass tatsächlich über 60 Prozent der zwischen 2004 und 2009 im Irakkrieg getöteten Menschen keine Soldaten, sondern Zivilpersonen waren. In dem genannten Zeitraum starben insgesamt 104.111 Menschen, darunter 66.081 Zivilisten. Insgesamt wurden nach Einschätzung der Anti-Kriegs-Organisation im Irakkrieg 122.000 Zivilpersonen getötet.

Die veröffentlichten Dokumente belegen außerdem zahlreiche Fälle von Misshandlungen, Folterungen und Ermordungen durch irakische Sicherheitskräfte, denen seitens der US-Streitkräfte nicht weiter nachgegangen wurde. Eine späte Genugtuung erfährt außerdem der ehemalige US-Präsident George W. Bush. Die Dokumente zeigen aus der Sicht der einfachen US-Soldaten – aus Gefechtsberichten der Platoons und Kompanien – dass die Iranischen Revolutionsgarden die Aufständischen im Irak in ihrem Kampf gegen die irakische Regierung sowie die US-Streitkräfte tatsächlich durch den Schmuggel von Waffen unterstützt haben. Das berichtet die New York Times.

Angaben über den tatsächlichen Ursprung der als „geheim“ eingestuften Dokumente machte Wikileaks nicht. In scharfem Ton reagierte das Pentagon auf die Veröffentlichung: „Indem solch sensiblen Dokumente zugänglich gemacht werden, setzt WikiLeaks weiter das Leben unserer Soldaten, unserer Verbündeten und von Irakern und Afghanen aufs Spiel, die für uns arbeiten.“ Wikileaks-Gründer Julian Assange wies diese Behauptung zurück. Tatsächlich sei niemand durch die Veröffentlichung der Dokumente zum Afghanistankrieg zu Schaden gekommen. Der stellvertretende irakische Innenminister Hussein Kamal kündigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an, alle Vorfälle würden untersucht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt. In ihrem Onlineportal zitiert die Tagesschau der ARD den Präsidenten der arabischen Rechtsanwalts-Vereinigung, Sabbah al-Mukhtar mit den Worten: „In Zukunft werden die Menschen auf diese Zeit mit Abscheu schauen. Da versteckt sich die Weltmacht Nr. 1 hinter nationalen Interessen und der Sicherheit ihrer Soldaten, indem sie alles fein säuberlich auflistet, es aber unter Verschluss hält. Glaubwürdigkeit und Moral der USA sind in Frage gestellt.“

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April 6, 2010

US-Luftangriff im Irak: Wikileaks veröffentlicht geheimes Video

US-Luftangriff im Irak: Wikileaks veröffentlicht geheimes Video

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Veröffentlicht: 15:39, 6. Apr. 2010 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten von Amerika), 06.04.2010 – Die Whistleblower-Website Wikileaks hat ein bislang von offizieller Seite zurückgehaltenes Video eines US-Luftangriffs im Irak veröffentlicht. Bei dem Angriff im Juli 2007 waren bis zu 25 Personen, unter anderem zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters, getötet worden.

Video-Standbild aus dem Untersuchungsbericht

Reuters hatte bislang vergeblich versucht, das Video unter Berufung auf den Freedom of Information Act zu erhalten. Laut Wikileaks-Sprecher Julian Assange habe man die Aufnahmen von US-Militärs erhalten, die mit den Vorgängen nicht einverstanden seien. Auf der speziell eingerichteten Internetseite „Collateral Murder” (Kollateraler Mord) gibt Wikileaks an, das Video und weitere schriftliche Beweise gleich von einer Reihe von Hinweisgebern im US-Militär erhalten zu haben. Man habe vor Veröffentlichung die erhaltenen Unterlagen sorgfältig geprüft und mit den Angaben beteiligter Journalisten und Augenzeugen verglichen. Assange, der das Video am Montag im National Press Club in Washington vorstellte, sagte, dass die Aufnahmen drei Fälle von wahlloser Tötung („indiscriminate slaying“) zeigten.

Das Video zeigt Aufnahmen aus zwei Apache-Kampfhubschraubern der US-Armee. Die Bilder sind mit Funksprüchen der Helikopter-Besatzungen unterlegt. Die Hubschrauber hatten auf eine Meldung über Schusswaffengebrauch reagiert und dabei eine kleine Menschengruppe auf der Strasse entdeckt und beobachtet. In einer Funkmeldung wird behauptet, dass die etwa neun bis zwölf Personen mehrere AK-47-Sturmgewehre und RPG-Granatenwerfer mit sich führe. Wikileaks widerspricht nach Sichtung des Videos dieser Behauptung. Auch wenn nicht ausgeschlossen werden könne, dass möglicherweise einzelne Personen der Gruppe eine Waffe mit sich geführt hätten, so seien es doch in der Mehrzahl Zivilisten gewesen. Zudem sei die Fotokamera eines der Reuters-Reporter fälschlich als Waffe identifiziert worden.

Anschließend ist zu hören, wie auf Nachfrage der Hubschrauber-Besatzung – basierend auf den fraglichen Angaben – die Einsatzleitung den Befehl zum Angriff erteilt. Das Video zeigt daraufhin heftigen Beschuss der Gruppe. Dabei sind Funksprüche der Besatzung zu hören wie etwa „Keep shooting!“ (etwa: „Schiess weiter!“) und „Oh yeah, look at those dead bastards“ (etwa: „Oh ja, schau Dir diese toten Schweine an“) mit der Reaktion „Nice!“ („Schön!“).

Im weiteren Verlauf des Videos wird einer der angeschossenen Reuters-Mitarbeiter gezeigt. Während der offensichtlich schwerverletzte Mann versucht wegzukriechen, äussert ein Soldat in einem Funkspruch den Wunsch, dass der Mann doch eine Waffe ergreifen möge („All you gotta do is pick up a weapon“). Ein anderer Soldat kündigt an, dass man ihn dann töten würde: „If we see a weapon, we’re gonna engage“ (etwa: „Wenn wir eine Waffe sehen, greifen wir an“).

Als nächstes zeigt das Video, wie ein Van neben einem der Verletzten anhält. Bereits von Beginn an wird von Soldaten gefordert, das Feuer auf das Fahrzeug eröffnen zu können. So wird während der Wagen noch rollt, in einem Funkspruch unterstellt, dass die Insassen Leichen und Waffen aufnehmen wollten. In verschiedenen Funksprüchen wird die Freigabe zum Angriff gefordert , u.a. mit den Worten „Let me engage“ („Lasst mich angreifen“) und „Let me shoot“ („Lasst mich schiessen“).

Eine Rückfrage der Einsatzleitung ob die Fahrzeug-Insassen Verwundete aufnehmen – wie zeitgleich im Video zu sehen – wird nicht beantwortet. Stattdessen wird wiederholt und mit drastischen Worten wie „Come on, let us shoot!“ („Komm schon, lass uns schiessen!“) weiter der Schiessbefehl gefordert und schließlich erteilt. Daraufhin eröffnet die Helikopter-Besatzung das Feuer auf das Fahrzeug, welches nach ausschließlicher Aufnahme des Verletzten bereits wieder angefahren war. Auch vom Fahrzeug weglaufende Personen werden gezielt angegriffen und getötet.

Während des Angriffs wurden auch zwei im Fahrzeug befindliche Kinder schwer verletzt. Doch für die Getöteten und Verletzen hat die Helikopter-Besatzung nur verächtliche Sprüche übrig: Unter anderem wird die Verwundung der Kindern so kommentiert, dass es die Schuld der Eltern sei, dass diese ihre Kinder in ein Kriegsgebiet gebracht hätten.

Das Video zeigt noch weitere Angriffsszenen und ähnlich anstößige Kommentare der Soldaten zu Tötungen. Wikileaks-Aktivist Assange sagte, dass sich die Soldaten im Video so verhalten würden, als wenn sie nur ein Videospiel spielten und es nur darum ginge, einen Highscore zu erzielen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press hat ein ranghoher US-Militär die Authentizität des Videos bestätigt. Auch der US-Nachrichtensender Fox News gibt an, eine entsprechende Bestätigung aus dem Verteidigungsministerium erhalten zu haben. In beiden Fällen wollten die Kontaktpersonen aber anonym bleiben.

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  • Portal:Streitkräfte der Vereinigten Staaten

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