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November 26, 2010

Deutsche Bank strebt Mehrheit bei der Postbank an

Deutsche Bank strebt Mehrheit bei der Postbank an

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Veröffentlicht: 16:15, 26. Nov. 2010 (CET)
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Postbank-Filiale am Tegernseer Platz 7 in München

Frankfurt am Main (Deutschland), 26.11.2010 – Die Deutsche Bank will sich die Postbank einverleiben. Damit kann die Deutsche Bank in großem Stil in das Privatkundengeschäft in Deutschland einsteigen. Die Postbank hat zurzeit 14 Millionen Privatkunden in Deutschland. Mit der Übernahme wird die Deutsche Bank auch Marktführer in diesem wichtigen Geschäftsfeld. Bisher war der deutsche Marktführer vor allem im Investmentbanking tätig.

Den freien Aktionären der Postbank, die zusammen ungefähr 21 Prozent des Aktienkapitals der Postbank hielten, bot die Deutsche Bank 25 Euro je Aktie an – ein Angebot, das diese offenbar akzeptierten. Damit hält die Deutsche Bank, die schon vorher 30 Prozent der Postbankaktien besaß, nun über 51 Prozent der Aktien. Einige der so erworbenen Aktien will die Deutsche Bank jedoch sofort weiter verkaufen, um ihren Anteil an der Postbank kurzfristig knapp unter 50 Prozent zu drücken. Man will zunächst die Zustimmung der US-Kartellbehörden zu dem Übernahmedeal abwarten.

Wie die Postbank AG mitteilte, ändere sich für die Kunden der Bank nichts. Die Marke Postbank als eigenständige Aktiengesellschaft blieben ebenso erhalten wie Bankleitzahlen und Kontonummern. Auch am Filialnetz der Postbank soll festgehalten werden.

Für den Deal legte die Deutsche Bank 6,3 Milliarden Euro auf den Tisch. Mit der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank nimmt die Konzentration im Bankensektor auch in Deutschland weiter zu. Zwischen 1997 und 2007 nahm die Zahl der Banken in Deutschland schon um 43 Prozent ab. Die 90-er Jahre und das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war weltweit durch eine starke Konzentration auf dem Bankensektor gekennzeichnet. Weltweit kam es zu mehr als 14.000 Übernahmen und Zusammenschlüssen im Bankwesen. Der Konzentrationsprozess in diesem Sektor war in Deutschland vergleichsweise weniger stark vorangeschritten, weil die zumeist regional tätigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken dieser Tendenz entgegenwirkten.

Während der weltweiten Finanzkrise war die Größe einer Bank eher mit Argwohn betrachtet worden. Die auf Banken gemünzte Formel des „too big to fail“ brachte zum Ausdruck, dass eine Bank ab einer gewissen Größe nicht mehr in Konkurs gehen konnte, weil ihre geschäftliche Existenz als systemrelevant eingestuft wurde, was konkret die Entfaltung staatlicher Rettungsschirme bedeutete, die aus Steuergeldern finanziert wurden.

Als Maß für den Konzentrationsgrad im Bankwesen gilt der so genannte CR5-Index, der zum Ausdruck bringt, wie groß der Anteil der jeweils fünf größten Banken an der gesamten Bilanzsumme der Banken in einem Land ist. In dem meisten europäischen Nachbarländern liegt dieser Prozentsatz weit oberhalb des CR5-Wertes der fünf größten deutschen Banken. Während Deutschland (2007) mit einem CR5-Wert von 22 Prozent auf einem der hinteren Plätze rangierte, ist der Konzentrationsprozess in der Schweiz besonders weit fortgeschritten: Die fünf größten Banken der Schweiz erzielen einen prozentualen Anteil an der Gesamtbilanz aller Banken in Höhe von 80 Prozent. In den Niederlanden liegt der entsprechende Wert sogar bei 86,3 Prozent. Frankreich liegt mit 51,8 Prozent im Mittelfeld.

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July 23, 2009

Postbank-Tochter übernimmt Watergate-Hotel

Postbank-Tochter übernimmt Watergate-Hotel

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Veröffentlicht: 08:55, 23. Jul. 2009 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.07.2009 – Die Postbank-Tochter PB Capital, eine New Yorker Immobilienbank, hat bei einer Auktion in Washington das legendäre Watergate-Hotel ersteigert. Das Hotel ist Teil des Washingtoner Watergate-Gebäudekomplexes, das sich aus dem Hotel, zwei Bürogebäuden, drei Appartement-Gebäuden und einem Einkaufszentrum zusammensetzt. Der bisherige Eigentümer „Monument Realty“ hat den Gebäudekomplex aus finanziellen Gründen verkauft. Zwar erhielt die Auktion beträchtliche Aufmerksamkeit durch die Presse, die Auktion verlief aus Sicht des Auktionshauses und Monument Realty aber nicht zufriedenstellend. Von den zehn Bietern gab lediglich PB Capital ein Gebot ab und erhielt den Zuschlag zum Startgebot von 25 Millionen Dollar. PB Capitel hofft, den Gebäudekomplex für mindestens 40 Millionen Dollar weiterverkaufen zu können.

Im Jahr 1972 wurden Einbrecher verhaftet, als sie in den Watergate-Komplex eingestiegen, um in den sich dort befindlichen Büros des Vorstandes der Demokratischen Partei Abhörwanzen zu installieren. Der Einbruch konnte mit engen Mitarbeitern des damaligen Präsidenten Richard Nixon in Verbindung gebracht werden. Weitere Ermittlungen des FBI führten zur Aufdeckung zahlreicher Vergehen, die bis zum Weißen Haus zurückverfolgt werden konnten. Die Weigerung Nixons mit den Ermittlungsbehörden, der Justiz und mehreren Ausschüssen des Kongresses zusammenzuarbeiten und die aktive Behinderung der Untersuchungen führten zu einer Verfassungskrise, die erst mit dem Rücktritt Nixons im August 1974 endete. Dieser Vorgang wurde als Watergate-Affäre bekannt und ist der Grund für die noch heute bestehende mediale Aufmerksamkeit für den Gebäudekomplex.

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January 15, 2009

Deutsche Bank meldet Milliardenverluste im 4. Quartal 2008

Deutsche Bank meldet Milliardenverluste im 4. Quartal 2008

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Veröffentlicht: 07:35, 15. Jan. 2009 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 15.01.2009 – „Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt.“ So kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, den Verlust von 4,8 Milliarden Euro im vierten Quartal des Jahres 2008, den das Unternehmen bekanntgab. Dadurch rutscht auch die Gesamtbilanz des vergangenen Jahres in den roten Bereich. Die größte deutsche Bank machte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 3,9 Milliarden Euro (nach Steuern). Dieser Verlust stellt nach Ansicht von Beobachtern für Bankchef Ackermann einen erheblichen Rückschlag auf dem Weg der Deutschen Bank zu einer Bank globalen Zuschnitts dar. Noch im Jahr 2007 hatte der deutsche Marktführer einen Vorsteuergewinn von 8,7 Milliarden Euro (6,5 Milliarden Euro nach Steuern) ausweisen können. Dennoch sieht Ackermann die Bank in einer guten Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb: Die Bank sei „mittlerweile die einzige Investmentbank weltweit, die weder auf Staatsfonds zurückgreifen noch den Steuerzahler belasten muss“. Die Bank habe auf die von der internationalen Finanzkrise veränderten Bedingungen reagiert und die davon ausgehenden Risiken bei „Übernahmefinanzierungen und gewerblichen Immobilien deutlich reduziert“.

Die Börse quittierte die Nachricht mit einem Einbruch der Nachfrage für Aktien der Deutschen Bank. Zeitweilig verlor die Aktie neun Prozent an Wert.

Außerdem wurde am Abend des 14. Januar bekannt, dass sich die Konditionen der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank geändert haben. Die Deutsche Post steigt dabei befristet bei der Deutschen Bank ein und erhält Anteile der Bank in Höhe von acht Prozent. Die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank wird über einen längeren Zeitraum gestreckt. Dadurch gelingt es der Deutschen Bank, ihre Eigenkapitalquote auf über 10 Prozent zu halten. Insgesamt gehe es bei der Transaktion um einen Barwert von 4,9 Milliarden Euro. 3,1 Milliarden Euro sind bereits Anfang des Jahres an die Deutsche Post bezahlt worden. Der Vorteil für die Deutsche Post bei den neuverhandelten Übernahmebedingungen besteht demnach darin, dass die Post nun „schneller und mit weniger Risiko aus dem Bankgeschäft“ aussteigen könne. Anzumerken ist, dass die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Drittel der Aktien der Deutsche Postbank AG hält und der Staat über diesen Umweg Anteile an der Deutschen Bank erwirbt.

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February 19, 2007

Wolfgang Klein soll neuer Chef der Postbank werden

Wolfgang Klein soll neuer Chef der Postbank werden

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Artikelstatus: Fertig 23:01, 19. Feb. 2007 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 19.02.2007 – Nach Angaben der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zeichnet sich ein Wechsel an der Spitze der Postbank ab.

So berichtet die Zeitung, dass der bisherige Vorstandsvorsitzende des Kreditinstituts, Wulf von Schimmelmann, bis spätestens Mai dieses Jahres zurücktreten werde, wobei dies an seiner Lebensplanung liege und keine andere Ursachen habe. Dafür spricht auch der derzeitige Erfolg der Bank, die zu den erfolgreichsten in Deutschland zählt.

Nachfolger soll laut besagter Zeitung der Chef des Privatkundengeschäfts der Postbank, Wolfgang Klein, werden.

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