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April 7, 2011

Japan: Katastrophenregion von Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert

Japan: Katastrophenregion von Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert

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Veröffentlicht: 22:45, 7. Apr. 2011 (CEST)
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Lage des Hypozentrums vor der japanischen Ostküste

Sendai (Japan), 07.04.2011 – Erneut erschütterte am Donnerstag um 23:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MESZ) ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 den Nordosten der japanischen Insel Honshū. Das Hypozentrum lag 66 Kilometer östlich von Sendai in einer Tiefe von knapp 26 Kilometern. Das berichtet das Institut United States Geological Survey (USGS).

Die Behörden Japans gaben zunächst erneut eine Tsunamiwarnung aus; diese wurde inzwischen wieder aufgehoben. Einwohner der Präfektur Miyagi wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und höher gelegene Landesteile aufzusuchen. Die Behörden rechneten mit einer Tsunamiwelle bis zu einer Höhe von zwei Metern. Die US-Erdbebenwarte (NEIC) hat das Beben inzwischen von 7,4 auf 7,1 heruntergestuft. In weiten Teilen des Landes fiel der Strom aus. Bei Polizei und Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe wegen Bränden und Gaslecks ein.

Am 11. März hatte ein Erdbeben mit der zunächst angegebenen Stärke von 8,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala (welche zwischenzeitlich auf 9,0 korrigiert wurde) einen verheerenden Tsunami ausgelöst, dessen Zerstörungen schließlich zu der seit Wochen andauernden Havarie eines Kernkraftwerks bei Fukushima geführt hatten. Mindestens 28.000 Menschen kamen durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami ums Leben. Fast 160.000 Menschen sind nach wie vor in Notunterkünften untergebracht.

Der Eigner und Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I, TEPCO, erklärte, an dem havarierten KKW seien durch das heutigen Beben keine weiteren Schäden aufgetreten.

Im Kernkraftwerk Onagawa fiel die Stromversorgung aus. Das Kraftwerk wird nun von einem Notstromaggregat mit Elektrizität versorgt. Von einer Unterbrechung der Stromversorgung wird aus dem Kernkraftwerk Higashidōri sowie der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho berichtet. Beide Anlagen werden nun mit Notstromaggregaten versorgt.

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March 16, 2011

Dritte Welt hilft Japan

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Dritte Welt hilft Japan

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Veröffentlicht: 15:52, 16. Mär. 2011 (CET)
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Zerstörungen in Ofunato. Hilfe kommt aus der ganzen Welt.

Sendai (Japan), 16.03.2011 – Nach dem großen Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 war auch schnell die weltweite Hilfsbereitschaft zur Stelle. Außenminister Westerwelle bot sofort Japan Deutschlands Unterstützung an, die Vereinigten Staaten entsandten einen Flugzeugträger, und auch die Europäische Union, Kanada, Australien und das gerade erst selbst von einem Beben betroffene Neuseeland schickten Bergungsteams und technisches Personal.

Doch es sind nicht nur die Industrienationen, die Japan zur Hilfe eilen. Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass der regionale Konkurrent China sich für die Japaner engagieren könnte. Erst vor kurzem kam es wieder zu schweren Verstimmungen durch den Territorialstreit um einige Inseln. Nun hat China humanitäre Hilfe im Wert von 4,5 Millionen US-Dollar zugesagt. Außerdem wurde ein 15-köpfiges Rettungsteam entsandt, dazu Hilfsgüter, wie 2.000 Decken, 900 Zelte und 200 Notlichter. Genauso kann man die Entsendung von 100 Rettungshelfern aus Südkorea nach Japan als positives Signal für eine bessere nachbarschaftliche Beziehung werten.

Noch beeindruckender sind Hilfen die von Ländern kommen, die selbst wenig haben. Das kriegszerstörte Afghanistan spendete 50.000 US-Dollar, Kambodscha Hilfen im Wert von 100.000 US-Dollar und Vietnam 200.000 US-Dollar. Osttimor, Asiens ärmstes Land, kündigte an, dass es 100 Helfer nach Japan zur Trümmerbeseitigung schicken wolle. Die Malediven erlitten durch den großen Tsunami 2004 schwere Schäden. Damals kamen zahlreiche Hilfslieferungen aus Japan zu dem Inselstaat im Indischen Ozean. Nun schickten die Malediven 90.000 Dosen Thunfisch nach Japan – zur Versorgung der Menschen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten. Auch Sri Lanka, das ebenfalls 2004 vom Tsunami betroffen war, entsandte ein Rettungsteam und spendete eine Million US-Dollar. Thailand spendete gar 6,6 Millionen US-Dollar, 15.000 Tonnen Reis, Decken, Kleidung und Dosennahrung. Daneben wurde ein thailändisches Rettungsteam nach Japan geschickt. Indonesien, der Ausgangspunkt des Tsunamis von 2004, entsandte ein Rettungsteam und medizinisches Personal, ebenso Malaysia, Mexiko und die Philippinen. Indien schickt 22 Tonnen Decken nach Japan. Die Mongolei spendete eine Million US-Dollar und schickte ein Rettungsteam.

Es sind, gerade angesichts der großen Schäden, teilweise nur kleine Gesten, aber es sind Zeichen der internationalen Solidarität mit den Opfern dieser Katastrophe, deren Folgen noch nicht absehbar sind.

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August 16, 2005

Schweres Erdbeben in Japan fordert mindestens 56 Verletzte

Schweres Erdbeben in Japan fordert mindestens 56 Verletzte

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Lage Japans

Sendai (Japan), 16.08.2005 – Bei einem Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala sind an der japanischen Pazifikküste mindestens 56 Menschen verletzt worden. Das Epizentrum befand sich vor der Küste in der Nähe der Millionenstadt Sendai. Schnellzüge wurden angehalten und ein in der Nähe befindliches Atomkraftwerk automatisch abgeschaltet. Mindestens 22 Besucher eines Schwimmbades wurden verletzt, als bei dem Beben Teile der Decke einstürzten. Selbst im 300 Kilometer entfernten Tokio schwankten noch Gebäude. Eine Tsunami-Warnung, welche die Präfektur Miyagi aussprach, konnte wieder aufgehoben werden.

Quellen

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