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August 9, 2006

Indischer Bundesstaat untersagt Produktion und Verkauf von Coca-Cola und Pepsi

Indischer Bundesstaat untersagt Produktion und Verkauf von Coca-Cola und Pepsi

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Artikelstatus: Fertig 22:23, 9. Aug. 2006 (CEST)
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Lage des indischen Bundesstaates Kerala

Thiruvananthapuram (Indien), 09.08.2006 – Der indische Bundesstaat Kerala untersagt die Produktion und den Verkauf von Coca-Cola und Pepsi. Grund für die Maßnahme ist ein Bericht der indischen Nichtregierungsorganisation „Centre for Science and Environment“ (CSE) mit Sitz in Neu-Delhi, wonach die Getränke gesundheitsschädliche Pestizide enthalten. Nach Ansicht der linksgerichteten Regierung des südindischen Bundesstaates stellen die Getränke ein Gesundheitsrisiko dar. Dies sagte der Chief Minister von Kerala heute gegenüber Reportern.

Kerala ist der fünfte indische Bundesstaat, der Maßnahmen gegen die Softdrinkhersteller ergreift, jedoch sind die von der Regierung des südindischen Bundesstaates angeordneten Maßnahmen bisher die gravierendsten. In vier weiteren Bundesstaaten wurden die Produkte der beiden Getränkehersteller aus Schulen, Hochschulen und Krankenhäusern verbannt.

Pepsi-Werbung in Bijapur, Indien

Das „Centre for Science and Environment“ hatte in 12 indischen Bundesstaaten insgesamt 57 Proben von 11 Softdrinks, die von Coca-Cola und Pepsi in Indien produziert wurden, genommen. Dabei wurden laut Bericht der Nichtregierungsorganisation Werte an Pestiziden gemessen, die die vom Bureau of Indian Standards vorgegebenen Werte im Durchschnitt um das 24-fache übersteigen. In allen Proben wurden Cocktails von drei bis fünf verschiedenen Pestiziden nachgewiesen. So wurde zum Beispiel in einer in Kolkata gekauften Coca-Cola nach Angaben des CSE ein Wert des tödlichen Insektizids Lindan gemessen, der den gesetzlichen Höchstwert um das 140-Fache überschreitet. Die Pestizidrückstände befänden sich im Grundwasser, das die Getränkehersteller bei der Produktion ihrer Softdrinks verwenden. Bereits vor drei Jahren hatte das CSE eine ähnliche Studie veröffentlicht. Nach Meinung der Nichtregierungsorganisation hat sich seitdem nicht viel verändert.

In einer auf „coca-colaindia.com“ am 5. August veröffentlichten Pressemitteilung der Vereinigung indischer Softdrinkhersteller mit dem Titel „Softdrinks sind vollständig sicher“ beziehen die Getränkehersteller Stellung gegen die Vorwürfe der indischen Nichtregierungsorganisation. In der Pressemitteilung heißt es, die in Indien produzierten Softdrinks entsprächen den strengen internationalen Normen und allen maßgeblichen nationalen Vorschriften. Die Getränkehersteller haben nach eigenen Angaben in den letzten drei Jahren zusammen mit der indischen Regierung, Wissenschaftlern und Nichtregierungsorganisationen an der Erarbeitung strenger, an wissenschaftlichen Normen orientierter, Vorschriften mitgewirkt, welche gleichwertig mit den besten Vorschriften der Welt seien. Viswas Mehta, der Gesundheitsminister von Kerala, kündigte an, dass sein Ministerium weitere Proben von Produkten der Hersteller Coca-Cola und Pepsi nehmen wird, um sie von unabhängigen Instituten testen zu lassen.

Die Unternehmen Coca-Cola und Pepsi beherrschen Medienberichten zufolge etwa 80 Prozent des indischen Softdrinkmarktes. Um einem möglichen Absatzrückgang entgegezuwirken, schaltete der Coca-Cola-Konzern Anzeigen in indischen Zeitungen. Am Freitag dieser Woche hatte der oberste indische Gerichtshof das Unternehmen dazu aufgefordert, die Inhaltsstoffe seiner Produkte offenzulegen.

Quellen

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March 30, 2006

Panama: Oberster Gerichtshof bestätigt Strafe gegen Coca-Cola

Panama: Oberster Gerichtshof bestätigt Strafe gegen Coca-Cola

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Artikelstatus: Fertig 18:46, 30. Mrz. 2006 (CEST)
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Lage von Panama

Panama-Stadt (Panama), 30.03.2006 – Der Oberste Gerichtshof von Panama hat am 28. März eine Strafe gegen den Coca-Cola-Konzern in Panama bestätigt. Das Gericht gab bekannt, dass eine von der nationalen Umweltbehörde ANAM im Jahr 2003 verhängte Strafzahlung in Höhe von 300.000 US-Dollar wegen Umweltverschmutzung nicht illegal sei. Eine Anwaltskanzlei hatte im Auftrag von Coca-Cola Panama eine Überprüfung der Strafe durch den Obersten Gerichtshof beantragt. Coca-Cola muss zusätzlich zur Strafzahlung für die Folgeschäden der Verunreinigung aufkommen. Der Gerichtshof war der Meinung, dass es den Anwälten bei der Klage gegen die Strafe darum gehe, das Ausmaß der Verunreinigung zu bestreiten.

Dem Erfrischungsgetränkehersteller wird vorgeworfen, im Jahr 2003 die Bucht von Panama mit Färbemitteln verschmutzt zu haben, wodurch in der Folge auch die Schlucht von Vista Hermosa verschmutzt wurde. Im Umweltbericht der Firma Coca-Cola für das Jahr 2003 wird die Verunreinigung der Bucht als Unfall bezeichnet. Laut Umweltbericht von Coca-Cola entsorgte der panamaische Abfüller von Coca-Cola im Mai 2003 mehr als 1.000 Gallonen (3.800 Liter) hochkonzentrierte Flüssigkeit in einen Kanal, der in den Matasnillo-Fluss mündet. Der Fluss Matasnillo fließt in die Bucht von Panama, die durch die Färbemittel für 24 Stunden rötlich-pink gefärbt wurde. Nach Angaben des Coca-Cola-Konzerns hat der Abfüller beteuert, sich an die Umweltstandards von Coca-Cola gehalten zu haben. Der Abfüllbetrieb habe, so der Mutterkonzern, Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen, um einen ähnlichen Vorfall in Zukunft zu vermeiden. So gebe es nun neue Regeln für die Entsorgung flüssiger Abfälle. Die Mitarbeiter des panamaischen Abfüllers würden gemäß dieser Regeln ausgebildet. Coca-Cola Panama hatte im Jahr 2003 die Verantwortung für die Verschmutzung der Bucht übernommen, die die Bevölkerung Panamas beunruhigt hatte. Auch vom benachbarten Costa Rica war damals eine Erklärung für die Verunreinigung der Bucht gefordert worden. Nach Angaben des Umweltexperten Bolivar Perez hatte die Verunreinigung der Bucht keine negativen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt in der Bucht. Untersuchungen der Nationalen Umweltbehörde zufolge wurde die Verunreinigung der Bucht durch Fahrlässigkeit und mangelnde Kontrollen verursacht. Die Nationale Umweltbehörde Panamas vertrat auch die Meinung, dass die ausgelaufene Flüssigkeit einen erheblichen Einfluss auf das Ökosystem der Bucht gehabt hat.

Quellen

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March 6, 2006

Gewerkschaft will Coca-Cola während der Fußball-WM 2006 bestreiken

Gewerkschaft will Coca-Cola während der Fußball-WM 2006 bestreiken

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Artikelstatus: Fertig 19:40, 6. Mrz. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 06.03.2006 – Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE) steht unter Druck. Drei Tage nachdem die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) öffentlich über den Abbau von rund 3.000 Arbeitsplätzen spekuliert hatte, droht die Gewerkschaft nun mit einem Streik.

Die Gewerkschaft hat dafür den Zeitraum der Fußball-WM in Deutschland in Betracht gezogen. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und CCE sind seit zwei Monaten nicht mehr weiter gekommen. Nach Ansicht der Gewerkschaft könnte ein Teil des Arbeitsplatzabbaues vermieden werden, wenn die CCE bereit wäre, Altersteilzeitregelungen, Arbeitszeitverkürzungen und neuer Arbeitszeitregelungen einzuführen.

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Quellen

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March 2, 2006

Ein Drittel der Arbeitsplätze bei Coca-Cola in Gefahr

Ein Drittel der Arbeitsplätze bei Coca-Cola in Gefahr

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Artikelstatus: Fertig 22:37, 2. Mrz. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 02.03.2006 – In Deutschland gibt es ein Tochterunternehmen von Coca-Cola, das sich rein auf den Abfüllbetrieb spezialisiert hat, die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE). Sie hat mehrere Standorte in Deutschland, und der Hauptsitz ist in Berlin. Diese Firma plant nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten den Abbau von rund 3.000 Arbeitsplätzen.

Grund dafür ist die Änderung des Pfandsystems in Deutschland. Es tritt per 1. Mai 2006 in Kraft. Danach müssen alle Läden, die Getränke verkaufen, Flaschen zurücknehmen, auch wenn die Getränke in anderen Geschäften gekauft wurden. Experten schätzen, dass dann mehr Einwegflaschen (und weniger Mehrwegflaschen) verkauft werden. Dadurch werden weniger Mitarbeiter für die Wiederaufbereitung der Pfandflaschen benötigt.

Derzeit beschäftigt die CCE rund 9.000 Arbeitnehmer. Die CCE bestätigte die Aussage der Gewerkschaft nicht und nannte sie „reine Spekulation“. Für gestern waren an verschiedenen Orten, an denen die CCE angesiedelt ist, Betriebsversammlungen einberufen worden.

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