WikiNews de

December 12, 2010

Einigung bei Klimagipfel in Cancún

Einigung bei Klimagipfel in Cancún – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Einigung bei Klimagipfel in Cancún

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 08:52, 12. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Cancún (Mexiko), 12.12.2010 – Bei der internationalen klimapolitischen Konferenz im mexikanischen Cancún haben sich die teilnehmenden Staaten auf einen Kompromiss geeinigt. Der durch den Klimawandel ausgelöste Temperaturanstieg soll auf zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit beschränkt werden. Um Entwicklungsländer bei der Bewältigung von Folgeschäden des Klimawandels zu unterstützen, wurde die Bildung eines Fonds vereinbart, über den jährlich zunächst 30, ab 2020 dann 100 Milliarden US-Dollar verteilt werden sollen.

Jene Teilnehmerländer, die sich auch mit dem Kyoto-Protokoll zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre verpflichtet haben, haben sich parallel darauf geeinigt, die 2012 auslaufende Vereinbarung zu verlängern.

Als einzige Delegation hat sich die bolivianische gegen den Abschlusstext gewandt, da ihr die Regelungen nicht weit genug gingen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 25, 2006

Unbekannte greifen Zeitungsgebäude in Cancún, Mexiko mit Granaten an

Unbekannte greifen Zeitungsgebäude in Cancún, Mexiko mit Granaten an

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:27, 25. Aug. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Der Strand von Cancún

Cancún (Mexiko), 25.08.2006 – Unbekannte haben am Mittwoch Gebäude zweier Tageszeitungen in Cancún auf der Halbinsel Yucatán im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo mit Handgranaten angegriffen.

Die Polizei gab am Donnerstag bekannt, dass mehrere Granaten auf das Gebäude der Zeitung „Por Esto!“ abgefeuert wurden, wobei Sachschaden entstand, aber niemand verletzt wurde. Das „Committee to Protect Journalists“ macht in einer Pressemitteilung nähere Angaben zum Tathergang. Demnach kamen die Angreifer mit einer Geländelimousine mit getönten Scheiben vor dem Zeitungsgebäude an. Anschließend hätten die Unbekannten zwei Granaten in den Eingangsbereich des Büros der Zeitung im Zentrum Cancúns geworfen. Daraufhin brach nach Angaben des stellvertretenden Chefredakteurs der Zeitung unter den 80 Mitarbeitern Panik aus. Das „Committee to Protect Journalists“ verurteilte den Angriff und rief die Behörden dazu auf, Journalisten besser zu schützen, damit diese ihre investigativen Reportagen fortführen können. Bello Melchor Rodriguez Carrillo, Generalbundesanwalt von Quintana Roo, vermutet Drogenbanden hinter den Angriffen. Heute gab die Polizei bekannt, einen der Angreifer identifiziert zu haben. Auch die Bundesanwaltschaft ist an den Ermittlungen beteiligt.

Die Tageszeitung hatte umfassende investigative Reportagen über den Schmuggel und Verkauf von Drogen in der bei Touristen beliebten Stadt veröffentlicht. Im Fokus der Berichterstattung stand das so genannte Sinaloa-Kartell, wobei es sich um eine der größten kriminellen Vereinigungen Mexikos handeln soll. Medienberichten zufolge gilt die Stadt als Durchgangsstation für den Schmuggel von Kokain von Kolumbien in die Vereinigten Staaten. Die betroffene Zeitung veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel auf ihrer Website, in dem ein mutmaßlicher Rauschgifthändler namens „Ismael ‚El Mayo‘ Zambada“ für die Angriffe verantwortlich gemacht wird, der nach Recherchen der Zeitung auch hinter den Morden an zwei Polizeichefs in Mérida und Playa del Carmen stecken soll. Im Artikel heißt es, mit dem Angriff solle erreicht werden, „Por Esto!“ wegen seines investigativen und kritischen Journalismus, den das Blatt seit seinem Bestehen praktiziere, zum Schweigen zu bringen. Indirekt werden im Artikel aber auch die Behörden für die Gewalt verantwortlich gemacht, weil sie die Drogenkartelle nicht engagiert genug verfolgten.

Der Besitzer und Herausgeber von „Que Quintana Roo se entere“, einer weiteren Zeitung mit Sitz in Cancún, sagte, zeitgleich zum Angriff auf das Bürogebäude von „Por Esto!“ sei auch vor den Büros seiner Zeitung eine Granate explodiert. Dabei wurde ein 22-jähriger Angestellter verletzt, der vor dem Gebäude ein Auto gewaschen hatte. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Angriffen besteht, ist unklar. Laut AP wurden die Granaten auf das Haus des Zeitungsbesitzers geworfen, das sich gegenüber den Büros seiner Zeitung befindet. Der Generalbundesanwalt von Quintana Roo sagte, das Haus werde von Drogendealern benutzt. Seiner Meinung nach besteht kein Zusammenhang zwischen den Angriffen auf das Haus und der journalistischen Arbeit der Zeitungsredaktion von „Que Quintana Roo se entere“.

Angriffe auf Journalisten häufen sich in Mexiko. Am 22. August steckten Unbekannte in Mérida das Auto des Journalisten Jaime Vargas Chablé, der für „Por Esto!“ tätig ist, mit einer selbstgemachten Bombe in Brand; dabei wurde niemand verletzt. Im Juni wurde das Auto eines weiteren Journalisten in Brand gesteckt, das zu diesem Zeitpunkt vor dessen Haus geparkt war. Die betroffenen Journalisten haben darüber berichtet, dass die Regierung in Mérida in Korruptionsfälle verstrickt sei. Zu Beginn dieses Monats wurden im Bundesstaat Oaxaca bei einem Angriff auf eine regierungskritische Zeitung zwei Menschen verletzt. Der Nachrichtenagentur „Associated Press“ zufolge wurden in Mexiko seit 2004 zehn Journalisten von bewaffneten Angreifern getötet, ein Journalist wird noch vermisst. Einige Medien schützen ihre Büros aus diesem Grund bereits mit privaten Sicherheitskräften. Ruben Aguilar, ein Sprecher des Präsidenten Vicente Fox, verurteilte die Angriffe auf Journalisten und die Pressefreiheit. Ruben Aguilar sagte, die Bundesregierung bemühe sich um den Schutz von Journalisten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Mexiko

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 25, 2005

„Wilma“ hat Cancún in eine Geisterstadt verwandelt

„Wilma“ hat Cancún in eine Geisterstadt verwandelt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:05, 25. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Cancún (Mexiko), 25.10.2005 – Der Hurrikan „Wilma“ hat in der mexikanischen Stadt Cancún und ihrer Umgebung schwere Verwüstungen angerichtet und fast die gesamte Infrastruktur zerstört. Der Wiederaufbau des Touristenzentrums könne bis zu fünf Monate dauern, ließ die Tourismusbranche verlauten, da mindestens 110 Hotels schwer beschädigt, wenn nicht sogar ganz zerstört seien.

Noch immer gibt es in der Region weder fließendes Wasser noch Strom, und nur wenige öffentliche Telefone funktionieren. Gestern verließen hunderte Menschen ihre Notunterkünfte, um Supermärkte aufzusuchen und Lebensmittel zu kaufen. Wie die mexikanische Tageszeitung La Jornada berichtete, war nur ein einziger Supermarkt geöffnet. Dort sorgten zwölf mit Baseballschlägern und zwei mit Gewehren bewaffnete Mitarbeiter dafür, dass es nicht zu Plünderungen kam. Die Menschen wurden dazu aufgefordert, ihre Unterkünfte nach 19:00 Uhr nicht mehr zu verlassen. Im Radio wurde vermehrt vor Überfällen durch organisierte Banden gewarnt. In einigen Stadtteilen schlossen sich Nachbarn zusammen, um mit Macheten bewaffnet gemeinsam ihr Eigentum vor Plünderern zu schützen.

An den Tankstellen bildeten sich Autoschlangen von bis zu hundert Fahrzeugen. Am Busterminal in Cancún begann gestern vormittag der Verkauf von Busfahrkarten in die nächste größere Stadt Mérida. Da der Flughafen von Cancún schwer beschädigt und momentan nur für Versorgungsflüge geöffnet ist, müssen die Menschen mit Bussen zu Flughäfen in Chetumal, Mérida und Chichén Itzá gebracht werden. Insgesamt 30 zusätzliche Busse wurden von der staatlichen Tourismusbehörde für den Transport aus- und inländischer Touristen zur Verfügung gestellt. Auch Einheimische gaben an, sie wollten Cancún zumindest für einige Zeit verlassen. Im Radio wurde angekündigt, dass es noch drei Wochen dauern könne, bis die Strom- und Wasserversorgung wieder hergestellt sei. Am Samstag soll darüber informiert werden, wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.