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May 30, 2014

Hauptversammlung der Bremer Windfirma Energiekontor in Ritterhude

Hauptversammlung der Bremer Windfirma Energiekontor in Ritterhude

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Veröffentlicht: 20:42 (CEST), 30.05.2014
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Windkraftanlage der Firma Energiekontor

Ritterhude (Deutschland), 30.05.2014 – Meist finden Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften in dem Ort statt, wo sich der Sitz des Unternehmens befindet. Nicht so bei dem Bremer Windprojektierer Energiekontor. Dessen Hauptversammlungen finden offenbar seit einigen Jahren nur deshalb im benachbarten niedersächsischen Ort Ritterhude statt, um damit Kosten zu sparen. Angesichts der Unsicherheiten beim Erneuerbare Energien Gesetz in Deutschland und bei der Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen sah es auch nicht gerade rosig für das Unternehmen aus. Seit 25. Mai 2000 werden die Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Daneben findet ein Handel auch an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart statt. Ein historisches Tief erreichte die Kursentwicklung 2004 mit 0,85 Euro je Aktie. Im elektronischen Handelssystem XETRA wurden selten Aktien gehandelt, so dass im Jahre 2012 das Listing aus Kostengründen vorübergehend beendet wurde.

Diesmal konnten Vorstand und Aufsichtsrat allerdings mit mehreren Erfolgsmeldungen aufwarten. 2013 war das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte dieses Unternehmens, das 1990 gegründet wurde. Nachdem die Zahlen für das Jahr 2013 bereits Ende März bekanntgegeben worden waren, machte die Aktie Anfang April 2014 einen Sprung von 4,75 auf 6,45 und dann 7,2 Euro an der Frankfurter Börse. Am 25.4. erreichte sie ein 10-Jahres-Hoch von 8,81 Euro im XETRA. Damit bedeutet die Dividende von 0,50 Euro je Aktie eine Rendite von gegenwärtig rund 6 Prozent.

Auch auf der diesjährigen Hauptversammlung im Veranstaltungszentrum Ritterhude am 28. Mai stellten sich Vorstand und Aufsichtsrat den kritischen Fragen der Aktionäre. Dabei stand auch der verlustreiche Verkauf eines Offshore-Windparks im Fokus. Als besondere Überraschung konnte Energiekontor eine neuartige Flügelverlängerung bei den Windkraftanlagen präsentieren. Diese technische Neuheit wurde im Vorjahr zum Patent angemeldet und trägt deutlich zur Leistungssteigerung bei. International werden Projekte in Portugal, England und Schottland entwickelt. Das Unternehmen betreibt einen erheblichen Teil der Windkraftanlagen selbst und vermarktet den erzeugten elektrischen Strom. Der daraus gewonnene Cashflow übersteige gegenwärtig die Kosten für Projekte, so dass Energiekontor relativ unabhängig von Investoren sei. Darin unterscheide sich Energiekontor von Konkurrenten wie etwa PNE Wind, erklärte ein Mitglied des Vorstandes.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Börse

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May 30, 2011

Energiekontor bezeichnet Projekte der Konkurrenz als „Dünnschiss“

Energiekontor bezeichnet Projekte der Konkurrenz als „Dünnschiss“

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Veröffentlicht: 15:23, 30. Mai 2011 (CEST)
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Ritterhude (Deutschland), 30.05.2011 – Der Mitbegründer und Aufsichtsratssprecher des Bremer Unternehmens Energiekontor, Bodo Wilkens, äußerte sich auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft am vergangenen Mittwoch in Ritterhude abfällig über Windenergieprojekte der Konkurrenz. Wörtlich erklärte er: „Wenn andere Firmen sagen, wir haben ein paar Anlagen in Polen, dann ist das alles Dünnschiss.“

Nach Unmutsäußerungen aus dem 80-köpfigen Publikum entschuldigte sich Wilkens für diesen „Ausrutscher“. Von den anwesenden Vertretern der Aktionärsvereinigungen, dem Bremer Rechtsanwalt Dr. Peer Koch von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und dem Umweltwissenschaftler Frank M. Rauch von der WeserStrom Genossenschaft, wurde der Vorfall nicht kommentiert.

Kritische Aktionäre, die sich mehrfach zu Wort meldeten, konnten sich mit ihren Anträgen nicht durchsetzen, da die Aufsichtsratsmitglieder Günter Lammers und Bodo Wilkens jeweils rund 35 Prozent der Aktien halten und aufgrund der geringen Präsenz der Vertreter aus dem Streubesitz somit alle Abstimmungsergebnisse mit mehr als 99 Prozent zu Gunsten der Unternehmensgründer ausfielen. Unter anderem wurde bemängelt, dass im Geschäftsjahr 2010 kaum Projektfortschritte erkennbar seien und keine Dividende ausgeschüttet werde. Zuletzt war für das Jahr 2009 eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie gezahlt worden. Seit dem historischen Tiefstand der Aktie im Jahre 2004 mit 1 Euro stieg der Kurs inzwischen auf bis über 6 Euro. Vertreter des Unternehmens wiesen auf die langfristigen Perspektiven bei der Offshore-Windenergie hin.

Themenverwandte Artikel

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