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March 2, 2011

Entführungsopfer Natascha Kampusch fordert Schadenersatz vom österreichischen Staat

Entführungsopfer Natascha Kampusch fordert Schadenersatz vom österreichischen Staat

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Veröffentlicht: 07:48, 2. Mär. 2011 (CET)
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Wien (Österreich), 02.03.2011 – Von 1998 bis 2006 war sie in den Händen ihres Entführers Wolfgang Priklopil. Dann gelang ihr die Flucht. Ihr Peiniger beging Selbstmord. Jetzt reichte sie Klage ein mit der Begründung: Hätten die Behörden nicht so schlecht ermittelt, wäre ihr die jahrelange Gefangenschaft erspart geblieben. 323 Euro für jeden Tag fordert sie, dies ergäbe knapp eine Million Euro.

Kurz bevor jeder Anspruch verjährt wäre, wurde die Forderung eingereicht. Die Erfolgsaussichten sind gering. Der Nachweis schuldhaften Fehlverhaltens der Behörden ist schwer zu führen. Frau Kampusch hatte nie eine offizielle Stellungnahme oder gar eine Entschuldigung zu den Ermittlungspannen bekommen. Im Falle einer Klage werden die Behörden sich äußern müssen, ein mögliches Motiv für die Einbringung der Ansprüche bei der zuständigen Finanzprokuratur in Wien. Acht Jahre und sechs Monate war sie dem Täter ausgeliefert, die meiste Zeit im Keller eingesperrt. Eine Untersuchungskommission hatte Fehler bei der Fahndung nach ihr aufgezeigt. Der Täter war schnell in Verdacht geraten, den Hinweisen wurde nicht in letzter Konsequenz nachgegangen.

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February 17, 2007

Natascha Kampusch feiert ihren 19. Geburtstag

Natascha Kampusch feiert ihren 19. Geburtstag

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Artikelstatus: Fertig 17:36, 17. Feb 2007 (CET)
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Wien (Österreich), 17.02.2007 – Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch feiert am heutigen Samstag seinen ersten Geburtstag seit langer Zeit in Freiheit. Sie wird 19 Jahre alt und will diesen Tag im Kreise der Familie verbringen. Laut ihrem Medienberater Stefan Bachleitner sind keine Medienaktivitäten geplant. Er habe keinerlei Kenntnisse über die Geburtstagsvorstellungen von Natascha Kampusch.

Das damals zehnjährige Mädchen war im März 1998 auf dem Schulweg von Wolfgang Priklopil entführt und acht Jahre in seinem Haus in Strasshof gefangen gehalten worden. Im August 2006 gelang der jungen Frau die Flucht von ihrem Entführer, der sich daraufhin das Leben nahm.

Seit Januar 2007 holt Natascha Kampusch die verlorenen Schuljahre nach und bereitet sich auf ihren Hauptschulabschluss vor. Ihre Ausbildung habe derzeit oberste Priorität und nehme einen überwiegenden Teil der Zeit in Anspruch. Sie lernt zu Hause, macht ihre Schulaufgaben und besucht individuelle Unterrichtseinheiten. Der Volksschulabschluss wurde ihr nach der Entführung nachträglich anerkannt.

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  • Natascha Kampuschs Zeit im dunklen Keller (10.01.2007)

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January 10, 2007

Natascha Kampuschs Zeit im dunklen Keller

Natascha Kampuschs Zeit im dunklen Keller

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Artikelstatus: Fertig 18:10, 10. Jan. 2007 (CET)
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Wien (Österreich), 10.01.2007 – Am Mittwochabend, dem 3. Januar, um 21:15 Uhr zeigten die Fernsehsender RTL – in der Sendung „Extra Spezial“ – und der ORF die Dokumentation „Die ganze Wahrheit der Natascha Kampusch“. Die 18-jährige Österreicherin Natascha schilderte neue Details. Sie sei beinahe vor Hunger gestorben und habe im Keller oft zwischen Hoffnung und Verzweiflung gebangt. Sie sagte: „Man hört nichts, man hört nur das eigene Blut, man spürt die Enge und Kälte.“ An eine Flucht hätte sie nie denken können.

Natascha wurde im Alter von zehn Jahren entführt. Auch für die Eltern Brigitta Sirny und Ludwig Koch waren die acht Jahre Gefangenschaft ihrer Tochter eine Qual. In der Sendung kamen auch Psychologen, Kriminologen und Rechtsanwälte, die Kampusch in ihrem neuen Leben helfen wollen, zu Wort.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Natascha Kampusch“.

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