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January 4, 2015

Erneute Eskalation im indisch-pakistanischen Grenzkonflikt

Erneute Eskalation im indisch-pakistanischen Grenzkonflikt

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Veröffentlicht: 04.01.2015, 12:15 (MEZ)
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Jammu (Indien), 04.01.2015 – Über den Jahreswechsel ist der indisch-pakistanische Grenzkonflikt erneut eskaliert. Die Gefechte, die immer wieder nicht nur Soldaten der Grenztruppen, sondern auch Zivilisten das Leben kosteten, waren zuletzt im Oktober 2014 aufgeflammt. Der erneute andauernde Feuerwechsel in der Gegend von Jammu begann am 27. Dezember angeblich von pakistanischer Seite und soll unprovoziert gewesen sein, so die indische Darstellung. Die pakistanische Seite sieht es so, dass es ein Gespräch von als solchen mit einer weißen Fahne gekennzeichneten Unterhändlern von Truppen beider Seiten hätte geben sollen, das von Indien gewünscht wurde, wobei die pakistanischen Soldaten dann jedoch beschossen worden wären. Es begann, soviel steht fest, mit Scharfschützenfeuer, doch mittlerweile greifen beide Seiten auch wieder zu schweren Waffen. Auf pakistanischer Seite wurden dabei bisher mindestens zwei Soldaten getötet, und beide Seiten beklagen jeweils ein ziviles Opfer. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif drohte, man werde in einer Sprache auf die tödlichen Angriffe antworten, die Indien verstehen werde, nachdem man sich in den letzten Monaten bereits vergeblich bemüht habe, mit dem Nachbarland ins Gespräch zu kommen.

Auf der indischen Seite der Grenze hat die Armee inzwischen damit begonnen, 14 Dörfer zu evakuieren, und den betroffenen Menschen Unterkünfte in weiter von der Grenze entfernt liegenden Orten angewiesen.

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Wikinews-logo.svg   Pakistan bittet UN um Hilfe im Grenzkonflikt (14.10.2014)

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October 14, 2014

Pakistan bittet UN um Hilfe im Grenzkonflikt

Pakistan bittet UN um Hilfe im Grenzkonflikt

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Veröffentlicht: 14.10.2014, 03:17 (CEST)
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Sartaj Aziz

Islamabad (Pakistan), 14.10.2014 – Sartaj Aziz, der Berater des pakistanischen Premierministers Nawaz Sharif in außenpolitischen Fragen, hat sich in einem Brief im Namen der pakistanischen Regierung offiziell an UN-Generalsekretär Ban ki-Moon gewandt und um eine Beteiligung der UN an der Suche nach einer Lösung im augenblicklichen Grenzgefecht zwischen Pakistan und Indien ersucht. Er kündigte an, eine Delegation aus Vertretern der UNMOGIP und der UN würden die Vorgänge untersuchen, aber es bedürfe jetzt einer Stärkung dieses Mandates. Aziz wünschte, dass der Brief als offizielles Dokument dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt werde.

Aziz betonte in dem Schreiben, dass Pakistan an einer Verhandlungslösung über das umstrittene Kashmir gelegen sei, dies sei von Nawaz Sharif noch auf der Vollversammlung der UN im letzten Monat betont worden. Indien hingegen warf er vor, nicht an Gesprächen interessiert zu sein, und verwies dabei auf die aus seiner Sicht unbegründete Absage des geplanten Außenministerstreffens durch Indien. Er beschuldigte Indien erneut, den augenblicklichen Feuerwechsel begonnen zu haben, und erklärte, dass Pakistan sich äußerste Zurückhaltung in dieser Auseinandersetzung auferlegt habe.

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Wikinews-logo.svg   Hoffnung auf Ende des indisch-pakistanischen Grenzkonflikts (12.10.2014)

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October 12, 2014

Hoffnung auf Ende des indisch-pakistanischen Grenzkonflikts

Hoffnung auf Ende des indisch-pakistanischen Grenzkonflikts

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Veröffentlicht: 12.10.2014, 09:22 (CEST)
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Karte der UNMOGIP für das Konfliktgebiet

Neu-Delhi (Indien), 12.10.2014 – Nachdem sich Indien und Pakistan eine Woche lang über die Line of Control (LoC) im Bereich von Jammu in dem von beiden Ländern beanspruchten Kashmir teilweise heftige Feuergefechte geliefert hatten, bei denen mittlerweile 21 Menschen getötet wurden, blieb es am Freitag ruhig an der de-facto-Grenze. Dies mag das äußere Anzeichen dafür gewesen sein, dass, wie die indische Zeitung The Hindu meldet, beide Länder begonnen haben, nach einer diplomatischen Lösung zu suchen. Offiziell wurde von beiden Ländern dazu nichts mitgeteilt, und am Samstag gab es einen weiteren Feuerwechsel.

Premierminster Narendra Modi, dessen Verhalten in dieser Situation bereits von der Oppostion scharf kritisiert worden war, gab nun eine erste öffentliche Stellungnahme zum aktuellen Grenzkonflikt ab. Auf einer Versammlung im Bundesstaat Maharashtra sagte er: „Unsere Soldaten haben Pakistan den Mund verboten.“ Von Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif wird berichtet, dass er weiterhin Indien für den Beginn der Feuergefechte verantwortlich macht, dass von seiner Seite aus ein Krieg aber nicht in Betracht käme. Eine Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums sagte, man sei bestrebt dass eine Beobachtergruppe der United Nations Military Observer Group in India and Pakistan (UNMOGIP) die LoC besuchen solle und ihre Ansichten zu einer Lösung vorstellen solle. Diese Vorschläge, so meinte die Sprecherin, seien dann für Indien sicherlich akzeptabel.

Innenpolitisch sorgt der Konflikt aber noch immer für Unruhe in beiden Ländern. In Indien beschuldigte die oppositionelle Kongresspartei Modi der „selektiven Amnesie“, nachdem er sich gegen Kritik verwahrt hatte. Die Opposition erinnerte Modi an die Kritik, die er als Ministerpräsident des Bundesstaates Gujarat an der damaligen Regierung Indiens übte, als es im August 2013 zu ähnlichen Vorgängen an der Grenze kam.

Während in Indien nun die Regierung zu scharfen Worten gegen das Nachbarland griff, sind es in Pakistan Teile der Bevölkerung. Nach dem Freitagsgebet zogen dort Menschen auf die Straße und forderten einen „Jihad“ (Heiligen Krieg) gegen Indien. Die Forderungen wurden auf einer Versammlung der Jamaat ud-Dawa, einer islamischen Prediger- und Missionsorganisation erhoben, der Verbindungen zur Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT) nachgesagt werden. Die LeT gilt bereits jetzt als maßgeblich verantwortlich für das Eindringen von Kämpfern über die LoC in den von Indien verwalteteten Teil Kashmirs, wo es dann zu Kämpfen mit indischen Sicherheitskräften kommt. Diese Art der Auseinandersetzungen hatte bereits vor kurzem die Angst vor einem Krieg zwischen den beiden Ländern genährt. Premierminister Modi hat Pakistan zuletzt auch sehr deutlich vor einer weiteren Unterstützung dieses Terrors gewarnt, den er als „Proxy-Krieg“ bezeichnete. Wenn es jetzt zu einer offiziellen Verständigung beider Länder über eine Einstellung des Feuerwechsels kommen sollte, dann bedeutet dies keineswegs das Ende des Konflikts. Vor einer weiteren Eskalation in nächster Zeit kann dann nur der bevorstehende Winter eine Atempause verschaffen, denn dann wird eine Bewegung von Truppen entlang der LoC, die auf den Gipfeln des Himalaya und seiner Ausläufer verläuft, unmöglich.

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Wikinews-logo.svg   Kashmir: Weitere Feuergefechte – Mehr Tote (10.10.2014)

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October 10, 2014

Kashmir: Weitere Feuergefechte – Mehr Tote

Kashmir: Weitere Feuergefechte – Mehr Tote

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Veröffentlicht: 10.10.2014, 12:52 (CEST)
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Srinagar (Kashmir), 10.10.2014 – Die Gefechte an der Line of Control (LoC) in Kashmir zwischen indischen und pakistanischen Truppen gehen mit unverminderter Härte weiter. Die Feuerwechsel, die seit Freitag letzter Woche andauern, haben mittlerweile das Leben von mindestens 19 Zivilisten (elf auf pakistanischer, acht auf indischer Seite) sowie mindestens 75 Verletzte, darunter auch Soldaten, gefordert. Indische Offiziere in der Grenzregion bezeichneten die Situation als „ernst“. Auf der indischen Seite der LoC haben 20.000 Menschen die unmittelbare Grenzregion unter dem andauernden Beschuss mit Handfeuerwaffen und Granaten verlassen. 10.000 von ihnen sind in Notunterkünften der Regierung untergebracht, die übrigen sind bei Verwandten und Freunden untergekommen.

Der indische Verteidigungsminister Arun Jaitley forderte Pakistan auf, die – wie er sie nannte – unprovozierten Angriffe umgehend einzustellen. Er sagte, ansonsten würde Indien es „untragbar“ für Pakistan machen, den Beschuss fortzusetzen. Auf die Frage, warum es zu dem Feuerwechsel gekommen sei, verwies Jaitley zunächst einmal auf Pakistan, das diese Frage beantworten müsse, da es angefangen habe. Er deutete aber an, es gebe dafür sowohl innenpolitische, wie auch internationale Gründe auf pakistanischer Seite, ging dabei aber nicht auf Einzelheiten ein. Pakistan seinerseits beschuldigt weiterhin Indien, die Auseinandersetzung begonnen zu haben. Die indische Regierung soll der Armee „freie Hand“ gegeben haben zu reagieren, berichten indische Medien.

Von Premierminister Narendra Modi ist bisher nur zur hören, dass er die Vorgänge mit den Worten „Bald wird alles in Ordnung sein“ kommentiert habe. Von der oppositionellen Kongress-Partei wird Modi in diesem Zusammenhang kritisiert. Er sei ein „abwesender“ Premierminister, heißt es dazu, da er sich im Augenblick stark im Wahlkampf in verschiedenen indischen Bundesstaaten engagiere und sich dementsprechend nicht in Delhi aufhalte. Es wird von der Kongress-Partei auch kritisiert, dass fünf Monate nach der Regierungsbildung das Amt des Verteidigungsministers noch immer nicht mit einem eigenen Minister besetzt ist, sondern dass Arun Jaitley gleichzeitig auch Finanzminister des Landes ist. Dies wird gerade in der augenblicklichen Situation als unzureichend empfunden.

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Wikinews-logo.svg   Kashmir: Tote bei Feuergefechten über die Line of Control (08.10.2014)

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October 7, 2014

Kashmir: Tote bei Feuergefechten über die Line of Control

Kashmir: Tote bei Feuergefechten über die Line of Control

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Veröffentlicht: 08.10.2014, 03:14 (CEST)
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Arun Jaitley (2010)

Srinagar (Kashmir), 07.10.2014 – Zwar gibt es seit 2003 eine Übereinkunft zwischen Indien und Pakistan, den Waffenstillstand zwischen beiden Ländern an der so genannten Line of Control (LoC) einzuhalten, doch erwies sich diese in der Nacht von Sonntag auf Montag zum wiederholten Male als kaum mehr als eine Wunschvorstellung. Indien beklagt seit August fast täglichen Beschuss von pakistanischer Seite. Meist wird dabei nur mit Handfeuerwaffen geschossen, doch bei dem seit Freitag andauernden Feuerwechsel wurden auch Granaten abgefeuert. Als Folge des Feuerwechsels werden in dem von Indien verwalteten Teil Kashmirs jetzt fünf tote Zivilisten aus dem Ort Arnia -drei Kilometer von der LoC – gemeldet, hinzu kommen noch mindestens zwei Dutzend Verletzte. In dem unter pakistanischer Kontrolle stehenden Teil Kashmirs soll es vier tote Zivilisten gegeben haben.

Während Indien das Feuergefecht als „ohne jeden Anlass“ bezeichnet, wird es von Pakistan beschuldigt, den Vorfall ausgelöst zu haben. Der indische Verteidigungsminister Arun Jaitley sagte, die indische Armee werde „angemessen“ auf den Gewaltakt reagieren. Im Verlauf des Montags gab es auch an zehn indischen Grenzposten einen direkten Feuerwechsel beider Seiten. Die indische Armee erschoss wenig später drei aus Pakistan auf von Indien kontrolliertes Gebiet eingedrungene bewaffnete Kämpfer, während zwei weitere Kämpfer zurück nach Pakistan flüchteten.

Der Vorfall gilt als der schwerste seit der Übereinkunft von 2003 und markiert gleichzeitg auch einen neuen Tiefpunkt in den seit dem Amtsantritt des indischen Premierministers Narendra Modi sich zunehmend verschlechternden Beziehungen zwischen Indien und Pakistan. Nach einem von anti-pakistanischer Rhetorik durchdrungenen Wahlkampf Modis hatte seine Amtseinführung, an der auch Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif teilnahm, noch Anlass zur Hoffnung gegeben, es werde doch nicht so kommen, wie es sich im Wahlkampf abgezeichnet hatte. Ein geplantes Außenministertreffen wurde von der indischen Seite unter dem Vorwurf, Pakistan würde sich in innerindische Angelegenheiten einmischen, abgesagt. Anlass für diesen Vorwurf war ein Treffen des pakistanischen Hochkommissars mit Vertretern der Unabhängigkeitsbewegung Kashmirs in Indien.

Ghulam Nabi Azad

Modi sprach im September vor der Hauptversammlung der UN in New York, aber anders als bei seinem Amtsvorgänger Manmohan Singh kam es diesmal nicht zu einem indisch-pakistanischen Gipfeltreffen am Rande der Vollversammlung. Modi sprach das Thema der indisch-pakistanischen Beziehungen nur in soweit an, als dass er äußerte, Pakistan müsse eine „angemessene Atmosphäre“ für Gespräche schaffen. Ghulam Nabi Azad, der Oppositionsführer im Oberhaus des indischen Parlaments und frühere Chief Minister von Jammu und Kashmir, warf der Regierung angesichts der Toten jetzt andauernde Untätigkeit in Bezug auf die Verletzungen des Waffenstillstandes vor.

Der Vorfall traf die Muslime im Bundesstaat Jammu und Kashmir besonders schwer, heißt es dazu in den lokalen indischen Medien, da er mit dem Eid-ul-Adha-Fest, einem der höchsten islamischen Feiertage, zusammenfiel. Der Chief Minister von Jammu und Kashmir, Omar Abdullah, verzichtete auf die Feierlichkeiten und nahm stattdessen an den Totenfeierlichkeiten für die Opfer des Feuerwechsels teil. Er beklagte die Schäden, die Menschen und Land durch die Vorfälle entständen, und sicherte den Betroffenen die Unterstützung seiner Regierung zu.

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Wikinews-logo.svg  Premierminister Narendra Modi beschuldigt Pakistan des Krieges gegen Indien (14.08.2014)
Wikinews-logo.svg   Indisch-Pakistanisches Außenministertreffen abgesagt (21.08.2014)
Wikinews-logo.svg   Narendra Modi „enttäuscht“ von Pakistan (31.08.2014)

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August 31, 2014

Narendra Modi „enttäuscht“ von Pakistan

Narendra Modi „enttäuscht“ von Pakistan

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Veröffentlicht: 31.08.2014, 07:44 (CEST)
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Narendra Modi im Wahlkampf
(Mai 2014)

Neu-Delhi (Indien), 31.08.2014 – Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hat mehr als eine Woche nach der Absage des Treffens der Außenminister von Indien und Pakistan erstmals selbst Stellung genommen. Er erklärte, er sei „enttäuscht“ von Pakistan, da es sich im Vorfeld des Außenminstertreffens mit „spalterischen Elementen“ getroffen habe und die Gespräche so zu einer „Farce“ gemacht habe. Modi nahm mit seinen Bemerkungen Bezug auf das Treffen des pakistanischen Hochkommissars in Neu-Delhi mit einer Reihe von Führern der Unabhängigkeitsbewegung Kashmirs aus dem autonomen indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir. Modi betonte, dass er alle offenen Fragen – dies würde dann auch die Frage nach der Zukunft des zwischen beiden Ländern geteilten Kashmir beinhalten – mit Pakistan besprechen würde. Er machte aber klar, dass derartige Gespräche nur auf der Grundlage des Shimla-Abkommens und der Erklärung von Lahore stattfinden würden, was jede Beteiligung von Seiten der Kashmiris ausschließen würde. Modi sagte dazu, er wolle die Gespräche in einer Atmosphäre führen, die frei sei von „Terrorismus und Gewalt“. Es sei ihm, so Modi, an einem friedlichen und freundschaftlichen Verhältnis zu Pakistan gelegen. Modi bezeichnete das Treffen mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif anlässlich seiner Amtseinführung in Delhi im Mai als „sehr gut“ und sagte, dass es eine gemeinsame Entscheidung gewesen sei, das seit 2008 erheblich beeinträchtigte Verhältnis beider Länder durch ein Treffen der Außenminister wieder zu verbessern.

Amit Shah, der Vorsitzende von Modis Regierungspartei, der BJP, hatte dazu erklärt, dass die Regierung mit der Absage des Treffens ein klares Signal an Pakistan geschickt habe, dass Treffen mit Unabhängigkeitsführern aus Kashmir nicht hinnehmbar seien. Er stellte dies als ein Zeichen der Stärke Indiens dar und meinte, es sei eine Maßnahme, die allein von einem Premierminister der BJP getroffen werden könne.

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Wikinews-logo.svg   Indisch-Pakistanisches Außenministertreffen abgesagt (21.08.2014)

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August 29, 2014

Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt

Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt

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Veröffentlicht: 08:28, 29. Aug. 2014 (CEST)
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Der Indus mit Quellflüssen

Lahore (Pakistan), 29.08.2014 – Das Treffen der Indus Water Commission im pakistanischen Lahore ist am 27. August nach drei Tagen ohne Ergebnis auf Oktober vertagt worden. Pakistan hat Bedenken, dass der Bau von fünf Wasserkraftwerken im indischen Bundestaat Jammu und Kashmir seine im Indus-Wasservertrag zugesicherten Wasserrechte verletzt. Nach Angaben der pakistanischen Delegation hat man seine Sicht der Dinge vorgetragen, die Indien zur Kenntnis genommen hat und überdenken möchte. Von einem Scheitern der Gespräche wollte man von pakistanischer Seite nicht sprechen, sondern hofft auf die nächste Gesprächsrunde, die in Delhi stattfinden wird. Sollte jedoch keine Einigung am Verhandlungstisch zu erzielen sein, wolle man den Internationalen Gerichtshof anrufen, erklärte Mirza Asif Baig, der Leiter der pakistanischen Delegation.

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Wikinews-logo.svg   Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser (27.08.2014)

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August 27, 2014

Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser

Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser

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Veröffentlicht: 27.08.2014, 03:14 (CEST)
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Lahore (Pakistan), 27.08.2014 – Das Treffen der Außenminister beider Länder ist gescheitert, doch indische und pakistanische Vertreter der Indus Water Commission sind für ein dreitägiges Treffen in Lahore zusammengekommen. Mit dem Indus-Wasservertrag wurden 1960 die Rechte der beiden Ländern am Wasser des Indus bzw. seiner Quellflüsse geregelt. Ein Teil der Quellen des Indus liegt in Indien, aber der Fluss ist ein wichtiger Wasserlieferant für die pakistanischen Provinzen Sindh und Punjab, weshalb Pakistan immer wieder über eine überproportionale Nutzung des Wassers durch Indien Klage führt, zu deren Klärung das jährlich stattfindende Treffen dienen soll.

Ein besonderes Problem stellte diesmal das Kishanganga-Wasserkraftwerk dar, das von Indien gebaut und mit Wasser des Flusses Neelum (auch Kishangenga genannt) gespeist werden soll. Pakistan seinerseits plant das Neelum-Jheelum-Wasserkraftwerk, das ebenfalls Wasser des Neelum benutzen soll. Der Neelum folgt über weite Strecken der Line of Control, der de-facto Grenze zwischen Indien und Pakistan im indischen Gebiet von Jammu und Kashmir, und ist einer der Hauptstreitpunkte des Kashmirkonflikts zwischen beiden Staaten. K. Vohra. Mirza, der Leiter der indischen Delegation, betonte bei seiner Ankunft in Pakistan aber, dass alle Probleme in Bezug auf das Wasser mit friedlichen Mitteln gelöst werden sollten.

Das Kishengenga-Wasserkraftwerk ist mit einer geplanten Leistung von 330 MW klein im Vergleich zu den anderen vier Wasserkraftwerken (dem 650-MW-Ratli-Kraftwerk, dem 1000-MW-Pikkal-Kraftwerk, dem 1190-MW-Karthai-Kraftwerk und dem 600-MW-Kero-Kraftwerk), die Wasser des Flusses Chenab nutzen sollen und ebenfalls Thema der Gespräche sein sollen.

Alle Kraftwerke befinden sich im Gebiet von Kashmir und stellen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region dar, die zurzeit auf den Import von Strom aus anderen Teilen Indiens angewiesen und deren Bedarf trotzdem nicht gedeckt ist, was zu stunden- und zeitweise tagelangen Stromabschaltungen führt.

Folgeartikel: Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt

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Wikinews-logo.svg   Indisch-Pakistanisches Außenministertreffen abgesagt (21.08.2014)

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Originäre Berichterstattung
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August 21, 2014

Indisch-Pakistanisches Außenministertreffen abgesagt

Indisch-Pakistanisches Außenministertreffen abgesagt

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Veröffentlicht: 21.08.2014, 12:59 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 21.08.2014 – Die indische Regierung hat ein für den 25. August geplantes Treffen der Außenminister von Indien und Pakistan in Islamabad abgesagt. Als Grund wurde die Einladung des pakistanischen Hochkommissars in Indien, Abdul Basit, an verschiedene Führer der Unabhängigkeitsbewegung im von Indien verwalteten Teil Kashmirs angegeben.

Syed Ali Shah Geelani

Basit hatte am 18. August zunächst ein Treffen mit Shabir Shah, einem Führer der Hurriyat-Konferenz. Shah wurde unter den Protesten einer kleinen Gruppe von Hinduextremisten durch einen Hintereingang in die diplomatische Vertretung Pakistans geschleust und sprach etwa eine Stunde mit dem Hochkommissar. Für den 19. August waren die beiden Hurriyat-Führer Syed Ali Shah Geelani und Mirwaiz Umar Farooq beim Hochkommissar eingeladen. Am 20. August soll es ein Gespräch mit Yasin Malik von der Jammu Kashmir Liberation Front (JKLF) geben.

Von Seiten der indischen Regierung hieß es zu den Treffen, dass sie die konstruktive Atmosphäre, die Premierminister Narendra Modi in den Beziehungen zum Nachbarland zu schaffen versuche, untergrüben. Es gäbe, so sagte ein Sprecher des Außenministeriums, nur den bilateralen Dialog auf der Grundlage des Shimla-Abkommens und der Erklärung von Lahore zwischen den beiden Ländern, wenn es um Kashmir gehe. Von einem Vertreter der extremistischen Hinduorganisation Vishwa Hindu Parishad (VHP) wurden die Gespräche sogar als ein Angriff auf die Souveränität Indiens angesehen. Derartigen Ansichten widersprach Shabir Shah aber bereits nach dem Treffen mit dem Hochkommissar. Shah verlangte die Beteiligung von Kashmiris an jedem Gespräch über die Situation Kashmirs, da Kashmir von ihm grundsätzlich nicht als ein regulärer Teil des indischen Hoheitsgebietes gesehen wird. Pakistan selbst verteidigte die Einladung durch den Hochkommissar mit dem Hinweis darauf, dass es eine übliche Vorgehensweise sei, sich mit indischen Vertretern der zwischen Indien und Pakistan geteilten Region Kashmir zu treffen, um die Ansichten der Kashmiris angemessen vertreten zu können.

In Indien führte die Absage des Treffens bei der größten Oppositionspartei im indischen Parlament, dem „Indischen Nationalkongress“, zur Frage, ob die Regierung überhaupt über eine geordnete Pakistanpolitik verfüge. So wurde vom Indischen Nationalkongress darauf verwiesen, dass der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif in einer Geste, die als Wiederbelebung der sehr abgekühlten Beziehungen zwischen beiden Ländern verstanden wurde, zur Amtseinführung von Modi eingeladen worden war. Dabei hätte man alle problematischen Ereignisse der Vergangenheit, wie den Terrorangriff auf das indische Konsulat in Kabul, der durch den pakistanischen Geheimdienst ISI unterstützt worden sein soll, die eingestellten Strafverfolgungen gegen Beteiligte an den Anschlägen von Mumbai und die zahlreichen Zwischenfälle an der Grenzlinie (Line of Control) einfach aus dem Weg geräumt, hieß es von Seiten der Opposition. Nun sage man in einer ähnlich übereilten Aktion das Außenministertreffen ab. Die dem Indischen Nationalkongress zeitweise nahestehende Jammu and Kashmir People’s Democratic Party, vertreten durch ihre Vorsitzende Mehbooba Mufti, nannte Begründung für die Absage „extrem fadenscheinig“.

Die Absage des Treffens kommt nur wenige Tage, nachdem der indische Premierminister Modi das Nachbarland eines „Krieges gegen Indien“ in Kashmir mit Hilfe von Terroristen beschuldigt hatte. Regelmäßige Treffen der Außenminister beider Länder sind seit 2012 eingestellt, als es zum Streit über den Tod eines indischen Grenzschutzsoldaten im Zusammenhang mit andauernden Feuergefechten über die Line of Control gekommen war. Auch im Augenblick kommt es fast täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen über die Waffenstillstandslinie hinweg, die in den meisten Fällen mit Handfeuerwaffen geführt werden. Am 12. August wurden dabei auch Mörsergranaten von beiden Seiten eingesetzt. Die Feuergefechte führen wohl zu Verletzten, aber größere Schäden oder Tote wurden im Zusammenhang mit diesen Vorfällen nicht gemeldet.

Die USA bezeichneten die Absage des Treffens als „unglücklich“ und forderten beide Seiten auf, den Dialog wiederaufzunemen, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern ohne Rücksicht darauf, was passiert ist, wieder zu beleben. Die US-Botschaften in Delhi und Islamabad sind dabei als Vermittler aktiv geworden, um das abgesagte Treffen doch noch möglich zu machen.

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Wikinews-logo.svg   Premierminister Narendra Modi beschuldigt Pakistan des Krieges gegen Indien (14.08.2014)
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August 15, 2014

Pakistan wehrt sich gegen Modis Kriegsrethorik

Pakistan wehrt sich gegen Modis Kriegsrethorik

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Veröffentlicht: 15.08.2014, 03:50 (CEST)
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Islamabad (Pakistan), 15.08.2014 – Die pakistanische Regierung hat sich einen Tag, nachdem sie von Indiens Premierminister Narendra Modi beschuldigt worden war mit Hilfe von Terroristen Krieg gegen Indien zu führen, energisch gegen diesen Vorwurf gewehrt.

Eine Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums bezeichnete die Rede, die Modi anlässlich eines Besuchs in der Grenzregion Ladakh gehalten hatte, als grundlose Rhetorik. Die Sprecherin des Außenministeriums legte dabei ihr Hauptaugenmerk auf die Feststellung, dass Pakistan – genauso wie Indien – gegen den Terrorismus, d.h. in diesem Falle die Terrorgruppe Laschkar e-Taiba, vorgehe wie Indien den Terrorismus bekämpfe. „Terrorismus ist für uns eine reale und gegenwärtige Gefahr“ (im englischen Orginal: „Terrorism is a real and present danger for us“) heißt es dazu in der Stellungnahme der pakistanischen Regierung.

Die Bemerkungen Modis werden als wenig hilfreich im Bemühen um eine Wiederbelebung der bilateralen Beziehungen gesehen, die mit dem Besuch von Pakistans Premierminister Nawaz Sharif zur Amtseinführung Modis im Mai in Delhi nach langer Zeit der Abkühlung einen zaghaften neuen Auftrieb erhalten hatten. Aber auch rein innenpolitisch können die Bemerkungen Modis Sharif geschadet haben. Die anti-pakistanische Rede Modis kam nur zwei Tage vor großen Anti-Regierungsdemonstrationen in Islamabad. Eine Demonstration wird von dem in Kanada lebenden islamischen Gelehrten Muhammad Tahir-ul-Qadri unterstützt, der einen Sturz der Regierung und die Errichtung einer „islamischen“ Gesellschaftsordnung fordert. Die andere Demonstration wird von Oppostionsführer Imran Khan geleitet, der eine Wahlrechtsreform und eine Untersuchung der Wahl Sharifs im letzten Jahr fordert. Während Sharif diese Proteste zunächst unbeschadet überstehen dürfte, könnte das mittelfristig gleichwohl Auswirkungen haben. Sharif sieht sich nämlich auch Forderungen aus dem eigenen Militär gegenüber die Beziehungen zu Indien eher aus dem Focus seiner Politik zu nehmen und sich stattdessen um Afghanistan, das in Verbindung zu den Auseinandersetzungen mit den Taliban in der pakistanischen Region Waziristan steht, zu kümmern. Eine Innenpolitik, die sich bei aller Herausstellung des Islam um eine klare Abgrenzung zu islamistischen Tendenzen bemüht und damit eine klare Ablehnung von Modi, der von Pakistans größter englischsprachiger internationaler Zeitung International News als nationalistischer Hinduführer verurteilt wurde, könnten nun die Folge sein.

In Indien selbst erhielt Modi auch aus den Reihen der Opposition im indischen Parlament klare Unterstützung für seine Rede in Ladakh. Der Sprecher der oppositionellen indischen Kongresspartei, Abhishek Singhvi, sagte, es sei nur die Wahrheit, was der Premierminister gesagt habe, und verwies auf 25 gewalttätige Übergriffe über die Line of Control innerhalb der letzten 60 Tage.

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  • Premierminister Narendra Modi beschuldigt Pakistan des Krieges gegen Indien (14.08.2014)

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