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January 24, 2011

Erneuter Streit um „Nofretete“ – Ägypten fordert die berühmte Büste zurück

Erneuter Streit um „Nofretete“ – Ägypten fordert die berühmte Büste zurück

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Veröffentlicht: 22:23, 24. Jan. 2011 (CET)
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Büste der Nofretete

Berlin (Deutschland) / Kairo (Ägypten), 24.01.2011 – Zahi Hawass, Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung, forderte in einem Schreiben, das am 2. Januar 2011 bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einging, die Rückgabe der berühmten Büste der Nofretete an „das ägyptische Volk“, seinen „rechtmäßigen Besitzer“. Zurzeit ist die 3.300 bis 3.500 Jahre alte Büste der Frau des Pharaos Echnaton im Neuen Museum in Berlin ausgestellt, das im Oktober 2009 wiedereröffnet worden war.

Der ägyptische Archäologe ist der Meinung, das Deutsche Reich sei 1913 zu Unrecht in den Besitz der Büste gelangt. Der deutsche Archäologe Ludwig Borchardt, der sie 1912 ausgegraben hatte, habe die ägyptischen Behörden damals getäuscht. Nach deutscher Rechtsauffassung ist die Büste 1913 im Rahmen einer ordnungsgemäß durchgeführten Fundteilung entsprechend dem damaligen Abkommen mit der ägyptischen Regierung in den Besitz des Deutschen Kaiserreichs gelangt.

Unklar ist noch der Charakter des Schreibens, das am 2. Januar bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einging. Während der ägyptische Archäologe Zahi Hawass behauptet, das Schreiben trage die Unterschrift des ägyptischen Ministerpräsidenten Ahmed Nazif sowie des Kulturministers Farouk Hosny, weist die Stiftung diese Behauptung zurück. Der Sprecher des Kulturstaatsministers Bernd Neumann (CDU), Hagen Philipp Wolf, erklärte, das Schreiben trage lediglich die Unterschrift des ägyptischen Chefarchäologen und stellvertretenden Kulturministers Zahi Hawass. Demnach handele es sich bei dem Schreiben um kein offizielles Ersuchen der ägyptischen Regierung.

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December 22, 2009

Ägypten will angeblich die Nofretete-Büste zurückfordern

Ägypten will angeblich die Nofretete-Büste zurückfordern

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Veröffentlicht: 14:54, 22. Dez. 2009 (CET)
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Nofretete im Neuen Museum, Berlin

Kairo (Ägypten) / Berlin (Deutschland), 22.12.2009 – Im Oktober war das Neue Museum in Berlin gerade feierlich neu eröffnet worden. Tausende Museumsbesucher wollten die Büste der legendären Pharaonengemahlin Nofretete sehen, die darin einen Ehrenplatz bekommen hat. Aber nun drohen diplomatische Verwicklungen um das weltberühmte Kunstwerk. Die ägyptische Antikenverwaltung fährt schweres Geschütz auf, um die Forderung nach Rückgabe der Büste zu untermauern. Von Betrug ist da die Rede. Zahi Hawass, Leiter der ägyptischen Altertumsbehörde, will angeblich in Kürze an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die offiziell im Besitz des Kunstwerks ist, ein offizielles Auslieferungsersuchen auf Rückgabe der Büste richten. Er argumentiert, bei der Begründung des Antrags zur Ausfuhrgenehmigung habe der deutsche Ausgrabungsleiter Ludwig Borchardt im Jahr 1913 falsche Angaben gemacht. Ägyptische Medien zitieren Hawass mit den Worten: „Die Nofretete-Büste war von einem deutschen Archäologen aus Ägypten herausgeschmuggelt worden, durch Täuschung und Verschleierung.“

Die neue Direktorin des Ägyptischen Museums Berlin, Friederike Seyfried, erklärte zu dem Vorgang gestern, bisher gebe es kein offizielles Ersuchen der ägyptischen Seite auf Auslieferung der Büste. Der Rechtsstandpunkt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sei unverändert: „Die Erwerbung der Büste durch den preußischen Staat war rechtmäßig.“ Der Generaldirektor der Ägyptischen Antikenverwaltung, Zahi Hawass, war am Sonntag zu einem Gespräch mit der Museumsdirektorin in Berlin empfangen worden. Bei dem Gespräch sei es jedoch um andere Fragen gegangen, erklärte Seyfried.

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March 6, 2006

Sanierung der Berliner Museumsinsel soll 1,5 Milliarden Euro kosten

Sanierung der Berliner Museumsinsel soll 1,5 Milliarden Euro kosten

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Artikelstatus: Fertig 15:50, 6. Mrz. 2006 (CET)
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Pergamonmuseum (Vorderansicht)

Berlin (Deutschland), 06.03.2006 – Am 27. Februar wurde durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bekannt, dass die Sanierung der Berliner Museumsinsel 1,5 Milliarden Euro kosten wird. Summen von zwei Milliarden Euro, die kürzlich genannt worden waren, werden nicht erreicht. Die Museumsinsel gehört zum Weltkulturerbe.

Zu den Einrichtungen, die saniert werden sollen, gehört das Pergamonmuseum. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich bis zum Jahr 2011 auf 351 Millionen Euro, die komplett vom Bund getragen werden.

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June 27, 2005

Stadtschloss Berlin soll am 3. Oktober 2015 fertig sein

Stadtschloss Berlin soll am 3. Oktober 2015 fertig sein

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Berlin (Deutschland), 27.06.2005 – Geht es nach dem Willen und der Planung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, soll das Stadtschloss Berlin zum 3. Oktober 2015 fertig sein. Das zumindest wünscht sich der Stadtschloss-Initiator und Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss, Wilhelm von Boddien. Im Jahre 2007 oder 2008 sei mit dem Baubeginn zu rechnen. Voraussetzung ist aber der Abriss des „Palastes der Republik“, im Volksmund auch „Glaspalast“ oder „Erichs Lampenladen“ genannt.

Der Berliner Senat plant noch im Jahr 2005 die Einrichtung der Baustelle und den Vollzug der Abrissarbeiten bis 2007. Die Trümmer sollen dabei über den Wasserweg abtransportiert werden.

Beschlossen wurde der Abriss des DDR-Renommierbaues bereits im November 2003 vom Bundestag. An seine Stelle soll ein Neubau in der Größe des 1950 gesprengten Stadtschlosses gesetzt werden, der von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Zentral- und Landesbibliothek und der Humboldt-Universität genutzt werden soll. An der Nord-, West- und Südseite des Gebäudes soll die Fassade des Schlosses rekonstruiert werden.

Das Geld für die Rekonstruktion der Fassaden will der Förderverein durch Spenden auftreiben.

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