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April 1, 2011

TEPCO bestätigt frühere Messungen: Grundwasser doch verstrahlt

TEPCO bestätigt frühere Messungen: Grundwasser doch verstrahlt

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Veröffentlicht: 23:12, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Ōkuma (Japan), 01.04.2011 – Der japanische Energieversorger TEPCO, Eigner des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I, bestätigte heute frühere Messungen der Radioaktivität im Grundwasser in der Nähe des Reaktors 1, wonach sich darin Konzentrationen radioaktiver Teilchen des Elements Jod 131 befinden, die den zulässigen Grenzwert um das 10.000-fache überschreiten. Die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA hatte die Messwerte als fehlerhaft kritisiert. Daraufhin hatte das Unternehmen die Messungen wiederholt.

Der japanische Energiekonzern räumte inzwischen ein, dass ein zur Auswertung von Strahlenmessungen eingesetztes Computerprogramm fehlerhaft arbeite. Außerdem wurde bekannt, dass in dem Kraftwerk nicht genügend Strahlenmessgeräte für die Arbeiter zur Verfügung stünden. Viele der Geräte seien bei dem Erdbeben und dem Tsunami zerstört worden.

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Quellen

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March 21, 2011

Generaldirektor der Internationalen Atom-Energie-Behörde berichtet aus Japan

Generaldirektor der Internationalen Atom-Energie-Behörde berichtet aus Japan

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Veröffentlicht: 21:45, 21. Mär. 2011 (CET)
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Wien (Österreich), 21.03.2011 – Am heutigen Montag um 10:00 Uhr wurde der Gouverneursrat der Internationalen Atom-Energie-Behörde (IAEA) zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen, um den Bericht des Generaldirektors Yukiya Amano von seinem Besuch in Japan anzuhören und zu erörtern.

Die Sondersitzung wurde anlässlich des schweren Unfalls einberufen, der sich im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi nach einem großen Erdbeben und Tsunami ereignet hatte. Der Gouverneursrat besteht aus Vertretern von 35 Mitgliedsstaaten der IAEA; Vorsitzender ist Ansar Parvez aus Pakistan. In seiner Rede sagte Amano, die Rettungstruppen in Japan und die IAEA hätten die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Allerdings müssten die Verantwortlichkeiten im Rahmen der internationale Nothilfe neu bewertet werden. Dieser Rahmen sei in Folge der Katastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 entworfen worden – vor der Revolution im Bereich der Informationen. Die jetzigen Verantwortlichkeiten spiegelten die Realitäten der 1980-er Jahre wider, nicht die des 21. Jahrhunderts.

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March 14, 2011

Moratorium: Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke für drei Monate ausgesetzt

Moratorium: Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke für drei Monate ausgesetzt

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Veröffentlicht: 19:57, 14. Mär. 2011 (CET)
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Kernkraftwerk Isar

Berlin (Deutschland), 14.03.2011 – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) gaben heute um 16 Uhr eine Pressekonferenz. Sie kündigten eine dreimonatige Aussetzung der Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke an: somit auch eine Abschaltung der Meiler, deren Restlaufzeiten bereits aufgebraucht sind. Das seit 35 Jahren in Betrieb befindlich Kernkraftwerk Neckarwestheim 1 werde gemäß Norbert Röttgen vom Netz genommen, ebenso schaltet der bayrische Umweltminister Markus Söder das umstrittene Kernkraftwerk Isar 1 ab. Biblis 1 gehe gemäß Hessischer Landesregierung im Juni zunächst für acht Monate vom Netz (Revionsarbeiten), bestätigte Lucia Puttrich, ob es danach wieder in Betrieb gehe, sei fraglich.

Die Bundeskanzlerin führte an, die Ereignisse seien nicht nur für Japan eine Katastrophe, sondern auch für die Welt, Europa und Deutschland. Auf die Kernenergie als Brückentechnologie könne nicht verzichtet werden, unter dem Gesichtspunkt, dass ausreichend Energie zu einem vernünftigen Preis zur Verfügung stehen müsse. Die angekündigte Sicherheitsüberprüfung werde ohne Tabus durchgeführt. Eine Abschaltung deutscher Atomkraftwerke, um dann Kernenergie aus dem Ausland zu beziehen, sei nicht sinnvoll. Das Vorgehen sei mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer abgesprochen. Am Dienstag werden Gespräche mit den Ministerpräsidenten stattfinden, in deren Bundesländern Kernkraftwerke am Netz sind. Der Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) und Bundesumweltminister Röttgen (CDU) würden anwesend sein. Vergleichbare Sicherheitsstandards in Europa seien anzustreben, jetzt gehe es aber zunächst um Deutschland. Bei der Diskussion dürfe man den Blick für die Not der Menschen in Japan nicht verlieren, führte die Kanzlerin weiter aus.

Der Vizekanzler stellte klar, dass man den Umbau hin zu erneuerbaren Energien wolle. Das Moratorium sei keine Vertagung, es würden Entscheidungen getroffen werden. Die Ereignisse in Japan änderten die Dinge, auch wenn hier kein Erdbeben dieser Stärke und keine Flutwelle dieses Ausmaßes wie in Japan zu erwarten seien. Die Regierung habe die Interessen und die Sicherheit der Bevölkerung wahrzunehmen, sagte Westerwelle.

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Originäre Berichterstattung
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August 8, 2007

Sanierung des Sarkophags von Tschernobyl

Sanierung des Sarkophags von Tschernobyl

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Veröffentlicht: 17:29, 8. Aug. 2007 (CEST)
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Hier stand einmal ein Bild, das von den Commons aus eingebunden wurde, dort aber gelöscht wurde.

Der „Sarkophag“ von Tschernobyl

Tschernobyl (Ukraine), 08.08.2007 – Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat gestern Hilfsmittel zum Bau einer neuen Schutzhülle für den Kernreaktor in Tschernobyl in Höhe von knapp 400 Millionen Euro genehmigt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte die Ukraine europäische Staaten um Hilfe gebeten. Die Bauarbeiten sollen von einem europäischen Konsortium unter französischer Führung geleitet werden und mindestens vier Jahre dauern.

Dass der Neubau erst jetzt erfolgt, ist die Folge einer zwanzig Jahre dauernden Suche nach dem richtigen Vorgehen. Gebaut werden soll ein hundert Meter hoher Stahlmantel mit 250 Metern Durchmesser, der hundert Jahre halten soll. Er soll kontaminierten Staub und Material binden, Wasser abhalten und Abbaumaßnahmen in der Zukunft ermöglichen.

Quellen

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