WikiNews de

November 5, 2011

Genua: Tod und Zerstörung durch schwere Unwetter

Genua: Tod und Zerstörung durch schwere Unwetter

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:25, 5. Nov. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Genua (Italien), 05.11.2011 – Mindesten sieben Menschenleben forderten schwere Unwetter in Ligurien im Nordwesten Italiens. Vier Menschen werden noch vermisst. Es entstand erheblicher Sachschaden. Besonders betroffen war die Stadt Genua, wo mehrere Stadtviertel überflutet wurden. Teilweise fiel der Strom aus. Mehrere Wasserläufe in der Stadt traten über die Ufer, darunter Bisagno und Ferreggiano. Zahlreiche Anwohner mussten die oberen Stockwerke ihrer Häuser aufsuchen und teilweise auf die Dächer klettern.

Der Ferreggiano riss zahlreiche Autos mit und beschädigte eine Gasleitung, aus der nachfolgend Gas ausströmte. Aus Sicherheitsgründen wurden in mehreren Stadtteilen Genuas Strom- und Gasversorgung unterbrochen. In Fiumaretta bei La Spezia wurden 200 Einwohner evakuiert.

Die Bewohner der Region wurden von den Behörden aufgerufen, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Eisenbahnverkehr sowie auf der Autobahn Genua–Mailand. Der Hauptbahnhof musste wegen des Unwetters geschlossen werden. Zu Verspätungen kam es auf dem Flughafen der Stadt.

Unser Archivbild zeigt den Bisagno trocken. Ein Teil des Flusses wurde inzwischen überbaut, um Parkplätze zu schaffen

Foto: Twice25 und Rinina25

Fünf Menschen, darunter zwei Kinder, ertranken in einem Hauseingang, in dem sie Zuflucht suchten. Eine Frau wurde von Autos erdrückt, die von der Kraft des Wassers herumgewirbelt wurden. In den Stadtteilen Bavari und San Desiderio ereigneten sich Erdrutsche.

Erst vor zehn Tagen hatten Unwetter in der Toskana und in Ligurien gewütet. Zehn Menschen waren gestorben, die Regierung in Rom erklärte den Notstand. Hunderte Betroffene mussten in Sicherheit gebracht werden. Es sind immer noch 450 Soldaten, 200 Feuerwehrmänner und tausende von Freiwilligen tätig, um in der bei Urlaubern beliebten Küstenregion Cinqueterre in den Orten Monterosso al Mare und Vernazza die Folgen von Sturzfluten und Murenabgängen zu beseitigen.

Monterosso wurde durch die Folgen des Unwetters verwüstet. Angelo Betta, der Bürgermeister des Ortes hatte damals vor der Presse geklagt: „Monterosso gibt es nicht mehr.“

Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Besonders in der Schweiz und im Osten Frankreichs, also im Einzugsgebiet von Pó und Rhône, soll ergiebiger Starkregen fallen. Nach Angaben des Meteorologen Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach ist dort mit bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter am Tag zu rechnen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 17, 2005

Zwölf Tote bei Busunglück in der Schweiz

Zwölf Tote bei Busunglück in der Schweiz

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wallis

Orsières / Kanton Wallis (Schweiz), 17.04.2005 – In den Schweizer Alpen ist heute Morgen gegen 10:00 Uhr MESZ ein Bus schwer verunglückt.

Nach Angaben der Kantonspolizei waren 27 Personen an Bord. Davon sind zwölf Businsassen ums Leben gekommen, 15 weitere Menschen wurden verletzt. Unter den Toten befinden sich fünf Männer – einer davon war einer der beiden Busfahrer – sowie sechs Frauen und ein 15–jähriger Jugendlicher.

Der Unfall ereignete sich auf der Passstraße zum Großen St. Bernhard im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis zwischen den Ortschaften Orsières und Liddes. Der Bus stürzte von der Passstraße eine etwa 150 bis 200 Meter tiefe Schlucht hinab, überschlug sich mehrmals und kam in einem Flußbett zum Liegen. In der Gegend liegt zwar noch viel Schnee, die Passstraße war jedoch geräumt. Die Ursache des Unglücks ist derzeit noch nicht bekannt.

Der Bus kam am Sonntagmorgen aus der Gegend von Bern. Die Passagiere waren Urlauber auf dem Weg in den italienischen Ort Savona. Dort wollten sie zu einer Kreuzfahrt aufbrechen.

Seit 1982 hat es in der Schweiz kein so schweres Busunglück mehr gegeben. Damals kamen 39 Businsassen ums Leben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.