Gerolsteiner trennt sich von Hondo

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UCI in Aigle

Ascona (Schweiz), 14.04.2005 – Am vergangenen Dienstag wurde im IOC-Labor in Madrid die B-Probe von dem unter Dopingverdacht stehenden Radprofi Danilo Hondo geöffnet. Das Ergebnis dieser Probe war wie bei den beiden A-Proben positiv. Hondo war bei der Öffnung der B-Probe ebenso wie sein Anwalt anwesend.

Der Radprofi aus Cottbus mit schweizer Wohnsitz gilt damit endgültig des Dopings mit dem Aufputschmittel Carphedon überführt.

Sein bisheriger Rennstall, das Team Gerolsteiner, hat diese Informationen von Radsport-Weltverband (UCI) in Aigle erhalten und mittlerweile auch offiziell bestätigt. Damit ist das Ende Hondos Radsportkarriere eingeleitet. Gerolsteiner hat ihm den Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt, obwohl er bestreitet, wissentlich ein verbotenes Mittel eingenommen zu haben.

Hondo muss jetzt mit einer zweijährigen Sperre durch den UCI rechnen. Hondos Anwalt Michael Lehner hingegen versucht nun über Hondos zuständigen Schweizer Radverband Strafminderung zu erwirken. Lehner hatte bereits den 5.000-Meter-Olympiasieger von 1988 und 1992 Dieter Baumann in dessen Doping-Fall vertreten. Er rechnet mit einem alsbaldigen Schuldspruch, den der UCI bestätigen muss. Anschließend kann Einspruch beim Internationalen Sport-Schiedsgericht (CAS) in Lausanne eingelegt werden. Die Entscheidung des CAS ist dann jedoch endgütig beziehungsweise für alle Beteiligten verbindlich.

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Quellen