Guinea-Bissau auf dem Weg zur Demokratie

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Bissau (Guinea-Bissau) / Lissabon (Portugal), 20.06.2005 – Gestern fanden in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Guinea-Bissau Präsidentenwahlen statt. Der Ausgang der Wahl ist derzeit noch völlig ungewiss.

Nach dem Militärputsch 2003 sehen Beobachter diese Wahl in dem westafrikanischen Land als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung der Demokratie. In dem Kleinstaat an der afrikanischen Westküste leben etwa 1,4 Millionen Einwohner.

Insgesamt standen dreizehn Bewerber zur Wahl, von denen vier gute Aussichten auf einen Sieg haben. Erhält keiner der dreizehn Kandidaten die absolute Mehrheit, findet im Juli 2005 eine Stichwahl statt.

Die vier Hoffnungsträger der Wahl sind Kandidaten der Regierungspartei PAIGC, Malam Bacai Sanha, Kumba Yala, Ex-Präsident Joao Bernardo Vieira und der frühere Interimsministerpräsident Francisco Fadul. Yala war vor dem Putsch 2003 Staatschef, Vieira ist der ehemalige Präsident und Fadul war Interimsministerpräsident. Nach dem Putsch regierte das Land Henrique Rosa, der bei der jetzigen Wahl nicht angetreten ist.

Quellen