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November 24, 2013

Raketenstart in Plessezk: Swarm-Satelliten sollen Erdmagnetfeld untersuchen

Raketenstart in Plessezk: Swarm-Satelliten sollen Erdmagnetfeld untersuchen

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Veröffentlicht: 14:33, 24. Nov. 2013 (CET)
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Raketenstart auf dem Weltraumbahnhof Plessezk (Archivbild, August 1991)

Plessezk (Russland) / Darmstadt (Deutschland), 24.11.2013 – Am Freitag (22.11.) hat die europäische Weltraumorganisation ESA drei Satelliten ins All schießen lassen. Die Rockot-Trägerrakete startete um 13.02 Uhr (MEZ) vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk. Aufgabe der vom Raumfahrtunternehmen Astrium gebauten „Swarm“-Satelliten ist die Überwachung des Erdmagnetfeldes. Der Start verlief ohne Probleme.

Die Steuerung der drei jeweils fast eine halbe Tonne schweren Satelliten erfolgt im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt. Acht Jahre lang wurde die Mission vorbereitet.

Die Untersuchung des Erdmagnetfeldes ist auf mindestens vier Jahre angelegt. Zwei der Satelliten werden auf einen Höhe von 460 Kilometern, der dritte auf einer Höhe von 530 Kilometern die Erde umrunden und dort unter Anderem mit einem Vektorfeld-Magnetometer die Magnetfeld-Richtung vermessen. Ebenfalls untersucht werden auch Stärke und Schwankungen des Magnetfeldes. In diesem Zusammenhang können auch die Ergebnisse der im Jahr 2000 gestarteten ESA-Mission „Cluster“ mit in Betracht gezogen werden, in deren Rahmen Bedingungen innerhalb des Erdmagnetfeldes und deren Wechselwirkungen mit geladenen Teilchen des Sonnenwindes untersucht werden. Die „Cluster“-Satelliten umkreisen die Erde in einer Entfernung von etwa 10.000 Kilometern.

Neben der Untersuchung des Erdmagnetfeldes selbst sollen die drei „Swarm“-Satelliten auch Vorhersagen zu Störungen durch Sonnenwind und Gefahren durch kosmische Strahlungen treffen können. Als Nebeneffekt können die hochauflösenden Magnetfeldmessungen auch bei der Kartierung von magnetischen Gesteinen und Sedimenten helfen, was zum Auffinden von neuen Erzlagerstätten führen könnte.

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  • Portal:Raumfahrt

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November 6, 2013

Raumfrachter „Albert Einstein“ planmäßig verglüht

Raumfrachter „Albert Einstein“ planmäßig verglüht

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Veröffentlicht: 06.11.2013, 10:01 (MEZ)
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ATV-2 beim Anflug an die ISS

Startkonfiguration aus Ariane 5, Booster-Raketen und ATV

Bremen (Deutschland), 06.11.2013 – Wie geplant ist der in Deutschland gebaute Raumfrachter „ATV-4“ („Albert Einstein“) nach fast fünfmonatigem Einsatz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Obwohl das Automated Transfer Vehicle (ATV) ein „Wegwerfprodukt“ ist, ist die Verwendung eines unbemannten Versorgungsschiffes nicht unbedingt teurer als ein wiederverwendbarer Space-Shuttle-Orbiter, denn innerhalb einer bemannten Mission haben Sicherheitsaspekte eine große Bedeutung, was beträchtliche Kostensteigerungen mit sich bringt.

Das im Auftrage der Europäischen Weltraumorganisation ESA von EADS Astrium Space Transportation in Bremen gebaute und 200 Tonnen schwere Versorgungsfahrzeug war am 5. Juni 2013 an Bord einer Ariane-5-Rakete in Französisch-Guayana gestartet und zur internationalen Raumstation geflogen. Das vierte von bisher fünf geplanten Versorgungsschiffen der ESA hatte eine Nutzlast von 2,5 Tonnen, bestehend aus technischer Ausrüstung, Kleidung und Lebensmitteln, zur Raumstation gebracht.

Vor dem Rückflug wurde es mit 6 Tonnen Abwasser, Müll und nicht mehr benötigter Ausstattung beladen, bevor es am 02.11.2013 um 13:04 MEZ planmäßig über dem Südpazifik verglühte. Das nächste ATV soll im April 2014 starten.

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October 20, 2010

Astrium stellt ersten Satelliten des „Swarm“-Projekts zur Vermessung des Erdmagnetfeldes vor

Astrium stellt ersten Satelliten des „Swarm“-Projekts zur Vermessung des Erdmagnetfeldes vor

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Veröffentlicht: 19:42, 20. Okt. 2010 (CEST)
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Simulation des Erdmagnetfeldes, das mit dem Sonnenwind interagiert

Friedrichshafen (Deutschland), 20.10.2010 – Der Satellitenbauer Astrium stellte heute in Friedrichshafen den ersten von drei Satelliten des Projekts SWARM vor, die im Jahr 2012 zu einer Erdorbitmission aufbrechen sollen. Ziel der Mission ist die Gewinnung von präzisen Daten über den Aufbau des Erdmagnetfeldes. So können Karten von magnetisierten Gesteinen und Sedimenten erstellt werden.

Die Satelliten zwei und drei des Trios sollen im Februar und April 2011 fertiggestellt werden. Alle drei Satelliten sollen Mitte 2012 gleichzeitig vom Raketenstartplatz Plessezk in Russland (800 Kilometer östlich von Moskau) in eine polare Umlaufbahn in einer Höhe von rund 490 Kilometern gebracht werden. Nach vier Jahren ist geplant, zwei der Satelliten auf eine niedrigere Umlaufbahn zu bringen, wobei sie die Erde als Tandem in einer Höhe von etwa 300 Kilometern umkreisen werden. Der Kurs des dritten Satelliten soll dann so geändert werden, dass er die Bahn der beiden anderen Satelliten in einem Winkel von 90 Grad kreuzt.

Die Forscher bei Astrium ließen sich bei der Entwicklung ihrer Projektidee von Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ inspirieren. Durch die modernen Technologien ist es jedoch nicht mehr erforderlich, Tunnel und Löcher in die Erde zu graben um das Erdinnere zu beobachten. Das Stichwort des Swarm-Projekts lautet dagegen: „satellite remote sensing“, übersetzt etwa „Satellitenfernerkundung“. Die Sensoren der Satelliten ermöglichen die Erfassung feinster Schwankungen der Stärke und Orientierung des Erdmagnetfeldes. Zusammen mit Daten über Schwankungen der elektrischen Feldintensität und der Schwerkraft über verschiedenen Regionen der Erde ermöglichen diese Daten die Aufstellung von Modellen über die zugrundeliegenden Prozesse im Erdinnern. Dabei erhoffen sich die Forscher Aufschlüsse über die Ursprünge und die Dynamik der geologischen Prozesse im Erdinnern, die zur Erzeugung des Erdmagnetfeldes beitragen.

Die wissenschaftliche Koordination des Programms liegt beim Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam. „SWARM“ ist dabei Bestandteil des Living Planet Programms der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Das Verständnis des Magnetfeldes kann bei der Erforschung der geologischen Geschichte der Erde hilfreich sein. Als praktischer Nutzen des Projekts denken die Forscher daran, die gewonnenen Daten auch zur Erkundung von Erzlagerstätten und Fundstellen von Mineralien sowie zur Verbesserung der vorhandenen Navigationssysteme zur Orientierung auf der Erdoberfläche heranzuziehen.

Darüberhinaus können auch Wasserströmungen in den Ozeanen mit Hilfe der magnetischen Sonden des Satellitentrios erfasst werden. Denn die elektrisch leitenden Teilchen des Salzwassers erzeugen durch ihre Bewegung ebenfalls ein schwaches Magnetfeld. Das Verständnis der Dynamik der ozeanischen Wasserströmungen kann auch die Klimaforschung positiv befruchten, da die Meeresströmungen in den Ozeanen den globalen Wandel des Klimas wesentlich beeinflussen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Raumfahrt
  • Portal:ESA

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April 11, 2010

Aktive Vulkane auf der Venus

Aktive Vulkane auf der Venus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Aktive Vulkane auf der Venus

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Veröffentlicht: 12:10, 11. Apr. 2010 (CEST)
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Radarkarte der Venus, erstellt von der Sonde Magellan

Maat Mons, mit 8 km Höhe der höchste Vulkan auf der Venus

Köln (Deutschland), 11.04.2010 – Schenkt man jüngeren Daten der Raumsonde Venus Express aus dem Jahr 2009 Glauben, gab es auf unserem inneren Nachbarplaneten noch vor 250.000 Jahren aktive Vulkane. Entsprechende Berichte, die von den beiden DLR-Forschern Jörn Helbert und Nils Müller verfasst wurden, erschienen im Magazin „Science“.

Welche Daten von der Sonde lassen nun darauf schließen? Venus Express hat unter anderem ein Infrarot-Messinstrument mit Namen „VIRTIS“ (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) an Bord. Unter bestimmten atmosphärischen Verhältnissen kann das Gerät auch Messungen bis zur Oberfläche vornehmen und somit die Intensität der Wärmestrahlung in verschiedenen Höhen aufzeichnen. In bestimmten Regionen registrierte VIRTIS Werte, die gemäß einem theoretischen Modell nicht zu erwarten waren; es gab an neun Stellen Abweichungen um bis zu drei Grad. Dort vermuten die Wissenschaftler unterirdische Magmakammern, die möglicherweise auch mit vulkanischer Aktivität einhergingen. Hinzu komme die Beobachtung, dass die erstarrten Lavaflüsse kaum verwittert sind.

Die Sonde Venus Express startete am 9. November 2005 und umkreist die Venus seit April 2006. Dort befindet sie sich auf einer starken elliptischen Bahn mit einem Abstand zwischen 66.000 und 300 Kilometern zur Planetenoberfläche.

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April 8, 2010

ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

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Veröffentlicht: 21:14, 8. Apr. 2010 (CEST)
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ESA Satellit Cryosat-2 im Test bei IABG in Ottobrunn

Baikonur (Kasachstan), 08.04.2010 – Wissenschaftler und Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrtagentur ESA können heute den erfolgreichen Start eines ihrer Satelliten feiern. Vom Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan, hob um 13:57 GMT eine Trägerrakete des Typs „Dnjepr“ ab, um den Satelliten „CryoSat2“ nach 16 Minuten Flugzeit auf seine polare Umlaufbahn in 720 Kilometern Höhe auszusetzen. Der Start erfolgte dabei aus einem unterirdischen Raketensilo.

Der künstliche Trabant hat die Aufgabe, Daten über die Veränderung der Eismassen auf der Erde zu liefern. Die Instrumente sind in der Lage, Mächtigkeit und Ausdehnung des Eises an den Polen, auf den Meeren und der Gletscher mit einer Toleranz von einem Zentimeter zu messen. Diese Aufgabe soll nun mindestens in den nächsten dreieinhalb Jahren durchgeführt werden. So lange schätzen die Wissenschaftler die Funktionsdauer des Satellten ein. Das Radar mit dem Namen SIRAL soll am kommenden Sonntag erstmals aktiviert werden, nach sechs Monate dauernden Tests soll dann der Regelbetrieb beginnen. Die ersten Signale des Satelliten wurden bereits kurz nach dem Start von einer Bodenstation in Kenia aufgefangen – ein Zeichen dafür, dass der Satellit seine vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat.

Die Kosten für den Satelliten betrugen insgesamt 187 Millionen US-Dollar. Die ESA gab Anfang 2006 den Bau des Satelliten in Auftrag, da am 8. Oktober 2005 ein baugleicher Satellit nach einem Fehlstart einer Rockot-Trägerrakete wenige Stunden nach dem Start über dem Nordpol verlorengegangen war.

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February 8, 2010

130. Shuttle Mission: Raumfähre Endeavour zur Internationalen Raumstation gestartet

Veröffentlicht: 19:33, 8. Feb. 2010 (CET)
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Offizielles Mannschaftsphoto der STS-130-Crew

Kennedy Space Center (Vereinigte Staaten), 08.02.2010 – Am Montagmorgen (10:14 Uhr MEZ) hob das Space Shuttle „Endeavour“ planmäßig vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in der Nähe von Cape Canaveral (Florida) zu einer 13-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) ab. Der ursprünglich für Sonntag geplante Start der Raumfähre war witterungsbedingt um einen Tag verschoben worden. Die Mission STS-130 leitet zugleich das Ende des US-amerikanischen Shuttle-Programms ein. Noch vier weitere Shuttlestarts sind vorgesehen, bevor das Programm eingestellt wird.

Blick ins Innere der „Cupola“

An Bord der Endeavour sind sechs Astronauten, deren Auftrag es ist, das Verbindungsmodul „Tranquility“ sowie die Aussichtskuppel „Cupola“ zum weiteren Ausbau der ISS zu bringen.

Bei „Cupola“ handelt es sich um eine Beobachtungsplattform, die einen maximalen Durchmesser von 2,95 Metern und eine Höhe von 1,50 Meter besitzt. Die rund 1.800 Kilogram schwere Kuppel soll zwei Astronauten gleichzeitig für Himmels- und Erdbeobachtungen Platz bieten. Die Kuppel bietet durch ihre Rundumverglasung hervorragende Aussichten ins All.

„Tranquility“ ist eines von drei Verbindungsmodulen der ISS. Es beherbergt die modernsten Lebenserhaltungssysteme, die jemals an Bord der ISS gebracht wurden. Sie dient unter anderem der Abwasseraufbereitung und Sauerstoffproduktion. Außerdem soll Tranquility Strom-, Daten-, Kommando-, Temperatur- sowie Umwelteinrichtungen aufnehmen. „Tranquility“ ist ein Projekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Der Name „Tranquility“ soll an die erste Mondlandung im Jahr 1969 im Mare Tranquillitatis (Meer der Ruhe) erinnern.

Kommandant der Mission STS-130 ist der NASA-Astronaut George Zamka. Weitere Crewmitglieder sind Terry Virts, Kay Hire, Steve Robinson, Nicholas Patrick und Bob Behnken.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • AFP via google.com: „US-Raumfähre „Endeavour“ zur ISS gestartet“
  • rp-online.de: „Ausbau der Raumstation: ‚Endeavour‘ auf dem Weg zur ISS“ (08.02.2010)
  • www.astronews.com: „SPACE SHUTTLE: Endeavour zur ISS gestartet“ (08.02.2010)
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January 7, 2010

Bremer Unternehmen OHB Technology erhält Großauftrag für das europäische Navigationssystem Galileo

Bremer Unternehmen OHB Technology erhält Großauftrag für das europäische Navigationssystem Galileo

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Veröffentlicht: 17:16, 7. Jan. 2010 (CET)
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Animation des geplanten Satellitensystems Galileo, (startet durch Klick)

Bremen (Stadt) (Deutschland), 07.01.2010 – Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB Technology erhielt heute von der EU-Kommission den Zuschlag für den Bau von 14 Satelliten für das Europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo. Bereits Mitte Dezember hatte sich die Europäische Weltraumorganisation ESA dafür ausgesprochen, den Auftrag an OHB zu vergeben. Mit dem rund 566 Millionen Euro schweren Auftrag (nach anderen Angaben 350 Millionen Euro) konnte OHB den wesentlich größeren Mitbewerber EADS Astrium ausstechen.

Das Satellitennavigationssystem Galileo soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2013 Navigationsdaten für Empfängersysteme auf der Erdoberfläche und in der Luft liefern. Es steht damit in Konkurrenz zu dem US-System GPS, steht jedoch im Gegensatz zu diesem nicht unter der Kontrolle des Militärs.

OHB war auch in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Raumfahrtprojekten beteiligt. Vor allem bei der Entwicklung von Kleinsatelliten konnte das Unternehmen Erfahrungen sammeln, liefert aber auch Teile der europäischen Rakete Ariane. Auch an dem europäischen Forschungsmodul Columbus für die Internationale Raumstation ISS war OHB beteiligt. Bei OHB sind 1600 Mitarbeiter beschäftigt, im Jahr 2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von 260 Millionen Euro.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wirtschaft in Europa
  • Portal:Bremen (Stadt)

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July 7, 2009

ESA startete größten Telekommunikationssatelliten

ESA startete größten Telekommunikationssatelliten

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Veröffentlicht: 18:15, 7. Jul. 2009 (CEST)
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Archivfoto einer Ariane-4-Rakete, die vom Weltraumzentrum Guayana am 10. August 1992 gestartet wurde

Kourou (Frankreich), 07.07.2009 – Am vergangenem Mittwoch, dem 1. Juli, um 17:52 Uhr GMT wurde der Telekommunikationssatellit TerreStar-1 mit einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumzentrum Guayana in den Weltraum gebracht. Der 6.910-Kilogramm (15.200 lb) TerreStar-1-Satellit kostete 300 Millionen US-Dollar. Er wurde von Kourou, Französisch-Guayana, gestartet, wo die European Space Agency (ESA) ein Space-Center zum Abschuss von Trägerraketen unterhält. Dieser Satellit ist der bis heute schwerste gestartete Telekommunikationssatellit.

AT&T Mobility zusammen mit TerreStar Corporation wollen diesen Satelliten als hybriden Prototypen zum Empfang von Satellit- und terrestrischen Ausstrahlungen mit kleinen Handgeräten noch in diesem Jahr nutzen. Die Technologie soll es erlauben, dass diese Handgeräte mit normalen Telefonnutzern am Boden Verbindung aufnehmen können. In toten Winkeln auf der südlichen Halbkugel kann sich der Kunde mit den Geräten dann über Satellit und eine einer Satellitenschüssel ähnlichen Antenne verbinden, sofern er Sichtverbindung zum südlichen Himmel hat.

Arianespace, der französische Raketenbetreiber, meldete, dass der TerreStar-1-Satellit sich erfolgreich von der Raketenstufe getrennt habe. Der Satellit wird in eine Höhe von 35.200 Kilometern (22.000 Meilen) über Grund im geostationärem Orbit sein und dort eine 18 Meter (60 Fuß) große Parabolantenne entfalten, um so mit den Handgeräten am Boden im 2GHz-S-Band zu kommunizieren. Der TerreStar-1-Satellit hat eine Lebenserwartung von 15 Jahren.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 03.07.2009

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Raumfahrt
  • Portal:ESA

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May 14, 2008

Bemannte Raumflüge der deutschen Raumfahrt ab dem Jahr 2017 angedacht

Bemannte Raumflüge der deutschen Raumfahrt ab dem Jahr 2017 angedacht

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Veröffentlicht: 18:14, 14. Mai 2008 (CEST)
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Bremen (Deutschland), 14.05.2008 – Nachdem bereits Anfang Mai Pläne für eine deutsche Mondmission bekannt geworden waren, wurde das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestern in Bremen konkreter. Nach den positiven Erfahrungen mit dem Automated Transfer Vehicle (ATV) mit dem Namen „Jules Verne“ der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) bei der Versorgung der Internationalen Raumstation sieht man in der hier entwickelten Technologie einen möglichen Einstieg für weitergesteckte Ziele. Zunächst soll den bisherigen Überlegungen zufolge das ATV so umgebaut werden, dass es nicht nur Fracht ins All befördern, sondern auch zurück zur Erde bringen kann. Bisher ließ man das ATV nach der Auftragserfüllung einfach in der Erdatmosphäre verglühen. In einem zweiten Schritt könnten dann auch Astronauten befördert werden. Dies sind Ergebnisse einer Studie, die vom DLR und dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS auf einer Pressekonferenz vorgelegt wurden.

Das laute Nachdenken der deutschen Raumfahrtindustrie kommt zu einem Zeitpunkt, indem das einzige wiederverwendbare Transportsystem von der Erde ins All, das US-amerikanische Space Shuttle, ausläuft. Im Jahr 2010 soll das US-amerikanische Space-Shuttle-Programm eingestellt werden. Dann wird nur noch die russische Sojuskapsel für die Versorgung der Internationalen Raumstation (ISS) zur Verfügung stehen. Diese Rahmenbedingungen bilden den Hintergrund für eine Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Weltraumbehörde ESA, der EADS-Tochter Astrium, der Thales Alenia Space und dem russischen Raketenbauer Energija im Auftrag der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, als deren Ergebnis ein neues Raumschiff für Flüge im erdnahen Raum stehen soll. Eine entsprechende Vereinbarung wurde gestern bekannt gegeben.

Die deutsche Raumfahrt könnte in Zusammenarbeit mit europäischen und russischen Partnern – unter der Voraussetzung einer politischen Entscheidung durch die deutsche Bundesregierung, die noch aussteht – im Jahr 2013 einen unbemannten Flug mit einem umgebauten ATV ins All und zurück unternehmen. Für das Jahr 2017 wird dann ein erster bemannter Einsatz für möglich gehalten. Eine entsprechende Erklärung wurde heute auch vom Roskosmos-Sprecher Alexander Worobjow abgegeben. Er nannte jedoch das Jahr 2018 als möglichen Termin für einen ersten bemannten Einsatz: „Die Erprobung des Raumschiffes ist für 2015 und der erste bemannte Start vom künftigen russischen Raumbahnhof Wostotschny im Fernen Osten für 2018 geplant.“ Bis Oktober sollen entsprechende technische Dokumentationen für das Projekt vorliegen. Dann soll eine politische Entscheidung fallen. Über die Projektkosten schwiegen sich die beteiligten Seiten bisher aus.

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April 29, 2008

Mit dem Start von ESA-Satellit „Giove B“ beendet Galileo seine Demonstrationsphase

Mit dem Start von ESA-Satellit „Giove B“ beendet Galileo seine Demonstrationsphase

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Veröffentlicht: 15:01, 29. Apr. 2008 (CEST)
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Paris (Frankreich), 29.04.2008 – Mit dem Start des Navigationssatelliten Giove-B am Sonntag, den 27. April ist nach Ansicht der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit Sitz in Paris „ein weiterer Schritt in Richtung Verwirklichung von Europas Satellitennavigationssystem vollbracht“. Der Satellit war um 04.16 Uhr Ortszeit vom russischen Weltraumbahnhof Baiqongyr aus auf der Spitze einer Fregat-Raketenoberstufe einer Sojus-Rakete erfolgreich auf eine Erdumlaufbahn in rund 23.200 km Höhe befördert worden. Um 5:28 Uhr (MESZ) konnte der Satellit durch das Entfalten seiner Solarsegel seinen Betrieb aufnehmen. Giove-B setzt die Arbeit des Satelliten Giove-A fort, der 2005 auf eine Erdumlaufbahn befördert worden war (Wikinews berichtete).

Die 500 Kilogramm schwere Nutzlast besteht unter anderem aus drei hochpräzisen Atomuhren, einem Gerät zur Strahlungsüberwachung sowie einem Laser-Retroreflektor zur Positionsbestimmung. Genauigkeit ist ein wesentliches Merkmal aller Bestandteile der Nutzlast des Satelliten. Schließlich geht es darum, die US-amerikanische GPS-Konkurrenz zu übertrumpfen. Die beiden kleinen Rubidium-Atomuhren arbeiten mit einer Abweichung von nur 10 Nanosekunden am Tag. Genauer ist nur der passive Wasserstoff-Maser (PHM), der genauesten Atomuhr, die jemals in den Erdorbit befördert wurde. Der PHM arbeitet mit einer Genauigkeit von einer Nanosekunde in 24 Stunden. Diese Uhr wurde von der Schweizer Firma CSEM (Centre suisse d’électronique et de microtechnique) in Zusammenarbeit mit SpectraTime (Neuenburg) entwickelt. Mit Hilfe der „Schweizer Uhr“ soll nach Angabe der Firma eine Messgenauigkeit von plus/minus 30 Zentimetern am Boden gegenüber einer „Unschärfe“ des US-amerikanischen GPS-Systems von „mehrere[n] Dutzend Meter[n]“ erreicht werden. Die ESA spricht von einer Genauigkeit von einem Meter. Im Gegensatz zum GPS-System, das unter der Kontrolle des Pentagons steht, handelt es sich beim Galileo-Satellitennavigationssystem um ein rein ziviles Projekt. Giove-B wird vom Satellitenbetriebszentrum von Telespazio im italienischen Fucino aus kontrolliert. In der Endausbaustufe wird Galileo aus dreißig geostationären Satelliten bestehen, die von zwei Bodenstationen aus kontrolliert werden. Galileo wird dabei kompatibel zum US-amerikanischen GPS als auch zum russischen System GLONASS bleiben.

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