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July 26, 2006

Veronica Ferres sagte überraschend Ruhrtriennale ab

Veronica Ferres sagte überraschend Ruhrtriennale ab

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Artikelstatus: Fertig 19:46, 26. Jul. 2006 (CEST)
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Duisburg (Deutschland), 26.07.2006 – Die deutsche Schauspielerin Veronica Ferres hat gestern überraschend ihren diesjährigen Auftritt auf der Ruhrtriennale in Duisburg abgesagt. Am 29. September wäre Premiere gewesen. Damit ist die gesamte Aufführung geplatzt und kann frühestens im nächsten Jahr stattfinden.

Ferres sollte eine der beiden Hauptrollen in dem Zwei-Personen-Stück „Courasche oder Gott lass nach“ spielen. Bei ihrem Auftritt wäre sie eine alternde, vulgäre Prostituierte gewesen. Die 41-Jährige hatte jedoch Angst um ihren guten Ruf in Theaterkreisen und zog sich kurzfristig zurück. Sie sagte dazu: „Meine Berater, Regisseure, Dramaturgen und Theaterkritiker meinten einhellig, dass diese Rolle für mich als Schauspielerin absolut rufschädigend sei. Ich bin jederzeit bereit über Grenzen zu gehen – aber nicht nach Vulgäria.“ Auch das Zugeständnis der Theaterleitung, die vulgärsten Ausdrücke zu streichen, konnte Ferres nicht umstimmen.

Das Stück ist eine moderne Neuauflage des Stücks „Mutter Courage“ von Bertolt Brecht.

Quellen

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January 16, 2005

Haltet die Saar, Genossen! Vor 70 Jahren fand die Saarabstimmung statt

Haltet die Saar, Genossen! Vor 70 Jahren fand die Saarabstimmung statt

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Saarbrücken (Deutschland), 16.01.2005 – „Lieber republikanisch sterben als faschistisch verderben“, so brachte Max Braun, saarländischer SPD-Vorsitzender und Anführer der Einheitsfront von KPD, SPD, Gewerkschaften und einigen Katholiken, das Motto der „Status-Quo“-Bewegung auf den Punkt. Der Tag der Saarabstimmung 1935 jährte sich am 13. Januar 2005 zum siebzigsten Mal.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde das Saargebiet gemäß dem Versailler Vertrag vom Deutschen Reich getrennt. 1920 wurde es mit einem Mandat des Völkerbundes unter französische Verwaltung gestellt. Alle saarländischen Parteien unterstützten den Wunsch, wieder zu Deutschland zu gehören, bis 1933. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten unter Hitler in Deutschland änderte sich die Politik der liberalen und linken Parteien im Saargebiet. Nun wurde der „Status Quo“ propagiert, das hieß Beibehaltung der Mandatsverwaltung bis zum Sturz Hitlers. Obwohl diese Politik von vielen international bekannten Persönlichkeiten unterstützt wurde, ein nicht unbedeutender Teil der vor den Nazis geflohenen deutschen Intelligenz in dieser Zeit kurz Aufenthalt im Saargebiet nahm, war die „Status Quo“-Politik der Demokraten zum Scheitern verurteilt. 15 Jahre „Heim ins Reich“-Politik aller saarländischen Parteien konnten ab 1933 bis zur Volksabstimmung am 13. Januar 1935 nicht mehr ausgeglichen werden, Hitler wurde nicht als Gefahr wahrgenommen.

In Erinnerung geblieben ist nur die Tatsache, dass der Aufenthalt der emigrierten deutschen Elite aus Kunst und Literatur zu einer kurzen kulturellen Blütezeit während des Abstimmungskampfes geführt hat. Der Abstimmungskampf ist vor allem mit den Namen Max Braun (SPD), Fritz Pfordt (KPD), Fritz Dobisch (ADGB), Angela Braun-Stratmann (Arbeiterwohlfahrt), Johanna Kirchner (SPD), Ernst Braun (SAJ), Herbert Wehner (KPD, später SPD), Richard Kirn (SPD), Rabbiner Friedrich Shlomo Ruelf, Johannes Hoffmann, Änne Meier (Bund katholischer Pfadfinder) und den jüdischen Rechtsanwälten Eduard Lehmann, Dr. Charles (Karl) Levy und Dr. Walter Sender verbunden. Aber auch zahlreiche SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und PublizistInnen haben die „Status-Quo“-Bewegung unterstützt. Zu erwähnen sind Bertolt Brechts „Haltet die Saar Genossen“ und die Fotodokumente des bekannten ungarisch-amerikanischen Fotografen, Kriegsberichters und Filmemachers Robert Capa aus dem Saarland. Beteiligt haben sich auch Alfred Kerr, Heinrich Mann, Thomas Mann, Klaus Mann, Hedda Zinner, Gustav Regler, Georg K. Glaser, Kurt Tucholsky, Margarete Buber-Neumann, Lore Wolf, Max Ophüls, Erich Weinert und John Heartfield.

Das Saargebiet gehörte ab dem 1. März 1935 wieder uneingeschränkt zu Deutschland. Es trat aber nicht Preußen beziehungsweise Bayern bei, sondern blieb als politische Einheit unter dem neuen Namen „Saarland“ erhalten.

Quellen

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