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April 12, 2012

US-Präsidentschaftsvorwahlen: Rick Santorum gibt auf

US-Präsidentschaftsvorwahlen: Rick Santorum gibt auf

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Veröffentlicht: 11:04, 12. Apr. 2012 (CEST)
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Rick Santorum (Januar 2012)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 12.04.2012 – Nachdem der republikanische Bewerber auf die Präsidentschaftskandidatur Rick Santorum seinen Wahlkampf beendet hat, heißt der einzige ernsthafte Konkurrent für Barack Obama jetzt Mitt Romney.

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Der 53-jährige Santorum gab auf einer Pressekonferenz keine Gründe für seinen Rückzug an, erwähnte aber die Einlieferung seiner dreijährigen Tochter ins Krankenhaus am vergangenen Karfreitag, der es jedoch wieder besser geht. Die entscheidenden Gründe für sein Ausscheiden werden von Beobachtern darin gesehen dass seine Wahlkampfkasse leer war, außerdem drohte eine Niederlage in Santorums Heimatstaat Pennsylvania. In Bezug auf die Delegiertenstimmen lag er deutlich hinter seinem Konkurrenten Romney zurück. Trotz seines Rückzuges blieb der fundamentalistisch Konservative eigensinnig und bot dem in Führung liegenden Romney nicht seine Unterstützung an. Santorum auf der Pressekonferenz: „Wir haben über das Wochenende eine Entscheidung getroffen. Während das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur für mich vorbei ist und wir heute den Wahlkampf aussetzen, sind wir mit unserem Kampf noch nicht am Ende“.

Trotz dieser ablehnenden Einstellung lobte Mitt Romney seinen ausscheidenden Konkurrenten: „Santorum hat einen wichtigen Beitrag geleistet, und er hat seine tiefen Überzeugungen deutlich gemacht und damit viel Unterstützung für diese Themen und sich selbst gewonnen.“ Ab jetzt heißt es im US-Wahlkampf nicht mehr Romney gegen Santorum sondern Romney gegen Obama. Einer repräsentativen Umfrage zufolge liegt Obama aber mit 51 % klar vor Romney, den derzeit nur 44 % der Amerikaner wählen würden.

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April 6, 2012

US-Vorwahlen: Sieg für Romney in Wisconsin, Maryland und Washington D.C.

US-Vorwahlen: Sieg für Romney in Wisconsin, Maryland und Washington D.C.

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Veröffentlicht: 20:11, 8. Apr. 2012 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 06.04.2012 – Die Vorwahlen am 3. April in den beiden Bundesstaaten Wisconsin und Maryland sowie in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. hat Mitt Romney, der frühere Gouverneur von Massachusetts, gewonnen. Der erzkonservative Rick Santorum belegte jeweils den zweiten Platz. In Maryland betrug sein Rückstand mehr als 20 Prozentpunkte. Hier konnte Santorum nur in zwei Countys eine Mehrheit erringen, im Garrett County ganz im Westen und im Sommerset County im Südosten. Ausgeglichener war der Ausgang der Vorwahl in Wisconsin. Hier lagen zwischen Romney und Santorum 7,2 Prozentpunkte, wobei Santorum vor allem auf dem flachen Land stärker war, während Romney vor allem in den Ballungsgebieten um Milwaukee und Madison sowie im nördlichen Hochland vorne lag. In Wisconsin kamen Ron Paul auf den dritten und Newt Gingrich auf den vierten Platz, in Maryland war die Reihenfolge umgekehrt.

In Washington D.C. trat Santorum nicht an. Hier erreichte Romney über 70 Prozent der Stimmen der republikanischen Wähler. Ron Paul erreichte 12,0 Prozent und Newt Gingrich 10,7 Prozent. Die Wähler in Washington D.C. sind seit 1964 bei der eigentlichen Präsidentschaftswahl wahlberechtigt und haben seitdem stets mehrheitlich für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten gestimmt.

Mitt Romney konnte durch den Erfolg in drei Bundesstaaten seinen Vorsprung auf Rick Santorum weiter ausbauen. Nach den Berechnungen der Associated Press, die auch das voraussichtliche Stimmverhalten von Superdelegierten berücksichtigt, soweit diese sich bereits öffentlich erklärt haben, kommt Romney auf 658 Delegierte. Santorum folgt mit deutlichem Abstand und vereint 281 Delegierte hinter sich. Gingrich und Paul werden keine Chancen mehr auf die Nominierung eingeräumt, sie haben 135 bzw. 51 Delegiertenstimmen gewonnen. Für die Nominierung beim Republic National Convent Ende August in Tampa, Florida sind 1144 Delegiertenstimmen notwendig. Bis zum Ende der Vorwahlen im Juni werden noch 1160 Delegiertenstimmen vergeben. Die nächsten Vorwahlen finden am 24. April statt, wenn in fünf Bundesstaaten im Nordosten des Landes abgestimmt wird. Darunter sind mit Pennsylvania und New York zwei bevölkerungsreiche Bundesstaaten. New York entsendet 94 Delegierte und Pennsylvania 71 Delegierte zum Parteitag.

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March 28, 2012

US-Vorwahlen: Santorum setzt sich in Louisiana durch

US-Vorwahlen: Santorum setzt sich in Louisiana durch

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Veröffentlicht: 20:27, 29. Mär. 2012 (CEST)
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Baton Rouge / Washington D.C. / San Diego (Vereinigte Staaten), 28.03.2012 – Bei der Primary (Vorwahl) der Republikanischen Partei im US-Bundesstaat Louisiana setzte sich der erzkonservative Rick Santorum deutlich durch. Er lag mit Ausnahme des Orleans Parish in allen Parishs vorne und erreichte 49 Prozent der Stimmen. Auf den zweiten Platz gelangte Mitt Romney mit 26,7 Prozent. Newt Gingrich wählten 15,9 Prozent und Ron Paul 6,2 Prozent der eingetragenen republikanischen Wähler, die an der Vorwahl abstimmten.

Die Republikanische Partei des Bundesstaates entsendet 46 Delegierte zur Republican National Convention in Tampa. 20 davon werden in einer einzigen Auszählung für den ganzen Bundesstaat in der Primary ermittelt, weitere 18 durch Caucus in den Kongresswahlbezirken. Auf einem Parteitag der Bundesstaatsrepublikaner werden fünf weitere Delegierte ermittelt, hinzu kommen drei Superdelegierte, die nicht an Kandidaten gebunden sind. Die bei der Primary zu ermittelten Delegierten werden proportional an die Kandidaten gebunden, die mindestens einen Stimmenanteil von 15 Prozent erhalten haben. Die proportional den Stimmenanteilen aller weniger als 15 Prozent erhaltenden Kandidaten entsprechenden Delegierten sind nicht an einen Kandidaten gebunden.

Newt Gingrich will seine Kampagne bis zum bitteren Ende fortführen.

Foto: Gage Skidmore

Aus der Primary ergaben sich somit zehn Delegierte für Santorum und fünf für Romney. Der Caucus zur Ermittlung der 18 Delegierten in den Kongresswahlbezirken findet erst am 28. April statt. Nach den Berechnungen der Associated Post führt im Rennen um die republikanische Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten weiterhin Mitt Romney, der ehemalige Gouverneur Massachusetts′. Er hat derzeit 568 Delegierte hinter sich. Rick Santorum folgt mit 273 Delegierten. Newt Gingrich mit 135 Delegierten und Ron Paul mit 50 Delegierten folgen auf dem dritten und vierten Platz ohne realistische Chance auf die Nominatur. 1.144 Delegierte sind notwendig, um die Nominatur zu gewinnen.

Unterdessen hat Newt Gingrich seinen Wahlkampfstab verschlankt, um Geld zu sparen. Etwa ein Drittel der Vollzeitangestellten wurde entlassen. Dennoch will Gingrich bis zum Ende der Vorwahlen seine Kandidatur nicht vorzeitig zurückziehen. „Wenn wir den 26. Juni haben und Gouverneur Romney über keine Mehrheit verfügt, dann denke ich, werden wir eine der interessantesten offenen Parteitage in der amerikanischen Geschichte haben“, sagte Gingrich am Dienstag (27. März).

Rick Santorum gerät zunehmend unter Druck

Foto: Gage Skidmore

Schwierigkeiten im Gang seiner Kampagne hat auch der Rick Santorum. Er verwickelt sich in Widersprüche. So sagte er am Montag über seinen Rivalen Romney, „er ist der schlechteste Kandidat gegen Barack Obama beim wichtigsten Tagesproblem.“ Santorum spielte dabei auf ein Gesetz zur Gesundheitsvorsorge an, das Romney als Gouverneur von Massachusetts 2006 unterschrieben hat und in etwa dieselbe Regelung enthält wie ein Gesetz der Obama-Administration, das auf dem Prüfstand des Obersten Gerichtshofes der Vereinigten Staaten steht. Vor dem Gerichtsgebäude sagte Santorum über Romney: „Dies ist das wichtigste Problem in diesem Wahlkampf. Es gibt einen Kandidaten, der eindeutig unqualifiziert ist, das zu seiner Sache zu machen. Das ist der Grund, warum ich hier bin und er nicht.“ Wörtlich bezeichnete Santorum Romney schon früher als „den schlechtesten Republikaner im Land“. Doch in einem anderen Interview an selber Stelle kurz darauf antwortete Santorum auf die Frage, ob er als Vizepräsidentschaftskandidat unter Mitt Romney um das Weiße Haus kämpfen wolle, „natürlich“.

Als Jeff Zeleny, ein Reporter der New York Times, am Sonntag Santorum auf seine Aussage zu Romney ansprach, reagierte er unwirsch. „Würdet ihr Jungs aufhören, das zu verdrehen, was ich sage? Hört auf, unsere Worte zu verdrehen. So wie ich es sehe, ist das Bockmist. Kommt, Leute. Was soll das eigentlich?“ Einen Tag später spielte er den Ausbruch herunter. „Es tut mir nicht leid, was ich dem New-York-Times-Reporter angekreidet habe, der sich schlecht benommen hat. Wenn man ein Konservativer ist und nicht einem New-York-Times-Reporter etwas ankreidet, dann ist man nicht sein Salz wert, soweit es mich betrifft.“ Und in einem Spendenaufruf zu seiner Kampagne schrieb er: „Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass die Konservativen die Courage finden, die Medien bloßzustellen als das, was sie sind: diejenigen, die Obamas liberale Agenda verteidigen und ermöglichen.“ Unterstützung bekam Santorum von Sarah Palin: „Es war gut und es war stark und es war Zeit, weil wie er sagt, genug ist genug des Wendens der konservativen Aussagen durch die liberalen Medien“, sagte die frühere Gouverneurin Alaskas.

Mitt Romney hat die Nominierung nicht sicher.

Foto: Jessica Rinaldi

Doch auch bei Mitt Romney läuft es nicht rund. Zwar haben bereits einige der Superdelegierten erklärt, Mitt Romney zu unterstützen, und nach der Vorwahl in Puerto Rico, bei der Romney eine große Mehrheit erreichte, schwenkte der bis dahin Gingrich unterstützende Vorsitzende der Republikanischen Partei auf Puerto Rico, Carlos Méndez um und sprach Romney seine Unterstützung aus, doch noch zögern viele der Superdelegierten noch, sich öffentlich für einen der Kandidaten zu erklären. Die Republikanische Partei entsendet drei Superdelegierte aus jedem Bundesstaat und den Außengebieten sowie Washington D.C. zum Parteitag nach Tampa. Diese sind nach den Statuten der „Grand Old Party“ zwar ungebunden, doch in einzelnen Bundesstaaten und Gebieten verlangen die dortigen Regeln eine Orientierung am dortigen Caucus oder Primary. Nach einer Bestandsaufnahme von CNN sind 117 Superdelegierte nicht an ein Vorwahlergebnis gebunden. Von diesen haben sich bislang nur 39 öffentlich für einen der Kandidaten entschieden, 34 davon für Romney, drei für Gingrich und zwei für Santorum.

Ein Grund für diese Zurückhaltung dürfte das Fehlen eines klaren Trends sein. „Es ist nicht so, dass die Ergebnisse mir einen Anhaltspunkt gegeben hätten, wie die Dinge stehen“, sagte Joe Nosef, der Vorsitzende der Republikanischen Partei des Bundesstaates Mississippi. Bei der Vorwahl in dem Bundesstaat erhielt Santorum 35 Prozent der Stimmen, Gingrich und Romney folgten gleichauf mit 29 Prozent.

Eine Äußerung bei einem Wahlkampfauftritt im kalifornischen San Diego provozierte nun eine heftige Reaktion der National Federation of Federal Employees. Romney hatte darüber geklagt, dass seit der Amtseinführung von Barack Obama die Zahl der Angestellten der US-Bundesregierung um 140.000 gestiegen sei. „Nicht nur, dass wir diese bezahlen müssen, aber die müssen jeden Tag auch etwas tun, weswegen sie nach Dingen suchen, die sie tun können, an Punkten, an denen sie stören können,“ sagte Romney. Er führte die Food and Drug Administration an, die nach seiner Auffassung Arzneimittel und medizinische Geräte viel langsamer genehmige als es in Europa üblich sei.

„Gouverneur Romneys neueste Kommentare über Angestellte der Bundesbehörden geben zur Sorge Anlass. Jemanden, der vielleicht bald der Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, ein solches Fehlverständnis von der schwierigen Aufgabe auszudrücken, die die Angestellten der Bundesbehörden für das Wohl unserer Nation spielen, ist zutiefst störend“, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft, William R. Dougan, in einer Pressemitteilung. Diese Aussagen seien erniedrigend und völlig wirklichkeitsfern. Die Angestellten der Bundesregierung seien mit Aufgaben der Landesverteidigung, der Sorge um Kriegsveteranen, der Inspektion von Lebensmitteln und Medikamenten, der Grenzüberwachung und vielen anderen wichtigen Aufgaben betraut. „Das nächste Mal, wenn Gouverneur Romney in eine Stadt fliegt und zu einer Station seines Wahlkampfes fährt, sollte er den Fluglotsen danken, die seinen Flug flüssig machen, die Bearbeiter der Subventionen, die die Finanzmittel verteilen, dank derer jene Straßen geteert werden und die Abteilung des Secret Service, die rund um die Uhr sein Recht schützen, seine Meinung zu äußern. Und wenn er das tut, sollte er wissen, dass er zwar das Recht auf eine eigene Meinung zu Bundesangestellten hat, nicht aber auf seine eigene Wirklichkeit.“ Die Gewerkschaft vertritt 110.000 Bundesangestellte.

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March 23, 2012

Mitt Romney gewinnt Vorwahl in Illinois

Mitt Romney gewinnt Vorwahl in Illinois – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mitt Romney gewinnt Vorwahl in Illinois

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Veröffentlicht: 20:49, 24. Mär. 2012 (CET)
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Chicago (Vereinigte Staaten), 23.03.2012 – Mit 46,7 Prozent der Stimmen hat Ex-Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney die Vorwahl der Republikanischen Partei in Illinois für sich entschieden. Ein „außerordentlicher Sieg“, so urteilte Romney selbst über seinen Erfolg in dem Bundesstaat im Mittleren Westen. Zwar konnte Rick Santorum mit einem Stimmenanteil von 35,0 Prozent zehn Delegiertenstimmen gewinnen, doch dem stehen die 41 Stimmen gegenüber, um die Mitt Romney sein Lager verstärken konnte. Ron Paul und Newt Gingrich kamen mit deutlichem Rückstand auf die Plätze drei und vier und erhielten 9,3 bzw. 8,0 Prozent der abgegebenen Stimmen. Allerdings hatte Rick Santorum sich aus formalen Gründen in vier der 18 Kongresswahlbezirke in Illinois nicht zur Wahl stellen können.

Mitt Romneys Vorsprung ist in Illinois deutlich gewachsen.

Foto: Jessica Rinaldi

Doch auch der Sieg in Illinois erlaubt es Romney noch nicht, Santorum abzuschütteln. Der erzkonservative Ex-Gouverneur von Massachusetts hat gute Chancen, am 24. März (Samstag) die Vorwahlen in Louisiana zu gewinnen. Der Staat ist ländlich geprägt und hat eine tiefgläubige, konservativen Werten zugeneigte Bevölkerung. „Ich trete an als ein konservativer Republikaner“, strich Romney in Arbutus heraus. „Ich war ein konservativer republikanischer Gouverneuer. Ich werde antreten als ein konservativer republikanischer Kandidat… Politik und Positionen sind dieselben geblieben.“ Die Arithmetik und der Kalender sprechen für Romney. Die 46 Delegiertenstimmen des Südstaates Louisiana werden nicht nach dem Prinzip verteilt, dass dem Gewinner alle Delegiertenstimmen zufallen, sodass auch Romney in Louisiana Delegiertenstimmen hinzugewinnen kann.

Rick Santorum setzt auf erzkonservative Werte

Foto: Gage Skidmore

Bereits am 18. März hatte Romney die Vorwahl in Puerto Rico mit einem Stimmenanteil von 88 Prozent deutlich für sich entscheiden können. Santorum hatte hier 8,5 Prozent erhalten, Newt Gingrich und Ron Paul erreichten 2,2 bzw. 1,3 Prozent. Demnach waren Romney 22 der 23 Delegiertenstimmen dieses Außengebietes zugesprochen worden, ein Delegierter wird Newt Gingrich zugerechnet. Noch unbekannt ist das Ergebnis des Caucus vom 17. März in Missouri, bei dem die Delegierten ausgewählt wurden, die in zwei Stufen im April und Juni über die Zusammensetzung der Delegation zum nationalen Parteitag befinden werden. Die dortige Vorwahl vom 7. Februar, bei der Rick Santorum 55,2 Prozent der Stimmen erhielt – Mitt Romney erhielt 25,2 Prozent und Ron Paul 12,2 Prozent –, ist dabei nicht bindend. Diese Situation entstand, weil die Republikanische Partei dieses Bundesstaates im März die Regeln für die Ermittlung der Delegiertenstimmen änderte, nachdem die Partei auf nationaler Ebene entschieden hatte, die Delegationen aus jenen Bundesstaaten zu bestrafen, die vor März festgelegt wurden.

Jeb Bush ist einer der Superdelegierten, die sich bereits auf Romney festgelegt haben.

Foto: Agência Brasil

Nun kommen Signale von führenden Parteimitgliedern, die auf ein baldiges Ende des parteiinternen Wahlkampfes drängen. Jim DeMint, ein prominentes, dem konservativen Flügel der Republikaner zugehöriges Mitglied des US-Repräsentantenhauses aus South Carolina, wollte sich nach einem Treffen mit Romney noch nicht auf eine Unterstützung festlegen, sagte aber, die Republikaner müssten „alle auf diese Präsidentschaftsvorwahlen schauen und die Kandidaten zu einem bisschen Selbstreflexion ermuntern – darüber, was gut ist für unser Land. Je eher wir eine Entscheidung treffen, denke ich, desto eher können wir uns auf das wirkliche Problem fokussieren, auf Obama“.

Nach den Berechnungen der Associated Press führt im Nominierungsprozess Mitt Romney mit 563 Delegiertenstimmen vor Rick Santorum mit 263 und Newt Gingrich mit 135 Delegierten. Ron Paul verfügt über 50 Delegiertenstimmen. 1.144 Stimmen sind notwendig, um beim republikanischen Parteitag Ende August als Kandidat der „Grand Old Party“ für das Weiße Haus nominiert zu werden. Über 1.273 Delegiertenstimmen ist noch nicht entschieden. Wenn sich Romney knapp die Hälfte der noch zu vergebenden Delegiertenstimmen sichert, hat er die notwendige Stimmenzahl. Santorums Chancen sind wesentlich schlechter; er müsste bei den verbleibenden Vorwahlen 70 Prozent der verbleibenden Delegiertenstimmen gewinnen. Inzwischen hat sich Jeb Bush, der frühere Gouverneur Floridas und Bruder des ehemaligen US-Präsidenten Georg W. Bush, für Romney als republikanischen Kandidaten um die Präsidentschaft ausgesprochen. Nach absolvierten 34 Vorwahlen sei es notwendig, die Republikaner hinter dem im Nominierungsmarathon deutlich führenden Romney zu einen.

Über die Rolle von Jeb Bush war bereits spekuliert worden. Manche Analysten halten es für möglich, dass er sich beim Parteitag in Tampa, Florida, als Außenseiter um die republikanische Kandidatur für das Weiße Haus bemühen könnte, nämlich dann, wenn es keinem der bisherigen Kandidaten gelänge, die notwendige Zahl an Delegiertenstimmen zu erreichen. Dieses Szenario ist nach der Vorwahl in Illinois weniger wahrscheinlich als noch nach dem „Super Tuesday“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Vereinigte Staaten
  • US-Vorwahlen: Santorum gewinnt in zwei Südstaaten, Romney in Hawaii (16.03.2012)
  • US-Vorwahlen: Santorum gewinnt Kansas, Romney drei Außengebiete (13.03.2012)
  • US-Vorwahlen: Super Tuesday bringt keine Vorentscheidung (08.03.2012)

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March 16, 2012

US-Vorwahlen: Santorum gewinnt in zwei Südstaaten, Romney in Hawaii

US-Vorwahlen: Santorum gewinnt in zwei Südstaaten, Romney in Hawaii

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Veröffentlicht: 06:20, 16. Mär. 2012 (CET)
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Honolulu / Mobile (Alabama) / Jackson (Mississippi) (Vereinigte Staaten), 16.03.2012 – Bei den Vorwahlen in den beiden Südstaaten Alabama und Mississippi konnte sich der erzkonservative Katholik Rick Santorum jeweils knapp durchsetzen. Mitt Romney belegte in den beiden Südstaaten nach Newt Gingrich den dritten Platz. In Hawaii gewann Mitt Romney vor Rick Santorum. Der Baptist Ron Paul erreichte hier den dritten Platz, Gingrich erreichte in Hawaii den vierten Platz. In allen drei Bundesstaaten gilt nicht das Prinzip, dass der Sieger alle Delegiertenstimmen gewinnt, sondern die Delegierten werden proportional zum Wahlergebnis vergeben.

Der in Detroit geborene Mitt Romney ist der ehemalige Gouverneur von Massachusetts

Foto: Jessica Rinaldi

Rick Santorum aus Winchester, Virginia, ist einer der beiden US-Senatoren aus Pennsylvania

Foto: Gage Skidmore

Bei der Primary im ländlichen Alabama konnte Mitt Romney, der landesweit bislang die meisten Delegiertenstimmen hinter sich hat, nur in den verstädterten Gebieten um Mobile, Birmingham und Montgomery den höchsten Stimmenanteil erreichen. Im Südosten und in einigen Countys im Zentrum, im Westen und im Osten des Staates erhielt Newt Gingrich die höchste Stimmenzahl, während Rick Santorum im Rest des Bundesstaates vorne lag. Nach den Angaben der Associated Press (AP) unter Berücksichtigung von 98,4 Prozent der Stimmbezirke erreichte Rick Santorum 34,5 Prozent der im Bundesstaat abgegebenen Stimmen, Newt Gingrich 29,3 Prozent, Mitt Romney 29,0 Prozent und Ron Paul 5,0 Prozent. Daraus ergeben sich 17 Delegiertenstimmen für Santorum, zwölf für Gingrich und zehn für Romney.

Im westlich direkt angrenzenden Bundesstaat Mississippi erhielt Newt Gingrich vor allem in den Countys im Südosten die meisten Stimmen. Die höchsten Stimmenanteile für Mitt Romney meldeten vor allem die Countys im Westen des Bundesstaates und um die Stadt Gulfport am Golf von Mexiko. Rick Santorum erreichte in Mississippi, basierend auf 99,3 Prozent der Stimmbezirke, 32,9 Prozent der Stimmen. Es folgen Newt Gingrich mit 31,3 Prozent, Mitt Romney mit 30,3 Prozent und abgeschlagen Ron Paul mit 4,4 Prozent.

Den Caucus in Hawaii gewann mit deutlichem Vorsprung Mitt Romney. Er liegt auch im Honolulu County, auf Maui und auf Kauai vorne, auf Big Island führt Ron Paul. Auf Hawaii leben etwa 55.000 Mormonen. AP meldete für Mitt Romney 45,4 Prozent, für Rick Santorum 25,3 Prozent und für Ron Paul 18,3 Prozent der Stimmen. Newt Gingrich erreichte mit 11,0 Prozent in Hawaii den vierten Platz.

Auf einem Parteitag in Amerikanisch-Samoa haben schließlich die dortigen Republikaner alle neun Deligiertenstimmen in diesem Außengebiet im fernen südwestlichen Pazifischen Ozean Mitt Romney zugesprochen.

Nach den Berechnungen der Associated Press kommt Mitt Romney auf 495 Delegiertenstimmen, Rick Santorum folgt mit 252. Platz 3 belegt Newt Gingrich mit 131 Delegierten hinter sich, Ron Paul ist mit 48 Delegierten auf dem vierten Platz. Bis zur letzten Vorwahl am 5. Juni wird noch über 1358 Delegiertenstimmen entschieden.

Die nächsten Delegierten werden in Missouri und Puerto Rico ermittelt. Lokale Mitgliederversammlungen in Missouri legen am 17. März die 52 Delegierten des Bundesstaates im Mittleren Westen fest. Über die Zusammensetzung der zur Republican National Convention zu entsendenden Delegation entscheidet die Republikanische Partei dieses Bundesstaats also nicht aufgrund des Ergebnisses der Vorwahlen vom 7. Februar. Bei diesem Wahlgang hatte sich Rick Santorum deutlich durchgesetzt und die Mehrheit in allen Countys gewonnen. Im gesamten Bundesstaat erhielt Santorum 55,2 Prozent der Mitgliederstimmen. Weit abgeschlagen folgten Mitt Romney mit 25,3 Prozent und Ron Paul mit 12,2 Prozent. Am 18. März wird nach dem Winner-takes-it-all-Prinzip über die 23 Delegierten Puerto Ricos entschieden.

Wie lange wird Newt Gingrich seine Kampagne fortführen?

Foto: Gage Skidmore

Für die Wahlkampagne von Newt Gingrich war dieser Wahltag ein Rückschlag. Der Sprecher seines Wahlkampfteames, R.C. Hammond, hatte in der vergangenen Woche angekündigt, beide Bundesstaaten seien solche, in denen der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses gewinnen müsse, doch Gingrich erreichte jeweils nur den zweiten Platz. Gingrich hatte jedoch später bekräftigt, seine Kandidatur zumindest bis zum Parteitag in Tampa weiterzuverfolgen. Für Erick Erickson, den Herausgeber der konservativen Website RedState.org ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Gingrich seine Kandidatur aufgeben müsse: „Wenn er nicht im Süden gewinnen kann, muss er gehen.“ Und tatsächlich sind Alabama und Mississippi „tiefrote“ Bundesstaaten, die in ihrer Wählerstruktur idealer Nährboden für die Zustimmung zu Gingrich sein sollten. Doch Meinungsumfragen unter Wählern, die sich selbst als sehr konservativ bezeichnen, zeigen den Rückgang der Zustimmung zu Gingrich auf. In Georgia, dem Heimatstaat Gingrichs und in North Carolina hatten 53 bzw. 48 Prozent dieser Wählergruppe angegeben, Gingrich gewählt zu haben – in Alabama waren dies nur 37 Prozent und in Mississippi bevorzugte nur ein Drittel der sehr konservativen Wähler Gingrich. In anderen Wählergruppen ergibt sich ein ähnliches Bild. Unter den sich als evangelikal bezeichnenden Wählern in Mississipppi erhielt Gingrich 30 Prozent der Stimmen und in Alabama 31 Prozent, gegenüber 44 Prozent in South Carolina und 50 Prozent in Georgia. Unter den Anhängern der Tea Party erklärten in Mississippi 34 Prozent und in Alabama 38 Prozent, Gingrich gewählt zu haben, gegenüber 48 und 55 in South Carolina und Georgia.

Von den Wahlkampfmanagern Romneys hingegen war der dritte Platz in den beiden Südstaaten einkalkuliert. Für Romney war vor allem wichtig, dass sein größter Konkurrent Santorum ihm nicht wesentlich näher kommt. Um die Nominierung zu sichern, hat Romney die beste Ausgangssituation; er muss nicht ganz jede zweite der noch ausstehenden Delegiertenstimmen hinter sich bringen, Santorum muss hingegen zwei von drei der noch zu wählenden Delegierten gewinnen, Gingrich sogar fast drei Viertel. Analysten glauben, dass im Mai oder im Juni alles klar ist, doch die konservative Basis weigert sich, hinter dem führenden Milliardär Romney einzuschwenken. Die Strategie sowohl für Gingrich und Santorum ist offensichtlich die Verhinderung einer Delegiertenstimmenmehrheit für Romney und somit die Herbeiführung einer Kampfabstimmung Ende August in Tampa. Es wäre der erste ernsthaft umkämpfte Parteitag der Great Old Party seit 1976, als sich Gerald Ford gegen Ronald Reagan durchsetzte.

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March 13, 2012

US-Vorwahlen: Santorum gewinnt Kansas, Romney drei Außengebiete

US-Vorwahlen: Santorum gewinnt Kansas, Romney drei Außengebiete

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Veröffentlicht: 22:50, 13. Mär. 2012 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 13.03.2012 – Am Wochenende fand wieder eine Etappe der republikanischen Vorwahlen statt. Dabei war Rick Santorum im Bundesstaat Kansas im Mittleren Westen erfolgreich, während Mitt Romney in Guam und den Nördlichen Marianen erfolgreich war. Außerdem gewann Romney die meisten Delegiertenstimmen auf den Amerikanischen Jungferninseln. Hier konnte sich der landesweit weit abgeschlagene Ron Paul eine Delegiertenstimme sichern. Nach den Berechnungen der Associated Press, die auch das erwartete Stimmverhalten der Superdelegierten berücksichtigt, entfallen vor den Vorwahlen in Alabama und Mississippi 454 Delegiertenstimmen auf Mitt Romney, 217 auf Rick Santorum, 107 auf Newt Gingrich und 47 auf Ron Paul. 1.144 Delegiertenstimmen sind notwendig, um bei der Republican National Convention Ende August in Tampa, Florida, die Nominierung der Republikanischen Partei für die Präsidentschaftswahl Anfang November zu erringen. Bis zum Ende der Vorwahlen Ende Juni werden noch 1.459 Delegierte bestimmt.

Rick Santorum aus Winchester, Virginia, ist einer der beiden US-Senatoren aus Pennsylvania

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Der in Detroit geborene Mitt Romney ist der ehemalige Gouverneur von Massachusetts

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Der Caucus in Kansas teilte dem erzkonservativen Rick Santorum, der sich unter anderem gegen Abtreibung und Homosexualität engagiert und die Lehre vom Kreationismus in Schule und Bildung unterstützt, 33 der 40 Delegierten dieses Bundesstaates zu, die restlichen sieben Delegierten entfielen auf Mitt Romney. Die Wahlkampfleitung Santorums sah Kansas als wichtige Station der Vorwahlkampagne Santorums. In dem konservativen Staat im Mittleren Westen stimmten 51,2 Prozent der republikanischen Vorwähler für Santorum, 21 Prozent entschieden sich für Romney. Auf den Plätzen drei und vier folgten Newt Gingrich mit über 14 Prozent und Ron Paul mit nicht ganz 13 Prozent.

Auf Guam entschieden sich alle 251 Delegierte des republikanischen Caucus für Mitt Romney. Auf den nördlichen Marianen nahmen 848 eingetragene republikanische Wähler an der Vorwahl teil. 740 gaben Mitt Romney ihre Stimme, 53 stimmten für Rick Santorum, 28 für Ron Paul, und 27 entscheiden sich für Newt Gingrich. Insgesamt senden diese beiden Außengebiete 18 Stimmen zur Republican National Convention. Der Katholik Rick Santorum hatte beide Inselterritorien weitgehend links liegen gelassen. Er hatte in einem Telefonkonferenzgespräch versucht, die Unterstützung der drei Superdelegierten Guams zu erlangen, konnte aber nicht punkten, da das Gespräch sich zu einer Entschuldigung für eine Aussage vom Jahresanfang entwickelte, in der er sich dafür augesprochen hatte, liberale Richter nach „Guam oder dergleichen“ zu versetzen. Mitt Romney schickte seinen Sohn Matt nach Guam und in die Nördlichen Marianen, um für ihn die Wahlkampftrommel zu rühren. Der „Saipan Tribune“ zufolge sagte Matt Romney, „es ist wichtig für uns überall hinzugehen, wo wir können, überall, wo die Leute wählen können. Dies hier ist bisher eine der schwerer zu erreichenden Gegenden, aber es ist mir die bislang liebste.“

Auf den Amerikanischen Jungferninseln gewann die Abstimmung in absoluten Wählerstimmen Ron Paul, der 29 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Romney folgte mit 26 Prozent auf dem zweiten Platz der Wählergunst. Der Caucus in diesem Außengebiet kam jedoch zu einem anderen Ergebnis: Er gewährte Romney drei Delegierte, Paul einen und bestimmte zwei unverpflichtete Delegierte, von denen einer inzwischen erklärt hat, Romney unterstützen zu wollen. Außerdem ist Romney die Unterstützung von drei Superdelegierten dieses Außengebietes sicher. Bei der Wahl des amerikanischen Präsidenten sind die Bewohner der Außengebiete jedoch nicht wahlberechtigt.

In der vergangenen Woche fand auch in Wyoming ein Caucus statt, bei dem Mitt Romney sieben der zu vergebenen zwölf Delegierten erobern konnte, doch diese werden gemeinsam mit 14 weiteren „at-large“ (also für den gesamten Bundesstaat) zu vergebenden Delegierten erst nach dem Parteitag der Republikanischen Partei in diesem Bundesstaat im April festgelegt. Wyoming hat mit 600.000 die geringste Bevölkerungszahl aller US-Bundesstaaten.

Es wird erwartet, dass sich der fast eindeutige Erfolg Romneys in den Außengebieten positiv auf die nächsten Vorwahlen am 13. März in Mississippi, Alabama, Hawaii und Amerikanisch-Samoa auswirkt. Die Wahlkampfmannschaft Romneys rechnet sich gute Chancen in den beiden konservativen Südstaaten aus, weil sich hier, wie man glaubt, Rick Santorum und Newt Gingrich gegenseitig schwächen. Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat und republikanische Senator John McCain, der 2008 Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl unterlegen war, wies unterdessen darauf hin, dass der „sehr, sehr schmutzige“ Vorwahlkampf bei den Republikanern dem demokratischen Amtsinhaber Obama zugute komme. „Ich denke, je länger der Aderlass in den Vorwahlen weitergeht, desto schwieriger wird es”, sagte McCain. „Jeder Tag der Vorwahl mit gegenseitigen Attacken ist ein verlorener Tag.“

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  • US-Vorwahlen: Super Tuesday bringt keine Vorentscheidung (08.03.2012)

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March 8, 2012

US-Vorwahlen: Super Tuesday bringt keine Vorentscheidung

US-Vorwahlen: Super Tuesday bringt keine Vorentscheidung

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Veröffentlicht: 20:25, 8. Mär. 2012 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 08.03.2012 – Der Super Tuesday, an dem in zehn US-Bundesstaaten Vorwahlen der Republikaner stattfanden, hat im Rennen um die Kandidatur gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama keine Vorentscheidung gebracht. Zwar gewann Mitt Romney in Alaska, Idaho, Massachusetts, Vermont und Virginia sowie mit knapp 12.000 Stimmen Vorsprung vor Rick Santorum auch alle Delegiertenstimmen in dem wichtigen Bundesstaat Ohio, doch entschied Santorum die Vorwahlen in North Dakota, Oklahoma und Tennesee für sich. Newt Gingrich siegte in Georgia. Ron Paul konnte am Dienstag in keinem der zehn Bundesstaaten gewinnen, in denen gewählt wurde.

Der in Detroit geborene Mitt Romney ist der ehemalige Gouverneur von Massachusetts

Foto: Jessica Rinaldi

Rick Santorum aus Winchester, Virginia ist einer der beiden US-Senatoren aus Pennsylvania

Foto: Gage Skidmore

Mit Spannung war der Wahlausgang in Ohio erwartet worden. Ohio, in dem es keine eindeutige Grundstimmung zugunsten einer der großen Parteien der Vereinigten Staaten gibt, ist bekannt für seine sich bis lange in die Nacht dahinziehende Auszählung. Erst um 6.28 Uhr Mitteleuropäischer Zeit am Mittwoch meldete Associated Press, dass Mitt Romney die Vorwahl in Ohio gewonnen habe. Mitt Romney verkündete am Wahlabend vor Unterstützern in Boston, Massachusetts, er stehe bereit, die Vereinigten Staaten zum Wohlstand zu führen. „Ich habe eine Botschaft: Ihr habt nicht versagt. Ihr habt einen Präsidenten, der euch nicht gerecht geworden ist. Das wird sich ändern“, sagte Romney siegesgewiss. „Ich werde diese Nominierung bekommen.“ Doch sein schärfster Konkurrent, Rick Santorum, feierte sich vor seinen Anhängern in Steubenville, Ohio, ebenfalls als Sieger. Es gebe zwar Menschen, die Amerika am Boden liegend sähen, doch er empfinde das anders, auch wenn große Dinge geschehen müssten, um das Land vom Abgrund weg zu bringen. „Es ist eine große Nacht“, rief er seinen Anhängern zu. „Wir sind bereit, im ganzen Land zu gewinnen.“ Zum Gewinner des Tages erklärte sich auch Newt Gingrich, der in Atlanta in seinem Heimatstaat Georgia auftrat: „Ich glaube daran, dass ich der einzige Kandidat bin, der die Fähigkeit hat, gegen Barack Obama zu debattieren.“

Insgesamt wurden am Super Tuesday 435 Delegiertenstimmen vergeben, das ist etwas mehr als ein Drittel der 1.144 Stimmen, die ein Kandidat hinter sich bringen muss, um beim republikanischen Parteitag in Tampa, Florida, der Ende August stattfinden wird, die Nominierung zu erringen. Nach den Berechnungen von Associated Press, die auch das erwartete Stimmverhalten von Superdelegierten – das sind hochrangige Parteimitglieder, die nicht an das Votum der Parteibasis gebunden sind – einbezieht, kommt Mitt Romney derzeit auf Stimmen von 415 Delegierten, Rick Santorum auf solche von 176 Delegierten und Newt Gingrich auf 105 Delegiertenstimmen. Ron Paul ist mit 47 zu erwartenden Delegiertenstimmen weit abgeschlagen, Jon Huntsman hat seine Kandidatur bereits zurückgezogen und vereinigt zwei Delegierte hinter sich. Zu vergeben sind bis zum Ende der Vorwahlen im Juni noch insgesamt 1.541 Delegiertenstimmen.

Die Bundesstaaten (ohne Alaska), in denen am Super Tuesday abgestimmt wurde; die Farben zeigen den Gewinner: Romney (orange), Santorum (grün), Gingrich (magenta)

Politische Analysten sehen in dem Wahlergebnissen ernüchternde Resultate für den vermeintlichen Favoriten Romney. Zwar habe Romney den wichtigen Staat Ohio knapp für sich entscheiden können, doch habe er für seine Kampagne in diesem Bundesstaat fünfmal so viel Geld ausgegeben wie Rick Santorum. Und der hat vor allem in ländlichen Gebieten und in Arbeiterwohngegenden Stimmen erhalten. Dass der abgeschlagene Libertarier Ron Paul in Virginia 41 Prozent gegen Mitt Romney gewinnen konnte, zeigt das Misstrauen, das viele gegen den Milliardär Romney hegen. In Virgina nahmen an den Vorwahlen nur er und Paul teil, weil keiner der anderen Kandidaten die notwendige Zahl an Unterstützerstimmen erreicht hatte. Schwach schnitt Romney auch in den von konservativen Evangelikalen und Anhängern der Tea Party dominierten Südstaaten Georgia, Oklahoma und Tennessee ab, wo die Sieger Newt Gingrich und Rick Santorum hießen.

Muss auf seinen Herausforderer noch warten: US-Präsident Barack Obama

Foto: Pete Souza

Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf die in am 13. März stattfindenden Vorwahlen in den Südstaaten Alabama und Mississippi. In beiden Staaten und dem ländlichen Kansas, wo die Vorwahl bereits am 10. März stattfindet, hat Santorum eine gute Ausgangsposition, weil Romney sich am Super Tuesday nicht deutlich genug von seinem stärksten Rivalen hatte absetzen konnte. Deswegen könnte es Romney an Momentum fehlen, um gegen den erklärten Gegner von „Obamacare“, Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe, Santorum, punkten zu können.

Für den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama ist der andauernde Mehrkampf der noch vier Kandidaten um die republikanische Kandidatur für den Präsidentensessel günstig. Sein potentieller, noch zu bestimmender Gegenkandidat ist nach wie vor damit beschäftigt, sich parteiintern durchzusetzen, und kann noch nicht ausschließlich gegen ihn Wahlkampf betreiben.

Denkbar ist auch, dass keiner der verbliebenen Kandidaten eine notwendige Mehrheit zustande bringt. Dann könnte es bei der Republican National Convention in Tampa dazu kommen, dass die Partei einen ganz anderen Kandidaten nominiert. US-amerikanische Nachrichtensender nennen hier immer wieder die Namen von Jeb Bush, dem ehemaligem Gouverneur Floridas und Bruder von George W. Bush, und den des derzeitigen Gouverneurs von New Jersey, Chris Christie. Auch Sarah Palin, die schon vorzeitig ihre Kandidatur aufgegeben hatte, sinnierte in einem Interview nach ihrer Stimmabgabe in Alaska über ihre weitere Zukunft: „Alles ist möglich, und ich verschließe keine Türen, die mir dort vielleicht offenstünden. Ich plane, beim Parteitag dabei zu sein.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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February 1, 2012

Republikanische Vorwahlen: Florida geht an Mitt Romney

Republikanische Vorwahlen: Florida geht an Mitt Romney

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Veröffentlicht: 17:30, 1. Feb. 2012 (CET)
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Mitt Romney

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Miami (Vereinigte Staaten), 01.02.2012 – Mitt Romney hat sich bei den Vorwahlen im bevölkerungsreichen US-Bundesstaat Florida gegen Newt Gingrich durchgesetzt und 50 weitere Delegierte für den Parteitag der Republikaner Ende August hinter sich gebracht. 1.144 Delegiertenstimmen sind notwendig, um die republikanische Kandidatur gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama zu gewinnen. Romney erhielt 46,4 Prozent der abgegebenen Stimmen, Gingrich 31,9 Prozent. Auf den dritten Platz in der Gunst der republikanischen Wähler gelangte mit 13,4 Prozent Rick Santorum; Ron Paul wählten 7,0 Prozent.

Die nächsten Vorwahlen finden am 4. Februar in Nevada und am 7. Februar in Colorado und Minnesota statt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2012“.
  • Virginia: Erste Republikaner scheitern (28.12.2011)
  • USA: Michele Bachmann gibt auf (05.01.2012)
  • US-Vorwahlen: Huntsman gibt auf (16.01.2012)

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January 16, 2012

US-Vorwahlen: Huntsman gibt auf

US-Vorwahlen: Huntsman gibt auf – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

US-Vorwahlen: Huntsman gibt auf

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Jon Huntsman (Archivbild)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 16.01.2012 – Jon Huntsman scheidet aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner aus. Nach dem Ausstieg Michelle Bachmanns steigt nun der zweite der Kandidaten aus. Nach dem Ausscheiden Huntsmans können die Wähler bei den Vorwahlen in South Carolina noch aus fünf Kandidaten auswählen: Newt Gingrich, Ron Paul, Rick Perry, Mitt Romney und Rick Santorum.

Huntsman galt als der einzige moderate Kandidat der Republikaner und setzte sich für eine überparteiliche Zusammenarbeit ein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • USA: Michele Bachmann gibt auf (05.01.2012)
  • Virginia: Erste Republikaner scheitern (28.12.2011)

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December 28, 2011

Virginia: Erste Republikaner scheitern

Virginia: Erste Republikaner scheitern – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Virginia: Erste Republikaner scheitern

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Veröffentlicht: 11:33, 28. Dez. 2011 (CET)
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Richmond (Vereinigte Staaten), 28.12.2011 – Fünf Kandidaten der Republikanischen Partei für die US-Präsidentschaftswahl konnten bis zum vergangenen Donnerstag 17:00 Uhr Ortszeit nicht genügend Unterschriften einreichen, um sich für die Vorwahl zu qualifizieren. Die Kandidaten Michelle Bachmann, Newt Gingrich, Jon Huntsman, Rick Perry und Rick Santorum dürfen in Virginia nicht antreten.

In dem Bundesstaat gilt bei den Vorwahlen nicht das „Winner takes it all Prinzip“, daher werden sich die Wahlmännerstimmen nun auf die verbliebenen Kandidaten Ron Paul, Buddy Roemer und Mitt Romney verteilen.

Die Demokraten in Virginia versicherten, Barack Obama habe genügend Unterstützerunterschriften gesammelt.

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